Apple arbeitet angeblich an neuem Gesundheitssensor

Eine nun aufgetauchte Stellenaussschreibung Apples suggeriert, dass der Konzern ein eigenes Team mit der Entwicklung eines neuartigen Gesundheitschips beauftragt hat. Auf diese Schlussfolgerung kommt CNBC in seinem Bericht. Die elektronische Komponente könnte jedoch auch zu einem anderen Produkt gehören, welches sich vermutlich ebenfalls in der Entwicklung befindet. Ein entsprechendes Patent hat Apple erst kürzlich eingereicht.


Eigenentwicklung ergibt Sinn
Apple sucht laut der Ausschreibung einen "Architekten" für maßgeschneiderte Prozessoren (ASIC) zur Steuerung und Verarbeitung von Sensordaten. Die Chips sollen neue Sensoren und -systeme in "zukünftigen Apple-Produkten" unterstützen. Das spezifische Bauteil könnte Apple helfen, neue Funktionen hinzuzufügen, die Effizienz seiner Hardware verbessern und zudem das geistige Eigentum des Konzerns wirksam vor Nachahmern schützen. Momentan setzt der Konzern noch auf ASIC-Lösungen von Drittherstellern wie Broadcom. Ein weiteres Job-Angebot sucht nach Ingenieuren, die für das Unternehmen Gesundheits-, Wellness- und Fitnesssensoren entwickeln. Zudem wirbt Apple Spezialisten für optische Sensoren an.

Glucose-Erfassung immer wieder im Gespräch
Wie schon zuvor bringt CNBC in dem Zusammenhang den "biomedizinischen Heiligen Gral" ins Spiel: Die kontinuierliche, non-invasive Blutzucker-Überwachung. Es gab schon häufiger Gerüchte darüber, dass Apple an einem solchen Senor arbeitet. Möglich wäre auch eine Verbesserung der Herzfrequenzüberwachung, damit die Einheit besser entsprechende Symptome wie Vorhofflimmern erkennen kann. Apple hatte im vergangenen Jahr angekündigt, eine Herzstudie anzufertigen, um die Frequenzmessung zu optimieren.


Das Patent zeigt ein tragbares Messgerät am Arm. Anwender sollen es aber ausdrücklich auch an anderen Körperstellen tragen (können).

Patent: Neues Gerät zur Herzüberwachung
Am 11. August hat das US-Patentamt eine Patentanmeldung Apples veröffentlicht, das ein neues Gerät zur Messung und Aufnahme von elektrokardiografischen Signalen zeigt. Auf der dazugehörigen Schemazeichnung sieht man ein Fitnessarmband. In der Patentbeschreibung erklärt Apple, das Gerät könne auch in einem tragbaren Accessoire integriert werden und nennt als Beispiele eine Uhr, einen Ring, eine Brosche und ein Armband. An anderer Stelle weist das Dokument daraufhin, die Innovation ließe sich ebenfalls am Fußknöchel tragen. Diese Variabilität besteht dabei nicht aus Zufall. Apple stellt dazu klar: Elektrokardiografische Messungen hängen von der relativen Position der Elektrode zum Herzen ab. Daher sei es sinnvoll, an verschiedenen Körperstellen die elektrischen Aktivitäten der Herzmuskelfasern aufzunehmen – eben am Fuß, der Brust oder am Arm. Wie Patently Apple feststellt, sei es nicht immer üblich, die Rolle des eingebauten Prozssor so hervorzuheben, wie es in diesem Patent geschah. Die Betonung sei ein Zeichen dafür, dass der Prozessor eine besondere Rolle trage. Das wiederum spricht für eine Eigenentwicklung Apples.

Kommentare

nane
nane15.08.18 11:23
...den "biomedizinischen Heiligen Gral" ins Spiel: Die kontinuierliche, non-invasive Blutzucker-Überwachung...

Das wird selbst die Einführung des iPhones in den Schatten stellen. 2 Mrd Kunden weltweit, die wohl fast alles dafür geben werden. *hoff*
Das Leben ist ein langer Traum an dessen Ende kein Wecker klingelt.
+7
Felensis
Felensis15.08.18 11:47
Genau so etwas wäre wie für mich gemacht! Wenn da was kommt, bin ich sofort dabei. Eine derartige Überwachung wäre mir sehr wichtig.
Gamer. Geek. Minimalist.
+4
tbaer
tbaer15.08.18 11:48
... wenn dann noch eine INR-/Quick-Messung (müsste noch nicht mal kontinuierlich erfolgen) möglich wäre. *hoff*
+3
tk69
tk6915.08.18 13:47
Der HandScanner von Biozoom könnte in die Watch integriert werden. (Messen der Antioxydatien, etc...)
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Berliner6015.08.18 16:07
Ich hoffe nur, dass die medizinische Wissenschaft mithält. Kein Mensch kann heute kontinuierlich gemessene Daten interpretieren, weil es damit keine Erfahrungen gibt. Über- und Unterbewertungen der Messergebnisse wären zu befürchten. Beispiel: Auch ein Gesunder dürfte Blutzuckerschwankungen haben, ab wann ist dann eine Kurve (nicht der einzelne Wert) bedenklich oder sicher pathologisch? Wenn Laien messen und fragliche Ergebnisse nicht mit einem Arzt besprechen wird es viele eingebildete Kranke geben. Fazit: Tolle Aussichten aber Mediziner und die Allgemeinheit müssen lernen damit umzugehen.
+4
Oceanbeat
Oceanbeat15.08.18 18:31
Für eine erste Einschätzung der Lage ist dann Dr. Siri ansprechbar...
Wenn der Herbst seine morbide Pellerine über die Vorgärten wirft...
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