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Apples Verhandlungen um RAM aus China gehen nach hinten los

Elektronikkomponenten, Computer und Smartphones werden immer teurer – und oftmals sind hier die Kosten für Arbeitsspeicher der Preistreiber. Erst gestern erschien ein Bericht, dass die großen drei RAM-Hersteller ihre Kapazitäten für das Jahr 2027 komplett verkauft haben. Ende Juni erschien ein Bericht in der Financial Times, dass Apple sich aus diesem Grund an den chinesischen Hersteller CXMT wandte. Der Import der Speichermodule ist zwar nicht grundsätzlich verboten, jedoch sieht Washington Verbindungen zur chinesischen Volksbefreiungsarmee.


Ältere Fertigungstechnologie
DigiTimes berichtet nun, dass die Verhandlungen wohl nicht in Apples Sinne liefen. CXMT (kurz für ChangXin Memory Technologies) ist es aktuell nicht gestattet, EUV-Lithografie (Extremes Ultraviolett) einzusetzen, sondern nur DUV (Deep Ultraviolet Lithography). Dies hat zur Konsequenz, dass die Fertigung länger dauert und mehr Ausschuss produziert – und somit die Kosten steigert.

Andere, lukrativere Klienten
Apple hoffte, dass CXMT trotz der höheren Kosten Apple günstigere Preise einräumt, sodass es gegen Samsung wie auch SK Hynix ein Druckmittel in den Verhandlungen hat. Doch CXMT weigerte sich, die eigenen Produktionskapazitäten zu derart günstigen Konditionen zu verkaufen – und Huawei wie auch Xiaomi haben nun die meisten Produktionskapazitäten von CXMT für dieses und das nächste Jahr aufgekauft. Somit hat Apple ein sehr wichtiges Druckmittel gegenüber anderen Speicherherstellern verloren, da der Konzern nun ohne Alternative da steht. Da die drei großen Speicherhersteller (Samsung Electronics, SK Hynix und Micron Technology) 94 Prozent des Marktes kontrollieren, hat Apple kaum eine Alternative, als die Konditionen der Produzenten zu akzeptieren.

Alternative politisch umstritten
Aber selbst wenn sich Apple und CXMT einig geworden wären, sind diverse US-Politiker gegen einen solchen Handel. Beispielsweise hat sich US-Senator Chuck Schumer dafür eingesetzt, dass Apple keinen Speicher von chinesischen Unternehmen erwirbt, welche in Verbindung mit der chinesischen Volksbefreiungsarmee stehen.

Kommentare

OliBerlin07.08.26 11:18
Zitat „CXMT ist es aktuell nicht gestattet, EUV-Lithografie einzusetzen, sondern nur DUV“ - Das ist die Wortwahl der US-Regierung. Natürlich darf CXMT die EUV-Lithografie nutzen, nur werden chinesische Hersteller von den USA sanktioniert und boykottiert. Hier sehen, wie solch ein Wirtschaftskrieg nach hinten losgeht und unser geschätztes Apple trifft, so dass wir noch höhere Preise zahlen müssen.
+4
Zacks
Zacks07.08.26 11:33
Theoretisch könnte Apple doch locker einen Hersteller aufkaufen und das Thema wäre erledigt
Ware wa messiah nari!
-1
Fuji_X07.08.26 11:59
APPLE hat ja trotzdem noch RAM-Verträge Laufen, ist ja nicht so, dass sie jetzt NULL RAM für ihre Produkte haben.
Von daher hat APPLE jetzt "erstmal" Angst um Marge & geplante Mengen bereit zu stellen.
+3
MetallSnake
MetallSnake07.08.26 12:12
Zacks
Theoretisch könnte Apple doch locker einen Hersteller aufkaufen und das Thema wäre erledigt

Theoretisch ja, praktisch wird das Kartellamt da nein sagen.
https://www.mactechnews.de/news/article/S-187416.html#newscomment1621890 Was ist mein Fehler? ('Nicht richtig gelesen. Setzen, sechs.')
+1
spheric
spheric07.08.26 12:56
MetallSnake
Zacks
Theoretisch könnte Apple doch locker einen Hersteller aufkaufen und das Thema wäre erledigt

Theoretisch ja, praktisch wird das Kartellamt da nein sagen.
Welches Kartellamt genau?
Früher war auch schon früher alles besser!
+2
scheibe brot
scheibe brot07.08.26 13:07
wieviel geld hat apple denn außerhalb der usa liegen?
es war doch immer ein problem das geld nachhause zu bekommen..
bei den milliarden dollars außerhalb, kann man schon ein größeren player mit ram kaufen…
aber sowas wurde wohl schon ausgerechnet und macht erstmal kein sinn:-)
+1
Fontelster
Fontelster07.08.26 13:31
Zacks
Theoretisch könnte Apple doch locker einen Hersteller aufkaufen und das Thema wäre erledigt

Die Verträge, die diese Firma vorher mit anderen Firmen geschlossen hat, wären dadurch doch nicht einfach hinfällig oder nicht mehr existent. Es würde entweder vorerst nichts ändern, oder würde größere juristische Probleme bringen.
+3
sudoRinger
sudoRinger07.08.26 13:31
spheric
MetallSnake
Zacks
Theoretisch könnte Apple doch locker einen Hersteller aufkaufen und das Thema wäre erledigt

Theoretisch ja, praktisch wird das Kartellamt da nein sagen.
Welches Kartellamt genau?
Apple hätte nach der Übernahme Anreiz und Möglichkeit, Wettbewerber bei Lieferkonditionen, Preisen oder Kapazitäten zu benachteiligen (das wird ja hier von den Strategen im Forum auch als Begründung genannt).
Das würde alle Kartellbehörden in den USA, Europa, Japan, China und natürlich Süd Korea auf den Plan rufen. Dazu kämen noch Investitionskontrollverfahren: Süd Korea würde den Verkauf strategischer Technologieunternehmen verhindern.

Der Kauf eines Herstellers für Speichermodule bringt ohnehin nichts. Es gibt bestehende Lieferverträge mit Huawei und Xiaomi. Soll Apple die Lieferverträge brechen und Vertragsstrafen bezahlen? Soll das Problem mit den Speichermodulen erst nach Auslaufen dieser Lieferverträge gelöst werden, wenn sich die Lage vielleicht ohnehin bereits entspannt?
+2
AJVienna07.08.26 14:19
Zacks
Theoretisch könnte Apple doch locker einen Hersteller aufkaufen und das Thema wäre erledigt
Vor nem Jahr wäre das kein Problem gewesen heute wäre das eher ein Merger.
-1
gfhfkgfhfk07.08.26 14:28
spheric
Welches Kartellamt genau?
Micron ist ein US Unternehmen, SK Hynix und Samsung sind in Südkorea ansässig. Die EU würde sich einmischen, die US Kartellbehörde und in Südkorea wäre man auch nicht begeistert.
+1
teorema67
teorema6707.08.26 20:29
Fuji_X
... Von daher hat APPLE jetzt "erstmal" Angst um Marge & geplante Mengen bereit zu stellen.
Ich glaube, wir Kunden haben Angst um Marge, denn wir bezahlen sie. In Form von üppigen Preiserhöhungen 💰💰💰
— Hier könnte Ihre Werbung stehen —
0
Frost08.08.26 00:56
Zacks
Theoretisch könnte Apple doch locker einen Hersteller aufkaufen und das Thema wäre erledigt

Mh, mal schaun:
Samsung: Marktkapitalisierung ~1,5 Billionen
Micron: Marktkapitalisierung ~1 Billion
SK Hynix: Marktkapitalisierung ~740 Milliaden

Also das mit dem locker aufkaufen duerfte dann schon etwas schwieriger werdenm, zumal man die obigen Summen bei einem Uebername Angebot durch Apple problemlos verdoppeln koennte.
Ausser Micron waere ohnehin nichts Uebernehmbar, da sowohl Samsung als auch SK Hynix mit zu den wichtigsten Firmen in Korea zaehlen und der Staat da immer ein Veto einlegen wuerde, sind ja nicht in Deutschland wo man sich das Tafelsilber vom Ausland wegkaufen laesst.
+1
mfc199209.08.26 15:55
Shit Happens Lieferanten sind halt dünn gesät.
0
LoCal
LoCal09.08.26 16:00
spheric
MetallSnake
Zacks
Theoretisch könnte Apple doch locker einen Hersteller aufkaufen und das Thema wäre erledigt

Theoretisch ja, praktisch wird das Kartellamt da nein sagen.
Welches Kartellamt genau?

Gibt es in nahezu jedem Land und z.B. auch in den USA. Dort heißt es FCC und in besseren Zeiten haben die USA auch mal Monopolisten wie AT&T zerschlagen.
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
0

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