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RAM: Komplette Produktionskapazitäten für 2027 aufgekauft – Zeichen stehen auf Preiserhöhungen

Künstliche Intelligenz wird in den allermeisten Fällen auf Servern der jeweiligen Anbieter ausgeführt, denn kompliziertere KI-Modelle benötigen viel Rechenleistung und Arbeitsspeicher. Besonders auf Mobilgeräten steht meist nicht genügend Arbeitsspeicher bereit – und selbst wenn die benötigte Rechenleistung vorhanden ist, würde die Batterielaufzeit sehr leiden.


Um entsprechende Rechenleistung in Datenzentren bereitzustellen, benötigen KI-Unternehmen viel Hardware. Besonders in den letzten zwölf Monaten kennen Komponentenpreise nur eine Richtung: nach oben. Dies ist bei RAM, SSDs und GPUs besonders deutlich zu sehen – und ein baldiges Ende ist aktuell nicht absehbar.

RAM-Kapazitäten für das Jahr 2027 bereits vergeben
Der Markt für DRAM (Dynamic Random Access Memory) und HBM (High Bandwidth Memory) wird von drei Firmen dominiert, welche 94 Prozent des Marktes unter sich aufteilen. Es handelt sich dabei um Samsung Electronics (Südkorea), SK Hynix (ebenfalls Südkorea) und Micron Technology (USA). DigiTimes berichtet nun, dass diese drei Firmen bereits die gesamten Produktionskapazitäten für das Jahr 2027 verkauft haben. Dies bedeutet, dass Firmen keine weiteren Liefermengen für diesen Zeitraum direkt bei den "Big Three" mehr erwerben können.

Bei Arbeitsspeicher ist es sehr unwahrscheinlich, dass sich das Problem durch neue Fertigungskapazitäten entspannt, denn von der Planung einer neuen Fabrik bis zum Produktionsstart dauert es normalerweise drei bis fünf Jahre.

NAND-Flash-Speicher ebenfalls knapp
Computer und Smartphones benötigen nicht nur RAM, sondern auch SSDs – und auch hier ist laut DigiTimes fast die gesamte Kapazität für das kommende Jahr aufgekauft. Im NAND-Flash-Markt gibt es fünf große Produzenten: Samsung Electronics (Südkorea), SK Hynix (Südkorea), Kioxia (Japan), Western Digital (durch Übernahme von SanDisk, USA) und Micron Technology (USA). Samsung, Micron und Western Digital sind bereits komplett für 2027 ausgebucht – Kioxia und SK Hynix schließen wahrscheinlich noch im August 2026 Verträge über die Restkapazitäten für das kommende Jahr ab.

Große Hersteller mit langfristigen Verträgen
Apple konnte lange die Endkundenpreise stabil halten – doch Mitte Juni gab Noch-CEO Tim Cook bekannt, die Preise anheben zu müssen. Dies geschah dann auch Ende Juni mit deutlichen Aufschlägen. Auf der letzten Quartalskonferenz gab Cook ebenfalls bekannt, dass es wahrscheinlich zu deutlichen Lieferschwierigkeiten in den kommenden Monaten kommen wird – hieran sind aber wohl nicht primär der Arbeitsspeicher oder die SSD schuld, sondern die guten Verkäufe des iPhone 17 und der Macs. Der Hauptflaschenhals sind hier wohl die Prozessoren, welche von TSMC hergestellt werden.

Apple wie auch andere Großhersteller verfügen meist über mehrjährige Verträge mit Lieferanten – und somit wirken sich hier die deutlich gestiegenen Preise erst einmal weniger aus. Doch solange KI-Unternehmen große Kapazitäten am Markt aufkaufen und vorhandene Verträge auslaufen, werden sich die Preise von Produkten weiterhin spürbar verteuern.

Kommentare

K-Roc
K-Roc06.08.26 10:35
Fold8 mit 16GB RAM erworben. Wirkt vielleicht langfristig wertstabilisierend.
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