30 Jahre Office für Mac – und wie Word & Co. Apple einst beinahe gefällt hätten

Es dauerte mehr als ein Jahr, bis auch Windows-Nutzer erstmals Microsoft Office erwerben konnten – vor 30 Jahren wurde die Suite für den Mac auf den Markt gebracht, erst Anfang Oktober 1990 dann auch für Windows. Das Office-Paket setzte sich aus den zuvor separat erhältlichen Programmen Word, Excel und PowerPoint zusammen. Diese wurden gemeinsam installiert und mussten nicht mehr einzeln auf den Computer befördert werden. Der offizielle Produktname lautete am Anfang übrigens noch "The Microsoft Office", später dann nur noch "Microsoft Office".


De facto ein Standard
Laut Microsoft gibt es rund 1,2 Milliarden Nutzer, die Office auf ihrem Computer installiert haben. Auch wenn es auf dem Mac iWork gibt und auch das Open-Source-Lager Lösungen bereithält, so stellt Microsoft Office dennoch de facto den Standard dar – kaum eine Arztpraxis oder öffentliches Dienstgebäude, in dem Schilder nicht per WordArt illustriert sind. Natürlich ist ein Office-freies Computerleben möglich, dennoch begegnen einem vor allem in der Windows-Welt an allen Ecken und Enden Office-Formate.


Programme sind älter als die Suite
Die Programme der Office-Suite reichen zeitlich aber noch viel weiter zurück. Microsoft Word wurde schon im Jahr 1983 auf den Markt gebracht, 1984 stand es auch für den ersten Macintosh zur Verfügung. Die Tabellenkalkulation Microsoft Excel folgte 1985, PowerPoint erschien nach dreijähriger Entwicklungszeit im April 1987. Microsoft übernahm erst drei Monate später die Rechte an PowerPoint, entwickelt wurde die Software eigentlich von Forethought.


Von der Box zum Dienst
Eine der größten Änderungen im Vertriebsmodell erfolgte vor rund fünf Jahren: Auch Microsoft zählt seitdem zu den Anbietern, die lieber auf Abo-Modelle anstatt auf traditionellen Verkauf von Software setzen wollen. Nach dem Führungswechsel an der Spitze des Konzerns wurde Microsoft konsequent als Dienste- und Cloud-Anbieter ausgebaut. Microsoft Office als Dienst ("Office 365") zu präsentieren, den Nutzer plattformübergreifend verwenden können, ist Teil dieser Strategie.

Wie Word & Co. einst Apple beinahe gefällt hätten
Ein kurzer historischer Abriss zum Schluss: Indirekt wäre Office, genauer gesagt die später zur Suite zusammengefassten Einzelprogramme, beinahe für Apples Aus verantwortlich gewesen. Dem einstigen CEO John Sculley war die Weiterentwicklung der Programme für den Macintosh so wichtig, dass er Microsoft erlaubte, "Mac-Technologien in Windows einzusetzen". Redmond konnte sich daraufhin bei Apples Ideen bedienen, Windows ausbauen – und Apple im "Desktop War" vernichtend schlagen. Einen genaueren Blick auf diese dunkle Episode in Apples Geschichte wirft dieser Artikel:

Kommentare

thomas.hoefler
thomas.hoefler17.07.19 16:07
Bitte die Überschrift korrigieren
-2
MikeMuc17.07.19 17:01
thomas.hoefler
Bitte die Überschrift korrigieren
Bitte nicht nur Überschriften lesen. Insbesondere aber den letzten Absatz noch einmal lesen
-1
teorema67
teorema6718.07.19 08:29
… kaum eine Arztpraxis oder öffentliches Dienstgebäude, in dem Schilder nicht per WordArt illustriert sind. Natürlich ist ein Office-freies Computerleben möglich …

Ein Office-freies Leben möchte ich gar nicht, Word & Co. funktionieren sehr gut.

Ich plädiere für ein WordArt-freies Leben – grausig, was damit so alles angerichtet wird

Das Office-Abo unterscheidet sich von Angeboten anderer Hersteller (z. B. Adobe) dadurch, dass es verglichen mit früheren Box-Preisen ausgesprochen günstig ist. BTW: Anfang der 1990er kostete Word for Mac alleine rund 1000 DM
Printer Margins for the Homeless
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