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Apple-Patente: Anzahl ging 2025 deutlich zurück – Folgerung "weniger Innovationen" so aber nicht haltbar

Durchschnittlich reicht Apple jeden Tag mehrere Patentschriften ein – teilweise in Hinblick auf tatsächliche Produktpläne, oft aber auch, um sich gegenüber anderen Wettbewerbern zu schützen und Grundlagen abzusichern. Um überhaupt ein Patent zu erhalten, müssen mehrere Kriterien erfüllt werden. Die Erfindung darf in der konkreten Form noch nirgends veröffentlicht und gleichzeitig für Fachleute auf dem jeweiligen Gebiet "nicht naheliegend" sein. Das Werk muss als technisch reproduzierbar, menschengemacht und praktisch nutzbar gelten – bloße Ideen oder abstrakte Konzepte ("die Menschheit glücklich machen", "ein Auto ohne Energieverbrauch") scheiden aus. Im Falle Apples waren es im vergangenen Jahr 2.722 erteilte Anträge, welche die Kriterien in den USA erfüllten.


Deutlich weniger als 2024
Die zunächst sehr hoch klingende Zahl stellt allerdings einen sehr deutlichen Rückgang im Vergleich zu 2024 dar, als es noch fast 3.100 bestätigte Schutzschriften von Apple gab. Dies sorgte umgehend für Kommentare, man könne daran deutlich ablesen, wie stark Apple Innovationen zurückfahre. Allerdings ist jene Folgerung so nicht haltbar, betrachtet man einige Rahmenbedingungen. Das US-Patentamt spricht davon, inzwischen einen Berg von 1,2 Millionen unbearbeiteten Anträgen vor sich zu haben, was die Bearbeitungsgeschwindigkeit für einzelne Schutzschriften verlängert. Gleichzeitig sind besagte 2.722 Patente immer noch mehr, als die 2.535 von 2023 oder 2.285 von 2022.

Apple büßt Plätze ein
Für die gesamte Tech-Branche ist zu beobachten, dass es im vergangenen Jahr weniger genehmigte Patente gab, wenngleich Apple etwas unter dem Durchschnitt lag und von Rang 4 auf Platz 6 der aktivsten Unternehmen sank. In den Top 3 gab es keine Änderungen, denn Samsung, TSMC und Qualcomm behielten ihre Positionen. Im Falle Samsung sah man hingegen ein deutliches Plus von je 10 Prozent bei "Electronics Co" und "Display Co".


Über alle Branchen hinweg wurden 323.272 Patente genehmigt, ein Prozent weniger als 2024. Bei den Einreichungen sah man in den USA hingegen den niedrigsten Stand seit 2019. Ein Blick auf die Gesamtzahl gültiger, weltweiter Patente ergibt übrigens 23.432 geschützte Technologien für Apple, womit das Unternehmen auf dem 43. Platz liegt – angeführt wird die Liste von State Grid Corp of China mit 126.698 Patenten.

Kommentare

Moranai
Moranai13.01.26 13:01
Deutschland ist mit Bosch ab Platz 24 vertreten

24 Robert Bosch GmbH 35,915
36 Siemens AG 26,806
41 Porsche Automobil Holding SE 25,202

Alle drei sind damit vor Alphabet und Apple

118 Bayer AG 10,805
122 Infineon Technologies AG 10,521
132 BASF SE 9,679
140 SAP SE 9,289
154 ZF Friedrichshafen AG 8,134
159 Bayerische Motoren Werke AG 7,821
240 Fraunhofer Gesellschaft zur Foerderung der Angewandten Forschung eV 5,198
250 Siemens Energy AG 4,974

China ist schon richtig krass unterwegs.
+2
shotekitehi
shotekitehi13.01.26 13:47
🤷‍♂️ Masse = Klasse?
Auf der Schachtel stand: ‘Benötigt Windows XP oder besser’. Also habe ich mir einen Mac gekauft.
0
Hugo Bond13.01.26 15:05
"... Folgerung "weniger Innovationen" so aber nicht haltbar ..."

Die Begründung dafür finde ich im Arikel aber nicht wirklich. 'Mehrere Rahmenbedingungen' sind dafür nötig? Ja klar, ein patentwürdige Sache halt.4

Fakt ist in Bezug auf Innovatioen, dass Patente sogar leichter zu erhalten sind, als Dinge zu bringen, die landläufig als 'innovativ' gelten. Die meisten Patente werden auf profane, aber eben neue Details erteilt. Diese werden aber selten als innovativ wahrgenommen. Hingegen gibt es auf, vom Markt wahrgenommene Innovationen, meist sogar viele Patente.
+1

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