Alle Teilnehmer des Betaprogramms haben ab sofort die Möglichkeit, eine neue Betaversion von OS X 10.10.4 zu laden. Laut Updatebeschreibung zu OS X 10.10.4 Yosemite bittet Apple erneut darum, besonders intensiv in den Bereichen Fotos, Migrations-Assistent sowie Unterstützung für Arabisch und Hebräisch zu testen.

Sichtbare Neuerungen fielen weiterhin nicht auf - schon in den letzten Builds suchte man neue Funktionen vergebens, Apple konzentrierte sich in erster Linie auf Fehlerbehebungen und Stabilitätsverbesserungen. OS X 10.10.4 14E26a lässt sich wie üblich via Mac Developer Center oder über den Mac App Store installieren. Es handelt sich um die inzwischen vierte Vorabversion, einen ersten Build hatte Apple Mitte April verteilt.
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In knapp zwei Wochen zeigt Apple erstmals iOS 9 und gibt dann einen Ausblick auf die nächste große Version des mobiles Betriebssystems. Wie üblich kursieren im Vorfeld wieder zahlreiche Gerüchte rund um die neuen Funktionen. So soll Apple den Schwerpunkt auf Geschwindigkeit, Stabilität und Sicherheit gelegt haben, dafür nur wenige neue Funktionen einführen. Der Gerüchteküche zufolge enthält iOS 9 eine neue Systemschrift und bringt zudem eine deutlich verbesserte Karten-App inklusive Einbindung des öffentlichen Nahverkehrs mit. Angeblich unterstützt iOS 9 auch die Anzeige von zwei Apps nebeneinander - zumindest wenn iOS 9 auf dem ebenfalls noch nicht präsentierten iPad Pro mit größerem Display ausgeführt wird.

Force Touch
Ein neuer Bericht unterstützt jetzt Meldungen, dass iOS 9 auf die Bedienung via Force Touch ausgelegt ist. Die Einführung von Force Touch bei der nächsten iPhone-Generation gilt als sehr wahrscheinlich - naheliegend also, dass iOS 9 dieses Thema aufgreift. Apple verspreche sich dadurch, manche Bereiche der Systemoberfläche aufräumen zu können, indem für bestimmte Steuerbefehle kein eigener Button mehr erforderlich ist. Allerdings sei Force Touch eher auf den Poweruser ausgerichtet. Auch Nutzer, die Force Touch nicht nutzen wollen, sollen alle Funktionen normal bedienen können. 9to5mac zufolge geht Apple auf der WWDC noch nicht auf Force Touch unter iOS 9 ein, da momentan noch kein iOS-Gerät mit entsprechenden Displays ausgestattet ist und erst im Herbst neue iPhone-Modelle erscheinen. Das iPhone 6S werde das erste Gerät dieser Art sein.

iMessage & Game Center
Kleinere Verbesserungen werde Apple auch bei iMessage umsetzen. Nutzer erhalten dann die Möglichkeit, Lesebestätigungen auf Kontaktbasis zu definieren. Nur bei bestimmten Kontakten sollen dann Lesebestätigungen angezeigt werden (beispielsweise bei Freunden und Familie), während Kollegen oder Geschäftskontakte auf Wunsch keine Anzeige erhalten, ob die Nachricht bereits abgerufen ist. Auch bei Gruppenchats wolle Apple eine optionale Lesebestätigung einführen.

Die Zukunft der GameCenter-App ist dem Bericht zufolge noch unsicher. In den internen Builds von iOS 9 sei die App nicht mehr vorhanden. Schon im letzten Jahr gab es Gerüchte, Apple wolle die App nicht mehr pflegen und ausschließlich auf Einbindung des Frameworks setzen. Die Funktionalität steht dann nicht mehr in einer gesonderten App, sondern nur noch in Spielen mit Anbindung an das Game Center zur Verfügung.

Weitere Meldungen zu iOS 9
OS X 10.11 und iOS 9: Qualität statt neue Funktionen
iOS 9: iPads angeblich mit Multi-User-Support und Dual-View-Ansicht
Apple Maps in iOS 9: Öffentliche Verkehrsmittel und Indoor-Navigation?
OS X 10.11 und iOS 9 mit Schriftart der Apple Watch?
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Schon vor einigen Wochen wurde vermutet, dass Microsoft den hauseigenen Sprachassistenten "Cortana" auch für iOS anbieten will. Jetzt erfolgte die offizielle Bestätigung - demnach wird man die Erweiterung in Zukunft für Windows, iOS und auch Android zur Verfügung stellen. Bis zur Veröffentlichung vergeht nicht mehr viel Zeit: Die Android-Version erscheint im kommenden Monat, die iOS-Variante soll "im Laufe des Jahres" auf den Markt kommen. Im offiziellen Windows-Blog äußert sich Microsoft zur Strategie, so viele Geräte wie möglich zu unterstützen. Da "viele Windows-Anwender auf iPhones oder Android-Smartphones setzen", wolle man dieser Tatsache Rechnung tragen und die Plattformen so gut es geht an Windows 10 anbinden. Ein wesentlicher Bestandteil ist daher, Cortana für den Einsatz auf mehreren Plattformen auszulegen.


Cortana und Siri sind sich insgesamt recht ähnlich, Cortana kann jedoch teilweise noch komplexere Spracheingaben verarbeiten. Intelligente Sprachassistenten wie Siri oder Cortana haben den Vorteil, dass die Sprachsteuerung den Kontext erfasst und der Nutzer zudem keine bestimmten Sprachbefehle auswendig lernen muss. Um sich nach dem Wetter zu erkundigen, kann beispielsweise sowohl "Wetter morgen Mainz", "Gib mir den Wetterbericht für Mainz" oder "brauche ich morgen in Mainz einen Regenschirm?" gefragt werden. Auch die weitere Frage "und wie ist es morgen?" wird vom System verstanden. Im vergangenen Jahr hatte Microsoft in mehreren Werbeclips demonstriert, was Cortana von Siri unterscheidet:




Microsoft kündigt im Blog an, dass Cortana für das iPhone fast alle Funktionen der Windows-Version mitbringen soll. Manche Systemfunktionen unter iOS seien aber leider nicht erreichbar, so zum Beispiel Ändern von Einstellungen oder Bedienung von Apps via Spracheingabe. Zwar heißt es in der Beschreibung, diese Funktionen stehen "zu Anfang" nicht zur Verfügung - unter iOS ist es aber sehr unwahrscheinlich, dass Apple die erforderlichen Schnittstellen freilegt.
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Was käme heraus, wenn die Vorzüge von Multitouch-Eingaben und herkömmlicher Tastatur in einem Gerät vereint werden? Apple scheint genau auf diese Frage eine spannende Antwort gefunden zu haben. Das US-Patent No. 9,041,652 wurde Apple heute gewährt und beschreibt eine Fusion-Tastatur, die auf den Tasten zusätzlich Touch-Eingabefelder bietet.

Während der Nutzer also beispielsweise mit einer Hand einen Text schreibt, sind mit der anderen Hand Trackpad-Gesten wie Scrollen, Wischen und Zoomen möglich. Das gleichzeitige Tippen und Ausführen von Touch-Gesten sei kein Problem.


Ein anderes Feature erinnert an Force Touch: Je nach Druckstärke werden über eine Taste unterschiedliche Aktionen ausgelöst. Ein leichter Tipp könnte beispielsweise die normale Texteingabe bewirken, während ein festerer Druck einen Mausklick auslöst – der Fantasie sind vorerst keine Grenzen gesetzt.

Als Einsatzgebiet für eine solche Multitouch-Tastatur sind etwa noch kompaktere MacBooks denkbar, bei denen Apple das Trackpad ganz oder teilweise einspart, um mehr Platz für Tastaturelemente zu erhalten.
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Goldene Apple Watch gefällig? Aber nicht das nötige Kapitel, um eine zu kaufen? Das neue Kickstarter-Projekt von Midas Touch soll ermöglichen, die Apple Watch für lediglich 100 Dollar zu vergolden. Der Nutzer erhält ein Bastelkit, das alle benötigten Materialien enthält. Der erste Schritt ist, alle Fettrückstände mit einer Lösung zu entfernen. Anschließend müssen noch einige Flüssigkeiten aufgetragen werden. Am Ende des Vorgangs trägt der Nutzer die 24-Karat-Goldschicht auf.

Schon die 100-Dollar-Variante bietet genug Goldsubstanz, um nach dem Vergolden einzelne Abriebe und Macken effektiv beheben zu können. Wer allerdings nicht nur das Stahlgehäuse der Apple Watch behandeln möchte, sondern auch das Stahlarmband, muss mit 150 Dollar rechnen – die Zusatzmenge der Goldschicht zur Armbandvergoldung kostet 50 Dollar Aufpreis zur Standardausführung.


Das Gold-Kit von Midas Touch soll ab August ausgeliefert werden. Interessierte können noch bis 10. Juni auf Kickstarter dabei mithelfen, das Projekt zu finanzieren. Das Finanzierungsziel von 1.500 Dollar wurde bereits jetzt weit übertroffen – zwei Wochen vor dem Kampagnenende stehen bereits 11.180 Dollar zu Buche.

Midas Touch unterstützt zwar die Aluminiumvariante der Watch nicht, jedoch hat der Hersteller bereits eine entsprechende Lösung für die Zukunft in Aussicht gestellt. Wer sich nicht zutraut, die Apple Watch selbstständig zu vergolden, kann sich die Arbeit für 399 Dollar auch von WatchPlate abnehmen lassen. In dem Fall gilt es aber zu beachten, dass, anders als beim Midas-Touch-Kit, Abriebe im Nachhinein vom Nutzer nicht ausgebessert werden können.

Wer nur auf das Gold-Design wert legt, hat also zwei interessante Alternativen zur Apple Watch Edition. Für die originale Apple Watch in Gold werden mindestens 11.000 EUR fällig. Das Spitzenmodell aus Roségold und mit modernem Lederarmband kostet 18.000 EUR.
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Bei der Entwicklung und Vermarktung neuer Prozessoren verfolgt Intel die bewährte Tick-Tock-Strategie. Jährlich wird abwechselnd entweder die Architektur und somit Aufbau der Chips oder aber das Produktionsverfahren und damit die Strukturbreite der Schaltkreise verbessert. Nach der Haswell-Architektur hat mit Broadwell aktuell eine Verkleinerung der Strukturbreite von 22 Nanometer auf 14 Nanometer begonnen. Vor allem im mobilen Bereich kann die Leistungsaufnahme und Abwärme damit spürbar gesenkt werden, und ermöglich beispielsweise das neue lüfterlose MacBook.

Im Workstation- und Server-Bereich hängt die Entwicklung mit den Xeon-Prozessoren etwas hinterher. Erst im vergangenen Herbst hat Intel mit der Auslieferung von Xeon-EP/EX-Prozessoren auf Basis der Haswell-Architektur begonnen. Für Apple sind diese Prozessoren aber nicht von Interesse, da man aufgrund der kompakten Bauweise des neuen Mac Pro auf Broadwell-Xeons mit geringerer Abwärme warten muss. Mit deren Markteinführung und einer darauf aufbauenden Aktualisierung des Mac Pro, der noch auf Ivy Bridge setzt, ist also erst im Herbst zu rechnen.


Gleichzeitig wird Intel im Herbst auch die Skylake-Architektur vorstellen. In verkleinerter Form (Cannonlake) wird diese für den Mac Pro aber voraussichtlich erst 2017 interessant sein. Mit Skylake verbessert Intel die Bus-Bandbreite zwischen Prozessor, RAM und Anschlüssen von aktuell 20 Gbit/s auf 32 Gbit/s (bei 8 GT, Gigatransfer pro Sekunde). Dementsprechend kommt auch schnelleres DDR4-RAM zum Zuge, das mit bis zu 3,2 GHz getaktet sein kann. Für Mac-Nutzer wichtig ist das unterstützte Thunderbolt 3.0 mit einer Bandbreite von 40 Gbit/s für bis zu zwei 4K-Displays oder ein 5K-Display.

Für den Mac Pro bieten die darauf aufbauenden Xeon-EP-Prozessoren dann zunächst bis zu 24 und später 28 Prozessorkerne - allerdings ohne Berücksichtigung der thermalen Anforderungen des runden Gehäuses. Praktisch könnten damit aber 18 oder gar 20 Prozessorkerne im Mac Pro möglich werden. Sicher ist dies allerdings noch nicht, da Intel relativ kurzfristig das Wärmeprofil der einzelnen Prozessormodelle bestimmt.

Weiterlesen: Roadmap der einzelnen Mac-Modelle
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Mit der Apple Watch veröffentlichte das Unternehmen aus Cupertino nicht nur eine neue Produktkategorie, sondern stellte zugleich die neue Systemschrift „San Francisco“ vor. Da Apple sowohl auf iDevices als auch in OS X Yosemite auf "Helvetica Neue“ setzt, kam schnell die Frage auf, warum Apple auf der Armbanduhr abermals eine andere Schriftart einsetzt. Daher beleuchtet die Schriftexpertin Wenting Zhang jetzt in einer Grafik die Vorzüge von „San Francisco“.

Hauptvorteil ist die gute Lesbarkeit auf kleinen Displays. Die Kleinbuchstaben haben 75 Prozent der Höhe von Großbuchstaben, was ungewöhnlich groß ist – dadurch sind auch Kleinbuchstaben auf dem kompakten User Interface der Apple Watch stets gut zu erkennen. Außerdem ist der Freiraum zwischen dem oberen und unteren Teil der Buchstaben „a" und „e" extra groß gehalten, um diese auf dem kleinen Display besser lesbar zu machen.


„San Francisco“ erinnert durch die moderne Eleganz an Schriftarten wie Arial und Open Sans. Gerüchten zufolge will Apple die Schrift zukünftig nicht nur auf der Apple Watch einsetzen, sondern auch in iOS und OS X „San Francisco“ als Standardschrift verwenden. Die WWDC-Keynote am 8. Juni wird Aufschluss darüber geben, ob Apple „San Francisco“ bald auf allen Apple-Systemen einsetzt.
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Ziemlich überraschend kündigte Tim Cook in einem unternehmensinternen Schreiben an, dass große Änderungen im Designbereich anstehen. Was auf den ersten Blick lediglich nach einem neuen Titel aussieht, ist aber viel weitreichender. Der bisherige "Senior Vice president of Design" Jonathan ist fortan Apples "Chief Design Officer" - eine Position, die es bislang nicht gab und die extra für Jony Ive geschaffen wurde.

Tim Cook führt im Schreiben aus, dass Ive einer der talentiertesten und verdientesten Designer überhaupt ist. Mehr als 5000 Design-Patente tragen seinen Namen, Ives Einflussbereich bei Apple vergrößerte sich in den letzten Jahren erheblich. Sein Verantwortungsbereich wuchs von Hardware-Design über Oberflächen-Design von OS X, iOS sowie Systemprogrammen hin zum Aussehen der Retail Stores, des neuen Apple Campus und Verpackungen. Die neue Position trage dieser Entwicklung Rechnung und spiegle Ives Verantwortung besser wieder.


Hardware- und Software-Design wieder getrennt
Design sei für Apple immer ganz besonders wichtig gewesen und das Design der Produkte unterscheide Apple ganz erheblich von der Konkurrenz. Als Chief Design Officer werde Ive für sämtliches Design im Unternehmen verantwortlich sein und sich komplett auf die Leitung aktueller und kommender Design-Projekte konzentrieren. Das normale Tagesgeschäft hingegen übernehmen andere Mitarbeiter.

Als neuen "Vice President of User Interface Design" setzt Apple ab 1. Juni Richard Howarth ein, Alan Dye übernimmt die Position des "Vice President of Industrial Design". Die personelle Neuordnung ist insofern überraschend, da Apple Hardware- und Software-Design nun doch wieder getrennte Bereiche sind. Vor rund drei Jahren hatte Apple erst die Entscheidung getroffen, dass alles aus einer Hand stammen sollte - nämlich explizit aus der Hand von Jony Ive.

Howarth und Dye - die neuen Vice Presidents of Design
Richard Howarth ist bereits seit zwei Jahrzehnten für Apple tätig und war die gesamte Zeit über im Design-Team eingesetzt. Alan Dye stieß vor neun Jahren zu Apple. Zusammen mit Jony Ive baute er neue Abteilungen zur Zusammenarbeit zwischen Design und Hardware-/Softwareentwicklung sowie für iOS 7, iOS 8 und Apple Watch auf. Von beiden Personen wird man wohl in Zukunft sehr viel mehr hören, nachdem die Namen bis heute nur eingefleischtesten Apple-Kennern geläufig waren. Es ist allerdings nicht davon auszugehen, dass Apples Design nun vor einem grundlegenden Wandel steht - denn sonst hätte Apple sicher nicht alle Positionen intern besetzt.

Ive wollte angeblich 2011 Apple verlassen
Die Beförderung zum Chief Design Officer wird es Ive ermöglichen, in Zukunft etwas kürzer zu treten, da er nun nicht mehr den ganzen Tag selbst vor Ort an Design-Ideen und deren Umsetzung arbeitet. Berichten zufolge spielt Ive schon seit Jahren mit dem Gedanken, sich vermehrt in Großbritannien aufzuhalten, wo auch seine Frau sowie seine beiden Kinder leben. Ive hatte im Jahr 2011 angeblich die Entscheidung getroffen, Apple zu verlassen - nur üppige Zahlungen haben ihn dazu veranlasst, dem Unternehmen nicht ganz den Rücken zu kehren. Nun scheint wohl die Lösung gefunden, wie Ive einerseits nicht mehr so viel Zeit in Cupertino verbringen muss, er aber weiterhin in Apples Diensten steht. Da es kaum möglich ist, Hardware- und Software-Designs nur via FaceTime und E-Mail anzuleiten, gab er konsequenterweise die Verantwortung an Howarth und Dye ab.
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BlackBerry-Smartphones galten noch vor einem Jahrzehnt als Inbegriff vielseitiger Mobiltelefone für professionelle Nutzer - bis Apple mit dem iPhone antrat, die Regeln des Marktes umschrieb und die gesamte Branche grundlegend umkrempelte. BlackBerry benötige viel Zeit, um ebenfalls mit Smartphones der neuen Generation aufzuwarten - zu viel Zeit, denn Kunden hatten sich längst nach anderen Herstellern umgesehen. Inzwischen ist BlackBerry weitgehend in der Bedeutungslosigkeit verschwunden, von 60 Prozent Marktanteil blieb nur noch ein kümmerliches Prozent übrig. Die neuen Riesen auf dem Markt wurden Apple und Samsung.

Nachdem Anfang des Jahres Gerüchte kursierten, Samsung sei eventuell an der Übernahme des mehr als angeschlagenen Herstellers interessiert, kommen nun neue Berichte auf. Angeblich verhandle Microsoft momentan mit dem kanadischen Hersteller und wird das Unternehmen möglicherweise aufkaufen. Für Microsoft sind in erster Linie die von BlackBerry gehaltenen Patente von Interessen. Diese würden es Microsoft ermöglichen, sich noch besser um den Unternehmensmarkt bemühen zu können. Bekanntlich ist zwar Windows in Unternehmen immer noch das mit Abstand dominante System - Windows Phone hingegen kommt nur auf mickrige Marktanteile.

Dem Bericht zufolge ist Microsoft aber nicht der einzige Interessent. Auch Huawei, Lenovo sowie Xiaomi zählen zum Kreis derer, die BlackBerry möglicherweise übernehmen könnten. Offizielle Stellungnahmen gibt es bislang noch nicht. Man kann davon ausgehen, dass keines der Unternehmen besonderes Interesse an der Marke an sich, sondern lediglich an patentrechtlich geschützten Technologien zeigt.

Heute erschien übrigens ein Buch, das sich eingehend mit dem rasanten Aufstieg und dann mit dem ebenso rasanten Abstieg von BlackBerry beschäftigt. "Losing the signal" ist allerdings momentan nur in englischer Sprache verfügbar:
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Montag, 25. Mai 2015

Nachdem Apple Ende vergangener Woche mit dem Versand der Apple Watch Edition begonnen hat, treffen diese nun bei ersten Kunden ein. Dementsprechend gibt es mittlerweile auch einige Unboxing-Videos, in denen der Lieferumfang der mindestens 11.000 Euro teuren Apple Watch mit Goldgehäuse vorgestellt wird. Dieser unterscheidet sich in einigen wichtigen Punkten von den regulären Modellen. So ist bereits eine Induktionsschatulle mit magnetisch schließendem Deckel enthalten, in welche die Uhr gelegt und per Induktion aufgeladen werden kann. Farblich passend dazu gibt es auch ein entsprechendes Poliertuch.


Weiterhin findet sich in der Verpackung ein Ersatzarmband, das ebenfalls Goldelemente aufweist und damit nicht regulär im Handel erhältlich ist. Darüber hinaus legt Apple auch ein hochwertiges Buch mit Seriennummer bei, das die Fertigung der Apple Watch Edition erklärt. Zusammen mit der persönlich registrierten Seriennummer ist übrigens auch eine spezielle Service-Telefonnummer sowie Vor-Ort-Service in ausgesuchten Apple Stores verbunden. Zu guter Letzt unterscheidet sich die Apple Watch Edition auch beim Einschalten von den regulären Modellen und zeigt zusammen mit einem Mandala technische Rahmendaten der Uhr.

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Wie aus verschiedenen Berichten hervorgeht, plant Microsoft eine Cloud-basierte Zwischenablage für nahezu alle Plattformen. Die zugehörige App OneClip wird demnach für iOS, Android sowie Windows einschließlich Windows Phone erscheinen und das synchronisierte Kopieren von Text und Bildern zwischen mehreren Geräten erlauben. Ob Microsoft auch eine spätere Unterstützung von OS X und Linux in Erwägung zieht, ist nicht bekannt. Momentan befindet sich OneClip in einer geschlossenen Beta-Phase, ist im Windows App Store aber bereits sichtbar. Den Bewertungen zufolge dauert die Beta-Phase bereits mehr als ein Jahr.


Bislang gibt es keine Hinweise zum möglichen Veröffentlichungszeitpunkt. Ein passender Zeitpunkt könnte der Verkaufsstart des kommenden Windows 10 sein. Neu ist eine Cloud-basierte Zwischenablage grundsätzlich nicht. Das Besondere im Fall von OneClip wäre die plattformübergreifende Unterstützung. Außerdem lässt sich der Verlauf der Zwischenablage abrufen, um ältere Elemente wiederzuverwenden.

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Sonntag, 24. Mai 2015


Während zur bevorstehenden Entwicklerkonferenz WWDC im Juni die Apple-Gerüchte ins Kraut schießen und die High End Messe in München reichlich Stoff aus der Audio-Welt lieferte, ist die Ausbeute an sonstigen Produktneuheiten in dieser Woche recht mager. Immerhin gibt es zwei interessante neue Kameras zu vermelden.

Für Besitzer oder Interessenten an der Apple Watch hören sich die möglicherweise bevorstehenden Neuerungen an der Software (MTN-Meldung) besonders vielversprechend an. Bereits am vergangenen Dienstag erschien ein Software-Update für die Watch, mit dem Leistungsverbesserungen vorgenommen, Fehlerbehebungen durchgeführt und Sicherheitslücken geschlossen wurden. Für künftige Updates werden zudem weitere Usability-Verbesserungen erwartet. So geht das Gerücht um, mit dem nächsten Watch OS soll eine Funktion "Finde meine Uhr" hinzukommen, die ähnlich wie bei anderen iOS-Devices und Macs das Aufspüren und auch das Löschen der Uhr aus der Ferne ermöglichen soll. In umgekehrter Richtung soll eine Funktion namens "Smart Leashing" hinzukommen, mit der die Watch ihren Träger warnt, falls man sein iPhone irgendwo liegen gelassen hat. Zudem sollen neue Möglichkeiten hinzukommen, um direkt in der Uhren-Ansicht Nachrichten und Informationen für Dritthersteller-Apps anzuzeigen und es sollen native Apps erlaubt werden, die direkt auf der Watch laufen und kein iPhone benötigen.


Die zweite heiß diskutierte Nachricht ist die mögliche Ankündigung eines Apple-TV-Nachfolgers (MTN-Meldung). Mit einem "TVKit" soll demnach endlich die Möglichkeit für Drittanbieter-Apps eröffnet werden, womit dann sicherlich auch ein App Store für Apples Fernseher-Blackbox einhergeht. Ein längst überfälliger Schritt, der dem "Hobbyprojekt" Apple TV neuen Schwung verleihen könnte.

Für einen Aufschrei der Empörung sorgten in dieser Woche Apples Preisanpassungen aufgrund des schwachen Euros. Seit Anfang 2014 hat die Euro-Währung gegenüber dem Dollar rund 18% an Wert verloren. Etwa um diesen Wert wurden einige der Apple-Produkte nun verteuert. Besonders auffällig ist das bei Produkten wie dem Mac Pro, der – je nach Konfiguration – bis zu ca. 700 Euro teurer wurde. Doch nicht nur im Euro-Raum hat Apple die Preise angezogen. Auch die nördlichen US-Nachbarn müssen ab sofort deutlich mehr kanadische Dollars für bestimmte Apple-Hardware hinblättern. Microsoft hat ebenfalls einige Preise erhöht. So kostet beispielsweise das Surface Pro 3 jetzt je nach Modellvariante 50 bis 250 Euro mehr. Eine bittere Pille, aber dieser Schritt war nach der anhaltenden Kursschwäche abzusehen.

Nun aber zu den Neuheiten außerhalb der Apple-Welt.

Die Produkthighlights der Woche:

  • Panasonic Lumix G70: Allround-CSC mit 4K Video- und Fotofunktionen
  • Fujifilm X-T10: Flaggschiff-Downsizing
  • ViewSonic: 28" 4K-Monitor für unter 600 Euro
  • Samsung: Nicht 4K, dafür gebogen und günstig
  • Update zum Maustest Logitech MX Master

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Samstag, 23. Mai 2015

Einleitung: Die Show der Superlative für Audiofans

Jedes Jahr im Mai findet in München unweit der Bayern-Arena eine für deutsche Verhältnisse vergleichsweise kleine Messe statt. Und doch ist die "High End" genannte Veranstaltung die wahrscheinlich größte und bedeutendste ihrer Art weltweit. Hier dreht sich alles um hochwertige Musikwiedergabe und alles, was damit zu tun haben kann. Die Bezeichnung "High End" steht für das obere Ende der Leistungspyramide und soll klarmachen, dass es bei dieser Veranstaltung weniger um übliche Verbraucherelektronik geht, sondern um Produkte, die nichts geringeres zum Ziel haben, als das Beste ihrer Klasse zu bieten.

Bedingt durch diesen namentlichen Anspruch hat die High End lange Zeit den Ruf gehabt, eine Art Esoterikmesse für gutbetuchte Spinner zu sein. Doch das ist längst vorbei. Heute gilt die High End als Leitmesse für HiFi-Hersteller aus aller Welt, wobei sie – im Gegensatz zur IFA oder CES – komplett auf andere Elektronikprodukte wie Weiße Ware (Waschmaschinen, Kühlschränke etc.) oder Fernseher verzichtet (mit ganz wenigen Ausnahmen; siehe weiter hinten).


Vom 20 Euro In-Ear-Kopfhörer bis zum 200.000 Euro Superlautsprecher ist hier alles zu finden, was Musik-Genießern das Herz höher schlagen lässt. Wie viel Geld man für dieses Hobby auszugeben bereit ist, bleibt jedem selbst überlassen. Zwar wundert man sich als Otto-Normalverdiener immer wieder, wie viele ungeheuer kostspielige Dinge es für die (scheinbar) simple Aufgabe der Musikwiedergabe gibt und wer das alles kaufen soll, aber das ist in anderen Branchen eigentlich auch nicht anders. Auch wenn man sich selbst solche Dinge nicht leisten kann, spricht doch nichts dagegen, sich davon zumindest faszinieren oder inspirieren zu lassen. Die Hersteller nutzen solche Extrem-Produkte nicht selten als Technologieträger. Damit gewonnene Erkenntnisse lassen sie oft in künftige, deutlich preisgünstigere Produkte einfließen. Auch das kennt man aus anderen Branchen.

Mit mindestens 10% mehr Ausstellern (über 500 an der Zahl) und noch mehr Ausstellungsfläche ist die High End in diesem Jahr am Start gewesen. Und die Hallen waren an allen Tagen bestens besucht. Neben Geräten der Superlative gab es natürlich auch wieder zahlreiche Neuheiten, Innovationen und echte Schmankerl zu entdecken. Auf den folgenden Seiten habe ich meine Eindrücke reich bebildert für Sie zusammengefasst.

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Freitag, 22. Mai 2015

Für den Mac gab es das letzte große "Aufräum-Update" vor sechs Jahren. Nachdem spätestens mit Mac OS X 10.5 Leopard immer deutlicher Performance- und Qualitätsmängel auftraten, entschloss sich Apple zur Entwicklung von Mac OS X 10.6 Snow Leopard. Das Motto lautete, alles schneller und zuverlässiger zu machen, dafür auf neue Funktionen zu verzichten. Für iPhone und iPad gab es hingegen noch kein Update unter dieser Devise.

Mit iOS 9 soll sich dies aber ändern, wie bereits seit Monaten immer wieder berichtet wird. Statt vieler neuer Features bringe iOS 9 drei wesentliche Verbesserungen mit: Mehr Geschwindigkeit, höhere Stabilität und Fehlerbehebungen. Doch nicht nur iOS 9, auch für OS X 10.11 verfolge Apple den Plan, in erster Linie auf Qualität zu achten und funktionelle Neuerungen hinten anzustellen.

Von Apple-internen Quellen sei zu hören, dass Apple mit OS X 10.11 zwar keine komplette Feature-Pause einlege, geplante Funktionen aber verschiebe. Immer mehr Nutzer hatten sich darüber beschwert, wie fehlerbehaftet vor allem die letzten beiden großen Updates ausfielen. Apples Entwicklerteams übten deswegen Druck auf das Management aus, mehr Zeit zur Fehlerbehebung zu erhalten und an einem Update im Stile von Snow Leopard arbeiten zu dürfen.

Sicherheit steht vorne
Apple gehe bei iOS 9 und OS X 10.11 nicht nur die Themen Stabilität und Geschwindigkeit an, auch Sicherheit stehe ganz weit vorne. Unter anderem soll ein Sicherheitssystem namens "Rootless" Einzug halten, das jeglichen administrativen Zugriff auf bestimmte Dateien verhindert. Dadurch bietet sich unter anderem ein sehr viel besserer Schutz vor Malware - fraglich bleibt, ob unter iOS 9 dann noch Jailbreaks möglich sind. In OS X lasse sich "Rootless" angeblich deaktivieren, unter iOS 9 nicht.

Weiterlesen: iCloud, Ältere Geräte, Oberfläche und Swift
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Wer eine Smartwatch möchte, hat bald eine weitere Alternative zur Apple Watch. Die über Kickstarter finanzierte Pebble Time ist ab nächster Woche erstmals lieferbar. Die erste Fuhre von Pebble-Time-Modellen werde ab dem 27. Mai versandt; bis spätestens Mitte Juni sollen alle Kunden, die über Kickstarter bestellt haben, beliefert werden.

Pebbles Kickstarter-Kampagne ist die erfolgreichste der Geschichte dieser Plattform. 78.471 Unterstützer spendeten insgesamt über 20 Millionen Dollar – ursprünglich rief Pebble als Spendenziel lediglich 500.000 Dollar aus und erreichte diese Marke schon eine halbe Stunde nach Kampagnen-Beginn.

Allerdings steckt der aufstrebende Smartwatch-Anbieter im Moment trotzdem in finanziellen Schwierigkeiten. Pebble bekomme das schnelle Unternehmenswachstum nicht in den Griff und habe Probleme damit, dringend benötigtes zusätzliches Kapital aufzutreiben – so eine aktuelle Meldung. Eine Bank lehnte bereits Pebbles Wunsch nach einem Kredit in Millionenhöhe ab.



Die Pebble Time hat zwar statt eines Touch-Displays „nur“ ein E-Paper-Farbdisplay, kann dafür aber mit einer langen Akkulaufzeit von über einer Woche und einem gegenüber der Apple Watch niedrigeren Preis von 199 Dollar punkten. Außer der Pebble Time bietet der Hersteller auch die Edelstahlvariante Pebble Time Steel an – diese ist 100 Dollar teurer als das Standardmodell.

Pebble-CEO Eric Migicovsky zeigte sich im März erfreut darüber, dass der Medien-Hype rund um die Apple Watch auch dem eigenen Unternehmen zugute kam: "Wenn das größte Unternehmen der Welt deinen Markt betritt, ist das eine Bestätigung, von der man eigentlich nur träumen kann." Migicovsky sieht 2015 als ein "außergewöhnlich aufregendes Jahr" für Smartwatches.

Trotz der hervorragenden Kickstarter-Zahlen liegen die voraussichtlichen Verkaufszahlen der Pebble Time allerdings weit unter denen der Apple Watch – während Pebble in den ersten Wochen wohl bestenfalls einige hunderttausend Kunden gewinnen kann, sehen Marktbeobachter die Apple Watch im gleichen Zeitraum bei vier bis sechs Millionen verkauften Exemplaren. Die erste Smartwatch von Pebble (Pebble Watch) verkaufte sich bis Ende 2014 über eine Million Mal.
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Weitere Schlagzeilen

Jedes Jahr ein neues OS-X-Update - ist das sinnvoll?

  • Ja, auf jeden Fall. OS X profitiert enorm davon und entwickelt sich sehr schnell weiter11,5%
  • Tendenziell ja, Apple kann etwas schneller neue Funktionen bieten13,9%
  • Unentschlossen - es hat Vor- und Nachteile16,4%
  • Tendenziell nein, der Zeitplan ist zu starr14,1%
  • Nein, der Jahrestakt ist Mist und die Qualität leidet enorm darunter44,2%
837 Stimmen13.05.15 - 27.05.15
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