Aufwendige Bastelei: iPhone Air mit SIM-Kartenschacht


Mit dem iPhone Air wagte Apple in Europa einen wichtigen Schritt: Es ist das erste Modell, welches weltweit auf einen Schacht für die physische SIM-Karte verzichtet. Bei diesem Modell kommen fest verbaute eSIMs zum Einsatz, bei denen man den Anbieter per Software bestimmt. Als Grund wird oftmals die besonders geringe Dicke des Geräts genannt. Möglicherweise war der SIM-Verzicht aber gar keine zwingende Voraussetzung: Einem chinesischen Bastler ist es nun offenbar gelungen, nachträglich einen SIM-Kartenschacht einzubauen.
Das ursprüngliche Video wurde auf der chinesischen Plattform Douyin veröffentlicht, welche sich nicht mehr aufspüren lässt. Auf TikTok finden sich jedoch
Zusammenschnitte des Originals. Sie zeigen ein iPhone, bei dem neben dem USB-C-Anschluss ein metallener SIM-Kartenschacht Platz findet. Im Inneren soll dafür lediglich das Modul für haptisches Feedback durch ein leistungsschwächeres ausgetauscht worden sein.
Ein iPhone Air mit physischer SIM-Karte scheint möglich zu sein. (Quelle:
TikTok)
Geniale Bastelei oder aufwendiger Fake?Im weiteren Verlauf des Videos sieht man, wie die Telefonfunktion aufgerufen wird. Ob der Anruf wirklich über die SIM-Karte zustande kommt, ist schwer zu überprüfen. Auch Details zur internen Anbindung des Kartenschlitzes zeigt der Clip nicht. Deswegen rätseln einige, ob es sich bei dem Video möglicherweise um eine aufwendige Fälschung handelt. Die Vermutung ist nicht ganz aus der Luft gegriffen: Imitationen, welche das Äußere eines iPhone Air nachstellen, sind wahrscheinlich längst in Produktion.
eSIM - Zukunftstechnologie mit holprigem StartDie EU-Modelle des iPhone 17 nehmen weiterhin traditionelle SIM-Karten auf. In vielen Ländern verzichtet Apple bereits bei allen 17er-Modellen auf den Steckplatz, unter anderem in den Vereinigten Staaten und Japan. Ein klarer Vorteil: Die SIM-befreiten Varianten verfügen über größere Akkus. Der IT-Journalist Ryan Whitwam
berichtet allerdings von nervigen Nebenwirkungen. Der Wechsel zwischen Smartphones, welcher eigentlich noch einfacher gelingen könnte, erwies sich in seinem Fall mehrfach als so hürdenreich, dass er mehrere Tage keinen Zugang zu seiner Mobilfunknummer hatte. Das ist sicherlich dem Mobilfunk-Provider und nicht Apple anzulasten – für Anwender ist das jedoch ein schwacher Trost.