Apple als potenzielles Angriffsziel: Iranisches Militär warnt IT-Konzerne


Kriege, Spezial- und anderweitige militärische Operationen finden nicht im Vakuum statt, sondern betreffen stets die Zivilgesellschaft. In dem militärischen Konflikt, welcher mit einer konzertierten Aktion von Israel und den USA am 28. Februar begonnen wurde, kündigte die Führung des iranischen Militärs nun eine Ausweitung der potenziellen Angriffsziele an. Der Sender CBS News
berichtet, dass die iranischen Revolutionsgarden 18 US-Unternehmen als Unterstützer des Terrorismus deklariert haben und zukünftig als legitime Ziele von militärischer Gewalt ansehen.
Die Vereinigten Staaten, so schrieb die Militärführung Irans auf der Messenger-Plattform Telegram,
„haben unsere wiederholten Warnungen, die terroristischen Handlungen zu beenden, ignoriert, und heute wurde eine Zahl iranischer Bürger durch [US-amerikanische und israelische] terroristische Angriffe zu Märtyrern. Da das Kernelement bei der Gestaltung und Beobachtung von Terrorzielen amerikanische Informations- und Kommunikationstechnologie- sowie KI-Unternehmen sind, als Antwort auf diese terroristische Operation, sind fortan die wichtigsten Institutionen, welche an terroristischen Handlungen mitwirken, unser legitimes Ziel.“
Achtzehn Unternehmen werden namentlich genannt, darunter Apple, Cisco, Google, IBM, Meta und Microsoft. Ebenso auf der Liste befinden sich Boeing, Nvidia, Tesla sowie J.P. Morgan. Angestellte dieser Unternehmen, rät die Militärführung des Irans, sollen ihre Arbeitsplätze sofort verlassen, um ihr Leben zu schützen. Wer weniger als Kilometer von einem Konzernstützpunkt entfernt lebe, wird angeraten, seinen Wohnsitz bis auf Weiteres zu verlassen.
Reichweite unklarIn welchem Umkreis vom eigenen Staatsgebiet diese Drohung gilt, bleibt dabei offen. Apple hat insgesamt fünf Filialen der konzerneigenen Apple Stores in der Region – zwei in Abu Dhabi, einen in Al Ain sowie zwei in Dubai. Alle fünf haben heute geöffnet – Anfang März blieben sie für einige
Tage geschlossen. Durch einen Raketenangriff auf die 4.000 Kilometer entfernte Militärbasis „Diego Garcia“ auf dem Chagos-Atoll demonstrierten die iranischen Streitkräfte, wie weit ihre Langstreckenraketen mittlerweile fliegen können. Ob die via Telegram verbreitete Drohung tatsächlich umgesetzt wird, ist unklar – derzeit eskalieren sowohl US-Präsident Trump als auch die iranische Führung ständig ihre Bekundungen, welche Einrichtungen der Gegenseite sie zukünftig als legitime Ziele betrachten.