Bild zur News "Xiaomi mit Kampfansage an Apple und Samsung"Lei Jun ist ein ehrgeiziger Mann. Der Gründer und CEO des chinesischen Smartphone-Herstellers Xiaomi kündigte vor kurzem selbstbewusst an, dass er die weltweiten Marktführer Apple und Samsung in den nächsten 5-10 Jahren überholen wolle. Geht es nach Jun, wird Xiaomi mittelfristig zum größten Smartphone-Hersteller der Welt.

Dass der Xiaomi-CEO nicht nur große Töne spuckt, sondern bereits einige Erfolge vorweisen und auf mehr hoffen kann, sieht man an folgenden Werten: Das erst vor vier Jahren gegründete Unternehmen befindet sich schon heute hinter Apple und Samsung auf Platz 3 der weltweiten Smartphone-Hersteller und ließ Konkurrenten wie HTC und Huawei hinter sich – zudem verdoppelte Xiaomi in diesem Jahr bereits die Smartphone-Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr, was vor allem an der internationalen Expansion nach Singapur, Malaysia und Indien lag. Im ersten Quartal 2014 verkaufte Xiaomi obendrein mehr Smartphones in China als Apple, wobei Apple dort auch noch nicht so erfolgreich ist wie in den westlichen Industriestaaten oder Japan.

Eine Schlüsselfigur für Xiaomis Erfolg ist Hugo Barra. Der frühere Chef für Produkt-Management bei Google kümmerte sich bis vor einem Jahr noch um das Mobilsystem Android, bevor Lei Jun ihn verpflichtete. Seitdem leitet Barra die internationale Expansion von Xiaomi.

Das chinesische Unternehmen ist allerdings nicht nur wegen des großen Erfolgs als „Apple von China“ bekannt, sondern auch wegen der schamlosen Kopie von Apples Produktdesign – und das zu einem deutlich geringeren Verkaufspreis als iPhone oder iPad. Apples Chefdesigner Jony Ive äußerte sich daher verschnupft zum Design von Xiaomis Mi-Smartphones und Tablets: „Man arbeitet sieben oder acht Jahre an etwas – und dann wird es einfach kopiert,“ so Ive. „Ich sehe es nicht als Kompliment (an meiner Arbeit), sondern als Diebstahl und Faulheit. Das ist nicht ok.“

Trotz des bisherigen Erfolgs hat Xiaomi aber noch einen weiten und beschwerlichen Weg zurückzulegen, um Apple und Samsung vom Thron zu stoßen. Während die beiden Platzhirsche im letzten Quartal zusammen mehr als ein Drittel aller weltweit verkauften Smartphones produzierten (Samsung: 25 Prozent; Apple: 12 Prozent), kann Xiaomi gerade mal 6 Prozent vorweisen.

Apple macht sich momentan aber noch nicht allzu viele Sorgen um den Emporkömmling aus China. Apples Chef-Anwalt Bruce Sewell äußerte sich zur Kampfansage von Lei Jun noch nicht sonderlich besorgt: „Das ist einfacher gesagt als getan. In China gibt es viele gute Konkurrenz-Smartphones.“ Da Apple-CEO Tim Cook China unlängst zum Schlüsselmarkt erklärt hat, bleibt es spannend, wie das Unternehmen aus Cupertino dort gegen die preisgünstigere asiatische Konkurrenz besteht und inwieweit schnell wachsende Unternehmen wie Xiaomi Apple auch auf dem Weltmarkt gefährlich werden können.

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Bild zur News "MacBook Pro Retina (2014) jetzt auch generalüberholt"In den USA schon seit über einem Monat, bei uns erstmals in dieser Woche mit zwei Modellen vertreten: Ab sofort führt Apple auch das im Juli aktualisierte MacBook Pro im offiziellen Refurbished Store für generalüberholte Geräte. Alle 15"-Modelle verfügen seitdem über 16 GB RAM und etwas höhere Taktraten.

Im Refurbished Store lässt sich die Variante mit 2,8 GHz, 512 GB Flash und NVIDIA GeForce GT 750M für 2299,- Euro finden (400 Euro günstiger als Normalkauf), das Modell mit 1 TB Flash-Speicher liegt bei 2699 Euro und ist somit um 500 Euro reduziert. Bei iMac und MacBook Pro bietet Apple nur ältere Modelle an, das aktuelle MacBook Air ist generalüberholt weiterhin ab 849,- Euro in der 13"-Variante zu haben.
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Bild zur News "Evernote mit Yosemite-Design und mehr Leistung"Die populäre Notiz-App Evernote ist in der komplett überarbeiteten Version 6 für OS X erschienen. Der Entwickler hat keinen Stein auf dem anderen gelassen und die App komplett umgeschrieben, um Geschwindigkeit und Stabilität zu erhöhen. Evernote soll jetzt noch schneller, verlässlicher und energiesparender arbeiten.

Auf den ersten Blick fällt schon das komplett an OS X Yosemite angepasste Design auf. Unter der Haube hat sich aber auch einiges getan. Die Synchronisation soll dreimal schneller vonstatten gehen als zuvor, was vor allem bei vielen gemeinsamen Notizbüchern als auch für Evernote Business Nutzer eine große Zeitersparnis bedeutet – zudem synchronisieren sich neue Notizen jetzt sofort, um direkt auf anderen Geräten verwendet werden zu können.

Die reduzierte Zeit fürs Einschalten und Beenden ist eine weitere Geschwindigkeitsverbesserung; außerdem wurde der Energieverbrauch im Leerlauf gesenkt. Die Evernote Corporation hat sich zudem um das Ausmerzen von Fehlern gekümmert: Über 500 Bugs inklusive 200 potentieller Systemabstürze sollen behoben worden sein.

Die Evernote Foundation hat auch bei neuen Funktionen nicht gegeizt. Die Größe von Tabellen und Bildern kann jetzt direkt im Notiz-Editor angepasst werden; bei Tabellen lassen sich konfigurierbare Hintergrundfarben und Randstile auswählen. Evernote 6 verbessert auch die Suche. Der Nutzer kann jetzt per Spotlight nach einzelnen Evernote-Notizen suchen. Außerdem werden Suchergebnisse nun standardmäßig nach Relevanz sortiert.

Für Kunden der Premium-Version hat Evernote auch Neues zu bieten. Der Bereich „Context“ zeigt Notizen, Artikel und Personen an, die an einem aktuellen Arbeitsthema beteiligt sind. Evernote Premium ermöglicht dem Nutzer zudem, zu Notizen passende Artikel des Wall Street Journal und anderen Quellen zu lesen. Evernote 6 für OS X setzt mindestens OS X Lion (10.7.5) voraus und ist kostenlos im Mac App Store erhältlich. Die Premium-Variante kostet im Abo 4,49 EUR/Monat bzw. 39,99 EUR/Jahr.

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Bild zur News "Musikstreaming wird Bestandteil der Billboard-Charts"Billboard spricht von der größten Neuerung der letzten 23 Jahre: War es vor einem Jahrzehnt schon ein bedeutender Schritt, Musikverkäufe über Onlinedienste in die Charts einfließen zu lassen, so erhält jetzt die nächste wichtige Online-Distributionsform den Ritterschlag. Am Dezember fließen auch die Aufrufe von Streaming-Diensten wie Spotify in die Billboard-Charts ein. Man kann allerdings davon ausgehen, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis diese Entscheidung auch auf anderen Musikmärkten getroffen wird, so wie es auch in Deutschland seit einigen Monaten der Fall ist. Die Entscheidung zeigt, wie wichtig Musik-Streaming inzwischen geworden ist.

Für die Erhebung der Daten bleibt weiterhin Nielsen verantwortlich und bezieht die Aufrufzahlen "aller großen Dienste" ein, darunter Spotify, Google Play, Xbox Music und auch Beats Music. Allerdings zählen gekaufte Musiktitel weiterhin stärker. Die neue Formel sieht vor, 1500 gestreamte Titel als einen Albenverkauf zu zählen. Außerdem gibt es fortan die "Track equivalent albums" - zehn einzelne Downloads entsprechen einem Album.
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Bild zur News "Yosemite 10.10.2 als erste Entwicklerversion erschienen"Wenige Tage nach Veröffentlichung von OS X Yosemite 10.10.1 hat Apple in der vergangenen Nacht eine erste Entwicklerversion des kommenden Updates freigegeben. Es gibt leider noch keine offiziellen Informationen, welche Detailverbesserungen Build 14C68k mit sich bringt, Apple liefert keine Updatebeschreibung mit. Vermutlich werden aber mit einem kommenden Build wieder Fehlerbehebungen für instabile WiFi-Verbindungen aufgeführt, da 10.10.1 leider allenfalls minimale Verbesserungen mit sich brachte. Zwei neue Probleme weist der Entwicklerbuild auf, die aber sicherlich in kommenden Builds nicht mehr vorhanden sind: Google Chrome stürzt ab und es gibt Grafikfehler beim iMac Retina.

Eine kleine Verbesserung fiel bereits auf: Bei reduzierten Kontrasten gibt es keine vier schwarzen Ecken mehr bei der Lautstärke-Anzeige - keine weltbewegende Neuerung, aber viele Nutzer hatten sich am sichtbaren Grafikfehler gestört. Auch an der Zuverlässigkeit von Mail arbeitet Apple offensichtlich, denn die Mail-App weist unter 10.10.2 eine neue Versionsnummer auf. Mitglieder des Entwickler- sowie Seed-Programms können das Update über die Software-Aktualisierung des Mac App Stores laden.
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Donnerstag, 20. November 2014

Bild zur News "Neues Apple-Entwicklungszentrum in Schweden"Fast die komplette Entwicklung findet bei Apple in Kalifornien (Cupertino und San Jose) statt. Allerdings betreibt Apple auch eine Handvoll an Außenstellen mit kleinerem Personalaufgebot. So gibt es beispielsweise ein Entwicklungszentrum in Israel, das nach der Übernahme von Anobit im Jahr 2011 gegründet wurde. In Seattle und Cambridge betreibt Apple ebenfalls Anlagen. Berichten zufolge hat Apple jetzt auch in Europa ein neues Entwicklungsbüro eröffnet, gelegen in Lund (Schweden). Dieses wurde vor wenigen Wochen in Betrieb genommen und beherbergt die sehr überschaubare Zahl von maximal zehn Mitarbeitern.

Während es von Apple natürlich keine Informationen gibt, warum die Außenstelle in Schweden errichtet wurde, so könnte Apples Kaufhistorie Hinweise geben. Sowohl AlgoTrim als auch Polar Rose befinden sich ganz in der Nähe - beide Unternehmen hat Apple übernommen. AlgoTrim ist ein Spezialist für Bildanalyse, Polar Rose spezialisierte sich auf Gesichtserkennung. Vermutlich intensivierte Apple die Arbeit an den genannten Themenbereichen oder hat zumindest das übernommene Personal für andere Zwecke einsetzen können.
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Bild zur News "Weiterhin sehr hohe Nachfrage nach dem iPhone 6"Mehr als zwei Monate nach Verkaufsstart des iPhone 6 ist die Nachfrage noch immer so hoch, dass je nach Modell wochenlange Wartezeiten auftreten. Beim iPhone 6 Plus sind es weiterhin drei bis vier Wochen, ein iPhone 6 mit 4,7"-Display erhält man momentan in sieben bis zehn Werktagen. Prognosen zufolge wird sich die Liefersituation zwar bis Ende Dezember entspannen, allerdings noch monatelang anhalten.

Da viele Kunden angesichts langer Lieferzeiten mit der Bestellung noch warten, geht Gene Munster von Piper Jaffray davon aus, dass bis März mit knappem Angebot zu rechnen ist - länger als in den Jahren zuvor. Die momentan hohen Verkaufszahlen sowie der stabile Ausblick sorgen für Begeisterung bei Marktbeobachtern und Anlegern. Sowohl Piper Jaffray, RBC Capital Markets, UBS als auch Evercore Partners haben daher das Kursziel der Aktie deutlich nach oben korrigiert.
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Bild zur News "Foxconn Innolux errichtet große neue Fabrik für Apple"Eine "dringende Anfrage von Apple" führte dazu, dass Foxconn 2,6 Milliarden Dollar in eine neue Fertigungsanlage investieren wird. Diese soll im südlichen Taiwan im "Kaohsiung Science Park" entstehen und ausschließlich für Apple produzieren. Ein Vertreter Foxconns plauderte im Gespräch mit Bloomberg auch schon aus, um welche Produkte es sich genau handelt. Ende 2015 soll die Anlage in Betrieb gehen und dann Display-Panels herstellen.

Mit dem Bau beginnt Foxconn, genauer gesagt das von Foxconn gehaltene Unternehmen Innolux Corp, im kommenden Monat. Innolux ist der größte taiwanische LCD-Hersteller und liefert unter anderem LCD-Technologie für iPhone, iPad, MacBook und iMac. Einen Teil der 4,7"-Displays für das iPhone 6 lässt Apple ebenfalls bei Innolux fertigen. Es gilt als sehr sicher, dass Apple auch das Display der Apple Watch bei Innolux in Auftrag gegeben hat.
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Bild zur News "Harte Kritik des Justizministeriums an Apples Vollverschlüsselung"Die Vollverschlüsselung aus iOS 8 bleibt Justizbehörden ein Dorn im Auge. Apple ist es eigenen Angaben zufolge selbst bei einem richterlichen Beschluss nicht mehr möglich, ohne Kennwort und PIN des Nutzers an die Daten eines beschlagnahmten iOS-Gerätes zu gelangen. Was der Inlandsgeheimdienst FBI vor einigen Wochen schon kritisierte, sorgt jetzt für immer schärfere Worte.

Ein Vertreter des US-Justizministeriums warf Apple vor, mit dieser Politik irgendwann einmal Schuld am Tode eines Kindes zu tragen. Es könne die Situation auftreten, dass sich beispielsweise ein Kidnapper auf Apples Verschlüsselung verlasse und damit nicht mehr zu verfolgen sei. Fehlende Handhabe, die Daten dieser Person abrufen zu können, führe zwangsläufig dazu, dass der Straftäter entkomme und möglicherweise das Kind töte. Apple wies dieses Argument zurück - Ermittler haben sehr wohl die Möglichkeiten, jene Personen aufzustöbern. So müsse man nicht in das Mobilgerät eindringen, sondern könne stattdessen einfach Daten von Mobilfunkanbietern anfordern.

Neben Datenverschlüsselung in iOS 8 verschlüsselt Apple auch iMessage-Kommunikation wirkungsvoll, sodass sich diese nicht abhören lässt - dies brachte ebenfalls schon Kritik von staatlicher Seite ein. Nicht nur Apple und iOS sorgen übrigens für Missfallen bei Behörden, auch die Verschlüsselung von Android L wurde vom FBI angeprangert. Tim Cook kommentierte die Angelegenheit vor einigen Wochen folgendermaßen: "Wenn Ermittler etwas wollen, dann sollen sie zum Nutzer gehen und es bekommen. Es ist nicht meine Aufgabe, dafür zu sorgen."
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Bild zur News "Missmanagement, Defekte, fehlende Erfahrung: Warum die Saphirglaspläne scheiterten"Fast chaotische Zustände sollen von Anfang an in Apples und GTATs gemeinsamer Saphirglasfabrik geherrscht haben, wie ein Bericht des Wall Streets Journals jetzt im Detail aufschlüsselt. Zahlreiche Gründe haben demnach zur Insolvenz des Anbieters geführt - es handelte sich nicht nur um Finanzprobleme aufgrund zu geringer Zahlungen sondern um tiefergehende Schwierigkeiten. Ursprünglich wollte Apple die gesamte Saphirglas-Fabrik samt Inhalt kaufen, entschied sich dann aber dazu, GTAT mit der kompletten Fertigung zu beauftragen. Apple wollte GTAT bei der Errichtung sowie bei der Anschaffung der teuren Produktionsanlagen helfen und sich dann, sobald alles stabil und zuverlässig funktioniert, Saphirglas in großer Menge sichern.

Mangelnde Erfahrung
Das Problem: GTAT hatte noch nie Saphirglas in größeren Mengen hergestellt. Zwar gab es kleinere Produktionsmengen, es fehlte aber schlicht die Erfahrung, auch mit hohen Stückzahlen zu arbeiten. Was tatsächlich an Saphirglas entstand, war von sehr minderer Qualität und nicht für den Einsatz in Produkten geeignet. Die als "Boules" bezeichneten Glaszylinder kosten pro Versuch rund 20.000 Dollar. Mit einem Gewicht von über 260 Kilogramm waren die Boules doppelt so groß und so schwer, wie jegliche andere bislang produzierte Saphirglaszylinder.

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Mehr als die Hälfte der Produktionsversuche endete in fehlerhaften Produkten wie auf dem Bild zu sehen. Als immer deutlicher wurde, dass die Produktions so nicht funktionieren konnte, traf GTAT die Entscheidung, lieberer kleinere Versionen mit einem Gewicht von 165 Kilogramm herzustellen. Dies klappte zwar etwas zuverlässiger, allerdings verhinderte ausgeprägtes Missmanagement, in absehbarer Zeit ausreichende Stückzahlen zu produzieren.

Chaos beim Personal und der Anlage
Früheren Mitarbeitern zufolge gab es rund 100 Angestellte, die nicht einmal wussten, wer ihr Vorgesetzter war und für welchen Bereich sie genau arbeiten. Die Arbeitszeit wurde nicht kontrolliert, man konnte faktisch kommen und gehen wie man wollte. Als es einmal gelang, 500 fehlerfreie Saphirglasklötze herzustellen, landeten diese aus ungeklärten Gründen allesamt im Müll - wer diesen mehrere Hunderttausend Dollar teuren Abfall zu verantworten hatte, konnte nie geklärt werden. Ständige Stromausfälle und Bauverzögerungen taten ihr übriges, um die Produktion zu verhindern.

Letzte Rettungsversuche
Schon im April deutete sich an, dass Apple nicht willens war, eine Zahlung in Höhe von 139 Millionen Dollar an GTAT zu leisten. Im Oktober einigte man sich darauf, dass Apple zumindest 100 der 139 Millionen an GTAT entrichtete. Außerdem wurde der Vertrag zwischen Apple und GTAT etwas gelockert und GTAT erhielt das Recht, zum Gelderwerb Einrichtung an andere Unternehmen verkaufen zu dürfen. Es gab zudem das Angebot, im kommenden Jahr auch mehr für Saphirglas zu bezahlen - obwohl 2014 nur 10 Prozent der vereinbarten Lieferungen an Apple verschickt werden konnten.

Am Tag vor der geplanten Unterzeichnung des überarbeiteten Vertrags erklärte GTAT dann aber, zahlungsunfähig zu sein. Alle 700 Mitarbeiter werden im Dezember ihren Job verlieren - so die offizielle Ansage. Eine Schlammschlacht folgte, bei der GTAT Apple für das Scheitern verantwortlich machte und von Knebelbedingungen sowie erdrückenden Vertragsbedingungen sprach. Das komplette Aus für die Anlage ist aber wohl nicht wie befürchtet gekommen: Apple betonte schon mehrfach, so viele Arbeitsplätze wie möglich retten zu wollen. In dieser Woche kursierten sogar Berichte, wonach Apple möglicherweise die Fabriken übernimmt und selber für die Fertigung sorgen möchte - allerdings noch ohne Bestätigung.
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Bild zur News "Apple Karten erhält neue Informationsquellen"Gegenüber Großkunden hat Apple erklärt, dass Informationen über Geschäftsstandorte in den Apple-Karten zukünftig über eine Reihe neuer Anbieter bezogen werden. Dies hat auch für Nutzer den Vorteil, dass Informationen zu Ladenketten und Unternehmen in größerem Umfang aktuell gehalten werden. Großkunden können für die Serieneintragung oder Aktualisierung ihrer Standorte auf folgende Kartenquellen zurückgreifen: DAC Group, Factual, Location3 Media, Marquette Group, Neustar Localeze, Placeable, PositionTech, SIM Partners, SinglePlatform, UBL, Yelp, Yext und Yodle.

Für Kleingewerbe bietet Apple mit Maps Connect eine eigene Lösung zur direkten Eintragung in Apple-Karten. Allerdings sind die Funktionen seit ihrer Einführung vor einem Monat auf die USA beschränkt. Bislang ist nicht bekannt, wann Apple die Möglichkeit auch in Europa zur Verfügung stellen wird.
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Bild zur News ""Laden" statt "Gratis" im App Store - Apple reagiert auf Kritik"Apple wurde schon mehrfach dafür kritisiert, im App Store nicht deutlich genug zu machen, ob eine App nun wirklich kostenlos ist oder ob möglicherweise InApp-Käufe anfallen. Gerade bei Spielen hat es sich zum Erfolgsmodell entwickelt, das Spiel kostenlos anzubieten, im Spiel dann aber (oft erforderliche) Zusatzinhalte zu verkaufen. Ein Blick auf die Charts des App Stores zeigt, dass die finanziell erfolgreichsten Spiele fast allesamt kostenlos sind.

Eine kleinere Änderungen im iOS App Store soll jetzt dazu beitragen, mehr Klarheit zu bringen. Apps mit InApp-Käufen lassen sich nicht mehr über den Button "Gratis" beziehen, stattdessen verwendet Apple jetzt die Bezeichnung "Laden". Im Englischen lautete die Beschriftung zuvor "Free", seit einigen Stunden ist es hingegen "Get". Ob dadurch allerdings mehr Klarheit geschaffen wird und Apple zukünftige Sammelklagen verhindern kann, sei dahingestellt - zumal sich fragliche Programme weiterhin in der Kategorie "Gratis" befinden.
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Bild zur News "Sony führt Jobs-Film nicht fort"Viele Apple-Fans warten schon sehr gespannt darauf, dass der auf Walter Isaacsons offizieller Jobs-Biografie basierende Film endlich in die Kinos kommt. Es handelt sich dabei zwar nicht um den ersten Spielfilm über das Leben des Apple-Mitgründers, wohl aber um die aufwändigste Produktion. Zudem soll sich die Handlung sehr viel näher an tatsächlichen Geschehnissen orientieren als es beispielsweise bei der Umsetzung mit Ashton Kutcher in der Hauptrolle der Fall war. Einige Dinge gestalten sich hingegen auch bei Aaron Sorkins Film sehr kompliziert. Beispielsweise ist noch immer kein Schauspieler für die Hauptrolle gefunden worden, Christian Bale sagte erst kürzlich ab. Laut Sorkin schrecke das umfangreiche Manuskript viele Schauspieler ab.

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Jetzt steht die Produktion noch vor einer weiteren einschneidenden Veränderung. Berichten zufolge hat sich Sony nach zwei Jahren zurückgezogen und will den Film nicht fortführen. So wurde das Werk als "in turnaround" deklariert - jene Bezeichnung wird verwendet, wenn ein Studio das Interesse an einem Film verloren hat. Die Gründe dafür können verschiedener Natur sein - zu hohe Produktionskosten, mangelnde Erfolgsaussichten, fehlende Kapazitäten oder geänderte Prioritäten. Allerdings bedeutet dies nicht das komplette Ende, denn der Regisseur oder andere Studios haben dann die Möglichkeit, das Projekt zu übernehmen.

Angeblich hat sich auch ein anderes Studio gemeldet und Interesse angedeutet. So wird die Arbeit am Streifen wahrscheinlich bei Universal Pictures fortgeführt. Ein Umzug des Projekts von Sony hin zu Universal stehe unmittelbar bevor, heißt es im Bericht. Dem Hollywood-Magazin Deadline zufolge verzögere dieser Schritt die Arbeiten nicht. Weder Sony noch Universal wollten die Berichte bislang bestätigen.

Der Spielfilm soll sich aus drei längeren Szenen zusammensetzen, die Steve Jobs jeweils unmittelbar vor drei der wichtigsten Keynotes seines Lebens zeigen – der Präsentation des ersten Macintoshs (1984), einem Produkt-Launch bei NeXT und der Vorstellung des ersten iPods (2001).
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Mittwoch, 19. November 2014

Bild zur News "Streaming-Dienst von Apple soll im Frühjahr starten"Es gilt als sicher, dass Apple in absehbarer Zeit mit einem neuen Streaming-Angebot antritt - dies auf Grundlage des vor wenigen Monaten übernommenen Dienstes Beats Music. Einem Bericht der Financial Times zufolge wird Beats Music im kommenden Jahr Teil von iOS. Das Update soll im Frühjahr erfolgen und den Streaming-Dienst allen Nutzern von iPhone und iPad zugänglich machen. Apple habe zudem die Entscheidung getroffen, die Marke "Beats" beim Musikdienst aufzugeben und das Angebot stattdessen unter der Marke "iTunes Music" zu führen. Noch immer laufen Verhandlungen bezüglich der Preisgestaltung. Vor einigen Wochen hieß es, Apple wolle die monatlichen Gebühren von 10 auf nur noch 5 Dollar reduzieren.

Fraglich bleibt natürlich, ob der Dienst nur in den USA zur Verfügung steht oder ob Apple direkt weitere Märkte bedienen kann. Angesichts der deutlich sinkenden Downloadzahlen im iTunes Store wäre es für Apple sehr wichtig, rasch ein attraktives Gegenangebot zu beliebten Plattformen wie Spotify zu liefern. Sollte es wieder einmal Monate oder Jahre dauern, bis die erforderlichen Lizenzen vorliegen, könnte Apple den Anschluss möglicherweise verpassen und im Streamingmarkt langfristig keine nennenswerte Rolle spielen. iTunes Radio, bei dem der Nutzer keine freie Auswahl über die zu spielenden Titel hat, ist ebenfalls nicht international verfügbar - auch ein Jahr nach Markteinführung.
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Bild zur News "Apple erneut mit Bestnote für Gleichberechtigung am Arbeitsplatz"Apples CEO Tim Cook verkündete heute über seinen Twitter-Account, dass Apple beim "Corporate Equality Index" der Human Rights Campaign Foundation zum 13. Mal in Folge die Bestnote von 100 Prozent erhalten hat. Die Studie überprüft alljährlich, ob Mitarbeitern bei Großunternehmen durch ihrer sexuellen Orientierung Nachteile entstehen oder ob sie sich diskriminiert fühlen. Andere Unternehmen, die ebenfalls sehr gut abschneiden, sind unter anderem Facebook, HP oder AT&T, wohingegen beispielsweise der Erdölriese Exxon mit -25 Prozent zu den besonders schlecht bewerteten Unternehmen zählt.

Im letzten Jahrzehnt wurden die durchschnittlichen Werte der 500 größten Unternehmen immer besser. 14 der 20 wichtigsten US-Unternehmen liegen inzwischen bei einer Wertung von 100 Prozent. 89 Prozent der "Fortune Top 500"-Unternehmen haben Maßnahmen getroffen, um gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz vorzugehen. Zum Vergleich: Im Jahr 2002 waren es gerade einmal 61 Prozent.
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Besitzen Sie Apple-Aktien?

  • Ja, ich halte schon seit Jahren Apple-Aktien20,9%
  • Ja, kürzlich erworben2,6%
  • Nein, aber ich kaufe demnächst0,8%
  • Nein, ich habe schon vor längerem alle Aktien verkauft9,5%
  • Nein, habe kürzlich alle Aktien verkauft1,8%
  • Nein, hatte noch nie Apple-Aktien64,3%
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