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Apples Transparenzbericht: Behördenanfragen stark gestiegen

Apple hat einen neuen Transparenzbericht für das erste Halbjahr 2017 veröffentlicht. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2016 ist die Anzahl der Behördenanfrage zu Geräten von Apple-Kunden, Finanztransaktionen von Apple-Kunden sowie den Apple-IDs nahezu überall angestiegen. Insbesondere bei Apple-IDs ist die Steigerung enorm und erreicht den Faktor 4. In einem Großteil der Fälle kam Apple den Behördenanfragen nach juristischer Prüfung nach, wobei Apple bemüht war, nur die notwendigsten Daten herauszugeben, um den rechtlichen Anforderungen zu entsprechen.


In dem Transparenzbericht betont Apple, dass man iMessage und FaceTime wegen der Endverschlüsselung nicht auf Anfrage herausgeben könne. Bei den E-Mail-Konten des iCloud-Dienstes ist dies zwar anders, doch gab es dazu in den zurückliegenden Monaten keine Anfrage oder Herausgabe.

Anfragen zu Geräten
Bei den Geräte-bezogenen Anfragen geht es vor allem um Betrugs- und Diebstahlfälle, aber auch um die Ortung von Geräten. Hier sind vor allem in Europa und Asien signifikante Zuwächse auszumachen, wie die nachfolgende Tabelle mit der Anzahl angeforderter Geräte veranschaulicht. Der Wert für Deutschland ist ausgesprochen hoch und ist Apple zufolge auf eine hohe Diebstahlrate bei Apple-Geräten zurückzuführen.

Land / Region 2. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2017
Afrika & Europa 53.845 62.188
Asien & Pazifik 75.513 160.347
Nordamerika 20.037 8.992
Südamerika 1.710 1.525
Deutschland 20.647 24.446
Österreich 730 677
Schweiz 477 814

Anfragen zu Transaktionen
Vergleichsweise verhalten ist das Interesse an den Finanztransaktion der Apple-Kunden. Hier zeigt sich im Vergleich zu den Geräte-bezogenen Anfragen ein differenzierteres Bild, mit sinkenden Werten in Asien und Südamerika sowie steigendem Interesse in Europa und Nordamerika. In Deutschland ist dies laut Apple vor allem auf Betrug mit iTunes-Geschenkkarten zurückzuführen.

Land / Region 2. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2017
Afrika & Europa 2.641 5.331
Asien & Pazifik 8.977 2.812
Nordamerika 9.623 14.558
Südamerika 8 6
Deutschland 876 2.199
Österreich 1 56
Schweiz 119 872

Anfragen zu Apple-IDs
Vor allem in Asien und Nordamerika sind die Anfragen zu Apple-IDs von Kunden stark gestiegen. Dabei ging es vor allem um die Bestimmung von Name und Anschrift des Kunden. In wenigen Fällen ging es aber ein Anfragen auch um die gespeicherten iCloud-Daten, die Apple aber nur in den seltensten Fällen tatsächlich an die Behörden herausgab.

Land / Region 2. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2017
Afrika & Europa 783 957
Asien & Pazifik 5.685 36.164
Nordamerika 3.961 6.432
Südamerika 148 283
Deutschland 268 249
Österreich 4 24
Schweiz 4 18

Hinweise zu den Tabellenwerten
Die oben aufgeführten Werte weichen teilweise von Apples veröffentlichten Zahlen ab, weil wir Indien nicht zu Europa zählen, sondern im Gegensatz zu Apple Indien als Teil Asiens ansehen. Einen vollständigen Überblick über die Entwicklung der Behördenanfragen erhalten interessierten Leser mit den folgenden...

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Kommentare

aMacUser
aMacUser29.09.17 09:53
Habe es richtig verstanden, dass für Apple Indien zu Europa gehört? 😂

Edit: Ok, Apple hat das in „Europa, naher Osten, Indien und Afrika“ gruppiert. Aber trotzdem seltsam, dass die Indien nicht in der Gruppe Asien drin haben.
+1
MacRudi29.09.17 09:55
Ja, geschäftlich, nicht geografisch
+1

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