Bericht: Apple mit Rekord-Marktanteilen – unter anderem wegen bislang "stabiler Preise"


Die Einleitung einer aktuellen Marktstudie ist nach den Ereignissen dieser Woche wohl bald mit Vorsicht zu genießen. Darin heißt es, dass Apples "stabile Preise" für steigende Marktanteile in den größten Hardware-Segmenten führten. Bis vor wenigen Tagen ließ sich das durchaus bestätigen, denn viele Mitbewerber drehten schon wesentlich früher und teils deutlich stärker an der Preisschraube. Apple konnte sich hier allerdings etwas mehr Zeit lassen. Da das Unternehmen fast ausschließlich in Premium-Sektoren mit besonders hohen Margen tätig ist, hat man daher größere Puffer. Besonders drastische Folgen hat die Speicherkrise hingegen für Produkte im niedrigen bis mittleren Preissegment.
Schwere Marktsituation – wenn Stagnation ein Erfolg istDie von
Counterpoint für 2026 prognostizierten Rekordwerte sind daher teilweise das Ergebnis einer ungewöhnlichen Marktsituation. Apple muss nicht einmal besonders stark wachsen, um deutlich Marktanteile zu gewinnen. Selbst Stagnation wäre mehr, als viele andere Hersteller aufweisen können – genau das ist auch die Erwartung für den diesjährigen iPhone-Absatz.
MacBook Neo als HitBesonders gut sieht es derzeit bei Apples Notebooks aus – hier steigen die Stückzahlen weltweit angeblich um 23 Prozent, während der Gesamtmarkt hingegen schrumpft. Als wesentlicher Faktor gilt das MacBook Neo, welches jetzt zwar nicht mehr ganz so günstig angeboten wird, dennoch im Vergleich zum Marktumfeld preislich aggressiv positioniert bleibt.
iPad und Apple WatchAuf dem Tablet-Markt erwartet Counterpoint einen Anstieg der Anteile von 35 auf 39 Prozent. Dazu trage ein vergleichsweise aktuelles iPad-Portfolio bei, das mehrere Preis- und Leistungsklassen abdecke. Gleichzeitig geraten andere Hersteller viel stärker unter Druck, denn Tablet-Käufer sind laut Counterpoint besonders preissensibel. Die Apple Watch schneide ebenfalls erfolgreich ab und verbessere sich von 20 auf 23 Prozent. Dieser Marktsektor ist derzeit noch eher wenig von den Entwicklungen auf dem Speichermarkt betroffen, intelligente Uhren bringen üblicherweise nur recht wenig internen Speicher mit.