Apples und IBMs Partnerschaft bringt erste Apps hervor

Im Juli gaben Apple und IBM eine weitreichende Partnerschaft bekannt, um gemeinsam Lösungen für den Einsatz in (großen) Unternehmen zu entwickeln. Die Kooperation ermögliche es laut Tim Cook, Apples legendäre Benutzerfreundlichkeit sowie integrierte Hardware und Software mit IBMs Unternehmenslösungen, Big Data Analytics und tiefe Kenntnisse der Unternehmensbranche zu kombinieren. Rund fünf Monate später sind jetzt die ersten Ergebnisse zu sehen.


Phil Schiller dazu: "Das ist ein großer Schritt für iPhone und iPad im Unternehmenseinsatz und wir können es kaum erwarten, die neuen, aufregenden Möglichkeiten zu sehen, wie Unternehmen iOS-Geräte einsetzen werden. Unternehmen agieren immer mobiler und Apple und IBM vereinen die weltweit führende Technologie mit den intelligentesten Daten und Analytik-Fähigkeiten, um Unternehmen dabei zu unterstützen, Arbeitsprozesse neu zu definieren."


Einige der neuen Anwendungen im Kurzprofil

Plan Flight (Reise und Transport) befasst sich mit dem größten Kostenfaktor aller Fluggesellschaften – Treibstoff – und erlaubt es Piloten Flug- und Zeitpläne sowie Besatzungslisten im Voraus zu sichten, Probleme während des Fluges dem Bodenpersonal zu berichten und fundiertere Entscheidungen auf Basis verfügbarer Kraftstoffmenge zu treffen.

Passenger+ (Reise und Transport) ermöglicht es Flugbesatzungen, den Passagieren während des Fluges ein unübertroffenes Niveau an invidiualisierten Leistungen einschließlich Sonderangeboten, Umbuchung und Gepäckinformationen zu bieten.

Advise & Grow (Bankwesen und Finanzmärkte) erlaubt Bankberatern über eine sichere Authorisierung auf Kundenprofile und Wettbewerbsanalysen von kleineren Geschäftskunden vor Ort zuzugreifen, analytische Erkenntnisse zu sammeln, um personalisierte Empfehlungen zu geben und sichere Transaktionen durchzuführen.

Trusted Advice (Bankwesen und Finanzmärkte) ermöglicht Beratern den Zugriff und die Verwaltung von Kundenportfolios sowie die Möglichkeit zur Gewinnung kundenspezifischer Erkenntnisse durch analytische Vorhersagen – und das in der Küche des Kunden oder im lokalen Café anstatt im Büro des Beraters. Der Berater verfügt auch hier über alle Voraussetzungen, um Empfehlungen mittels anspruchsvoller Prognosewerkzeuge abzugeben und anschließend sichere Transaktionen tätigen zu können.

Retention (Versicherung) ermöglicht Versicherungsagenten den Zugriff auf Profile und die Historie des Kunden, einschließlich einer analysegestützten Risiko-Einstufung sowie intelligente Alarme, Erinnerungen und Empfehlungen bezüglich der nächsten, besten Schritte beispielsweise zur Vereinfachung von Geschäftsvorgängen durch E-Signaturen oder bei Prämienzahlungen.

Case Advice (Regierungen) befasst sich mit der Frage der Arbeitsbelastung und gegenseitiger Unterstützung von Sachbearbeitern, die kritische Entscheidungen bezüglich Situationen innerhalb von Familien von Fall zu Fall und unterwegs aus treffen müssen. Die Lösung passt Prioritäten basierend auf Echtzeitanalyse-gestützen Erkenntnissen an und bewertet Risiken auf Basis von Vorhersagen.

Incident-Aware (Regierungen) verwandelt ein iPhone in ein wichtiges Präventionswerkzeug bei Kriminalfällen, indem es Beamten von Strafverfolgungsbehörden Echtzeit-Zugriff auf Karten und Video-Feeds der Örtlichkeiten des Vorfalls sowie Informationen über den Status des Opfers, des Eskalationsrisikos und der Historie des Verbrechens bietet; sowie eine verbesserte Möglichkeit Rückendeckung und Unterstützung telefonisch anzufordern.

Sales Assist (Einzelhandel) ermöglicht Mitarbeitern sich mit Kundenprofilen zu verbinden, um Vorschläge auf Grundlage früherer Käufe und aktueller Auswahl zu machen, das Inventar zu überprüfen, Artikel in den Verkaufsräumen zu lokalisieren oder nicht im Laden vorhandene Artikel zu versenden.

Pick & Pack (Einzelhandel) verbindet die Nahbereichs-Technologie mit Back-End-Bestandssystemen für die Auftragsabwicklung.

Expert Tech (Telekommunikation) nutzt native iOS-Funktionen einschließlich FaceTime für einen einfachen Zugriff auf Fachwissen in der Zentrale sowie ortsbasierte Dienste zur Routenoptimierung. Somit können optimierter Vor-Ort-Service, effektivere Problemlösungen und Produktivität gewährleistet werden, wodurch eine erhöhte Kundenzufriedenheit folgt.

Kommentare

Christoph_M
Christoph_M10.12.14 17:08
Ich behaupte Apple im Unternehmen benötigt erstmal:
- ne ordentliche 802.1X Verbindung die nicht ständig (1mal pro Stunde) abstürzt
- optionale SMART Card Leser
- Verschlüsselung in Mail und bessere iCal Integration in Exchange (wo sehe ich bitte welche Besprechungszimmer verfügbar sind?)
- bessere Device Management und inhouse Appstore Lösungen. Wenn ich jetzt über MobileIron den inhouse Appstore nutzen möchte, dann brauche ich aktuell: iOS Pin, Windows Kennung, SMART Card PKI und das Soft Auth Zertifikat. Kein Wunder dass das keiner nutzen kann/will.

Die ganzen Apps klingen alle nach Branchenlösungen die es schon gibt. Das Thema iPad im Cockpit ist ein alter Hut und wird inzwischen im kommerziellen Bereich genauso praktiziert wie in der allgemeinen Luftfahrt.
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zod198810.12.14 17:11
Christoph_M
Ich behaupte Apple im Unternehmen benötigt erstmal:
- ne ordentliche 802.1X Verbindung die nicht ständig (1mal pro Stunde) abstürzt

Hier hat das noch nie nicht funktioniert.
Christoph_M
- Verschlüsselung in Mail

Haben wir doch schon seit iOS 4 oder so.
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nane
nane10.12.14 17:18
SJ hat in seinem Interview Recht. Immer wieder passiert es, dass das Management eines Unternehmens vom agieren und den innovativen Inhalten weg kommt und dann beim Verwalten und in der Administration also dem reagieren und in der Inhaltslosgikeit hängen bleibt. SJ nennt das "Krankheit". Im Endeffekt bleibt eine normierte, administrierte und zu Tode organisierte Hülle eines Unternehmens zurück, dass geistlose Standardprodukte wie alle anderen auch verkauft, bis diese keiner mehr will. Nach dem Weggang von SJ 85 ist das mit Apple passiert und ich will jetzt nicht unken, aber wirklich wahnsinnig bahnbrechende Dinge, abgesehen von der Apple Uhr sind jetzt nicht mehr passiert seit 2011 oder?

IBM und Apple, ich kann es immer noch nicht glauben, das ist so als würde SIEMENS mit Nintendo zusammen Kraftwerke konzipieren. Das ist irgendwie das, was SJ in seinem Interview mit "Krank" bezeichnete. Apple ist noch nicht krank, aber einen ordentlichen Schnupfen samt beginnendem Halsweh haben die schon :'(
Das Leben ist ein langer Traum an dessen Ende kein Wecker klingelt.
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Marcel_75@work
Marcel_75@work10.12.14 17:55
Genialer Vergleich!
nane
IBM und Apple, ich kann es immer noch nicht glauben, das ist so als würde SIEMENS mit Nintendo zusammen Kraftwerke konzipieren.
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zod198810.12.14 18:33
nane
IBM und Apple, ich kann es immer noch nicht glauben, das ist so als würde SIEMENS mit Nintendo zusammen Kraftwerke konzipieren.

Bleibt nur die Frage, wer wer ist. Getreu dem Motto: "Soll es funktionieren oder darf es auch etwas von Siemens sein?".
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CH
CH10.12.14 19:17
Erschreckend finde ich dir, was diese beiden Riesen anbieten. Der erste Teil ist in er Tat "Verwaltungskram". Der zweite Teil - für Regierungen ist deutlich interessanter. Hier kommt klar raus, was BigData in diesem Umfeld bedeutet - Analyse von allem und dann die Vorgabe von Entscheidungen auf statistischer Basis. Mahlzeit und gute Nacht.

Wenn Orwell das wüsste ....

Ch
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Christoph_M
Christoph_M10.12.14 19:21
zod1988
nane
IBM und Apple, ich kann es immer noch nicht glauben, das ist so als würde SIEMENS mit Nintendo zusammen Kraftwerke konzipieren.

Bleibt nur die Frage, wer wer ist. Getreu dem Motto: "Soll es funktionieren oder darf es auch etwas von Siemens sein?".
find ich nicht lustig. Oder welche andere Firme in Deutschland (oder Weltweit) hat ähnlich Komplexe Projekte/Produkte/Lösungen die besser funktionieren? Das TIA Portal ist grandios genau so wie die Healthcare Produkte.

Und die Verschlüsselung in Mail geht erst seit iOS8 ordentlich, jetzt kann man auch pro Mail sich entscheiden ob man verschlüsseln möchte oder nicht (war für mich _das_ Feature in iOS8..). Unter OS X ist davon aber nix zu sehen. Total schade und unnötig.
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g-kar10.12.14 19:50
Christoph_M
Und die Verschlüsselung in Mail geht erst seit iOS8 ordentlich, jetzt kann man auch pro Mail sich entscheiden ob man verschlüsseln möchte oder nicht (war für mich _das_ Feature in iOS8..). Unter OS X ist davon aber nix zu sehen. Total schade und unnötig.

Hm? In Mail für OS X kann ich schon seit Jahren pro Mail entscheiden, ob ich sie verschlüsseln oder signieren will (oder beides). Das ging schon immer, seit ich ein SMIME- Zertifikat habe...
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Christoph_M
Christoph_M10.12.14 21:29
g-kar
Christoph_M
Und die Verschlüsselung in Mail geht erst seit iOS8 ordentlich, jetzt kann man auch pro Mail sich entscheiden ob man verschlüsseln möchte oder nicht (war für mich _das_ Feature in iOS8..). Unter OS X ist davon aber nix zu sehen. Total schade und unnötig.

Hm? In Mail für OS X kann ich schon seit Jahren pro Mail entscheiden, ob ich sie verschlüsseln oder signieren will (oder beides). Das ging schon immer, seit ich ein SMIME- Zertifikat habe...

Ehrlich? Gibts dazu ne doku irgendwo?
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Weia11.12.14 00:48
Christoph_M
Ehrlich? Gibts dazu ne doku irgendwo?
Dazu braucht man eigentlich keine Doku, das geht Apple-like quasi vollautomatisch. S/MIME-Zertifikat vom Aussteller in Safari herunterladen (bzw. Doppelklick auf die Zertifikatsdatei, falls schon vorhanden) > Safari installiert das Zertifikat automatisch im Schlüsselbund > in Mail sind ab sofort automatisch ein Signieren- und ein Verschlüsseln-Button im Erstellen-Fenster zu sehen. Einfacher geht nicht.
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