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Apple wieder wertvollstes Unternehmen der Welt

4,3 Billionen Euro – so viel war Apple am vergangenen Freitag an der Börse wert und überholte erstmalig seit knapp einem Jahr wieder den Hardwarehersteller Nvidia, der zum gleichen Zeitpunkt auf einen Börsenwert von 4,2 Billionen Euro kam. Der Grund dafür lag auch darin, dass die Aktie von Nvidia bis zu 4 % im Wert abrutschte und Apple dadurch vorbeiziehen konnte. Danach holte Nvidia wieder etwas auf. Laut der Deutschen Börse liegt Apples Marktkapitalisierung aktuell bei knapp 4,305 Billionen und der von Nvidia bei 4,321 Billionen, womit Apple die Spitzenposition nur kurzzeitig innehatte.

KI erheblicher Faktor für Börsenwert
Lange Zeit machte es den Eindruck, als hätte Apple beim Thema Künstlicher Intelligenz den Anschluss verpasst. Die KI-Funktionen des Unternehmens wirkten nicht mehr zeitgemäß und es wurden Zweifel laut, ob Apple hier den Anschluss verloren haben könnte. Ganz anders sah es bei Nvidia aus, deren Börsenwert seit 2023 um über 1.200 Prozent gestiegen ist. Nvidia hatte dabei maßgeblich von der großen Nachfrage nach GPUs profitiert, die beim Training und der Ausführung von KI-Anwendungen eine wichtige Rolle spielen.

Apple doch mit der richtigen Strategie?
In der jüngeren Vergangenheit gab es immer wieder Spekulationen, ob Apples Strategie zur Entwicklung und Einführung von KI-Features vielleicht doch ein guter Weg war. Auf der Apple-Entwicklerkonferenz im Juni kündigte Apple nun endlich – mit erheblicher Verspätung – die Einbindung weitreichender KI-Funktionen in alle Plattformen von Apple an. Möglich ist das jetzt einerseits durch die Entwicklung eigener Sprachmodelle, die möglichst viele Arbeiten lokal auf dem jeweiligen Gerät ausführen sollen. Andererseits setzt Apple auf eine Partnerschaft mit Google – und spart dadurch teilweise eigene Investitionskosten. Genau das scheint sich langsam auszuzahlen, worauf auch die jüngsten Verschiebungen an der Börse hindeuten.

Lokale KI als Trend
Die Zunahme lokaler KI-Modelle – die nicht über riesige Rechenzentren laufen – könnte darauf hinweisen, dass Apple doch auf das richtige Pferd gesetzt hat und der Börsenkurs dies in Zukunft auch wieder stärker abbilden wird. Lokale Modelle haben den großen Vorteil, Daten datenschutzfreundlicher auf dem eigenen Gerät verarbeiten zu können, was auch gut zu Apples generellem Ansatz zum Schutz von Nutzerdaten passt. Dennoch sind die Spitzenmodelle unter anderem von OpenAI und Anthropic deutlich leistungsfähiger als lokale Modelle. Wie sich Apples Dualismus lokaler KI-Modelle mit serverseitigen Verarbeitungen am Ende bei den Verbrauchern schlägt, bleibt abzuwarten. Der Aktienkurs dürfte aber ein gutes Indiz für den im Moment aufkeimenden Optimismus sein.

Kommentare

Wellenbrett20.07.26 12:09
Ein Unternehmen, das schon länger Apple als den großen Gewinner seiner KI-Strategie (Anwenden der bereits trainierten KI-Modelle, welche in Zukunft austauschbare Massenware sein werden, auf lokaler Hardware) sieht, ist das Australische Unternehmen Kiraa. Hier der Link zu einem besonders sehenswerten Youtube-Video, in dem der charismatische Firmengründer von Kiraa Dr. Errol Brandt, in diesem Zusammenhang den kürzlich in Gerüchten von Mark Gurman erwähnten Mac Studio mit M7 und 1,5 TB unified memory aufgreift: .
Kiraa will die eigene in Swift programmierte Kiraa-Engine in den nächsten Jahren übrigens ganz bewußt als Open Source zur Verfügung stellen.
+3
Quickmix
Quickmix20.07.26 14:34
Zusammengeklappt klein, aufgeklappt iPhone Air Formfaktor. Das wär genau mein Ding. Die vermutete Variante wird für mich zu groß sein. Danke
Wellenbrett
Ein Unternehmen, das schon länger Apple als den großen Gewinner seiner KI-Strategie (Anwenden der bereits trainierten KI-Modelle, welche in Zukunft austauschbare Massenware sein werden, auf lokaler Hardware) sieht, ist das Australische Unternehmen Kiraa. Hier der Link zu einem besonders sehenswerten Youtube-Video, in dem der charismatische Firmengründer von Kiraa Dr. Errol Brandt, in diesem Zusammenhang den kürzlich in Gerüchten von Mark Gurman erwähnten Mac Studio mit M7 und 1,5 TB unified memory aufgreift: .
Kiraa will die eigene in Swift programmierte Kiraa-Engine in den nächsten Jahren übrigens ganz bewußt als Open Source zur Verfügung stellen.

Interessant, danke @@Wellenbrett
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