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Forum>Apple>Der Apple-Aktien-Thread [November 2021]

Der Apple-Aktien-Thread [November 2021]

Seat-Sitz
Seat-Sitz01.11.2100:03
Hallo Freunde,

hier ist wieder der neue $AAPL-Aktien-Thread.

"Enttäuschende" Quartalsberichte von Apple und Amazon haben am letzten Freitag bei den beiden zuletzt gut gelaufenen Tech-Aktien zu Gewinnmitnahmen geführt.

Erstmals seit langer Zeit ist Microsoft nach Börsenwert wieder wertvoller als Apple.

Die aktuellen Lieferengpässe machen dem iPhone-Hersteller offenbar mehr zu schaffen als dem Konkurrenten. Auch beim aktuellen MacBook Pro 14" und 16" sind die Lieferzeiten, wenn man heute bestellen würde, erst Mitte Dezember. Genauso sieht es bei der Apple Watch 7 in Edelstahl aus. Die Lieferengpässe scheinen bei der Apple Watch 7 Titan sogar so groß zu sein, dass diese aktuell nicht mehr bestellbar ist.

Interessant ist wie sich dabei auch Tesla im November weiter entwickelt.
Im Oktober erreicht man ebenfalls den Titel "$1 trillion value company", den Apple erst vor einigen Monaten als erstes Unternehmen erreichte.
Würde Tesla nochmals um 123% steigen, würde man sowohl Apple als auch Microsoft überholen.

Von daher steht ein interessante November im Börsenjahr 2021 bevor.

Lassen wir die Diskussionen beginnen! Viel Glück beim Setzen auf fallende oder steigende Kurse.
Mögen wir alle am Ende des Novembers mehr Geld als heute im Portemonnaie haben.



[Und wie immer gilt der Disclaimer:
Das ist KEINE Anlage-Beratung. Weder mactechnews.de noch die Forumsteilnehmer sind verantwortlich für Eure Entscheidungen, die ihr je nach persönlicher Situation trefft! Sowohl $APPL als auch $APPLQ - Standpunkte sind hier gerne gesehen!]
+14

Kommentare

jmh
jmh20.11.2122:15
meine aktie ist regelmaessig ein $aapl-geraet.

leider gab es da trotz einer gewissen preisstabilitaet fuer den neukauf trotz pfleglichster behandlung ueber die zeit letztendlich immer wieder nur einen wiederholten kursverfall.

daher meine ganz klare empfehlung: finger weg!
„wir schreiben alles klein, denn wir sparen damit zeit.“
+1
Greetsiel20.11.2122:23
So ist das.
Und wer vor einigen Wochen bei ca. 135 panisch wurde und verkauft hat, wird sich jetzt vielleicht grämen. Ich werde auch ein paar Aktien verkaufen und bei -90 wieder nachkaufen.
Florian Lehmann
Seat-Sitz
Wer 2004 keinen iPod 3. Generation und kein PowerBook gekauft - und statt dessen diese 3.000 Euro in Apple Aktien investiert hat - müsste jetzt Millionär auf dem Papier sein. [Steuern müssen halt noch abgezogen werden, wenn man verkauft.]

Nö. Die Gewinne sind völlig steuerfrei. 😜
-2
Weia
Weia21.11.2119:42
Weia
Jetzt wird die rote Linie spannend. Kann AAPL die auch nachhaltig überwinden, dann schafft AAPL vielleicht doch noch einen deutlich höheren Kurs als 165$, wenn der S&P 500 toppt. Aber dass das reicht, um mein ursprüngliches Kurziel – die blaue Trendlinie bei zur Zeit 226$ – zu erreichen, wäre auch dann doch nur eher schwer vorstellbar.
Hier ein aktueller Chart:



Nochmals zusammengefasst: Vor 2 Jahren war meine Arbeitshypothese, dass AAPLs Anstieg entweder an der Violetten Linie gestoppt würde, oder aber, falls AAPL diese Linie überwinden könnte, AAPL zur Blauen Linie laufen würde. Diese beiden Linien sind die höchsten Widerstandslinien, die es in AAPLs Chart seit dem Start der Aktie gibt. Wichtig ist zudem der Aufwärtstrend 2003 – 2016, den AAPL, nachdem sie ihn Ende 2018 nach unten durchbrochen hatte, im Februar 2020 erstmals wieder erreichte, aber prompt abprallte und im Corona-Tief den weniger steilen Aufwärtstrend 2003 – 2019 von oben antestete.

Anfang August 2020 gelang dann der Durchbruch nach oben sowohl durch die Violette Linie als auch den Aufwärtstrend 2003 – 2016.

Damit wäre der Weg zur Blauen Linie charttechnisch frei gewesen und 165$, das augenblickliche Kurziel, hätten AAPL damals gereicht, die obere Linie zu erreichen. Aber da ging der Aktie dann noch die Puste aus und seitdem kämpfte sie – bislang erfolgreich – darum, sich über der violetten Linie zu halten statt wie zuvor stets wieder unter sie zurückzufallen. Allerdings wurde der Abstand der zwischenzeitlichen Tops zur Violetten Linie stets etwas geringer (rote Linie). Gleichzeitig kann man den Kursverlauf seit Sommer 2020 auch als erneuten Kampf um den Aufwärtstrend 2003 – 2016 interpretieren, der mittlerweile ja schon mehrfach unterschritten wurde.

Nun hat es AAPL also erneut über den Aufwärtstrend 2003 – 2016 geschafft und ist wieder an die rote Linie gelaufen. Jetzt gilt es also zu beobachten, wie sich die Aktie diesmal an dieser Linie verhält. Sollte ihr tatsächlich ein Durchbruch nach oben gelingen, wäre theoretisch doch noch ein Spurt an die Blaue Linie denkbar, auch wenn das mittlerweile, insbesondere angesichts der schwachen Verfassung des Gesamtmarkts, im wahrsten Sinn des Wortes weit hergeholt erscheint.
Marktbreite heute übrigens 2:1 negativ …
Apropos schwache Verfassung des Gesamtmarkts: Hier ein aktueller Chart der Advance-Decline-Linie:



Wie Ihr auf einen Blick sehen könnt, hat die Advance-Decline-Linie am Freitag den oberen Rand des violetten Seitwärtstrendkanals, aus dem sie nach oben ausgebrochen war, von oben angetestet. Bleibt es bei diesem Test und wendet die Advance-Decline-Linie wieder nach oben, ist von dieser Seite aus alles in Ordnung. Fällt sie aber klar in den violetten Seitwärtstrendkanal zurück, entstünde eine einmonatige und entsprechend bedeutsame Bullenfalle, die ein erneutes Warnsignal wäre.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+4
Florian Lehmann21.11.2120:40
Weia

Oder einfach:
AAPL überschreitet die Rote Linie, dann sind die anderen Linien als Widerstand nach unten zu sehen und der Kurs hangelt sich an der gelben Linie hoch zur Blauen!

Fundamentale Gründe:
M1 CPU und der damit steigende Umsatz, Gewinn und Marktanteil
AR kurz vor dem Marktstart
Apple Car in the Pipeline und könnte den Gewinn und Marktanteil von Apple im gesamten verdoppeln.

+1
Weia
Weia21.11.2120:41
macbeutling
pünktchen
Nämlich? Aktien sind ein sicherer Hafen? AAPL ist ein sicherer Hafen? Warum?
Ach, lies dir einfach meine Statements in den AAPL-Threads der letzten 15 Jahren durch, daran hat sich nicht viel geändert
Ich kann mich nur wiederholen und nachdrücklich davor warnen, die Erfahrungen der letzten 15 oder meinetwegen auch 30 Jahre in die Zukunft zu verlängern. Warum? Die letzten 40 Jahre waren eine historische Ausnahmesituation, die jetzt definitiv zu Ende geht.

Seht Euch bitte diesen annotierten Chart an, der den (US-)Zinsverlauf seit 1790 (bis 2016) zeigt:


(Quelle: Wall Street Journal)

Die Zinsen gerieten Mitte der 1960er Jahre auf historisch einmalige Weise außer Kontrolle und stiegen von 5% auf ein historisch (von den Anfangstagen staatlicher Kreditaufnahme abgesehen) ebenso einmaliges Hoch von 15% im Sommer 1981 (Punkt 6 in der Grafik). Seit da sind die Zinsen kontinuierlich gefallen, 39 Jahre lang bis in das Corona-Tief von 0,5% im März 2020 (der Chart reicht nur bis 2016, aber der Rest ist ja bekannt).

Die letzten 40 Jahre begannen also mit einer historischen Ausnahmesituation, die über 40 lange Jahre abgetragen und am Ende ins entgegengesetzte Extrem verkehrt wurde. Die nächsten 40 Jahre können nicht vergleichbar sein, weil die Ausgangssituation eine komplett andere ist.

Börsenkurse können steigen, sinken oder gleich bleiben, wie unzählige Börsenwitze anmerken. Aber die augenblickliche Zinssituation stellt eine bemerkenswerte Ausnahme dar: Die Zinsen können nicht (in relevantem Maße) weiter sinken, weil sie dann nachhaltig unter 0% gerieten, was unweigerlich eine deflationäre Wirtschaftskatastrophe nach sich zöge und also ganz sicher auch kein gewinnbringendes Szenario für Aktien wäre.

Die Zinsen können also lediglich gleich bleiben oder zu steigen beginnen; das sind genau die beiden Szenarien, die in den letzten 40 Jahre nicht der Fall waren.

Dass Aktienkurse und Zinsen eng miteinander verbunden sind, ist allgemein bekannt. 40 Jahre sind fast ein gesamtes Erwachsenenleben. Macht Euch also bitte in aller Deutlichkeit klar: Alle Erfahrungen, die ihr in Eurem Leben mit Aktien gesammelt habt, sind potentiell bedeutungslos für die kommenden Jahrzehnte. Das heißt natürlich nicht, dass die Aktienkurse in Zukunft nicht steigen können oder Aktien nicht doch sehr gute Kapitalanlagen sein können. Sie können, aber sie „müssen“ nicht mehr, so wie in den letzten 40 Jahren, wo man schon ein extremer Pechvogel sein musste, um mit Aktien, einigermaßen langen Atem vorausgesetzt, keine Gewinne zu machen. Aber diese 40-jährige Phase ist jetzt definitiv vorbei.

Ihr alle habt als Aktienanleger in Eurem Leben, vielleicht ohne es zu ahnen, von der Korrektur einer wirtschaftsgeschichtlichen Anomalie profitiert, die jetzt zu Ende geht. Also seid bitte vorsichtig.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+7
Weia
Weia21.11.2120:52
Florian Lehmann
Oder einfach:
AAPL überschreitet die Rote Linie, dann sind die anderen Linien als Widerstand nach unten zu sehen und der Kurs hangelt sich an der gelben Linie hoch zur Blauen!
Ja, das ist für sich betrachtet natürlich ein plausibles Szenario.

Ich habe nur meine Zweifel, dass AAPL die Zeit dafür bleibt. Wenn das Langzeit-Top des Gesamtmarkts kommen sollte, das ich als zumindest ein denkbares Szenario beim Erreichen des oberen Randes des Jahrhunderttrendkanals befürchte, wird AAPL sich dem nicht entziehen können. Die fundamentale Lage mag so gut sein wie sie will, falls die Zinsen außer Kontrolle geraten, implodiert das KGV und eine Aktie wie AAPL kann sich Fünfteln, ohne dass der Gewinn sich auch nur minimal nach untern verändert (das wird er dann aber zusätzlich).
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+3
Weia
Weia21.11.2121:00
Greetsiel
wer vor einigen Wochen bei ca. 135 panisch wurde und verkauft hat, wird sich jetzt vielleicht grämen.
Vorsicht und Gewinnmitnahmen sind in der jetzigen Situation vollkommen rational und haben nichts mit Panik zu tun. Irrational wäre, sich zu grämen, denn das Ziel, das Top erwischen zu wollen, ist seinerseits irrational. Diejenigen, die stoisch bis zum Top investiert bleiben, sind erfahrungsgemäß mehrheitlich auch dann noch stoisch investiert, wenn sich der Kurs seit dem Top bereits wieder halbiert hat.

Ich warne nochmals vor diesem aus den Erfahrungen der letzten 4 Jahrzehnte gespeisten Es kann nur gutgehen-Mindset, siehe meinen vorvorigen Beitrag.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+5
Seat-Sitz
Seat-Sitz22.11.2112:04
Weia
Vorsicht und Gewinnmitnahmen sind in der jetzigen Situation vollkommen rational und haben nichts mit Panik zu tun.
Ich warne nochmals vor diesem aus den Erfahrungen der letzten 4 Jahrzehnte gespeisten Es kann nur gutgehen-Mindset, siehe meinen vorvorigen Beitrag.

Wie würde man das am besten machen: Jeden Tag ca. 1% abstossen, so dass man über die Zeit gesehen einen guten Durchschnitt hat? Oder größere Mengen?
0
macbeutling
macbeutling22.11.2113:32
Haltet darauf mal ein Auge:

„Glück auf🍀“
+1
Seat-Sitz
Seat-Sitz22.11.2114:39
macbeutling
Haltet darauf mal ein Auge:


Hmm. Also nachkaufen?

Ich blicke nicht mehr durch. Gewinne mitnehmen - oder davon ausgehen, dass es eher noch steigt.
Kompliziert.
0
macbeutling
macbeutling22.11.2114:59
Seat-Sitz
macbeutling
Haltet darauf mal ein Auge:


Hmm. Also nachkaufen?

Ich blicke nicht mehr durch. Gewinne mitnehmen - oder davon ausgehen, dass es eher noch steigt.
Kompliziert.

Nachkaufen? Weiß nicht, recht hoch die Aktie momentan.

Gewinne mitnehmen? Kann man machen, wenn man die Kohle für eine wichtige andere Anschaffung (Haus, Porsche/Ferrari, Rolex/Patek/AP) braucht, ansonsten würde ich mich hier entspannt zurücklehnen und schauen, was die nächsten 2-3 Jahre so bringen.

Denn eines sollte jedem hier klar sein: wenn Apple ein eAuto auf den Markt bringen sollte, wird das meiner Ansicht nach den Börsenwert locker um einen mittleren, dreistelligen Milliardenbetrag nach oben bringen und dabei hat Apple sogar den Vorteil, dass keiner das Ding als zu teuer bezeichnen würde (war ja beim iPhone, iPad etc immer der Fall.)

Die Preise für eMobilität sind durch Highend-Hersteller wie Porsche, Tesla, Audi bereits gesetzt, das stellt kein Problem dar.
„Glück auf🍀“
+3
Seat-Sitz
Seat-Sitz22.11.2115:15
macbeutling

Denn eines sollte jedem hier klar sein: wenn Apple ein eAuto auf den Markt bringen sollte, wird das meiner Ansicht nach den Börsenwert locker um einen mittleren, dreistelligen Milliardenbetrag nach oben bringen und dabei hat

Sehr gutes Argument. UND: Was man nicht vergessen sollte. Elon Musk / Tesla waren lange Zeit nahe des Bankrotts. Man hangelte sich von Quartal zu Quartal, bis es endlich aufwärts ging.

Apple hat dagegen so viel Bargeld rumliegen, dass die sich eine längere Durststrecke leisten können, bis die Massenfertig hochgelaufen ist. Vom Know-How, Mitarbeitern und Geld her könnten sie das stemmen.

Und sie werden auch die gleiche Vorgehensweise wie Tesla nehmen: Erst ein extrem teures Modell. Und dann langsam mit der Zeit runter in den Massenmarkt gehen mit günstigeren Modellen.

Und das was sie bei der Apple Watch bereits mit Armbändern machen, können sie bei einem Auto ins extreme mit Zusatzwünschen ziehen: Sitzbezüge, Türgriffe, Fussmatten.


PS: Wenn das Poliertuch 25 Euro kostet... Was würden 5 Fussmatten kosten? 1.000 Euro?
0
thomas b.
thomas b.22.11.2115:22
Weia
...
Seht Euch bitte diesen annotierten Chart an, der den (US-)Zinsverlauf seit 1790 (bis 2016) zeigt:


(Quelle: Wall Street Journal)

Die Zinsen gerieten Mitte der 1960er Jahre auf historisch einmalige Weise außer Kontrolle und stiegen von 5% auf ein historisch (von den Anfangstagen staatlicher Kreditaufnahme abgesehen) ebenso einmaliges Hoch von 15% im Sommer 1981 (Punkt 6 in der Grafik). Seit da sind die Zinsen kontinuierlich gefallen, 39 Jahre lang bis in das Corona-Tief von 0,5% im März 2020 (der Chart reicht nur bis 2016, aber der Rest ist ja bekannt).
...

In diese Richtung geht heute auch ein Artikel in der NZZ: Oh, sehe gerade, der Artikel ist jetzt nicht mehr frei sondern Abo-pflichtig, aber im Grunde wird es da ganz ähnlich gesehen. (Habe den Artikel als PDF gespeichert.)

macbeutling
...
Nachkaufen? Weiß nicht, recht hoch die Aktie momentan.

Gewinne mitnehmen? Kann man machen, wenn man die Kohle für eine wichtige andere Anschaffung (Haus, Porsche/Ferrari, Rolex/Patek/AP) braucht, ansonsten würde ich mich hier entspannt zurücklehnen und schauen, was die nächsten 2-3 Jahre so bringen.

Denn eines sollte jedem hier klar sein: wenn Apple ein eAuto auf den Markt bringen sollte, wird das meiner Ansicht nach den Börsenwert locker um einen mittleren, dreistelligen Milliardenbetrag nach oben bringen und dabei hat Apple sogar den Vorteil, dass keiner das Ding als zu teuer bezeichnen würde.
...

Nicht zu vergessen eine Apple Watch, die hoffentlich bald auch noch den Blutzucker bestimmen kann. Phantasie ist bei Apple jedenfalls noch da.
0
Seat-Sitz
Seat-Sitz22.11.2115:32
thomas b.
Nicht zu vergessen eine Apple Watch, die hoffentlich bald auch noch den Blutzucker bestimmen kann. Phantasie ist bei Apple jedenfalls noch da.

Ich kenne mehrere Leute, die laufend Stäbchen kaufen müssen bzw. von der Krankenkassen Stäbchen zum Testen bekommen. Das würde den kompletten Diabetes-Markt umkrempeln. [Wobei: Wird sich die Pharma-Industrie diese Geld-Druckmaschine einfach so kaputt machen lassen? Die werden doch bestimmt versuchen die Apple Watch dann schlecht zu reden mit riesigen negativ- Werbekampagnen.]
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macbeutling
macbeutling22.11.2115:46
Seat-Sitz
Die werden doch bestimmt versuchen die Apple Watch dann schlecht zu reden mit riesigen negativ- Werbekampagnen.]

...das hat bei den anderen (Microsoft, Samsung etc.) ja auch schon so gut geklappt
„Glück auf🍀“
0
thomas b.
thomas b.22.11.2115:49
macbeutling
Seat-Sitz
Die werden doch bestimmt versuchen die Apple Watch dann schlecht zu reden mit riesigen negativ- Werbekampagnen.]

...das hat bei den anderen (Microsoft, Samsung etc.) ja auch schon so gut geklappt

Weitere Stichworte: Nokia, Blackberry...
0
stefan22.11.2115:53
thomas b.
Weitere Stichworte: Nokia, Blackberry...
Die haben sich ja wohl eher selbst kaputt gemacht.
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Timeo Danaos22.11.2116:13
Seat-Sitz
Ich kenne mehrere Leute, die laufend Stäbchen kaufen müssen bzw. von der Krankenkassen Stäbchen zum Testen bekommen. Das würde den kompletten Diabetes-Markt umkrempeln. [Wobei: Wird sich die Pharma-Industrie diese Geld-Druckmaschine einfach so kaputt machen lassen? Die werden doch bestimmt versuchen die Apple Watch dann schlecht zu reden mit riesigen negativ- Werbekampagnen.]

Es ist ja nicht so, dass ich da kein Potential sehe, aber da sind schon noch einige Hürden zu überspringen bis zur Einführung in den Massenmarkt. Die größte ist natürlich die Zuverlässigkeit der Sensoren, die ja von Drittanbietern kommen. Danach sollte es weniger an den Pharmakonzernen scheitern, als eher an den Zulassungsbehörden, denn die werden eine fiktive Smartwatch von welchem Hersteller auch immer nur dann als Ersatz für die bisherigen Tests zulassen, wenn sie wirklich zuverlässig den Blutzuckerwert ermittelt und den Benutzer über Dosierung und Zeitpunkt informiert. Es gibt ja schon Insulinpumpensysteme, die den Blutzucker permanent messen, die arbeiten aber mit einem Teflonfaden in der Blutbahn, sind also invasiv, dafür aber (mit leichtem Zeitverzug) recht zuverlässig und eben: Zugelassen!

Den Piks nimmt einem die Uhr am Ende ohnehin nicht ab, den müsste man sich immer noch selbst setzen, während die Pumpensysteme nach Bedarf und je nach Messung Insulin direkt in die Blutbahn abgeben.

Potential besteht wohl eher bei der Warnung vor zu hohem Blutzucker bei Menschen, die davon noch gar nichts ahnen.
0
MKL
MKL22.11.2116:14
Ich glaube ja, dass bei AAPL noch viel Potential steckt (siehe Eure ganzen Argumente), sehe aber auch dass wir eher gesamtwirtschaftlich Probleme bekommen, die dann den gesamten Markt nach unten ziehen, dem sich dann AAPL auch nicht entziehen kann - ähnlich dem März 2020...
Vielleicht werden wir dann in Zukunft regelmäßig solche "Jojo-Märkte" haben wir von März 2020 bis heute, d.h. stark runter, dann schnell rauf und wieder runter...
@Weia: Oder ist dies charttechnisch nicht realistisch?
0
Seat-Sitz
Seat-Sitz22.11.2116:20
thomas b.
Weitere Stichworte: Nokia, Blackberry...

Ich hatte mir damals ein Buch gekauft: "BlackBerry: The Inside Story of Research in Motion" von Rod McQueen. Dort wurde beschrieben wie RIM es geschafft hat so groß zu werden.
Wie toll RIM bzw. BlackBerry doch sei. Das war auf deren Höhepunkt. Kurze Zeit später krachte der Aktienkurs in sich zusammen, hat sich nie wieder erholt - und das Buch wurde verschwinden gelassen. Man kann es nicht mehr kaufen. Wird so getan, als ob es das nie gegeben hätte.

MKL
Ich glaube ja, dass bei AAPL noch viel Potential steckt (siehe Eure ganzen Argumente), sehe aber auch dass wir
Interessant wäre die Frage: ist im heutigen Aktienkurs das Auto, AR-Brille und die Diabetes-AppleWatch schon miteingepreist? Also ist das alles schon was man so erwartet mit eingerechnet von den Analysten?
0
Timeo Danaos22.11.2116:21
Seat-Sitz
Und das was sie bei der Apple Watch bereits mit Armbändern machen, können sie bei einem Auto ins extreme mit Zusatzwünschen ziehen: Sitzbezüge, Türgriffe, Fussmatten.

Nur gut, dass da noch kein Autohersteller von selbst drauf gekommen ist… 
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Seat-Sitz
Seat-Sitz22.11.2116:30
Timeo Danaos
Nur gut, dass da noch kein Autohersteller von selbst drauf gekommen ist… 

Bitte erinnere mich mal jemand in 5 Jahren an diesen Thread.
Jede Wette: Die Apple-Fussmatten werden die teuersten, die man je gesehen hat.
Auf die Idee kam sicher noch kein anderer Hersteller - die verschenken die doch immer.
0
macbeutling
macbeutling22.11.2116:34
Also die Carbon-Fußmatten für meinen haben 800€ gekostet...die darf Apple auch verlangen
Seat-Sitz
Timeo Danaos
Nur gut, dass da noch kein Autohersteller von selbst drauf gekommen ist… 

Bitte erinnere mich mal jemand in 5 Jahren an diesen Thread.
Jede Wette: Die Apple-Fussmatten werden die teuersten, die man je gesehen hat.
Auf die Idee kam sicher noch kein anderer Hersteller - die verschenken die doch immer.
„Glück auf🍀“
0
Weia
Weia22.11.2116:45
Seat-Sitz
Weia
Vorsicht und Gewinnmitnahmen sind in der jetzigen Situation vollkommen rational und haben nichts mit Panik zu tun.
Ich warne nochmals vor diesem aus den Erfahrungen der letzten 4 Jahrzehnte gespeisten Es kann nur gutgehen-Mindset, siehe meinen vorvorigen Beitrag.
Wie würde man das am besten machen: Jeden Tag ca. 1% abstossen, so dass man über die Zeit gesehen einen guten Durchschnitt hat? Oder größere Mengen?
Das ist nicht zuletzt eine Mentalitätsfrage. Es gibt ja Leute, die umgekehrt auch so kaufen: Regelmäßig irgendein relativ kleiner Betrag x, ganz egal, wie es um die Börse gerade steht.

Finanziell wird das Resultat quasi per definitionem durchschnittlich sein, aber der Quotient aus Ertrag/Gehirnschmalz ist natürlich super, da sich das Nachdenken ja fast auf 0 reduziert.

Jemand, der wie ich viel Gehirnschmalz in den Markt steckt, wird im Gegensatz dazu natürlich versuchen, Punkte zu ermitteln, an denen der gebündelte Kauf oder Verkauf großer Teile des Investitionsvolumens (oder gar des gesamten Volumens) aus Chance/Risiko-Sicht optimal scheint (das müssen nicht Top and Bottom sein!).

Rechtzeitig, bevor der Gesamtmarkt den oberen Rand des Jahrhunderttrendkanals erreicht, wollte ich da noch eine Übersicht über die strategischen Optionen an solch einem möglicherweise entscheidenden Punkt posten, aber das hat ja noch etwas Zeit.
Seat-Sitz
Ich blicke nicht mehr durch. Gewinne mitnehmen - oder davon ausgehen, dass es eher noch steigt.
Kompliziert.
Kompliziert ist es bei der Frage nach einem Top mit Notwendigkeit.

Um gleich jedes Missverständnis auszuschließen: Eine verwirrende/komplizierte Fragesituation ist keine hinreichende Bedingung für ein Top, aber eine notwendige. Mit anderen Worten: dass eine Marktsituation verwirrend/kompliziert, ist für sich allein keinerlei Indiz für ein Top, aber jedes Top ist zwangsläufig auch eine bezüglich der Top-Frage verwirrende/komplizierte Situation.

Warum? Weil ein Top logisch zwingend bedeutet, dass die Kurse bislang gestiegen sind. Warum steigen Kurse? Weil die Aussichten sehr gut zu sein scheinen. An einem Top sieht die Zukunft daher mit Notwendigkeit stets rosarot aus – täte sie das nicht, wären die Kurse gar nicht bis dorthin gestiegen. Das kombiniert mit der Frage nach einem potentiell unmittelbar bevorstehenden Kursverfall ist zwangsläufig verwirrend/kompliziert.

Umgekehrt formuliert: Blendende fundamentale Aussichten widersprechen einem Top in keiner Weise, sie sind im Gegenteil notwendige Voraussetzung für ein Top. Kurse verändern sich, weil sich die Aussichten verändern. Sind die fundamentalen Aussichten bereits blendend, wird es ums schwieriger, noch blendender zu werden – aber nur das könnte weitere Kurssteigerungen bringen. Sind die Aussichten hingegen miserabel, ist es viel wahrscheinlicher, dass sie sich bessern werden.

Man kann lange darüber debattieren, ob sich an einem gegebenen Zeitpunkt gerade ein Top bildet, aber eines ist absolut sicher: blendendende fundamentale Aussichten sind kein Gegenargument gegen ein Top.


Was aktuell AAPL betrifft: Das ist heute bislang ein klarer Ausbruch über die rote Linie nach oben. Wenn die Aktie das jetzige Niveau bis zum Schluss halten kann und dann noch die restliche (verkürzte) Woche, ohne zurückzufallen, ist der Weg zur blauen Linie charttechnisch mit zeitlich zunehmender Wahrscheinlichkeit frei.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+4
Weia
Weia22.11.2116:51
MKL
Oder ist dies charttechnisch nicht realistisch?
Doch, falls nach der Markt nach erreichen des oberen Rands des Jahrhunderttrendkanals keinen verheerenden Bärenmarkt startet, ist das vielleicht sogar die wahrscheinlichste Variante.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
thomas b.
thomas b.22.11.2117:08
Timeo Danaos
...
Den Piks nimmt einem die Uhr am Ende ohnehin nicht ab, den müsste man sich immer noch selbst setzen, während die Pumpensysteme nach Bedarf und je nach Messung Insulin direkt in die Blutbahn abgeben.

Potential besteht wohl eher bei der Warnung vor zu hohem Blutzucker bei Menschen, die davon noch gar nichts ahnen.

Es soll auch ziemlich viele Menschen mit Diabetes Typ II geben, die Tabletten statt Spritzen erhalten. Und für Typ I Diabetiker wäre es dann nur einer statt gleich 2 Piekser.
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Weia
Weia22.11.2117:14
macbeutling
ansonsten würde ich mich hier entspannt zurücklehnen und schauen, was die nächsten 2-3 Jahre so bringen.
Irgendwie find ich es ja faszinierend, wie vollkommen Du das von mir geschilderte Ende einer 40-jährigen Börsenphase ignorierst.

Ich sehe nicht, wie man leugnen könnte, dass das das Ende einer vierzigjährigen Marktphase ist, die von sinkenden Zinsen dominiert war. Ich behaupte ja nicht, dass das zu drastischen Konsequenzen führen muss, sehe aber auch nicht, wie man bestreiten könnte, dass es das kann. 2 – 3 Jahre abzuwarten mag ja ein valider Vorschlag sein, aber der Rat, sich dabei entspannt zurückzulehnen, so als könne in dieser Zeitspanne absolut nichts Schlimmes passieren, sprengt mein kleines Hirn. 🤯

In einem zinsinduzierten Bärenmarkt können KGVs historisch betrachtet auf ≈ 5 zusammenbrechen. Wenn Apple (KGV jetzt ≈ 30) während dieser Zeit seine Gewinne verdoppelt (aber das wird es in einer Wirtschaftskrise kaum tun, Auto hin oder her), würde sich der AAPL-Kurs immer noch dritteln.

Hältst Du das für so völlig ausgeschlossen, dass es in Deinen Überlegungen keinerlei Platz findet?
Denn eines sollte jedem hier klar sein: wenn Apple ein eAuto auf den Markt bringen sollte, wird das meiner Ansicht nach den Börsenwert locker um einen mittleren, dreistelligen Milliardenbetrag nach oben bringen
Genau gelesen stimme ich Dir zu: jedem hier ist klar, dass Deiner Ansicht nach ein eAuto von Apple den Börsenwert locker um einen mittleren, dreistelligen Milliardenbetrag nach oben bringen wird.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
macbeutling
macbeutling22.11.2117:27
Weia, das tust du seit 3 Jahren....klar, irgendwann wirst du recht haben, aber wann das genau ist....
Selbst Corona konnte den Höhenflug nicht aufhalten, klar, kurz mal halbiert und dann wieder durchgestartet und fast verdoppelt...da schreckt mich nichts mehr anb
Weia
macbeutling
ansonsten würde ich mich hier entspannt zurücklehnen und schauen, was die nächsten 2-3 Jahre so bringen.
Irgendwie find ich es ja faszinierend, wie vollkommen Du das von mir geschilderte Ende einer 40-jährigen Börsenphase ignorierst.

Ich sehe nicht, wie man leugnen könnte, dass das das Ende einer vierzigjährigen Marktphase ist, die von sinkenden Zinsen dominiert war. Ich behaupte ja nicht, dass das zu drastischen Konsequenzen führen muss, sehe aber auch nicht, wie man bestreiten könnte, dass es das kann. 2 – 3 Jahre abzuwarten mag ja ein valider Vorschlag sein, aber der Rat, sich dabei entspannt zurückzulehnen, so als könne in dieser Zeitspanne absolut nichts Schlimmes passieren, sprengt mein kleines Hirn. 🤯

In einem zinsinduzierten Bärenmarkt können KGVs historisch betrachtet auf ≈ 5 zusammenbrechen. Wenn Apple (KGV jetzt ≈ 30) während dieser Zeit seine Gewinne verdoppelt (aber das wird es in einer Wirtschaftskrise kaum tun, Auto hin oder her), würde sich der AAPL-Kurs immer noch dritteln.

Hältst Du das für so völlig ausgeschlossen, dass es in Deinen Überlegungen keinerlei Platz findet?
Denn eines sollte jedem hier klar sein: wenn Apple ein eAuto auf den Markt bringen sollte, wird das meiner Ansicht nach den Börsenwert locker um einen mittleren, dreistelligen Milliardenbetrag nach oben bringen
Genau gelesen stimme ich Dir zu: jedem hier ist klar, dass Deiner Ansicht nach ein eAuto von Apple den Börsenwert locker um einen mittleren, dreistelligen Milliardenbetrag nach oben bringen wird.
„Glück auf🍀“
+4
Weia
Weia22.11.2118:04
macbeutling
Weia, das tust du seit 3 Jahren....klar, irgendwann wirst du recht haben, aber wann das genau ist....
Was tue ich seit 3 Jahren?
  • Vor dem Ende der vierzigjährigen Zinssenkungsphase warnen? Das habe ich jetzt zum ersten Mal getan und viel früher wäre auch nicht gegangen, denn das langfristige Tief zeichnete sich ja erst vor einem Jahr ab.
  • Vor Kurseinbrüchen warnen? Ja, aber gab es die 2018 und 2020 etwa nicht?
  • Warnen, was passieren könnte, wenn der Gesamtmarkt den oberen Rand des Jahrhunderttrendkanals erreicht? Ja, aber das ist ja noch nicht eingetreten. Warten wir doch ab, bis es so weit ist.
  • Und stelle mich hier bitte nicht als Perma-Bären hin. Wie viele Börsenbeobachter haben im März 2020 davon gesprochen, der Markt könne schon bald neue Hochs machen? Und wenn ich vom Erreichen des oberen Rands des Jahrhunderttrendkanals spreche, dann doch offenkundig von einem wohldefinierten Ereignis in der Zukunft, bis zu dem die Kurse noch steigen werden.

Wie auch immer, das ist doch keine Antwort auf meine Frage. Ich frage, wie Du ein schwer zu bestreitendes Risiko (≠ Gewissheit!) derart ausblenden kannst, dass Du von entspanntem Zurücklehnen für die nächsten 2 – 3 Jahre sprichst, und Deine Antwort ist, weil Weia seit 3 Jahren etwas Bestimmtes tut?

Wenn Du selbst schreibst klar, irgendwann wirst du recht haben, aber wann das genau ist...., dann musst Du doch irgendeine Art von Plan haben, wie Du diesen Zeitpunkt zu identifizieren gedenkst. Oder willst Du einfach ganz entspannt zurückgelehnt zusehen, wie Deine Gewinne wieder dahinschmelzen? Doch ziemlich sicher nicht?

Meine Antwort auf aber wann das genau ist ist übrigens seit Jahren unverändert das Erreichen des oberen Rands des Jahrhunderttrendkanals, ein Ereignis, dass nach wie vor in der Zukunft liegt und das sich präzise und zweifelsfrei wird bestimmen lassen, wenn es so weit ist

Bis dahin habe ich nur des öfteren davor gewarnt, dass sich der Gesamtmarkt in einer historisch so exponierten Situation befindet, dass man sich eben gerade nicht ganz entspannt zurücklehnen und sich 100% darauf verlassen darf, dass der Markt nicht doch schon vor dem Erreichen des oberen Rands des Jahrhunderttrendkanals nachhaltig nach unten wendet, und daher irgendwelche Absicherungsstrategien braucht. Ja, diese Vorsicht war bislang in der Tat überflüssig, aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
Weia
Weia22.11.2118:22
macbeutling
Selbst Corona konnte den Höhenflug nicht aufhalten, klar, kurz mal halbiert und dann wieder durchgestartet und fast verdoppelt...da schreckt mich nichts mehr ab
Das ist eine ziemlich gute Beschreibung des psychischen Mechanismus, mit dem die Börse ihre Akteure für das kommende Top psychisch konditioniert. Wenn es so weit ist, sitzen sie seelenruhig da, wenn sich die Kurse halbieren, weil sie ja „wissen“, dass das bald wieder dreht, und lachen die „Angsthasen“ aus, die „in Panik“ verkaufen. Und dann kommt die nächste Halbierung … und die nächste … Und am Ende bleibt ihnen ein Bruchteil von dem, was die „Angsthasen“, die „viel zu früh“ vor dem Top verkauft hatten, in Sicherheit bringen konnten.

Konnte man 2000 – 2002 an der NASDAQ live besichtigen.

Deshalb: Welche Strategie aufgeht, zeigt sich immer erst nach dem Glattstellen.
kurz mal halbiert und dann wieder durchgestartet
Und wie gesagt: nach der „kurzen“ Halbierung habe ich selbst von neuen Hochs gesprochen, aber ich folgere daraus nicht, dass das auch das nächste Mal so sein wird, weil ich den strukturellen Gesamtzusammenhang in meine Überlegungen mit einbeziehe.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
ilig
ilig22.11.2119:09
Weia
Wie ich schon schrieb, ich will Deinen Sachverstand bezüglich der Entwicklungen von Aktienkursen nicht in frage stellen. Kann ich gar immer noch nicht – weil ich Deine Berechnungen und Kurven nicht durchschaue. Für Dich scheinen diese irgendwie trivial/einfach logisch zu sein.

Ich habe versucht eine Allzeitkurve zur Entwicklung der Appleaktienkurses zu finden. Die älteste dis ich fand geht nur bis 1993 zurück. Mein erster Appleaktienkauf fand ca. 2 Jahre später statt. Wenn ich die Kurve von 1993 bis heute betrachte, dann fällt es mir schwer mein Lächeln zu unterdrücken. Und falls es für Deine Analysen in den nächsten Wochen, Monaten oder Jahren bestätigende Anzeichen gibt, dann kann ich immernoch problemlos mit sattem Gewinn verkaufen. Aber ich danke Dir sehr, dass Du mich mit Deiner Analyse sensibilisiert hast, und dass ich deshalb alles mit einem geschärften Blick betrachten werde.
+4
Florian Lehmann22.11.2119:20
ilig

Du willst quasi sagen: der Tote Kandidat wurde wieder zum Leben erweckt 😜
Du hast halt einen Einstiegskurs < 1€ - irgendwie irre 😅
+2
Florian Lehmann22.11.2119:22
Florian Lehmann
ilig

Du willst quasi sagen: der Tote Kandidat wurde wieder zum Leben erweckt 😜
Du hast halt einen Einstiegskurs < 1€ - irgendwie irre 😅

Und das krasse ist dabei ja:
Apple gibt dir mit jeder Dividende deinen Einsatz mehrfach(!!!) zurück 😂
+2
Florian Lehmann22.11.2119:25
Weia
macbeutling
Selbst Corona konnte den Höhenflug nicht aufhalten, klar, kurz mal halbiert und dann wieder durchgestartet und fast verdoppelt...da schreckt mich nichts mehr ab
Das ist eine ziemlich gute Beschreibung des psychischen Mechanismus, mit dem die Börse ihre Akteure für das kommende Top psychisch konditioniert. Wenn es so weit ist, sitzen sie seelenruhig da, wenn sich die Kurse halbieren, weil sie ja „wissen“, dass das bald wieder dreht, und lachen die „Angsthasen“ aus, die „in Panik“ verkaufen. Und dann kommt die nächste Halbierung … und die nächste … Und am Ende bleibt ihnen ein Bruchteil von dem, was die „Angsthasen“, die „viel zu früh“ vor dem Top verkauft hatten, in Sicherheit bringen konnten.

Konnte man 2000 – 2002 an der NASDAQ live besichtigen.

Deshalb: Welche Strategie aufgeht, zeigt sich immer erst nach dem Glattstellen.
kurz mal halbiert und dann wieder durchgestartet
Und wie gesagt: nach der „kurzen“ Halbierung habe ich selbst von neuen Hochs gesprochen, aber ich folgere daraus nicht, dass das auch das nächste Mal so sein wird, weil ich den strukturellen Gesamtzusammenhang in meine Überlegungen mit einbeziehe.

Kann ich unterstreichen - hab ich auch schon mal mitgemacht, leider. 🤷🏼‍♂️
+2
Weia
Weia22.11.2121:28
ilig
Wie ich schon schrieb, ich will Deinen Sachverstand bezüglich der Entwicklungen von Aktienkursen nicht in frage stellen. Kann ich gar immer noch nicht – weil ich Deine Berechnungen und Kurven nicht durchschaue. Für Dich scheinen diese irgendwie trivial/einfach logisch zu sein.
Das sind sie auch, wenn man die korrekten Charts erwischt. Du hattest das Pech, auf einen zu stoßen, der nicht hilfreich ist.

Dein Chart ist ein sogenannter linearer Chart. Das bedeutet, dass gleiche vertikale Abstände gleichen Dollardifferenzen entsprechen. Das ist aber, insbesondere wenn man längerfristige Entwicklungen betrachtet, völlig unsinnig.

Unter Berücksichtigung der Aktien-Splits, die über die Jahre stattgefunden haben, hat AAPL in den 90ern um die 0,25$ notiert. Sprich, stieg die Aktie um 0,25$, hat sie sich verdoppelt. Heute wären 0,25$ nicht einmal statistisches Rauschen. Lineare Charts sind also wertlos; wenn eine Aktie überhaupt steigt, sieht ihr langfristiger linearer Chart praktisch immer genauso aus wie Deiner. Das einzige, was sich daran wirklich zeigen lässt, ist die in der Corona-Pandemie vielbeschworene exponentielle Entwicklung (von der ersten Verdopplung zur nächsten zur nächsten …).

Brauchbar sind nur logarithmische Charts. Das bedeutet, dass gleiche vertikale Abstände gleichen prozentualen Differenzen entsprechen. Und das ist schließlich das, worauf es ankommt: Gleich, ob eine Aktie absolut betrachtet bei 10$, 100$ oder 1000$ notiert, was einen Anleger interessiert, ist, wieviel Prozent die Aktie im nächsten Jahre wohl steigen (oder fallen … ) wird. Und dementsprechend entspricht einer Verdopplung von 0,10$ auf 0,20$ in einem solchen Chart exakt dieselbe Längendifferenz wie bei einer Verdopplung von 100$ auf 200$.

Hier ist ein logarithmischer sogenannter Monatschart von AAPL (das bedeutet, jeder vertikale Balken entspricht einem Monat; Hoch- und Tiefpunkt des Balkens zeigen Höchst- und Tiefstkurs in diesem Monat:



Der Kursverlauf in diesem logarithmischen Chart sieht sehr viel ausgeglichener aus als in Deinem linearen Chart; insbesondere zeigt sich, dass der Kursanstieg der Aktie in den 0er Jahren steiler war als später in den 10er Jahren. In den letzten drei Jahren ist die Aktie insgesamt etwa so stark gestiegen wie im Jahr 2004.

Und diesem Chart solltest Du auch entnehmen können, wie Chartlinien entstehen: Aktienkurse enthalten stets ein ein gerüttelt Maß an statistischem Rauschen; sie schwanken quasi um einen Mittelwert, der ihre eigentliche Tendenz darstellt. Man kann daher versuchen, solche Mittelwerte als statistische Durchschnitte zu bilden; eine andere, und nach meiner Erfahrung ergiebigere, Methode ist aber, quasi die äußeren Ränder einer Kursschwankung um einen Trend herum zu erfassen.

Geht es um den unteren Rand eines Trends, so wählt man zwei markante Tiefpunkte, durch die man eine Linie zieht, in diesem Chart die Punkte 2-5 und die Punkte 2-6. Wenn Du den verlauf dieser Linien und der Kurse ab da weiterverfolgst, wirst Du feststellen, dass die Linien für die spätere Kursentwicklung eine große Bedeutung haben können. (Man hätte natürlich auch eine Linie durch die Punkte 2-x ziehen können; die wäre aber so steil, dass sie mittlerweile aus dem Chartbild nach oben entfleucht wäre und daher keine Bedeutung für die Gegenwart mehr besäße.)

Geht es um den oberen Rand eines Trends, so wählt man zwei markante Hochpunkte, durch die man eine Linie zieht, in diesem Chart die Punkte 1-3 und die Punkte 1-4. Wie Du siehst, bestimmen diese wenigen Linien die langfristige Entwicklung von AAPL seit dem Tief 2003 schon recht gut; dabei sticht ins Auge, dass die Schwankungsbreite kontinuierlich abnimmt (die oberen Ränder steigen weniger steil an als die unteren), was typisch für „reifende“ Aktien ist.

Ich hoffe, das macht die Sache mit den Linien etwas verständlicher.
Wenn ich die Kurve von 1993 bis heute betrachte, dann fällt es mir schwer mein Lächeln zu unterdrücken.
Verständlich. Richtiger machen als AAPL in den 90ern kaufen und dann die Nerven und die Aktien behalten, geht nicht. Wer das geschafft hat, darf sich zweifelsohne die Medaille Glückspilz des IT-Zeitalters® ans Revers heften.
Und falls es für Deine Analysen in den nächsten Wochen, Monaten oder Jahren bestätigende Anzeichen gibt, dann kann ich immernoch problemlos mit sattem Gewinn verkaufen.
Völlig klar, Du bist in der besten Börsensituation, die es überhaupt gibt.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+3
Weia
Weia22.11.2121:59
Als ich gerade den Chart für meinen vorangegangenen Beitrag präpariert habe:



ist mir etwas aufgefallen.

Eine klassische Situation bei der Chartanalyse ist die, dass ein zuvor etablierter Trend wie hier 1-3 (= violette Linie) vorübergehend, aber nicht nachhaltig, durchbrochen wird wie hier in Punkt 4. Die übliche Vorgehensweise ist dann, eine entsprechende neue, zusätzliche Trendlinie einzuzeichnen wie hier 1-4 (= blaue Linie).

Eine bisweilen höchst bedeutsame Alternative ist aber, durch den Extrempunkt des zeitweisen Durchbruchs (hier Punkt 4) eine Parallele zu der vorübergehend durchbrochenen Trendlinie (hier 1-3 (= violette Linie)) zu zeichnen. So wurde etwa auch die „legendäre“ Rote Linie im S&P-500-Chart als Parallele zum Jahrhunderttrendkanal konstruiert.

Ich habe im AAPL-Chart diese Linie ausgehend von Punkt 4 ebenfalls in violett mit eingezeichnet.

Ob solche Linien Bedeutung haben, zeigt sich daran, ob und wie die Kurse in der Zukunft auf sie reagieren. Ein detaillierterer Wochenchart von AAPL zeigt, dass das in diesem Fall an Punkt 7 auf ausgeprägte Weise der Fall war:



Wohlgemerkt: Die Linie existierte (als Parallele zur violetten Linie durch Punkt 4), bevor die Kurse sie exakt berührten und dann kehrt machten. Damit ist die Bedeutsamkeit dieser Linie erwiesen.

Das ist deshalb wichtig, weil damit kein so großes charttechnisches Niemandsland zwischen violetter Linie und blauer Linie mehr herrscht. Selbst falls AAPL es schaffen sollte, die rote Linie zu überwinden, bin ich doch sehr skeptisch, dass die Aktie die blaue Linie bei dann 240$ oder mehr würde erreichen können. Die „neue“ parallele violette Linie hingegen verläuft am Jahreswechsel um die 184$; das fände ich ein weit plausibleres alternatives Kursziel zu den bisherigen 165$, das wir daher mit im Auge behalten sollten.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
Weia
Weia22.11.2122:09
Weia
Was aktuell AAPL betrifft: Das ist heute bislang ein klarer Ausbruch über die rote Linie nach oben. Wenn die Aktie das jetzige Niveau bis zum Schluss halten kann […]
Tja, wenn das Wörtchen wenn nicht wär’ …

Auch wenn’s heute zu Tagesbeginn völlig anders aussah – die rote Linie hat erstmal wieder gehalten.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+1
macuser11
macuser1122.11.2123:25
Wenn jemand fragt, wie schlau ich gerne wäre?
= weiaesk
+2
macuser11
macuser1122.11.2123:38
thomas b.
In diese Richtung geht heute auch ein Artikel in der NZZ: Oh, sehe gerade, der Artikel ist jetzt nicht mehr frei sondern Abo-pflichtig, aber im Grunde wird es da ganz ähnlich gesehen. (Habe den Artikel als PDF gespeichert.)

Ich hasse & verstehe diese (Pay)-Walls in der heutigen Zeit nicht (!)(!)

Lösung:
User-Agent wechseln, z.B. Googlebot Desktop/Facebook Crawler (Add-on)
Mozilla/5.0 (compatible; Googlebot/2.1; +http://www.google.com/bot.html)

"Das Fed steht vor einer schwierigen Aufgabe" (Neue Zürcher Zeitung, 19.11.21)
www.themarket.ch/ld.5488


Dieses dynamische Webbrowser-User-Agent-Unterscheidung treffe ich leider immer häufiger vor, dummes Internet
+2
Seat-Sitz
Seat-Sitz23.11.2100:41
macuser11
Lösung:

Mit einem iPad Pro, trotz des Wortes Pro nicht möglich. Nicht mal Quellcode von Webseiten kann der Safari im iPad Pro anzeigen. Wahrscheinlich braucht man dazu ein iPad Pro Max 15". Was wieder zu einem steigenden Aktienkurs führt.
0
oseek
oseek23.11.2112:57
WEIA
Dass Aktienkurse und Zinsen eng miteinander verbunden sind, ist allgemein bekannt. 40 Jahre sind fast ein gesamtes Erwachsenenleben. Macht Euch also bitte in aller Deutlichkeit klar: Alle Erfahrungen, die ihr in Eurem Leben mit Aktien gesammelt habt, sind potentiell bedeutungslos für die kommenden Jahrzehnte. Das heißt natürlich nicht, dass die Aktienkurse in Zukunft nicht steigen können oder Aktien nicht doch sehr gute Kapitalanlagen sein können. Sie können, aber sie „müssen“ nicht mehr, so wie in den letzten 40 Jahren, wo man schon ein extremer Pechvogel sein musste, um mit Aktien, einigermaßen langen Atem vorausgesetzt, keine Gewinne zu machen. Aber diese 40-jährige Phase ist jetzt definitiv vorbei.
Es wird wohl stimmen, dass die 40jährige Phase fallender Zinsen sich dem Ende nähert. Aber angesichts der extremen Verschuldung der USA und der EU kann die Weltwirtschaft nicht einfach in den Zustand von 1980 zurückkehren. Denn Zinsniveaus wie in den 70er Jahren sind heute von keiner Volkswirtschaft zu verkraften. Im Gegenteil, angesichts der Klimakrise muss auch von staatswegen investiert werden. Der Weg zu einer relativen Normalisierung kann also allenfalls über minimale Zinserhöhungen erfolgen und das mit einer einhergehender flachen Inflation. Denn diese verringert die Staatsverschuldungen faktisch. Und was macht der Anleger in einer Inflation? Er kauft Sachwerte, Aktien. Also spricht nichts gegen weiter steigende Kurse.
Das Problem ist und bleibt, die richtigen Werte zu finden. Wer nur total sichere Häfen ansteuern will, sollte nicht zur See fahren. Alles ist relativ. In relativ unsicheren Häfen sollte man lieber nicht zu lange verweilen. AAPL wird m.E. auch in Zukunft zu den relativ sicheren Häfen gehören.
+7
Weia
Weia23.11.2113:56
oseek
Es wird wohl stimmen, dass die 40jährige Phase fallender Zinsen sich dem Ende nähert. Aber angesichts der extremen Verschuldung der USA und der EU kann die Weltwirtschaft nicht einfach in den Zustand von 1980 zurückkehren.
Nö, einfach nicht. Will ja auch keiner. Wollte 1980 auch keiner.
Denn Zinsniveaus wie in den 70er Jahren sind heute von keiner Volkswirtschaft zu verkraften.
Stimmt. Das ist ja genau das Problem. Oder willst Du ernsthaft behaupten, dass nicht passieren kann, was nicht passieren darf?
Und was macht der Anleger
Wer das weiß, kann an der Börse mühelos reich werden.
Er kauft Sachwerte, Aktien.
Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Anleger handeln nicht rational.
Also spricht nichts gegen weiter steigende Kurse.
Nichts? Das ist ein rosarotes Mindset, das für Tops typisch ist. Aber das war ja gar nicht meine These. Meine These war schlicht, dass sich eine Bedingung, die prägend für die Börsenentwicklung der letzten 40 Jahre war, nun geändert hat, und daher niemand die Erfahrungen der letzten 40 Jahre umstandslos auf die Zukunft extrapolieren kann.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+1
thomas b.
thomas b.23.11.2114:21
Die Leitzinsen sind über Jahrzehnte bis auf praktisch null gefallen, noch weiter runter wird es jetzt nicht mehr gehen. In so fern ist das Gefälle, das alles beschleunigt hat, zu Ende und wir befinden uns jetzt, was das betrifft, in einer Ebene. Wann es mit den Zinsen wieder bergauf geht und damit zusätzlich gebremst wird, wird die Zeit zeigen.
0
ww
ww23.11.2114:40
Weia
Denn Zinsniveaus wie in den 70er Jahren sind heute von keiner Volkswirtschaft zu verkraften.
Stimmt. Das ist ja genau das Problem. Oder willst Du ernsthaft behaupten, dass nicht passieren kann, was nicht passieren darf?


Äh ja, eigentlich ist das schon so. Wenn die Weltwirtschaft keine SO hohe Treasury-Zinsen verkraften kann, dann kommen sie auch nicht. Genau dafür gibt es die Notenbanken. Klar können die Zinsen langsam, moderat wieder steigen. Werden sie auch irgendwann mit Sicherheit machen.

Ich war jahrelang Börsenhändler an der Zürcher Börse (übrigens auch während dem '87-Crash). Leider lässt sich einen Crash nie, echt nie und schon gar nicht über Charts voraussagen. Wenn man das könnte wär das die Maschine zum Geld drucken.
+3
Weia
Weia23.11.2121:01
ww
Äh ja, eigentlich ist das schon so. Wenn die Weltwirtschaft keine SO hohe Treasury-Zinsen verkraften kann, dann kommen sie auch nicht.
Und wenn die Welt keine Kriege verkraften kann, dann geschehen die auch nicht? Und wenn die Welt keine Klimaerwärmung verkraften kann, dann …?

Bemerkenswertes Systemvertrauen. Eines ist doch klar: Falls sich herausstellen sollte, dass der US-Aktienmarkt auf das Erreichen des oberen Randes des Jahrhunderttrendkanals hin mit einem Rückgang auf den unteren Rand reagiert (ein Rückgang um etwa 4000 Punkte oder 85%), dann wird die fundamentale „Ursache“ keine Petitesse sein, sondern ein massives und unerwartetes Systemversagen an irgendeiner Stelle. Wer das in der Zukunft für schlicht undenkbar hält, der sieht natürlich auch keinen Grund dafür, dass die Aktienkurse ab jetzt jemals etwas anderes machen könnten als weiter steigen, mal mehr, mal weniger.
Ich war jahrelang Börsenhändler an der Zürcher Börse (übrigens auch während dem '87-Crash).
Nun, ich habe den Crash auch live miterlebt – allerdings am Kursterminal zuhause.
Leider lässt sich einen Crash nie, echt nie […] voraussagen.
Das hängt davon ab, was Du unter Crash voraussagen verstehst.
  • Ließ sich mit hinreichend großer Wahrscheinlichkeit antizipieren, dass der Markt in wenigen Tagen um über 30% fallen würde, darunter über 20% an einem einzigen Tag? Vermutlich nicht, ich hatte es jedenfalls nicht gekonnt.
  • Ließ sich mit hinreichend großer Wahrscheinlichkeit antizipieren, dass der Markt im letzten Quartal um über 30% fallen würde? Das ja, und es war nicht einmal besonders schwierig – ich hatte es jedenfalls antizipiert, obwohl ich mich damals gerade einmal eineinhalb Jahre mit dem Aktienmarkt beschäftigt hatte.
Ob nun „Crash“ oder nicht „Crash“ – der Unterschied zwischen beiden Varianten ist eigentlich nur für diejenigen von Bedeutung, die mit extrem kurzlaufenden Optionen hantieren.
und schon gar nicht über Charts
Da liegt vermutlich Dein Denkfehler – es geht prinzipbedingt nur über Charts bzw. klarer formuliert technische Analyse. Fundamentale Analysen gehen irrigerweise von der Rationalität des Marktes und seiner Teilnehmer aus und da Ereignisse wie Crashs qua definitionem irrational sind, kann fundamentale Analyse sie prinzipbedingt überhaupt nicht in den Blick bekommen.
Wenn man das könnte wär das die Maschine zum Geld drucken.
Und? Woher willst Du wissen, wie viele Menschen Maschinen zum Gelddrucken besitzen? Laut sagen werden sie es bestimmt nicht.



Historischer Exkurs: der Crash am „Schwarzen Montag“ im Oktober 1987

Um es nicht bei bloßen Behauptungen zu belassen, hier eine kurze Analyse des Crashs 1987. Ich erinnere mich noch sehr gut an diese Zeit, da dies quasi meine Lehrjahre an der Börse waren, und insbesondere habe ich damals zum ersten Mal das strukturelle Konzept mit den dreischübigen Aufwärtsbewegungen auf beliebigen fraktalen Ebenen ausprobiert.

Infolge der gerade diskutierten Zinswende 1981 hatte der Markt Mitte 1982 einen Boden gebildet und eine reflexartige einjährige Relief-Rally gestartet. Danach ging jedoch die (psychologisch typische) Angst um, die Zinsentspannung sei nur vorübergehend gewesen, und die Kurse traten bis Juli 1984 den Rückzug an. Dann aber dreht sich die Stimmung und die Kurse explodierten förmlich nach oben, sagenhafte 10% in ganzen 3 Börsentagen, ein „umgedrehter Crash“ quasi (das war der Start der langfristigen Aufwärtsbewegung, in der wir – noch – immer sind).

An dieser Stelle setzt der folgende Tageschart des S&P 500 an:



Wie üblich, definiert sich der so entstandene Trend (dunkelgrüne Aufwärtstrendlinie) durch das Tief Ende Juli 1984 und das erste darauffolgende Zwischentief Ende 1984. Auch ist auf einen Blick zu sehen, wie die Kurse bis zum Top 3 Jahre später diesen Aufwärtstrend „umtänzeln“. Dabei wurde die Aufwärtsbewegung nach dem 1. Zwischentief (1.Korrektur) nochmals merklich steiler – am Top im Sommer 1987 stellten diese 2 Jahre die steilste Aufwärtsbewegung des Marktes auf neue Hochs dar, die es jemals gegeben hatte (und auch bis heute jemals gab). Damit war der Markt weit über die statistisch üblichen langfristigen Schwankungsbreiten hinausgestiegen und sämtlich Sentiment-Indikatoren schrieen Euphorie und Alarm. Es war klar, dass der Markt in historischem Ausmaß überreizt war – was halt passiert, wenn zwei Jahrzehnte währende (Zins-)Ängste plötzlich beginnen, sich aufzulösen (ja, das ist alles Psychologie).

Nun habe ich ja erst jüngst wieder hervorgehoben, dass Sentiment-Indikatoren keine guten Timing-Indikatoren sind. Daher kam nun die Strukturanalyse ins Spiel, die ich erstmals ausprobieren wollte. Im Sommer 1987 schien augenfällig, dass die Aufwärtsbewegung seit Sommer 1984 3 vollständig ausgebildete Aufwärtsschübe hatte, die sich ihrerseits auch wieder aus 3 vollständigen Schüben zusammensetzen, wie es die Theorie antizipierte (Ich habe versucht, das über die gestrichelten Linien und die Schub/Korrektur-Label zu visualisieren.) Folglich war im ich im Sommer 1987 im Alarmmodus, der sich zu bestätigen schien, als der Kurs nach einer typischen 2-schübigen Aufwärtskorrektur der im August 1987 begonnenen Abwärtsbewegung beide Aufwärtstrendlinien, die dunkelgrüne längerfristige und die hellgrüne kürzerfristige, nach unten durchbrach. (Beachtet auch hier wieder das gerade erst beobachtete Phänomen, dass Schnittpunkte wichtiger Trendlinien die Kurse „anzuziehen“ scheinen.)

Von diesem Augenblick an ging ich davon aus, dass die Korrektur der kompletten 3-schübigen Aufwärtsbewegung von 1984 – 1987 begonnen hatte. Strukturell typisch ist dabei, dass eine solche Korrektur den dritten und letzten der drei Aufwärtsschübe zurücknimmt, die Kurse also in den Bereich der zweiten Korrekturphase (im Chart als graue Fläche skizziert) zurücktauchen. Somit war die Zielzone definiert.

Da es sich dabei immerhin um einen Rückgang in der Größenordnung von 30% handeln würde, ging ich davon aus, dass dieser durch den Durchbruch durch die Aufwärtstrendlinien indizierte Kursrückgang irgendetwas zwischen 2 und 6 Monaten in Anspruch nehmen würde. Stattdessen fand er in 3 Tagen statt (und endete genau in der antizipierten Zielzone). Das war aber das einzig wirklich Außergewöhnliche; der Rest war ziemlich normal und auch nicht schwierig zu antizipieren – das ist alles kein Hexenwerk …
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+1
oseek
oseek23.11.2122:13
Ich weiß gar nicht, warum Du so aggressiv bist. Zum Beispiel:
Weia

"Und was macht der Anleger?"
Wer das weiß, kann an der Börse mühelos reich werden.
Deine Antwort ist doch voll daneben. Wenn man das generelle Anlegerverhalten (z.B. eine Jahresendralley) vermutet, kann man trotzdem auf falsche Einzelwerte setzen. Manche steigern dann ihre Vermögensanlage, manche liegen dennoch falsch. Hast Du im Vorfeld gewußt, dass VW bei Abgaswerten betrügt oder Bayer unbedingt Monsanto kaufen will?
NIEMAND hat hier behauptet, dass wir in Zukunft nie wieder einen Crash haben werden. Aber wer seine Anlagestrategie darauf gründet, dass der Crash im nächsten Monat kommt, sollte Gold in seinen heimischen Tresor legen und der Börse ade sagen.
0
Weia
Weia23.11.2123:16
oseek
Ich weiß gar nicht, warum Du so aggressiv bist.
Ich auch nicht. Ich wusste nichtmal, dass ich aggressiv bin … 😳
oseek (Korrekturen von mir)
Zum Beispiel:
Weia
oseek
Und was macht der Anleger?
Wer das weiß, kann an der Börse mühelos reich werden.
Deine Antwort ist doch voll daneben.
Ich habe wirklich nicht die geringste Ahnung, wo Du hier Aggressivität witterst oder warum Du meine Antwort „voll daneben“ findest. Meinen Zwinkersmiley hattest Du beim Zitieren auch gleich fortgelassen.

Was an der Feststellung, dass eine Kenntnis des zukünftigen Anlegerverhaltens der Schlüssel zu Reichtum an der Börse wäre, könnte man bestreiten? Mein Satz ist doch vollkommen trivial. Ich habe mit ihm nur ironisieren wollen, dass Du von dem Anleger sprichst, so als sei das nur ein einziger oder eine völlig homogene Masse, und auch gleich noch hinzufügst, dass Du weißt, was der Anleger tut: Er kauft Sachwerte, Aktien.
Wenn man das generelle Anlegerverhalten (z.B. eine Jahresendralley) vermutet, kann man trotzdem auf falsche Einzelwerte setzen. Manche steigern dann ihre Vermögensanlage, manche liegen dennoch falsch.
Alles völlig richtig, aber was hat das mit meinem Zitat zu tun? Dass man mit Vermutungen falsch liegen kann, auch das ist trivial.

Aber der Satz von Dir, auf den ich reagiert habe, handelte ja eben gerade nicht von Vermutungen, sondern von felsenfester Gewissheit: Und was macht der Anleger? Er kauft Sachwerte, Aktien. Apodiktischer kann man so etwas ja nicht formulieren. Und wenn man so genau weiß, was der Anleger macht, dann macht man eben exakt das kurz vorher. (Frontrunning im Börsenjargon.)
NIEMAND hat hier behauptet, dass wir in Zukunft nie wieder einen Crash haben werden.
Doch, Du:
Also spricht nichts gegen weiter steigende Kurse.
Wenn es tatsächlich nichts gibt, das gegen weiter steigende Kurse spricht, dann werden sie nie wieder sinken.
Aber wer seine Anlagestrategie darauf gründet, dass der Crash im nächsten Monat kommt, sollte Gold in seinen heimischen Tresor legen und der Börse ade sagen.
Nö, der sollte so viele Puts kaufen, wie sein Konto hergibt.

Aber tut das hier irgendjemand?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+3
torgem23.11.2123:53
Es denke Puts könnten sich ab 2022 irgendwann mal auszahlen. Zum Beispiel einmal pro Quartal 1.000€ in einen Turbo Short und warten, bis einer davon zündet.
„AAPL: halten - reflect-ion.de“
+1
ww
ww24.11.2108:52
Weia
Da liegt vermutlich Dein Denkfehler – es geht prinzipbedingt nur über Charts bzw. klarer formuliert technische Analyse. Fundamentale Analysen gehen irrigerweise von der Rationalität des Marktes und seiner Teilnehmer aus und da Ereignisse wie Crashs qua definitionem irrational sind, kann fundamentale Analyse sie prinzipbedingt überhaupt nicht in den Blick bekommen.

Da werden wir wohl nie treffen. - auch wenn ich mich von Charts beeinflussen lassen.

Und dass die Börse sehr oft sehr irrational handelt kann ich unterschreiben!

Ich habe einfach zu oft erlebt, dass die Analyse über Charts so extrem daneben gelegen haben, dass ich diesen einfach nicht mehr traue. Klar kann man mit Charts alles beweisen, da erinnern sie mich extrem an Statistiken.

Das irgendwann einen kleineren oder auch grösseren Crash kommen wird, ist so sicher wie das Amen nach dem Gebet. Und je länger es keinen gegeben hat um so höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass er kommt. Aber das hat nichts mit Charts zu tun.

Aber ich denke wir sind uns einig, dass die Börse (Gesamtmarkt) mittel- bis langfristig jeden Crash übersteht.
+2
Weia
Weia24.11.2114:13
ww
Das irgendwann einen kleineren oder auch grösseren Crash kommen wird, ist so sicher wie das Amen nach dem Gebet. Und je länger es keinen gegeben hat um so höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass er kommt. Aber das hat nichts mit Charts zu tun.
Nö, sorum natürlich nicht. Genauso wenig wie ein Sturm mit dem Wetterbericht zu tun hat, der ihn vorhergesagt hat oder nicht.

Die Frage ist ja nur, ob Charts und technische Analyse beim Erstellen des Wetterberichts hilfreich sind oder nicht.

Frage an Dich: Angenommen, der S&P 500 erreicht den oberen Rand des Jahrhunderttrendkanals und ändert sein Verhalten gegenüber dem letzten Jahrzehnt dann signifikant (längerfristige Topbildung, Schwenk in längerfristige Seitwärtsbewegung, nur noch langsamer Anstieg entlang des oberen Rands, …), würdest Du, wenn das im Rückblick deutlich erkennbar wird, das dann als bloße Koinzidenz auffassen oder zugestehen, dass die Chartanalyse hier einen Punkt hatte? Und zwar einen Punkt, der über die gängige Erklärung selbsterfüllende Prophezeiung hinausgeht, insofern nach meiner Kenntnis besagter Jahrhunderttrendkanal nicht im Fokus der Märkte ist.
Aber ich denke wir sind uns einig, dass die Börse (Gesamtmarkt) mittel- bis langfristig jeden Crash übersteht.
Yep.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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