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3D-Druck aus Titan: Apple erklärt, wie ein Gehäuse der Apple Watch Series 11 und Ultra 3 entsteht

Auf dem "Awe Dropping"-Event im September 2025 kündigte Apple die Watch Series 11 wie auch die Ultra 3 an – und bezüglich des Gehäuses gab es eine große Neuerung. Vorherige aus Titan bestehende Modelle wurden mittels eines subtraktiven Prozesses hergestellt – dies bedeutet, dass diese aus einem Titan-Block gefräst wurden und Material abgetragen wurde, bis das Endergebnis erreicht wurde. Dies hat den Nachteil, dass eine große Menge Titan-Abfall anfällt, welcher aufwendig recycelt werden muss.


900 Schichten
Mit der Series 11 und Ultra 3 stellte Apple das Fertigungsverfahren um – und zwar auf 3D-Druck. Apple hat nun in einer interessanten Pressemitteilungen einige interessante Details genannt.

Bei dem neuen Verfahren wird kein Material abgetragen, sondern Schicht für Schicht aufgetragen. Während eines Fertigungsdurchganges in einem Drucker arbeiten sechs Laser daran, Titan-Pulver mit einem Durchmesser von 50 Mikrometern in insgesamt 900 Schichten aufzutragen. Dabei ist der Sauerstoffgehalt des Rohstoffes sehr wichtig, um Materialfehler zu vermeiden.


Reinigung
Nach Abschluss der Fertigung werden grobe Verunreinigungen manuell durch einen Mitarbeiter von der Bauplatte entfernt. Feine Verunreinigungen in den Winkeln des Gehäuses entfernt anschließend ein Ultraschallrüttler. Schließlich wird durch einen dünnen, elektrisch leitenden Draht die gedruckten Gehäuse von der Bauplatte getrennt – und um die Hitzeentwicklung gering zu halten, ein Kühlmittel aufgesprüht. Am Ende überprüft ein vollautomatisiertes, optisches Inspektionssystem, ob das gefertigte Watch-Gehäuse den Vorgaben entspricht.


Vorteile
Die Series 11 und Ultra 3 wird laut Apple aus 100% recyceltem Titan hergestellt. Doch die Fertigung bietet noch weitere Vorteile: Zum Beispiel ist es bei additiven Fertigungsverfahren möglich, Texturen an Stellen zu drucken, welche durch einen Fräsprozess unerreichbar wären. Damit ist es möglich, bei den mit Mobilfunk ausgestatteten Modellen den mit Kunststoff gefüllten Spalt für die Antenne deutlich besser mit dem Gehäuse zu verbinden. Aufgrund der höheren Flexibilität dieses Fertigungsverfahrens ist davon auszugehen, dass dieses in den kommenden Jahren bei immer mehr Produkten aus dem Hause Apple zum Einsatz kommt.

Kommentare

Hugo Bond19.11.25 13:16
Bleibt noch die Frage, ob das bei Apple exklusiv passiert, oder ob diese Methode auch andere Hersteller anwenden? Ist das vielleicht einfach state-of-the-art für kleinere, verwinkelte Gehäuse aus Titan?
+1
Frank Drebin
Frank Drebin19.11.25 13:45
Hugo einfach die Pressemitteilung von Apple lesen würde schon helfen und deinen Kommentar, der suggestiv ist, obsolet machen…
+1
andreasm19.11.25 13:56
Hugo Bond
Bleibt noch die Frage, ob das bei Apple exklusiv passiert, oder ob diese Methode auch andere Hersteller anwenden? Ist das vielleicht einfach state-of-the-art für kleinere, verwinkelte Gehäuse aus Titan?
Ob es State of the Art ist weiß ich nicht. Der 3D-Druck in der Industrie ist aber grundsätzlich angekommen, selbst große Ersatzteile für die Bahn gibt es da bereits
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JoeHo19.11.25 19:12
Hier ein Newsticker zu Titan drucken https://3druck.com/?s=titan

Glaub nicht, das es Apple exklusiv ist.
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