Einleitung: Evolution der hifidelen Art

Kompakt
Marke Meridian (Audio Reference)
Bezeichnung Explorer²
Art DAC/Kopfhörerverstärker
Empf. Preis (€) 250
Verfügbarkeit sofort
Vor etwas über zwei Jahren brachte die britische HiFi-Schmiede Meridian mit dem Explorer (Test in Ausgabe 370) einen echten Verkaufsschlager auf den Markt. Der kleine, in einem länglich-ovalen Alugehäuse untergebrachte USB-Adapter erweitert jeden Computer um einen hochwertigen externen Digital-/Analogwandler (DAC) und einen Kopfhörerverstärker.


Natürlich war Meridian damit beileibe nicht der erste Hersteller mit so einem Produkt im Angebot, aber den Digitalspezialisten von der Insel ist es mit dem Explorer gelungen, einen bezahlbaren und vielseitig einsetzbaren DAC für den stationären Gebrauch zu entwickeln, der sich klanglich auch hinter so manch deutlich teurerem und klobigeren Gerät nicht zu verstecken braucht. Mit lediglich 10 cm Gehäuselänge und einem kurzen USB-Kabel, über das der Explorer auch mit Strom versorgt wird (Bus Powered), sowie einem Listenpreis von 310 Euro, hat der Meridian Explorer zahlreiche Fans unter den Freunden gepflegten Desktop-HiFis gefunden. Das Gerät kann einfach an einen freien USB-Port des Rechners oder eines Hubs gesteckt werden und (am Mac) ohne zusätzliche Treiber sofort als Kopfhörerausgang genutzt werden. Darüber hinaus hat der Explorer auch noch einen optischen Digitalausgang – aber dazu später mehr.

Jetzt, gut zwei Jahre danach, bringt Meridian mit dem Explorer² einen Nachfolger in den Handel, der genauso aussieht, aber in allen Belangen noch besser geworden sein soll. Zudem kostet der Neuling mit 250 Euro Listenpreis gut 60 Euro weniger. Das klingt nach einem echten No-Brainer! Aber kann sich der Explorer² tatsächlich von seinem Vorgänger klanglich absetzen? Und was hat er sonst noch neues zu bieten? Der Rewind-Praxistest klärt auf.

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Freitag, 29. Mai 2015

Verglichen mit StreetView oder auch den 3D-Darstellungen von Gebäuden in Google Maps hinken die Apple-Karten an einigen Stellen hinterher. Google hat natürlich schon den rein zeitlichen Vorteil, bereits seit Jahren Kamera-Autos durch die ganze Welt zu schicken, sodass neben Satelliten- und sonstigen Luft-Aufnahmen auch tatsächliches Bildmaterial zu allen Straßen vorliegt. Häuserfronten können damit exakter dargestellt werden als bei Apples Lösung. Außerdem ermöglichen es die Kamerafahrten, dass Google eigene Straßendaten erfassen und so akkuratere Kartendarstellungen anzeigen kann. Einem Bericht zufolge will auch Apple einen ähnlichen Weg gehen - und ist daher bereits seit Monaten aktiv geworden.

Eine Häuserfront in Chicago - links Googles 3D-Darstellung, rechts Apples Flyover

In Kalifornien wurden seit Ende letzten Jahres zahlreiche Vans gesichtet, die auf Apple zugelassen sind und über eine Kameraanlage auf dem Dach verfügen. Neben der Vielzahl an Kameras sind zudem Sensoren zur Entfernungsmessung montiert. Dies sorgte für einige Spekulationen. Von Vorbereitungen für selbstfahrende Autos bis hin zu einem StreetView-Konkurrenten sprachen die häufig geäußerten Theorien. Einem Bericht zufolge konnte jetzt genau in Erfahrung gebracht werden, warum Apple die Dodge-Vans durch die USA schickt.


Demnach will Apple tatsächlich eigene Kartendaten erheben, die Abhängigkeit von Partnern wie TomTom minimieren und zudem Fotos für realistischere 3D-Darstellungen von Gebäuden aufnehmen. Anstatt fast ausschließlich auf eingekaufte Daten sowie Dienste von anderen Unternehmen zu setzen, möchte Apple die Weiterentwicklung der Apple Maps in Zukunft stärker in die eigene Hand nehmen. Die immer häufiger anzutreffenden Vans sind Apples Weg, um das erforderliche Bildmaterial zu sammeln. Die anfänglichen Qualitätsprobleme der Apple Maps rührten angeblich auch daher, dass Apple teils veraltetes Kartenmaterial einkaufte bzw. widersprüchliche Informationen in den Datensätzen der verschiedenen Anbieter nicht genau genug aufarbeitete.

Seite 2: Apples Zeitplan, Verzicht auf Drittanbieter, bessere 3D-Flyover
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Consumer Reports hat einmal mehr verglichen, wie gut der technische Kundendienst großer Computerhersteller abschneidet. Vorrangig ging es um die simple Frage: Wie hoch ist der Anteil der Kunden, die ihr Problem nach Kontaktieren der Support-Abteilung als "gelöst" einschätzen? Insgesamt sind die Werte ernüchternd. Branchenweit lag die Quote der gelösten Fälle bei gerade einmal 50 Prozent. Im PC-Bereich schnitten Dell und Lenovo noch verhältnismäßig gut ab und kamen auf eine Erfolgsrate von 61 Prozent. Supportabteilungen anderer Hersteller waren oft nicht einmal in der Hälfte der Fälle eine Hilfe für den Kunden.

Lediglich ein Computerhersteller überzeugte in der Studie: Apple-Kunden konnte in vier von fünf Fällen vom Support geholfen werden. Apple liegt damit erneut mit großem Abstand vorne. Vor allem die Genius Bar schnitt sehr gut ab, doch auch der telefonische Support sowie Apples Chat-Kundendienst auf der Webseite erhielten von den Umfrageteilnehmern sehr gute Noten. Das Ergebnis deckt sich auch mit allgemeineren Umfragen zur Zufriedenheit mit dem technischen Kundendienst. Consumer Reports ermittelt diese seit 2007 - ohne Unterbrechung befindet sich Apple seitdem auf Rang 1 und verzeichnet den höchsten Kundenzuspruch.

Cook und Cue im Support-Center zu Austin, TX

Consumer Reports wertete zudem aus, ob sich die Kunden per Telefon, Chat oder E-Mail an den Support wandten. Branchenweit schnitt der telefonische Kundendienst dabei am besten ab - als am wenigsten hilfreich wurden die Support-Bereiche auf den Herstellerseiten eingeschätzt. Ebenfalls recht gute Werte erreichten Händler vor Ort - ganz gleich ob diese direkt vom Hersteller (Apple Store) stammen oder als unabhängige Anbieter auftreten. Wie lange man warten muss, bis Apple ein Hilfegesuch entgegennimmt, hatte Ende April übrigens eine andere Studie ermittelt, getestet wurden Telefon- und Chat-Support:
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Google hat auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz I/O zwei interessante neue Features für Google Maps in Aussicht gestellt. Noch in diesem Jahr will der Suchmaschinen-Riese für die Kartenlösung Offline-Suche und Offline-Sprachnavigation ermöglichen. Nutzer sollen so den Dienst auch verwenden können, wenn keine „super-zuverlässige Internetverbindung besteht“, so Google.

iPhone und iPad-Nutzer können zudem von der neuen Google Places API profitieren, über die Entwickler aus ihrer App auf Standorte zugreifen und interessante Orte in der Nähe anzeigen können. Die Taxi-Alternative Lyft etwa wird in der nächsten Version der iOS-App Google Maps in Kombination mit der Places API dafür verwenden herauszufinden, wo Kunden abgeholt und wieder abgesetzt werden wollen.

Die Google Places API für iOS bietet inzwischen alle Features der Android-Version. Dazu gehören unter anderem die Standortbestimmung für das jeweilige iDevice, automatische Vervollständigung für Sucheingaben und die detaillierte Anzeige von Informationen wie Adresse, Telefonnummer und Webseite zu einem bestimmten Ort.
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Bunt gemischt ist in dieser Woche die Auswahl an preisreduzierten Apps für OS X und iOS. Zur Produktivitätssteigerung gibt es unter anderem die Fensterhilfe Magnet für den Mac und die Tastaturerweiterung Fleksy für iOS 8. Für mehr Ordnung und weniger Zettelwirtschaft können FineReader, Hüslipapier, Outline und Mach's einfach sorgen. Doch auch die anderen Apps sind nicht zu verachten und nachfolgend einen Blick wert:

iOS App Store


Blek — 0,99 € statt 2,99 €
Dieses preisgekrönte Puzzle bietet ein einfaches Spielprinzip: Es müssen farbige Kreise ohne Absetzen des Fingers verbunden werden. Den schwarzen Löchern muss allerdings ausgewichen werden, sodass viele der 80 Level doch schwieriger werden, als gedacht. (iOS 6.0+)


Fleksy Tastatur — gratis statt 0,99 €
Die Tastaturerweiterung Fleksy bietet durch einen speziellen Algorithmus eine fehlertolerante Touch-Tastatur für Schnellschreiber. Die Tastenbelegung lässt sich anpassen und um Tastenkürzel für Emoji, Sonderzeichen und Textbausteine erweitern. (iOS 8.0+)


Mach's einfach — 1,99 € statt 4,99 €
Aufgabenplaner gibt es für iOS wie Sand am Meer. Diese App verspricht eine effektive Aufarbeitung anfallender Aufgaben. Dazu wird alles in drei Kategorien aufgeteilt: Dringend, Wichtig und Sonstiges. Nach der Festlegung von Zielen folgen Countdown und Benachrichtigungen. Zusätzlich gibt es Kalender und Statistiken. (iOS 5.0+)


ProCam 2 — gratis statt 2,99 €
Fotos und Videos lassen sich mit dieser App aufnehmen, die auch über Bearbeitungsfunktionen verfügt. Die Kamera-Funktionen bietet Nachtmodus, Stabilisierung, Serienbilder, Selbstauslöser, Intervall, Gesichtsauslöser und Geräuschauslöser. (iOS 7.0+, iPad: )


Simpler Contacts Pro — gratis statt 2,99 €
Mit dieser App können Nutzer doppelte Kontakte aufspüren und zusammenfügen, Kontaktgruppen verwalten und Gruppennachrichten erstellen. Filter und Suche erleichtern das Auffinden von Kontakten. Zusätzlich ist eine Backup-Funktion mit Cloud-Export integriert. (iOS 7.0+)


SoundScaper — 4,99 € statt 7,99 €
Um experimentelle Sounds zu erstellen bietet die App zahlreiche Möglichkeiten der Einflussnahme, wobei als Grundlage 8-Bit-Sound-Chips dienen, die dann mit Filter und Effekte individuell versehen werden können. Unterstützt Audiobus und MIDI. (iOS 7.0+)
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Zugegeben ein Thema, mit dem man sich am liebsten gar nicht beschäftigen möchte: Was passiert nach meinem Tod mit meinen Besitztümern? Rund 20 Prozent der deutschen Bürger haben ein Testament angefertigt, damit nach ihrem Tod alle Besitztümer wie gewünscht verteilt werden. Vielen ist aber gar nicht bewusst, dass es auch eine Art "Testament für Digitales" gibt - den so genannten Digitalen Nachlass. Einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom zufolge haben sich 93 Prozent der Internetnutzer noch nicht damit befasst, was mit ihren Daten, Verträgen sowie Online-Accounts nach dem Tod geschieht. Gleichzeitig gaben aber 80 Prozent der Umfrageteilnehmer an, dass sie die Frage sehr gerne klären würden und ihnen der digitale Nachlass sehr wichtig sei.

Keine gesetzlichen Regelungen
Kompliziert wird die Angelegenheit unter anderem auch, da es im Gegensatz zum Erbrecht mit Sachgegenständen keine konkreten gesetzlichen Regelungen gibt, wie mit digitalen Besitztümern umzugehen ist. Erben erhalten nämlich nicht automatisch Zugriff auf alle Online-Dienste des Verstorbenen, also beispielsweise Accounts bei Sozialen Netzwerken, bei Mail-Providern oder anderen Online-Anbietern. Grundsätzlich gilt, dass Erben zum Besitzer der Hardware werden - und damit alle Daten auf dem Computer auch lesen dürfen. Wer dies nicht möchte, kann im digitalen Nachlass verfügen, dass sämtliche Datenträger vernichtet werden.

Online-Accounts
Die Zugangsdaten sämtlicher Online-Accounts lassen sich ebenfalls bei einem Notar hinterlegen - dies bietet sich dann an, wenn die Hinterbliebenen eben nicht Zugriff auf die online gespeicherten Daten erhalten sollen. Wünscht man hingegen Hinterbliebenen-Zugang zu Accounts, beispielsweise um weiterhin die E-Mails des Verstorben abzurufen, so sollte man dies besser zu Lebzeiten definieren - und sicher hinterlegen. Verträge des Verstorbenen fallen automatisch den Hinterbliebenen zu, die in diesem Fall auch ein Sonderkündigungsrecht ausüben können. Meist ist dazu die Vorlage einer Sterbeurkunde erforderlich. Google bietet für Google+ die Option, schon zu Lebzeiten festzulegen, was mit den Daten passiert. Bei Facebook gibt es einen "Gedenkzustand" für Accounts, um die Chronik weiterhin für Freunde und Verwandte anzuzeigen.

Die Bitkom empfiehlt, sich offen mit der Thematik auseinanderzusetzen und dann möglichst frühzeitig festzulegen, wie der eigene digitale Nachlass aussehen soll - man macht es sowohl sich, als auch später dann den Erben einfacher. Die zitierte Umfrage wurde im Mai 2015 durchgeführt und ist repräsentativ. Befragt wurden 1016 Personen ab 14 Jahren.
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Die vom neuen MacBook bekannte Trackpad-Technologie Force Touch könnte es in beide Modelle des im Herbst erscheinenden iPhone 6S schaffen. Sowohl die 4,7-Zoll- als auch die 5,5-Zoll-Variante sollen drucksensitiv auf Eingaben reagieren, wie eine Quelle aus Zulieferkreisen vermeldet. Das chinesische Unternehmen TPK Touch Solutions sei von Apple mit der Produktion betraut worden. Ursprünglich hieß es in einem anderen Bericht, nur das große Plus-Modell erhalte Force Touch; Apple habe sich inzwischen aber dafür entschieden, beide neuen iPhones mit Force Touch auszustatten.

Apple präsentierte Touch Force erstmals mit dem neuen MacBook im März. Die Technologie erkennt unterschiedliche Druckstärken des Nutzers und löst dementsprechend je nach Druckintensität unterschiedliche Aktionen aus. In Quicktime etwa werden Videos durch einen festeren Druck schneller vorgespult. Apple hat die Software-Grundlage für ein iPhone mit Force Touch wohl schon geschaffen – laut einer Meldung soll die Technologie integraler Bestandteil von iOS 9 sein.

Die Force-Touch-Funktion in iOS 9 wird Apple aber höchstwahrscheinlich noch nicht auf der WWDC am 8. Juni vorstellen, sondern bis zur Präsentation des iPhone 6S im Herbst warten.
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Push-Nachrichten sind eine komfortable Möglichkeit, sich über allerlei Geschehnisse informieren lassen zu können, ohne dazu erst mehrere Apps zu starten. Seit der Einführung von Push-Meldungen in iOS stand Apples Umsetzung allerdings in der Kritik. Zunächst hatte sich Apple für Pop-Up-Banner entschieden, die aber vor allem bei mehreren Benachrichtigungen in Folge sehr den Arbeitsfluss störten. Vor vier Jahren stellte Apple dann die Art und Weise der Darstellung um - seit iOS 5 stehen vom System ausgegebene oder per Push übermittelte Benachrichtigungen auf dem Lockscreen bzw. im oben angebrachten Menü zur Verfügung. Dieses lässt sich nach unten ziehen, um auf einen Blick alle Neuerungen zu begutachten - genau diese Umstellung könnte aber auch einen unerwünschten Nebeneffekt haben, so eine aktuelle Studie.

Gegenstand der Untersuchung ist, wie Push-Nachrichten unter iOS und Android wahrgenommen werden. Das Ergebnis fällt sehr eindeutig aus. Je nach Themenbereich reagieren fast 60 Prozent der Nutzer auf Benachrichtigungen unter Android, bei iOS sind es maximal 25 Prozent. In die Auswertung flossen 100 Milliarden Push-Benachrichtigungen ein, verschickt über 3000 erfasste Apps. Bildet man den Durchschnitt aus allen Kategorien, dann fanden 20 Prozent der Benachrichtigungen unter Android Beachtung, unter iOS waren es nicht einmal 10 Prozent.



Weiterlesen: Gründe für die erheblichen Unterschiede
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Die Beförderung von Apples Chef-Designer Jony Ive zum Chief Design Officer gleicht einem Rückzug auf Raten. Zwar überwacht Ive nach wie vor alle UI- und Hardware-Designs von Apple; aus dem Tagesgeschäft wird er sich aber sukzessive zurückziehen und die Arbeit vor Ort größtenteils Alan Dye (User Interface) und Richard Howarth (Hardware) überlassen – vor allem, um wieder mehr Zeit mit seiner in England lebenden Familie verbringen zu können.

Wie aber wurde Ive überhaupt zu einem der prägendsten Produktdesigner seiner Generation? Alles begann im Londoner Designunternehmen Tangerine. Dort arbeitete der spätere Design-Guru von Apple vornehmlich an Haushaltsgegenständen für Küche und Bad. Apple war damals Kunde von Tangerine und erkannte schnell Ives Ausnahmetalent. 1992 verpflichtete das Unternehmen aus Cupertino schließlich Jony Ive, nachdem er zuvor schon beratend bei der Entwicklung des PowerBooks geholfen hatte.

Weiterlesen: Beförderung zum Designchef, Arbeit mit Steve Jobs
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Als Antwort auf Apples neue Fotos-App und mutmaßlichen Nachfolger des bisherigen Dienstes Picasa hat Google einen neuen Cloud-basierten Foto-Dienst vorgestellt. Google Fotos soll die einfache Verwaltung von Aufnahmen und Bildern erlauben und plattformübergreifend Fotoarchive synchronisieren. Unterstützt werden iOS, Android und aktuelle HTML5-fähige Web-Browser. Die Bearbeitungsfunktionen fallen rudimentär aus und bietet Regler für Helligkeit, verschiedene Farbfilter sowie Möglichkeiten zum Zuschneiden und Drehen der Bilder. Der integrierte Assistent kann dies auch automatisch durchführen.


In erster Linie handelt es sich bei Google Fotos daher um eine Verwaltungslösung mit intelligenter Suche. Herzstück ist hierbei die automatische Fotoanalyse. Neben der manuellen Organisation der Fotos in Alben versieht Google die Fotos auch mit Stichwörtern der auf den Fotos erkannten Elemente sowie Gruppierung nach Gesicht. Letzteres soll nicht nur bei Menschen funktionieren, sondern auch Tiere umfassen. Entsprechend kann man durch die Suche nach "Hund" beispielsweise alle Fotos mit einem Hund aufrufen.

Da es sich um einen Cloud-basierten Dienst handelt, können auch Fotos mit Kontakten geteilt werden. Dies wurde recht einfach gestaltet: Selektieren, Teilen klicken und entweder den Link kopieren oder direkt auf Facebook, Twitter oder Google+ veröffentlichen. In der Verwaltung ist es möglich, Links auch wieder zurückzuziehen sowie die Standortdaten zu unterdrücken.


Bei der verfügbaren Speicherkapazität hat der Nutzer die Wahl. Überlasst man Google das automatische Komprimieren von Fotos mit mehr als 16 Megapixeln und Videos mit mehr als Full-HD-Auflösung (2K), ist die Kapazität unbeschränkt. Soll die Originaldatei gespeichert werden, ist der Online-Speicher entsprechend der Google-Drive-Buchung beschränkt. Standardmäßig sind dies 5 GB der kostenlosen 15 GB, die sich durch monatlich 1,99 oder 9,99 US-Dollar auf 100 GB bzw. 1.000 GB erweitern lassen.

Im Gegensatz dazu bietet Apple Fotos nur limitierte Kapazitäten mit kostenlos 5 GB, 20 GB für 0,99 Euro im Monat, 200 GB für monatlich 3,99 Euro sowie 1.000 GB für 19,99 Euro. Wie es mit dem mittlerweile 13 Jahre alten Picasa weitergeht, ließ Google offen. Zukünftig werden beide Dienste anscheinend parallel fortgeführt. Im neuen Google Fotos lassen sich allerdings bislang nur Fotos und Videos aus Google Drive einbinden.

Weiter: Teaser-Video zu Google Fotos
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Man kann wohl nur ahnen, wie oft in den vergangenen Tagen eine ganze bestimmte iMessage verschickt wurde, um einem Bekannten einen Streich zu spielen. Anfang der Woche tauchten Berichte auf, dass eine spezielle Zeichenfolge die Nachrichten-App stilllegen und das iPhone einfrieren lassen kann. Apple hat sich jetzt auch ganz offiziell dazu in einem Support-Dokument geäußert. Dort heißt es, Apple wisse um die Problematik, die durch eine Serie an Unicode-Zeichen ausgelöst werden könne. Man plane zudem, schnellstmöglich einen Software-Fix dafür zur veröffentlichen. Bis zum Update gebe es aber nur Workarounds - Apple empfiehlt folgende Schritte:

  • Siri auffordern, alle ungelesenen Nachrichten vorzulesen
  • Siri auffordern, auf die fragliche Nachricht zu antworten. Anschließend sei die Nachrichten-App ebenfalls wieder ansprechbar
  • Die schädliche Nachricht in der App lange antippen, anschließend dann die komplette Nachricht aus dem Verlauf tilgen.


Probleme dieser Art sind übrigens nicht ganz neu und traten auch in der Vergangenheit schon auf. Vor zwei Jahren ließen sich beispielsweise Mac und iPhone/iPad via arabischer Zeichenkette zum Absturz bringen, wenn diese in Safari eingeblendet wurden. Auch damals kursierte bereits der Ausdruck "Unicode of Death".
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Donnerstag, 28. Mai 2015

Der in Fachkreisen nicht unbekannte Spezialist für Augmented Reality namens "Metaio" gab in dieser Woche überraschend bekannt, dass man sämtliche Dienste einstellen und nicht länger anbieten wolle. Recht schnell wurde auch klar, was für diesen Schritt verantwortlich war: Die aus Deutschland stammende Metaio GmbH hat einen neuen Eigentümer gefunden und befindet befindet sich fortan im Besitz von Apple. Wer sich unter dem Begriff "Augmented Reality" nicht viel vorstellen kann, findet im folgenden Video von Metaio einige Einsatzmöglichkeiten:


Erst in dieser Wochen waren Gerüchte aufgekommen, dass Apple mit dem kommenden Update der Karten-App auch auf Augmented Reality setzen will. Wer sich seine Umgebung durch die Kamera von iPhone oder iPad ansieht, erhält dann zusätzliche Informationen - beispielsweise Restaurant-Tipps, Bewertungen oder Daten zu Geschäften. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Apple genau für diesen Anwendungsbereich auf Metaio setzt und sich weitere Expertise einkaufte. Im folgenden Video lässt sich ebenfalls ein guter Eindruck gewinnen, wie die Einblendung von Bildern und Fakten in Kamerabilder genutzt werden könnte:

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Vor mehr als drei Jahrzehnten war Apples großer Konkurrent nicht Microsoft, sondern IBM. Der erste IBM-PC des Jahres 1981 prägte eine ganze Produktgattung - und Apples Macintosh sollte sich genau von diesen IBM-PCs abgrenzen. Der legendäre Werbespot "1984" nahm daher ganz gezielt den "Big Brother" IBM aufs Korn, eine angeblich dominierende Macht, die alles unterdrücke. Erst Anfang der 90er begann man damit, von "Windows-PCs" und nicht mehr von "IBM-PCs" zu sprechen - und Microsoft wurde für längere Zeit Apples Erzgegner.

Seit den 1990ern wurde die einstige Rivalität allerdings sehr stark aufgeweicht, unter anderem auch durch die Entwicklung des PowerPC-Prozessors. Seit letztem Jahr kooperieren Apple und IBM zudem sehr eng und entwickeln gemeinsam eine Vielzahl an Apps für den Einsatz in Unternehmen. In den vergangenen wurden bereits einige dieser Apps auf den Markt gebracht, viele weitere sollen folgen.

Das wirklich letzte Zeichen, dass zwischen Apple und IBM keine Rivalität mehr herrscht, erfolgte heute. Erstmals in der Unternehmensgeschichte wird IBM Mitarbeiter mit Macs ausstatten. Angestellten steht es fortan frei, ob sie an ihrem Arbeitsplatz lieber einen normalen PC oder einen Mac stehen haben möchten. Vorher gab es zwar die Möglichkeit, den eigenen Mac mit an den Arbeitsplatz zu nehmen, von IBM wurden aber nur PCs gestellt. Bis Ende des Jahres will IBM nun 50.000 Apple-Notebooks erwerben - mehr Macs an einem Ort gebe es sonst kaum irgendwo, heißt es im Memo.

Die CEOs von Apple und IBM

Die von IBM bestellten Macs erhalten im Rahmen des "Device Enrollment Programs" neue Sicherheits- und Zugangssoftware, sodass bei der Inbetriebnahme nichts mehr zu installieren und zu konfigurieren ist. Man müsse sich lediglich mit dem Internet verbinden und könne dann auf alle relevanten Unternehmensdienste zugreifen - so die offizielle Ankündigung. Auf Twitter machte der Schritt bereits die Runde und viele Mitarbeiter zeigten sich begeistert darüber, dass man nun die volle Freiheit habe, sich zwischen Windows-PC, Linux-PC und einem Mac entscheiden zu können.
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Die beliebte Software zur Bearbeitung von Bildern liegt ab sofort auch für das iPhone vor. Jahrelang zählte Pixelmator auf dem Mac zu einem der beliebtesten Grafikprogramme, im letzten Oktober erschien dann eine iPad-Version. Seit dem heutigen Tag ist es zudem möglich, die App auch auf dem iPhone zu verwenden. Version 2 beinhaltet sowohl iPad als auch iPhone-Unterstützung und bietet damit alle bekannten Funktionen für Tablet und Smartphone. Der Kaufpreis im App Store beträgt 4,99 Euro (Zum Store: ), Nutzer der Vorgängerversion erhalten das Update kostenlos.


Pixelmator bietet eine Vielzahl an Templates, Werkzeugen, Filtern und Effekten. Dazu zählen Werkzeuge zur Farbkorrektur, zum Retuschieren von Störungen sowie zahlreiche Pinsel in vielen Größen und Formen. Bilder lassen sich optional via iCloud synchronisieren oder auch direkt aus dem Programm heraus verschicken oder veröffentlichen. Pixelmator unterstützt PSD, JPEG, PNG, PPF und viele weitere Bildformate. Öffnet man Photoshop-Dokumente, so übernimmt Pixelmator die Ebenen. Die Systemvoraussetzung für Pixelmator 2 ist iOS 8.3.
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In einem Support-Dokument führt Apple aus, an welchen Macs sich externe, hochauflösende Displays betreiben lassen. Eine kleine Überarbeitung des Artikels fördert eine bislang unbekannte, aber ziemlich erfreuliche Information zutage: Auch 5K-Displays mit einer Auflösung von 5120x2880 Pixel können an das jüngst aktualisierte MacBook Pro 15" angeschlossen werden. Dazu erforderlich ist allerdings eine dedizierte Grafikkarte - die Chipsatzgrafik der Basiskonfiguration kommt mit der Pixelmenge nicht zurecht. Auch das MacBook 13" ist deswegen nicht in der Lage, mit 5K-Displays zu arbeiten.

Somit beschränkt sich die Auswahl der in Frage kommenden Macs auf den aktuellen Mac Pro, den iMac 5K sowie die teurere Konfiguration des MacBook Pro 15" "Mitte 2015" mit einem Grafikchip des Typs AMD Radeon R9 M370X. Der Mac muss zudem mindestens mit OS X 10.10.3 Yosemite betrieben werden. Der Anschluss eines solchen Displays erfolgt über zwei DisplayPort-Kabel gleichzeitig. Im Support-Dokument nennt Apple explizit auch Dells 27" 5K-Monitor UP2715K, den wir kürzlich auf Herz und Nieren getestet und als "Rewind Referenz" ausgezeichnet haben (zum Testbericht: )


Etwas mehr Auswahl gibt es, wenn ein 4K-Display ausreichend ist und man nicht unbedingt noch mehr Auflösung benötigt. Um ein 4K-Display anzuschließen eignen sich die folgenden Baureihen:
  • MacBook Pro (Retina, Ende 2013 und neuer)
  • Mac Pro (Ende 2013)
  • iMac (27", Ende 2013 und neuer)
  • Mac mini (Ende 2014)
  • MacBook Air (Anfang 2015)
  • MacBook (Anfang 2015)

Hinweis zum MacBook (2015), das bekanntlich nur einen einzigen USB-Anschluss mitbringt: Besitzer eines neuen MacBooks müssen mangels HDMI-Anschluss noch einmal 89 Euro ausgeben und einen speziellen Adapter erwerben (). Dieser ermöglicht dann eine Auflösung von 4096x2160 Pixel bei 24 Herz bzw. 3840x2160 Pixel bei 30 Herz Bildwiederholungsrate. Leider hat Apple das deutschsprachige Support-Dokument bislang nicht aktualisiert, die Änderungen sind nur im englischsprachigen Artikel vorhanden.
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Weitere Schlagzeilen

Jedes Jahr ein neues OS-X-Update - ist das sinnvoll?

  • Ja, auf jeden Fall. OS X profitiert enorm davon und entwickelt sich sehr schnell weiter11,3%
  • Tendenziell ja, Apple kann etwas schneller neue Funktionen bieten13,7%
  • Unentschlossen - es hat Vor- und Nachteile16,2%
  • Tendenziell nein, der Zeitplan ist zu starr14,1%
  • Nein, der Jahrestakt ist Mist und die Qualität leidet enorm darunter44,6%
856 Stimmen13.05.15 - 31.05.15
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