Für den Mac gab es das letzte große "Aufräum-Update" vor sechs Jahren. Nachdem spätestens mit Mac OS X 10.5 Leopard immer deutlicher Performance- und Qualitätsmängel auftraten, entschloss sich Apple zur Entwicklung von Mac OS X 10.6 Snow Leopard. Das Motto lautete, alles schneller und zuverlässiger zu machen, dafür auf neue Funktionen zu verzichten. Für iPhone und iPad gab es hingegen noch kein Update unter dieser Devise.

Mit iOS 9 soll sich dies aber ändern, wie bereits seit Monaten immer wieder berichtet wird. Statt vieler neuer Features bringe iOS 9 drei wesentliche Verbesserungen mit: Mehr Geschwindigkeit, höhere Stabilität und Fehlerbehebungen. Doch nicht nur iOS 9, auch für OS X 10.11 verfolge Apple den Plan, in erster Linie auf Qualität zu achten und funktionelle Neuerungen hinten anzustellen.

Von Apple-internen Quellen sei zu hören, dass Apple mit OS X 10.11 zwar keine komplette Feature-Pause einlege, geplante Funktionen aber verschiebe. Immer mehr Nutzer hatten sich darüber beschwert, wie fehlerbehaftet vor allem die letzten beiden großen Updates ausfielen. Apples Entwicklerteams übten deswegen Druck auf das Management aus, mehr Zeit zur Fehlerbehebung zu erhalten und an einem Update im Stile von Snow Leopard arbeiten zu dürfen.

Sicherheit steht vorne
Apple gehe bei iOS 9 und OS X 10.11 nicht nur die Themen Stabilität und Geschwindigkeit an, auch Sicherheit stehe ganz weit vorne. Unter anderem soll ein Sicherheitssystem namens "Rootless" Einzug halten, das jeglichen administrativen Zugriff auf bestimmte Dateien verhindert. Dadurch bietet sich unter anderem ein sehr viel besserer Schutz vor Malware - fraglich bleibt, ob unter iOS 9 dann noch Jailbreaks möglich sind. In OS X lasse sich "Rootless" angeblich deaktivieren, unter iOS 9 nicht.

Weiterlesen: iCloud, Ältere Geräte, Oberfläche und Swift
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Wer eine Smartwatch möchte, hat bald eine weitere Alternative zur Apple Watch. Die über Kickstarter finanzierte Pebble Time ist ab nächster Woche erstmals lieferbar. Die erste Fuhre von Pebble-Time-Modellen werde ab dem 27. Mai versandt; bis spätestens Mitte Juni sollen alle Kunden, die über Kickstarter bestellt haben, beliefert werden.

Pebbles Kickstarter-Kampagne ist die erfolgreichste der Geschichte dieser Plattform. 78.471 Unterstützer spendeten insgesamt über 20 Millionen Dollar – ursprünglich rief Pebble als Spendenziel lediglich 500.000 Dollar aus und erreichte diese Marke schon eine halbe Stunde nach Kampagnen-Beginn.

Allerdings steckt der aufstrebende Smartwatch-Anbieter im Moment trotzdem in finanziellen Schwierigkeiten. Pebble bekomme das schnelle Unternehmenswachstum nicht in den Griff und habe Probleme damit, dringend benötigtes zusätzliches Kapital aufzutreiben – so eine aktuelle Meldung. Eine Bank lehnte bereits Pebbles Wunsch nach einem Kredit in Millionenhöhe ab.



Die Pebble Time hat zwar statt eines Touch-Displays „nur“ ein E-Paper-Farbdisplay, kann dafür aber mit einer langen Akkulaufzeit von über einer Woche und einem gegenüber der Apple Watch niedrigeren Preis von 199 Dollar punkten. Außer der Pebble Time bietet der Hersteller auch die Edelstahlvariante Pebble Time Steel an – diese ist 100 Dollar teurer als das Standardmodell.

Pebble-CEO Eric Migicovsky zeigte sich im März erfreut darüber, dass der Medien-Hype rund um die Apple Watch auch dem eigenen Unternehmen zugute kam: "Wenn das größte Unternehmen der Welt deinen Markt betritt, ist das eine Bestätigung, von der man eigentlich nur träumen kann." Migicovsky sieht 2015 als ein "außergewöhnlich aufregendes Jahr" für Smartwatches.

Trotz der hervorragenden Kickstarter-Zahlen liegen die voraussichtlichen Verkaufszahlen der Pebble Time allerdings weit unter denen der Apple Watch – während Pebble in den ersten Wochen wohl bestenfalls einige hunderttausend Kunden gewinnen kann, sehen Marktbeobachter die Apple Watch im gleichen Zeitraum bei vier bis sechs Millionen verkauften Exemplaren. Die erste Smartwatch von Pebble (Pebble Watch) verkaufte sich bis Ende 2014 über eine Million Mal.
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In dieser Woche finden Nutzer im Mac App Store verschiedene preisreduzierte RSS-Reader vor, sodass auf diesem Gebiet für jeden etwas dabei sein sollte. Bei den Sonderangeboten für iPhone und iPad sind angesichts des schönen Wetters vor allem Apps zum Thema Foto- und Bildbearbeitung stark vertreten. Doch auch für Freunde der Textverarbeitung lässt sich in Form von Textkraft Pocket in dieser Woche ein Schnäppchen machen. Nachfolgend alle Apps im Überblick:

Mac App Store


1Password — 34,99 € statt 49,99 €
Diese App merkt und verwaltet alle anfallenden Kennwörter und sichert diese durch ein Hauptkennwort - das einzige, das man sich merken muss. Darüber hinaus werden auch Kreditkartendaten sowie Notizen unterstützt. Die optionale Synchronisation ist über WiFi, iCloud und Dropbox möglich. (OS X 10.10+)


Horus News Reader — gratis statt 7,99 €
Im ungewöhnlichen Design einer Medienverwaltung präsentiert sich dieser RSS-Reader und eignet sich daher vor allem für Bilder-lastige RSS-Feeds. Einzelne Einträge sind in Kanälen zu sehen und lassen sich im integrierten Browser betrachten. (OS X 10.6+)


Leaf — 3,99 € statt 7,99 €
Eher klassisch präsentiert sich dieser von Apple ausgezeichnete RSS-Reader, der in seinem Aufbau an die Mail-App erinnert. Neben RSS werden auch Sammeldienste wie Feedly, NewsBlur, Feedbin und Feed Wrangler unterstützt. Einträge lassen sich unter anderem nach Evernote, Facebook, Pocket und Twitter exportieren. (OS X 10.9+)


NewsBar — 3,99 € statt 4,99 €
Einen wiederum anderen Ansatz verfolgt dieser RSS-Reader, der sich als transparente Leiste auf den Desktop-Hintergrund legt. Dank detailliertem Filter mit Alarmton und Anbindung an die Mitteilungszentrale verpassen Nutzer dennoch keine wichtigen Meldungen. (OS X 10.6+)


ReadKit — 4,99 € statt 9,99 €
Der RSS-Reader kann nicht nur Feeds direkt abonnieren, sondern unterstützt auch Dienste wie Delicious, Feedbin, Feedly, Fever, Instapaper, NewsBlur, Pinboard, Pocket und Readability. Dank Anbindung an die Mitteilungszentrale bleiben Nutzer selbst dann informiert, wenn die Seite kein Web-Push anbietet. (OS X 10.8+)


Softmatic QR Perfect — gratis statt 9,99 €
Ob auf Tickets, Plakaten oder Verpackungen - QR-Codes sind vielseitig verwendbar. Mit dieser App lassen sich eigene QR-Codes generieren, um E-Mail-Adressen, Standorte, Termine, Visitenkarten oder Web-Adressen elektronisch lesbar auszudrucken. (OS X 10.7+)


view — gratis statt 3,99 €
Diese App erlaubt Videos als Desktop-Hintergrund. Voraussetzung ist lediglich die Kompatibilität zu QuickTime. Alternativ lässt sich auch die iSight oder eine angeschlossene Kamera als Hintergrundbild definieren. (OS X 10.7+)
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Einen Computer zu entwerfen, den man schon wenige Stunden nach dem Kauf in Betrieb nehmen kann - so lautete vor fast vier Jahrzehnten die Idee von Steve Jobs und Steve Wozniak. In einem jetzt wieder aufgetauchten Video der 80er Jahre mit vielen interessanten Fotos wird ein Blick auf das damals noch sehr junge Unternehmen geworfen. Zu Wort kommen unter anderem die Apple-Gründer selbst und schildern, was so großartig an ihrer Vision war, was Apples Produkte ausmachen und wie es überhaupt zur Entwicklung des Computers kam.


Die Stimme am Anfang des Videos stammt übrigens von Paul Terrell, dem Gründer des legendären Byte Shops. Es handelte sich dabei um eines der weltweit ersten Computergeschäfte - und zudem um jenen Store, in dem Apple die ersten Computer verkaufen konnte. Paul Terrell hatte Steve Jobs im Jahr 1976 versprochen, dass er gleich 50 Exemplare des Apple I abnehmen würde, gelänge es Jobs und Wozniak, diese bereits als fertige Geräte und nicht nur als Baukasten anzubieten. Der Preis eines solchen Apple I lag im Verkauf bei 666,66 Dollar, Terrell bezahlte im Einkauf 500 Dollar pro Stück.


Aufmerksamen Betrachtern des Videos fiel übrigens ein interessantes kleines Detail auf. Wer einen genauen Blick auf die eingeblendeten Bilder von Steve Jobs wirft, wird feststellen, dass sein damaliger Uhrengeschmack auch heute noch aktuell ist. Man könnte fast glauben, Jobs trug vor mehr als 30 Jahren bereits eine Apple Watch mit Gliederarmband:

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Apple könnte iPads bald um zwei vielgeforderte Features erweitern. Das Unternehmen aus Cupertino plane für die nächste iOS-Version sowohl Multi-User-Support als auch eine Dual-View-Ansicht für Apps, so eine aktuelle Meldung. Die Dual-View- beziehungsweise Splitscreen-Ansicht stellt mehrere App-Fenster nebeneinander dar und ermöglicht zum Beispiel die Arbeit an zwei Pages-Dokumenten gleichzeitig.

Der Nutzer soll die Wahl haben, ob Apps die Hälfte, ein Drittel oder zwei Drittel des Displays füllen. Zudem kann der User entscheiden, ob mehrere Fenster einer App angezeigt werden oder verschiedene Apps nebeneinander. Ursprünglich habe Apple Dual-View schon für iOS 8 geplant, die Entwicklung zugunsten von System-Optimierungen für iPhone 6, 6 Plus und Apple Watch jedoch zunächst einmal zurückgestellt.

Das zweite größere iOS-9-Feature für iPads werde die von vielen Usern schon seit Jahren gewünschte Mehrbenutzer-Unterstützung. Wie vom Mac bekannt sei es Nutzern darüber möglich, mehrere Accounts auf einem iPad anzulegen; einzelne User hätten so ausschließlich Zugriff auf ihre eignen Apps, Videos und sonstigen Daten.

Ob der insbesondere an Geschäfts- und Bildungskunden gerichtete Multi-User-Support tatsächlich schon auf der WWDC präsentiert wird, ist aber noch ungewiss. Apple könnte das Feature auch erst mit dem iPad Pro vorstellen, welches das Unternehmen aus Cupertino wohl Ende des Jahres oder Anfang 2016 veröffentlicht.

Das iPad Pro geistert schon länger durch die Gerüchteküche und soll ein 12-Zoll-Display, längere Akkulaufzeiten und optionale Stiftbedienung bieten. Zusammen mit Multi-User-Support und Split-Screen-Ansicht könnte Apple das XXL-iPad als ultimatives Arbeitstier vermarkten und so vor allem den Pro-Sektor ansprechen. Außerdem würde Apple dadurch zu den in Unternehmen immer populäreren Surface-Modellen von Microsoft aufschließen, was den Funktionsumfang angeht.
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Adobe hat bei der Entwicklung mobiler Apps einen Strategiewechsel angekündigt, dem Photoshop Touch für iPhone und iPad zum Opfer fallen wird. Demnach soll die Anfang 2012 erschienene App zugunsten kleinerer Spezial-Apps nicht mehr weiterentwickelt werden und schon am 28. Mai aus dem App Store verschwinden. Photoshop Express wird von dieser Maßnahme nicht betroffen sein.

Anders als bei der Mac-Version soll die gesamte Palette an Bearbeitungsfunktionen zukünftigen auf mehrere Mobil-Apps aufgeteilt werden, die sich bestimmten Kreativprozessen widmen. Adobe möchte so innovativere Möglichkeiten zur Bildbearbeitung bereitstellen, als es mit einer Photoshop-Variante für Multitouch-Geräte der Fall wäre.

Die neuen Apps sollen die Mac-Version von Photoshop ergänzen, wobei die Creative Cloud eine zentrale Rolle für alle Kreativprojekte übernimmt. Nutzer können so zwischen den verschiedenen Bearbeitungsmöglichkeiten wechseln und Projekte über Geräte hinweg synchronisieren.

Wie sich Adobe dies vorstellt, kann man bereits an den Apps Photoshop Mix zur Kombination meherer Fotos, Photoshop Sketch für Stift- und Finger-Zeichnungen sowie Adobe Brush CC (Pinselverwaltung), Comp CC (Layoutvorlagen) und Shape CC (Cliparts) sehen. Diese können Grafikelemente über die Creative Cloud austauschen und mithilfe des Adobe Ink-Stifts teilweise im Funktionsumfang erweitert werden.


Den nächsten Schritt will Adobe mit Projekt "Rigel" vollziehen. Dabei handelt es sich um eine Retusche-App, mit der sich hochauflösende Bilder von 50 Megapixeln flexibel überarbeiten lassen. Während der gesamten Bearbeitungsphase kann der Nutzer auf das Ausgangsbild zurückgreifen. In einem Video demonstriert Adobe bereits einige Möglichkeiten der App. "Rigel" wird voraussichtlich Ende des Jahres erscheinen. Im Zuge dessen verspricht Adobe auch Anroid-Apps mit ähnlichem Funktionsumfang, nennt hierfür aber keinen Zeitrahmen.
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In der Vorstellung des Anfang der Woche aktualisierten MacBook Pro (Store: ) schreibt Apple lapidar, dass auch der Flash-Speicher schneller wurde - ohne dies mit konkreten Daten zu untermauern oder in Superlativen zu schwelgen. Erste Benchmarktests zeigen allerdings, dass Apple alles Recht dazu gehabt hätte: Noch nie hatte eine Mac-SSD auch nur annähernd so beeindruckende Leistungswerte. QuickBench misst Lesegeschwindigkeiten von bis zu 2,05 GB pro Sekunde, beschrieben werden kann der Speicher mit bis zu 1,25 GB pro Sekunde. Das ist rund 2,5 mal mehr als bei der Vorgängerversion - und auch fast doppelt so schnell wie der Flash-Speicher im Mac Pro.

Dieser enorme Geschwindigkeitsgewinn dürfte auch darüber hinwegtrösten, dass Apple beim MacBook Pro 15" weiterhin Intels ältere Haswell-Architektur verbaut und nicht auf die neue Broadwell-Plattform umstieg. Zwar wurde ein solcher Wechsel im Vorfeld als sicher angesehen, blieb dann allerdings aus und Apple entschied sich lediglich für etwas schnellere Haswell-Chips. Im MacBook Pro 13" befindet sich damit eine neuere Intel-Plattform, als im Top-Modell. Auch das MacBook Air sowie das 12"-MacBook setzen im Gegensatz zum MacBook Pro auf Broadwell und nicht auf Haswell.

Der Grund dafür ist relativ simpel: Während Intel Broadwell-Prozessoren mit zwei Kernen liefern kann, sind die Versionen mit vier Kernen weiterhin nicht verfügbar. Auch beim iMac schied daher eine Umstellung auf die aktuelle Plattform aus. Es ist davon auszugehen, dass Apple Broadwell bei QuadCore-Macs komplett auslässt und erst mit der nächsten Architektur namens "Skylake" weitreichendere Änderungen am Innenleben vornimmt. Intel rechnet damit, erste Skylake-CPUs in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt bringen zu können. Für Apples Produktplanung bedeutet dies, ab Herbst mit einem neuen Mac Pro und wahrscheinlich Anfang 2016 mit neuen Modellen des MacBook Pro aufwarten zu können.
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Donnerstag, 21. Mai 2015

Die Einführung der Apple-eigenen Kartenlösung vor zweieinhalb Jahren war ein Debakel für Apple. Grobe Fehler beim Kartenmaterial sowie bei Routen und Darstellungen brachten Apple verheerendes Presseecho ein und sorgten für viel Spott. Auch wenn Apple den Dienst kontinuierlich verbesserte und die meisten Fehler seitdem ausbesserte, blieben bis auf Einführung von 3D-Darstellung sowie einer Mac-Version große Verbesserungen aus.

Vor wenigen Monaten tauchte ein Bericht auf, der von Organisationschaos in den verschiedenen Dienste-Teams sprach - darunter auch der Maps-Abteilung. Die Entwicklung verlaufe daher außerordentlich zäh und geplante Neuerungen müssen weit nach hinten verschoben werden. Angeblich sollten die Apple-Karten schon mit iOS 8 endlich auch Informationen zu öffentlichen Verkehrsmitteln beinhalten und diese in die Routenplanung aufnehmen. Angesichts interner Probleme und dem Weggang wichtiger Mitarbeiter war das Update aber nicht umzusetzen - so TechCrunch im vergangenen Jahr.

Einem neuen Bericht zufolge werde nun aber Karten aus iOS 9 auch öffentliche Verkehrsmittel enthalten. Ohne Bus- oder Bahnfahrpläne studieren zu müssen, könnte sich der Anwender einfach über Apples Karten-App im Nahverkehr zurechtfinden. Apple hatte deswegen in den vergangenen Jahren mehrere Spezialisten für Nahverkehr-Navigation übernommen. Unbekannt bleibt natürlich, ob vorerst nur Daten von Städten in den USA eingebunden werden oder ob auch hierzulande Informationen zur Verfügung stehen. Sicherlich wären dies zu Anfang nur wenige, große Städte.

Noch ein weiteres Thema hat Apple angeblich in Angriff genommen: Navigation in Gebäuden. Auch in öffentlichen Gebäuden oder in Büros wäre die Navigationslösung dann zu verwenden. Zum Kartografieren setzt Apple kleine Roboter ein, die via iBeacon-Sensoren genau ihre Umgebung erfassen. 9to5mac zufolge arbeiten die Roboter momentan nur in Apples eigenen Büros in Cupertino - man kann sich also ziemlich sicher sein, dass eine internationale Einführung noch ziemlich weit entfernt ist.
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Seit den Morgenstunden kam es zu weitreichenden Ausfällen verschiedener Apple-Dienste. Insgesamt elf Dienste funktionierten nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt. Laut Apples Status-Seite waren rund 40 Prozent der Nutzer davon betroffen und konnten etwa acht Stunden lang Dokumente in der Cloud, Fotos, iCloud Drive, iCloud‑Account und Anmeldung, iCloud‑Backup, iCloud‑Mail, iCloud‑Schlüsselbund, iMovie Theater, iWork für iCloud Beta, Mein iPhone, iPad, iPod touch und meinen Mac suchen sowie Zurück zu meinem Mac nicht mehr richtig nutzen.

Seit 15:30 meldet Apple, dass die Probleme nun behoben sind. Alle Apple-Dienste sollten demnach ab sofort oder zumindest in Kürze wieder ordnungsgemäß ihre Arbeit aufnehmen. Momentan noch immer deaktiviert ist allerdings die Verkehrsanzeige in den Apple Maps - diese steht schon seit gestern nicht mehr zur Verfügung. Warum es zu den weitreichenden Problemen kam, bleibt unbekannt. Als im März schon einmal weltweit fast den ganzen Tag lang kein Zugriff auch zahlreiche iCloud-Dienste möglich war, machte Apple interne DNS-Fehler dafür verantwortlich.
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In den Apple Discussion mehren sich die Meldungen über eine unzuverlässige Pulsmessung der Apple Watch seit Installation des System-Updates. Demnach funktioniert die Messung der Herzfrequenz nur noch sporadisch und zwar hauptsächlich beim Öffnen der entsprechenden Apps. Im Hintergrund hingegen erfolgt die normalerweise alle zehn Minuten stattfindende Messung nicht mehr - oder mit etwas Glück zumindest kurzzeitig für wenige Stunden.

Dies hat zur Folge, dass mit Apple Watch OS 1.0.1 kein Profil des Herzfrequenz mehr angelegt werden kann, das sich dann beispielsweise für Diagnosen oder Forschungszwecke weiterverwenden lässt. Sofern Nutzer auf die regelmäßige Messung des Puls angewiesen sind, sollte von einer Aktualisierung der Apple Watch System-Software vorerst Abstand genommen werden.

Aktualisierung:
Offenbar funktioniert auch das Stummschalten eines Anrufs nicht mehr zuverlässig. Bei einem eigehenden Anruf kann man durch Handauflegen auf das Display der Apple Watch den Anruf stumm schalten, sodass die Uhr nicht mehr vibriert. Dies funktioniert zwar teilweise noch, aber anschließend kann es vorkommen, dass für mehrere Sekunden das Apple-Logo erscheint - ein Hinweis, dass die zugehörige App oder eine Systemkomponente abgestürzt ist.
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Nachdem Apple überraschend ein neues Dock für iPhones mit Lightning-Anschluss vorgestellt hat, folgen nun Spekulationen über eine der Produktabbildungen. (Zur Abbildung: ) Zu sehen ist das Dock, auf dem ein schwarzes 4-Zoll-iPhone mit Touch ID und farbigem Rahmen steckt. Während einige hier nun ein iPhone 6c sehen wollen, rechnen andere eher mit einem Photoshop-Fehler beim Home-Button. Für einen Photoshop-Fehler spricht auch die graue Ecke am Gehäuse, die bei höchster Auflösung wahrgenommen werden kann.

Es könnte also sein, dass hier der Touch-ID-Sensor nur aus Versehen auf einem iPhone 5c gelandet ist. Eine dritte Erklärung wäre darüber hinaus noch die Darstellung eines iPhone 5s mit Schutzhülle, doch dies wäre für Apple untypisch, da Dritthersteller-Schutzhüllen auf Produktfotos von Apple nie zu sehen sind.


Aktualisierung:
Die Produktabbildung wurde von Apple korrigiert. Es handelt sich demnach um ein iPhone 5c.
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Seit Ende 2014 gibt es im App Store sowie im iTunes Store ein vierzehntätiges Widerrufsrecht, mit dem App-Käufe rückgängig gemacht werden können. Da eine solche kundenfreundliche Klausel die Gefahr des Missbrauchs birgt - etwa wenn nur kurzzeitig benötigte Apps oder schnell durchlaufene Spiele innerhalb der Frist gegen Erstattung des vollen Kaufpreises zurückgegeben werden -, verpflichtete Apple rückgabefreudige Kunden, bei weiteren Käufen auf ihr Widerrufsrecht zu verzichten.

In der letzten Zeit häuften sich Nutzerberichte darüber, dass Apple diese Praxis deutlich verschärft hat: Bereits nach nur einer Rückgabe müssen viele bei einem neuen Kauf folgende Meldung bestätigen: „Ich bestätige, dass ich diesen Kauf nicht mehr stornieren kann, wenn ich diese App innerhalb von vierzehn Tagen, nachdem ich auf 'Kaufen' getippt habe, lade.“ Der gleiche Text ist dann auch Teil der Bestätigungs-E-Mail nach dem Kauf.

Es ist bislang unbekannt, was für Bedingungen ein Nutzer erfüllen muss, um ins Raster dieser Maßnahme zu gelangen. Allein eine einzige Rückgabe sollte eigentlich nicht ausreichen, um einen Missbrauch des Widerrufsrechts zu diagnostizieren.

Zum Vergleich: Im Google Play Store beträgt der Zeitraum für eine Stornierung eines Download-Kaufs nur zwei Stunden. Im Spielenetzwerk Steam muss man bei jedem Kauf auf das Rückgaberecht verzichten.
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Nachdem Facebook zum Monatswechsel in ausgesuchten Ländern mit der Einführung von Video-Chats in der Messenger-App begonnen hatte, steht diese Funktion mit dem neusten Update nun allen Nutzern des weltweit größten Social Networks zur Verfügung. (Zur App: ) Damit stellt der Facebook Messenger zumindest auf iPhone und iPad eine ernsthafte Konkurrenz zu Apples FaceTime und Microsofts Skype dar, da Facebook die größere Nutzerzahl hinter sich vereinen kann.

Version 28 des Facebook Messenger bietet neben dem Video-Chat für alle auch eine verbesserte Anbindung an Dritthersteller-Apps. Sofern die Apps über eine entsprechende Facebook-Anbindung verfügen, lassen sich deren Inhalte direkt im Messenger aufrufen und in den aktuellen Chat-Verlauf einbinden. Dazu zählen beispielsweise Animationen, Bilder, Musik und Video-Clips.

Der kostenlose Facebook Messenger setzt mindestens iOS 7.0 voraus und ist mittlerweile 70 MB groß. Für die Verwendung ist die Registrierung eines Facebook-Kontos erforderlich.

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Auch wenn die Statusansicht zu den Apple-Diensten momentan einen störungsfreien Betrieb verspricht, lassen sich aktuell doch einige Probleme bemerken. So ist eine Anmeldung in iCloud nicht immer möglich und auch Bestätigungs-SMS für die Anmeldung neuer Geräte werden nicht versandt. In den Apple Karten sind außerdem alle Straßen frei, was insbesondere in Großstädten wie Berlin, Frankfurt und Hamburg ausgeschlossen ist. Ein Blick bei der Konkurrenz bestätigt dann auch den Verdacht, dass die Verkehrsinformationen der Apple Karten offensichtlich ausgefallen sind.

Wer sich also bei der Navigation und Terminerinnerung auf aktuelle Verkehrsinformationen von Apple verlässt, sollte sich momentan früher auf den Weg machen oder auf alternative Dienste ausweichen. Verkehrsinformationen wie Baustellen, Sperrungen und Staus werden unter anderem von Google Maps (zur App: ) und Nokia Here (zur App: ) angezeigt.

Angesichts der erst kürzlich fortgesetzten Kooperation zwischen Apple und TomTom erscheint der jetzige Ausfall der Verkehrsinformationen in keinem guten Licht. Hintergründe für die Probleme in Apple Karten und iCloud sind bislang nicht bekannt.

Aktualisierung:
Auch die App "Freunde" zum Abruf aktueller Statusinformationen ausgesuchter Kontakte hat momentan mit Störungen zu kämpfen. Es ist daher anzunehmen, dass es sich um ein größeres Problem in Apple Rechenzentren handelt - beispielsweise ein Stromausfall oder ein Defekt der Internet-Anbindung.

Apple bestätigt mittlerweile die Probleme auch auf der hauseigenen Statusseite. Laut Apple sind Dokumente in der Cloud, Fotos, iCloud Drive, iCloud‑Account und Anmeldung, iCloud‑Backup, iCloud‑Mail, iCloud‑Schlüsselbund, iMovie Theater, iWork für iCloud Beta, Mein iPhone, iPad, iPod touch und meinen Mac suchen sowie Zurück zu meinem Mac betroffen. Nutzer berichten darüber hinaus auch von Problemen beim iCloud-Kalender.
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Die Erfolgserwartungen der Finanzmärkte spielen für börsennotierte Unternehmen eine nicht zu unterschätzende Rolle. An ihnen wird die tatsächliche Performance der Akteure gemessen und der Unternehmenswert eingeschätzt. Die Erwartungen in Bezug auf die Apple Watch haben sich mit der neuesten „AlphaWise U.S. Wearables“-Studie der US-Investmentbank weiter erhöht: Nicht weniger als 36 Millionen verkaufte Geräte in den ersten zwölf Monaten lautet die Prognose.

Diese Schätzung wird als „konservativ“ angegeben, weil in der zugrunde liegenden Umfrage nur „definitive“ Kaufabsichten, nicht etwa „wahrscheinliche“, in die Prognose eingeflossen seien. Mit dem Ergebnis erhöht die Bank ihre Verkaufserwartung um sechs Millionen Watches im Vergleich zur letzten Untersuchung (entspricht einer Steigerung von 20 Prozent). Insbesondere bedeutet dies einen immensen Nachfrageschub in den kommenden Monaten im Vergleich zu heute.

Weiterhin betont die Autorin der Studie, Katy Huberty, dass Apples Produktion der Smartwatch der Nachfrage zunächst nicht hinterher kommen und der Großteil des steigenden Bedarfs erst in der Vorweihnachtszeit bedient werden könne.

Eine konkurrierende Verkaufsprognose von Ming-Chi Kuo, die er ebenfalls erst jüngst veröffentlichte, nennt die Zahl von 15 Millionen verkauften Apple Watches im Fiskaljahr 2015. Das steht deswegen nicht im Widerspruch zur AlphaWise-Studie, da das Fiskaljahr 2015 bereits im September endet und somit die gesamte zweite Hälfte des ersten Verkaufs inklusive des besonders ertragreichen Weihnachtsgeschäfts ausspart.

Zum Vergleich: In den ersten zwölf Monaten nach seiner Vorstellung 2007 verkaufte Apple insgesamt knapp über sechs Millionen iPhones. Das iPad fand im ersten Verkaufsjahr nach der Vorstellung 2010 etwa 15 Millionen Erwerber. Treffen die Verkaufsprognose nur ungefähr zu, könnte die Apple Watch also die erfolgreichste Produktneueinführung werden.
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Weitere Schlagzeilen

Jedes Jahr ein neues OS-X-Update - ist das sinnvoll?

  • Ja, auf jeden Fall. OS X profitiert enorm davon und entwickelt sich sehr schnell weiter11,3%
  • Tendenziell ja, Apple kann etwas schneller neue Funktionen bieten14,0%
  • Unentschlossen - es hat Vor- und Nachteile16,5%
  • Tendenziell nein, der Zeitplan ist zu starr14,1%
  • Nein, der Jahrestakt ist Mist und die Qualität leidet enorm darunter44,0%
820 Stimmen13.05.15 - 22.05.15
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