iPhone 18 Pro: Herstellungskosten steigen um 38 Prozent


Ausgelöst durch den Boom um Künstliche Intelligenz steigen die Komponentenpreise für Prozessoren, GPUs, RAM und Flash-Speicher in ungeahnte Höhen. Erst im Juni musste Apple die Endkundenpreise für diverse Geräte nach oben
anpassen, da langfristige Verträge mit Zulieferern ausliefen. Bislang blieben die Preise beim iPhone noch stabil – doch die Marktanalysefirma TrendForce veröffentlichte nun eine Einschätzung der Lage.
38 Prozent mehr Herstellungskosten im Vergleich zum VorjahrTrendforce
verglich die Herstellungskosten eines iPhone 17 Pro mit 256 GB SSD mit dem kommenden iPhone 18 Pro, ebenfalls mit 256 GB SSD. Der Analyse nach muss Apple im Jahresvergleich etwa 38 Prozent mehr Kosten pro Gerät schultern.
Vor einem Jahr machte beim iPhone 17 Pro RAM und SSD etwa 10 Prozent des Herstellungspreises aus – aber diese Kosten stiegen nun auf 34 Prozent der Gesamtkosten und könnten in der ersten Jahreshälfte 2027 sogar auf über 40 Prozent steigen. Zuvor entfielen die meisten Kosten auf den Bildschirm wie auch auf den Hauptprozessor.
Keine komplette Weitergabe an den KundenAllerdings rechnet Trendforce nicht damit, dass Apple diese Mehrkosten direkt an den Kunden weitergibt, sondern etwas auf die eigene Marge verzichtet, um weiterhin hohe Stückzahlen zu verkaufen und Marktanteile zu gewinnen. Speziell für das iPhone gibt Apple keine Zahlen zur Marge bekannt, doch über das gesamte Hardware-Geschäft liegt Apples Marge bei rund 40 Prozent.
Andere Hersteller stärker betroffen – Chance für Apple?Im Android-Lager herrscht ein harter Konkurrenz-Kampf – nicht nur um neue Funktionen, sondern auch bezüglich des Preises. Kein anderer Smartphone-Hersteller erreicht auch nur annähernd die Margen von Apple – und genau hieraus ergibt sich für Apple eine Chance: Hersteller von Android-Smartphones sind gezwungen, die gestiegenen Komponentenpreise an den Endkunden weiterzugeben, doch Apple hat die Option, auf etwas Marge zu verzichten und die Preiserhöhungen abzufedern. Aus diesem Grund könnte Apple die Gelegenheit nutzen, um Marktanteile hinzuzugewinnen. Besonders im unteren und mittleren Preissegment mussten bereits diverse Smartphone-Hersteller die Preise sehr spürbar anheben, sodass das Hochpreis-Segment, in welchem Apple hauptsächlich operiert, relativ gesehen günstiger wurde.