xAI klagt gegen Apple und OpenAI – Craig Federighi wird ins Verfahren gezogen


Im vergangenen Sommer hatte das Musk-Unternehmen xAI Klage gegen Apple und OpenAI eingereicht. Der Versuch, diese daraufhin direkt abweisen zu lassen, war gescheitert. Den Vorwürfen zufolge komme es im App Store zu systematischer Benachteiligung von Grok, wohingegen Apple den Partner OpenAI klar bevorzuge. Angeblich weigere sich Apple, dem Dienst Grok trotz herausragender Downloadzahlen ähnliche Aufmerksamkeit zu widmen, wie es beim dauerhaft beworbenen ChatGPT der Fall war. Das Gericht hielt die Argumentation für "grundsätzlich stichhaltig", was jedoch nicht bedeutet, den Punkten zuzustimmen – zur Bewertung bedarf es eines regulären Verfahrens.
Federighi muss Informationen liefern – Cook nichtxAI und X wollten im Rahmen der Beweisaufnahme sowohl Craig Federighi als auch Tim Cook als sogenannte "Document Custodians" benennen lassen – also als Personen, deren Unterlagen als potenziell relevant gelten. Gemeint ist damit keine Rolle als Beklagter, sondern dass Federighis E-Mails, Nachrichten und sonstige Unterlagen als wahrscheinlich relevante Beweisquellen durchsucht und gegebenenfalls herausgegeben werden müssen. Das Gericht stimmte dem Antrag von xAI nur teilweise zu, denn Federighi wird zu einem solchen Dokumentenverantwortlichen im Verfahren, Cook dagegen nicht.
"Cook weiß auch nicht mehr als Federighi"Der Richter begründete, Federighi habe als Apples Softwarechef wahrscheinlich eine Schlüsselrolle bei der Integration von OpenAI-Diensten in Apple Intelligence gespielt. Daher verfüge er über möglicherweise relevante Informationen. Für Tim Cook habe xAI dagegen nicht ausreichend erklärt, welche einzigartigen Dokumente er liefern könne, die nicht bereits über andere Quellen, insbesondere Federighi, zugänglich seien. Apple muss nun entsprechende Unterlagen aus Federighis Besitz bis zum 17. Juni 2026 vorlegen. Ähnliches gilt jedoch auch für Musk, denn dieser hat gemäß eines Antrags von OpenAI bestimmte E-Mails und Kommunikation aus Tesla- und SpaceX-Konten sowie weiteren Kanälen auszuhändigen.