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Allzeit-Charts von Apple Music: Die 20 meistgestreamten Künstler seit Bestehen des Dienstes

Die Geschichte des Streamingdienstes Apple Music reicht nunmehr elf Jahre zurück, der Startschuss war im Sommer 2015 gefallen. Erstmals hat Apple nun Allzeit-Charts veröffentlicht, aus denen hervorgeht, welche Künstler es in der gesamten Zeit auf die meisten Streams brachten. Die Aufstellung entstand in Zusammenarbeit mit Chart Data und dokumentiert die Top 20. Auffällig ist die deutliche Dominanz amerikanischer Rapper. Mit Taylor Swift auf Rang zwei und Ariana Grande auf Platz zwölf schaffen es lediglich zwei Frauen unter die ersten 20. Ed Sheeran ist auf Rang 18 der bestplatzierte europäische Künstler, während Bad Bunny aus Puerto Rico als einziger spanischsprachiger Interpret unter die vorderen Plätze kommt.


Nur Rangliste, keine exakten Werte
Wie viele Streams die einzelnen Künstler tatsächlich erreicht haben, bleibt offen. Apple veröffentlicht lediglich die Reihenfolge und erlaubt daher keine Rückschlüsse darauf, wie groß die Abstände zwischen den einzelnen Plätzen ausfallen. Angesichts vergleichbarer Werte anderer Streamingdienste dürfte der Spitzenreiter im Laufe der vergangenen elf Jahre jedoch eine mittlere bis hohe zweistellige Milliardenzahl an Streams angesammelt haben. Zu berücksichtigen ist natürlich auch, dass Anbieter, die von Anfang an mit großen Katalogen vertreten waren, mehr Zeit hatten, ihren Aufrufzähler nach oben zu treiben.


Drake auf dem Spitzenrang überrascht daher kaum, denn der kanadische Künstler gehörte über Jahre hinweg zu den prominentesten Partnern von Apple Music. Er trat bereits 2015 bei der Vorstellung des Dienstes auf, betrieb anschließend mit "OVO Sound Radio" eine eigene Sendung auf Apples Radiosender Beats 1 und nutzte diese regelmäßig für die Premiere neuer Musik – samt exklusiver Veröffentlichung auf dem Dienst.

Apple Music: Seit jeher von Hip Hop dominiert
Zugleich zeigt die Liste, welche Genres bei Apple Music besonders stark vertreten sind. Hip-Hop, Rap und R&B nehmen einen erheblich größeren Raum ein als Rock, elektronische Musik oder Popgruppen. Spotify hatte vor wenigen Monaten ebenfalls eine solche Aufstellung veröffentlicht, dort lag Taylor Swift vor Bad Bunny und Drake.

Kommentare

semmelroque
semmelroque19.06.26 14:54
Vier, fünf Namen hab ich schonmal gehört, der Rest sagt mir (glücklicherweise) nix.
+24
iEi
iEi19.06.26 14:54
Man erkennt wohl daran, dass man n paar Jahre älter ist, wenn man die meistem Leute auf der List nicht kennt
+23
System 6.0.119.06.26 15:01
Keine Stones, keine Beatles, kein Pink Floyd oder AC/DC … krass!
+16
Peter202119.06.26 15:15
System 6.0.1
Keine Stones, keine Beatles, kein Pink Floyd oder AC/DC … krass!
Und kein Miles Davis noch viel viel krasser!
+11
System 6.0.119.06.26 15:21
Peter2021
System 6.0.1
Keine Stones, keine Beatles, kein Pink Floyd oder AC/DC … krass!
Und kein Miles Davis noch viel viel krasser!

Richtig! Queen und DAF hätte ich vielleicht noch erwartet. Völlig wertlos, die Liste. Amerikaner halt …
-4
h.ml19.06.26 15:37
Keiner der hier genannten Künstler ist in meinem Portfolio und die Rangliste zeigt wohl, das überwiegend jüngere Kunden hierfür maßgeblich sind.
+7
Bitsurfer19.06.26 15:51
Peter2021
System 6.0.1
Keine Stones, keine Beatles, kein Pink Floyd oder AC/DC … krass!
Und kein Miles Davis noch viel viel krasser!
Da musste man sich vom Sofa aufbequemen, in den Laden gehen, das Portemonaie aufmachen und sich den Scherben kaufen.

Interessant wäre es wer die meistverkauften Songs bei Apple Music hatte.
Von den aufgeführten 20 ist ganz sicher kein einziger vertreten. Ergo: wertlose Musik.
-9
David_B
David_B19.06.26 16:09
semmelroque
Vier, fünf Namen hab ich schonmal gehört, der Rest sagt mir (glücklicherweise) nix.

Wie kannst du da "glücklicherweise" erwähnen? Du weißt doch bei dir unbekannten Dingen gar nicht, ob dir das gefallen könnte.
+11
Fontelster
Fontelster19.06.26 16:31
David_B
semmelroque
Vier, fünf Namen hab ich schonmal gehört, der Rest sagt mir (glücklicherweise) nix.

Wie kannst du da "glücklicherweise" erwähnen? Du weißt doch bei dir unbekannten Dingen gar nicht, ob dir das gefallen könnte.

Ist doch ganz einfach: kommerziell besonders erfolgreiche Musik ist fast zwangsläufig besonders kommerziell und massentauglich. Und das dürfte in den allerseltensten Fällen mit besonderer Kreativität, Innovation oder Kunstfertigkeit zusammengetroffen sein. Es ist eben »Music for the Masses«.

Und bei jemandem, der Sam Riley als Ian Curtis als Profilbild hat, kann man davon ausgehen, dass ihm die Musik tatsächlich glücklicherweise erspart geblieben ist.
-4
trw
trw19.06.26 16:53
Uiii ... ich bin da wohl raus (mag auch etwas am Alter u. Geschmack liegen)!

... ich hab von keinem einzigen der o.g. "Künstler" einen Song (in Playlist oder gekauft ... streame/höre deren Songs nicht einmal aktiv). :'(
+2
dennyone
dennyone19.06.26 18:16
Fontelster
Ist doch ganz einfach: kommerziell besonders erfolgreiche Musik ist fast zwangsläufig besonders kommerziell und massentauglich. Und das dürfte in den allerseltensten Fällen mit besonderer Kreativität, Innovation oder Kunstfertigkeit zusammengetroffen sein. Es ist eben »Music for the Masses«.

Thees Uhlmann singt in seinem Lied für Avici folgenden Satz: "Avici, Kunst wird nicht schlecht nur weil das viele hören."
Für mich ist der entscheidende Punkt: Machst Du Musik schon mit der Intention der Masse zu gefallen oder hast Du einfach Glück und Deine Musik wird auch von der Masse gehört.
Ich z.B. mache meine Musik nicht mit dem Gedanken allen zu gefallen, hätte aber nichts dagegen, wenn sie viele hören.

Ach, und zu den Top 20 hier: ich höre nichts davon.
Love Music Hate Fascism
+6
Legoman
Legoman19.06.26 18:30
Ich bin sogar so alt, dass ich nicht mal die Liste finde.
Aber da ich weiß, dass ich davon ohnehin nichts höre, ist das auch nicht wichtig.
+2
Fontelster
Fontelster19.06.26 19:05
dennyone
Thees Uhlmann singt in seinem Lied für Avici folgenden Satz: "Avici, Kunst wird nicht schlecht nur weil das viele hören."
Stimmt absolut. Nur wird Kunst eben auch nicht (automatisch) gut, nur weil das viele hören.

Mein Problem mit der meisten kommerziell erfolgreichen Musik ist, dass ich in ihr keinerlei Relevanz entdecken kann. Sie ist schlicht, eingängig, tut niemandem weh und eckt nicht an. Für mich belanglos. Es ist meistens Konsens-Musik, einfach »der kleinste gemeinsame Nenner«.

dennyone
Für mich ist der entscheidende Punkt: Machst Du Musik schon mit der Intention der Masse zu gefallen oder hast Du einfach Glück und Deine Musik wird auch von der Masse gehört.
Totale Zustimmung. Und es ist natürlich zulässig, kommerzielle Musik zu machen, wenn man damit vor allem finanzielle statt künstlerische Ziele verfolgt.

Es gibt ja nicht wenige Künstler, die von Kritikern geliebt und vom Publikum ignoriert werden, oder vom Publikum geliebt und von Kritikern verrissen.

Aber das ist natürlich alles hochgradig subjektiv.
+2
milk
milk19.06.26 21:11
System 6.0.1
Völlig wertlos, die Liste. Amerikaner halt …

Kannst du diese fremdenfeindliche Scheiße nicht einfach mal für dich behalten?
+8
tranquillity
tranquillity19.06.26 23:56
Fontelster
David_B
semmelroque
Vier, fünf Namen hab ich schonmal gehört, der Rest sagt mir (glücklicherweise) nix.

Wie kannst du da "glücklicherweise" erwähnen? Du weißt doch bei dir unbekannten Dingen gar nicht, ob dir das gefallen könnte.

Ist doch ganz einfach: kommerziell besonders erfolgreiche Musik ist fast zwangsläufig besonders kommerziell und massentauglich. Und das dürfte in den allerseltensten Fällen mit besonderer Kreativität, Innovation oder Kunstfertigkeit zusammengetroffen sein. Es ist eben »Music for the Masses«.

Dass war aber früher anders, schau dir mal die kommerziell erfolgreiche Musik der 70er und 80er Jahre an. Da sind richtig gute Alben auf Platz 1 gewesen und durchaus auch anspruchsvolle Musik.

Es mögen zwei Dinge heute anders sein: Die Hörer sind nicht mehr so anspruchsvoll. Oder (und?) wir, die die Musik von damals noch kennen, haben kein Ohr für aktuelle Musik (aus verschiedenen Gründen).
+1
Fontelster
Fontelster20.06.26 13:15
tranquillity
Dass war aber früher anders, schau dir mal die kommerziell erfolgreiche Musik der 70er und 80er Jahre an. Da sind richtig gute Alben auf Platz 1 gewesen und durchaus auch anspruchsvolle Musik.
Oder noch früher: die Beatles sind nicht ohne Grund bis heute eine der erfolgreichsten Bands der Geschichte.
Sogar ABBA, was viele für absoluten Mainstream halten, ist nicht so platt wie viele glauben. Vor Jahren hörte ich mal in einer Doku, dass deren Musik kompositionstheoretisch durchaus komplex und anspruchsvoll ist.

tranquillity
Es mögen zwei Dinge heute anders sein: Die Hörer sind nicht mehr so anspruchsvoll. Oder (und?) wir, die die Musik von damals noch kennen, haben kein Ohr für aktuelle Musik (aus verschiedenen Gründen).
Die Klage »früher war die Musik besser« ist vermutlich so alt wie die Musik selber. Und auch wenn sie heute nicht unbedingt schlechter sein muss, ist sie zweifellos anders. Durch das Streaming und die Abrechnungsmethoden hat sich die Musik zum großen Teil grundsätzlich verändert: Lieder und Alben sind kürzer (kaum noch über 35 Minuten), Lange Intros oder Experimente gehören der Vergangenheit an, oft fangen Lieder mit dem Refrain an statt mit einer Strophe und alles ist auf absolute und sofortige Eingängigkeit getrimmt.
Das muss nicht unbedingt und immer schlecht sein, zeigt aber, dass (Pop-)Musiker heute der finanziellen Seite den Vorzug vor der kreativen geben.

Und natürlich liegt das auch an der Aufmerksamkeitsspanne junger Menschen von heute, die irgendwer mal mit der von Eintagsfliegen verglichen hat.
+2
Mr. Weisenheimer21.06.26 15:35
Fontelster
Durch das Streaming und die Abrechnungsmethoden hat sich die Musik zum großen Teil grundsätzlich verändert: Lieder und Alben sind kürzer (kaum noch über 35 Minuten), Lange Intros oder Experimente gehören der Vergangenheit an, oft fangen Lieder mit dem Refrain an statt mit einer Strophe und alles ist auf absolute und sofortige Eingängigkeit getrimmt.
Das muss nicht unbedingt und immer schlecht sein, zeigt aber, dass (Pop-)Musiker heute der finanziellen Seite den Vorzug vor der kreativen geben.

Also, ich bekenne mich auch der Fraktion der "alten Säcke" zugehörig und höre überwiegend (auch ganz aktuelle) Musik, die in der Liste nicht vorkommt. Aber ich teile nicht die rückblickend verklärende Ansicht, dass die Musikszene der 60er und 70er Jahre nur "experimentierfreudig" und "umkommerziell" gewesen wäre. Das ist ein sehr verkürzter Blick auf die wenigen Bands, die bis heute zurecht ihre Bedeutung behalten haben. Dazu bitte einfach mal die alten Charts dieser Jahre komplett durchsehen.

Auch die pauschale Verunglimpfung aktueller Popmusik teile ich so nicht. Die meisten der genannten 20 Interpreten halte ich ebenfalls für oberflächliche Industrieprodukte, aber Musiker wie The Weeknd und Kendrik Lamar z.B. haben tatsächlich auch "was zu sagen". Da lohnt sich auch das Hinhören.
+3
Legoman
Legoman21.06.26 17:26
Mr. Weisenheimer
Auch die pauschale Verunglimpfung aktueller Popmusik teile ich so nicht. Die meisten der genannten 20 Interpreten halte ich ebenfalls für oberflächliche Industrieprodukte, aber Musiker wie The Weeknd und Kendrik Lamar z.B. haben tatsächlich auch "was zu sagen". Da lohnt sich auch das Hinhören.
Ich schiebe das in die gleiche Schublade wie "du hörst keine klassische Musik, also bist du ungebildet". Und ganz offensichtlich gibt es ja einen Markt für Menschen, die sich tatsächlich nur mit aktuellster Musik bedudeln lassen wollen und denen alles andere ziemlich egal ist. Man muss dann schon wirklich suchen, um aus dem Strom der Belanglosigkeit was rauszufischen.
Ändert natürlich nichts daran, dass ich persönlich einen harten Brechreiz bekomme, wenn irgendwo RTL, Energy oder ein ähnlicher Zeitgeistsender dudelt. Dumme Musik, dumme Moderatoren, Ohrenschmerzen.
Dietmar Wischmeyer
Im Radio läuft nur noch Betäubungslala für frischoperierte Laborratten, weil die Idioten sonst beim Autofahren einen Schreck kriegen. Doofheit hat die totale Herrschaft übernommen.
+1
Mr. Weisenheimer22.06.26 19:26
Legoman
Ich schiebe das in die gleiche Schublade wie "du hörst keine klassische Musik, also bist du ungebildet"…

Hä?
Hast du von dem, was ich geschrieben habe, auch nur einen Satz verstanden?

Ich höre keine klassische Musik. Ich habe niemanden als ungebildet verunglimpft, aber auch nicht als "frischoperierte Laborratte" oder als "Idioten" bezeichnet. Ich höre kein "RTL, Energy oder ähnliche Zeitgeistsender", sondern schon seit 40 Jahren überhaupt kein Radio mehr, weil da kaum noch Hörenswertes gespielt wird und das Gequatsche mir auf die Nerven geht.
Trotzdem höre ich sehr viel aktuelle Musik, vor allem Rock, aber immer wieder auch ganz viel andere Genres und ich bin offen für viele unterschiedliche musikalische Ausdrucksformen. Vor allem bin ganz entschieden der Meinung, dass es sich heute wie gestern lohnt, genau hinzuhören. Massentauglichen Mist, der als Hintergrund fürs Geschirrspülen und zum Autowaschen taugt, den gab es auch schon in der Vergangenheit zuhauf und kreative Musiker, die etwas zu sagen haben, gibt es auch aktuell jede Menge - nur eben so gut wie gar nicht im täglichen Radioprogramm. Aber mit einfachen Schwarz-Weiß-Urteilen, platten Pauschalierungen und Stammtischsprüchen wie "Früher war alles besser… " fange ich nicht viel an.
+1
Legoman
Legoman23.06.26 10:11
Mr. Weisenheimer
Legoman
Ich schiebe das in die gleiche Schublade wie "du hörst keine klassische Musik, also bist du ungebildet"…

Hä?
Hast du von dem, was ich geschrieben habe, auch nur einen Satz verstanden?
Es tut mir leid, du hast mich leider falsch verstanden.
Mir wurde erst später klar, dass ich den Einstieg missverständlich formuliert habe.

Mein Satz gilt als Zustimmung zu deinem. Und ansonsten sehe ich auch an deiner Antwort, dass wir grundsätzlich in die gleiche Richtung denken.
+3

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