Sturm auf Apple Pay in China - Anmeldeserver überlastet

Gestern expandierte Apple das bargeldlose Bezahlsystem auf den großen Markt China. Dort ist die Nachfrage nach dem Dienst offensichtlich so überwältigend, dass die Server unter der Last zu vieler gleichzeitiger Anmeldeversuche überlastet waren. Das hohe Interesse hängt sicherlich auch mit dem Umfang des Apple-Pay-Starts im Reich der Mitte zusammen: Eine solche Dichte an Banken und Geschäften, die das System unterstützen, gibt es sonst nur in den USA.

Viele Chinesen treffen derzeit auf Probleme, wenn sie ihre Kredit- oder Debitkarte online für Apple Pay registrieren wollen. Entweder können sie sich nicht mit den Servern verbinden oder die Verifikation der Karten war außer Funktion. Apple-Sprecher Cong Jie versprach, dass die Probleme schnell behoben würden und mit dem hohen Andrang bei den Anmeldungen zusammenhinge.

China ist nominell das fünfte Land, in dem Apple Pay startet. Allerdings ist der Dienst in Australien und Kanada bisher nur über American-Express-Karten verfügbar. Großbritannien ist da schon etwas besser aufgestellt. In China hat Apple von Anfang an zwölf Partnerbanken, darunter den Marktführer Industrial and Commercial Bank of China. Die umfangreichen Vorbereitungen für den Start gehen auf das große Interesse an China zurück, das Cupertino in den letzten Monaten und Jahren ausgedrückt hat. Insgesamt 80 Prozent der in China umläufigen Kredit- und Debitkarten arbeiten mit dem Dienst zusammen. Davon können die anderen Teilnehmerländer nur träumen. Lediglich die USA sind nach über einem Jahr Laufzeit des Dienstes besser aufgestellt; die Zahl der teilnehmenden Kreditkartenherausgeber wächst auf über Tausend.

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Kommentare

macbeutling19.02.16 16:41
Na das hört sich doch gut an.....
Planung ist der Ersatz des Zufalls durch den Irrtum
tk69
tk6919.02.16 16:50
Ich will das endlich auch hier haben...
daniel_kue
daniel_kue19.02.16 17:00
ApplePay ist echt angenehm! Ich verwende es nun seit einiger Zeit hier in NewYork - viele Geschäfte akzeptieren es und es vereinfacht vieles. Zudem fühle ich mich "sicherer" wenn ich meine Karten beim bezahlen in meiner Geldtasche lassen kann
Grolox19.02.16 17:11
In Deutschland kommt es erst , wenn alle Banken
ihr eigenes System versucht haben um festzustellen
das es eine blöde Idee war und nur Geld gekostet hat.
Danach stellt man dann noch erstaunt fest das andere
Länder super damit arbeiten und man wieder mal 3 Jahre
verschlafen hat.
Deutschland eben , also warten wir auf ApplePay bis
2019 etwa.
iGod
iGod19.02.16 18:07
Armes Deutschland
Jede Minderheit hat ein Recht auf Diskriminierung!
Matic
Matic19.02.16 18:50
Ich finde es gut das die Chinesen so heiß auf Apple Pay sind, würde es aber selbst nur im Ausnahmefall nutzen. Nichts geht über Bargeld!
Stereotype
Stereotype19.02.16 19:41
Matic
Nichts geht über Bargeld!

Was ich froh bin, wenn das "scheiss" Bargeld endlich weg ist.
Kein ständiges zum Geldautomaten laufen müssen, keine Brieftasche mehr rumschleppen, kein Kleingeld-Geklimper, keine Münzen mehr in der Waschmaschine. usw,
nane
nane19.02.16 20:11
Kann in Österreich nicht passieren
Das Leben ist ein langer Traum an dessen Ende kein Wecker klingelt.
Waldi
Waldi19.02.16 21:49
Stereo....
keine Münzen mehr in der Waschmaschine. usw,

Was bist du doch für ein fortschrittlicher stereo Typ e
gritsch19.02.16 22:20
Stereotype
Kleingeld-Geklimper, keine Münzen mehr in der Waschmaschine. usw,

Gib doch Trinkgeld du Knigger!
MacBeck
MacBeck20.02.16 06:13
warum soll Apple auch noch bei meinen Einkäufen einen Anteil erhalten? sehe ich nicht ein. aber gut, ich bin auch bewusst Kunde der GLS Bank (gls.de), die ist sozialer, okologischer und alternativer. zum Beispiel gehen 2% meines Kreditkartenumsatzes und 10 Euro von der Jahresgebühr der Karte an ein Projekt, das Wildkatzen in Deutschland fördert 😊
It is what it is - don't make it what it isn't.
Matic
Matic20.02.16 13:00
Stereotype

Naja, es ist aber das billigste und sicherste system das es gibt. Um Apple Pay nutzen zu können braucht man eine Kreditkarte, dh apple,und das kreditkartenunternehmen verdienen daran. Da in Deutschland der diese Kosten nicht direkt beim Kauf an den endkunden weitergereicht werden dürfen, muss der Händler, wenn viele Kunden bargeldlos zahlen, diese Kosten in die Preise einrechnen und dann wird eben alles um 3-4% teurer.
Da Preise aber immer gerundet werden, wird es sogar noch teurer.

Außerdem weiß dann Apple und deine Bank was du alles einkaufst und das ist nicht nur viel mehr wert als die 3% Gebühr, sondern kann deutliche Nachteile mit sich bringen (Stichwort gläserner Kunde).

Ich finde Bargeld ist und bleibt das beste Systeme.
tommy-lg20.02.16 15:07
Ich warte auch auf ApplePay. Hab es mal mit der Netto-App versucht, aber der Überprüfungsprozeß ist sowas von umständlich und Kundenunfreundlich, das Teil können die sich in die Haare schmieren.

Habe zwar alle PIN-Nummern bekommen, aber bin immer in ner Dauerschleife bei der 2. PIN-Nummer hängen geblieben. Gab keine Fehlermeldung, nix. Das man mit ner App das Nutzererlebnis so kastrieren kann war für mich unvorstellbar. Hoffe, daß die Banken, Handelsketten, ... die Phase der Selbstfindung bald hinter sich lassen. Ist so typisch hier, jeder will sein eigenes Süppchen kochen.
Wer Lesen kann, ist klar im Vorteil. :-)
Stereotype
Stereotype20.02.16 21:18
Matic

Sorry, leider sind deine Infos komplett falsch.


1. Das System geht auch ohne Kreditkarte. Eine teilnehmende Bank und ein Girokonto reicht.
2. Die Kosten betragen für die Bank und pro Umsatz nur 0,15 %, also 15 Cent pro 100 Euro.
3. Weder Apple, noch die Bank bekommen mit, wo und was du kaufst. Der Händler erfährt auch nicht, wer du bist, und erhält auch keine Konto- oder Kreditkartennummer. Es werden bei ein Transaktion keine sensiblen Daten übertragen.
4. Bargeld hat einfach zu viele Nachteile heutzutage.
Matic
Matic21.02.16 00:11
Stereotype

Ok, dann habe ich wirklich keine richtigen Infos wenn das stimmt.
Danke für die Aufklärung!
Steve Pony
Steve Pony21.02.16 06:02
Stereotype
3. Weder Apple, noch die Bank bekommen mit, wo und was du kaufst. Der Händler erfährt auch nicht, wer du bist, und erhält auch keine Konto- oder Kreditkartennummer. Es werden bei ein Transaktion keine sensiblen Daten übertragen.
4. Bargeld hat einfach zu viele Nachteile heutzutage.

Klar, sind zwar alle dran beteiligt, aber nein: Niemand wird was wissen von meinen Einkäufen. lol

Bargeld Nachteile heutzutage? Welche denn, die es vor 20 Jahren noch nicht gab?

Ist ja alles ganz nett mit dem bargeldlos, aber mein Gott. Ich habe nicht das Gefühl ich verpasse irgendwas wichtiges, wenn ich mit Bargeld bezahle.
MacBeck
zum Beispiel gehen 2% meines Kreditkartenumsatzes und 10 Euro von der Jahresgebühr der Karte an ein Projekt, das Wildkatzen in Deutschland fördert 😊

DAS ist wirklich mal eine Alternative. Wildkatzen in Deutschland... Auf die Idee muss man erstmal kommen. Die haben wohl auf der Liste "Dringende Projekte mit Spendenbedarf" blind mit dem Stift auf der letzten Seite was eingekreist. lol
macbeutling21.02.16 07:47
Ein riesiger Vorteil von ApplePay: nur eine Zahlart

Ich bin gestern mal wieder im Centro unterwegs gewesen und musste 4! unterschiedliche Zahlensysteme einsetzen:
1.Geschäft: Mastercard, da Amex dort nicht akzeptiert wird
2.Geschäft: Amex
3.Geschäft: EC-Karte, da dort KEINERLEI Kreditkarten akzeptiert wurden
4.Geschäft: Cash, da dort KEINERLEI bargeldloser Zahlungsverkehr akzeptiert wurde.

So, nun soll sich mal einer über ApplePay beschweren.
Planung ist der Ersatz des Zufalls durch den Irrtum
macbeutling21.02.16 07:50
....und wenn man das hier liesst, ist doch auch klar warum das in D bislang keiner macht: zu viele unterschiedliche Systeme:
Planung ist der Ersatz des Zufalls durch den Irrtum
Sagrido
Sagrido21.02.16 17:39
Ich habe meine UnionPay-Karte sofort aktiviert.
Jetzt habe ich Apple Pay auf meiner Watch, meinem iPhone und auf meinem iPad.
Nur kann ich in Doofland damit nirgends bezahlen.
Stereotype
Stereotype21.02.16 18:31
Steve Pony
Klar, sind zwar alle dran beteiligt, aber nein: Niemand wird was wissen von meinen Einkäufen. lol

Ja, lol. Keiner hindert dich daran, dich über das Prinzip ApplePay im Netz zu informieren.
Matic
Matic21.02.16 20:17
Stereotype

Ganz so leicht ist es wohl doch nicht. Auch bei Apple Pay kommt es zu Gebühren, die der Händler an die Bank des Endkunden zahlt und die Bank des Endkunden gibt die 0,15% des Gesamtkaufbetrages an Apple weiter. Das heißt es kostet den Handel schon etwas mehr.
Wie hoch die Gebühr der Bank ist hängt vom Zahlungssystem und dem Land ab. Die Preise sind gesetzlich vorgeschrieben und in Deutschland geringer als zB in den USA. Das ist, kombiniert mit dem geringeren Marktanteil von Apple in Deutschland, ein weiterer Grund warum dieses System noch hinterherhinkt.

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