iMac Pro im Praxistest: Schnell, leise, sexy – aber mögliche Probleme wegen T2-Chip?

So viel vorab: In diesem Praxistest wird es nur am Rande um Benchmarktests von Prozessor und Grafik gehen. Natürlich sind das wichtige Kriterien für einen Computer wie den iMac Pro, denn dafür wurde er entwickelt. Doch es sind nicht die einzigen Kriterien, welche einen Mac für professionelle Nutzung ausmachen. Die „Über-Alles-Performance“ im alltäglichen Gebrauch ist für meinen Bedarf wichtiger als maximale Prozessor- oder GPU-Leistung im Grenzbereich. Insbesondere das All-In-One-Konzept (AIO) in Kombination mit hoher Systemleistung gehört zu den mindestens ebenso wichtigen Eigenschaften des iMac Pro, der ihn für viele – mich eingeschlossen – so interessant macht.

Kompakt
Marke Apple
Bezeichnung iMac Pro
Art All-In-One Mac
Empf. Preis (€) ab 5.499
Verfügbarkeit sofort
Grundsätzlich gilt: wer auf einen modularen Computer angewiesen ist, kann den iMac Pro gleich links liegen lassen und sollte lieber auf den von Apple angekündigten nächsten Mac Pro warten. Selbiges gilt für Anwender, die einen „Rechenknecht“ suchen, der 24 Stunden täglich und sieben Tage die Woche mit maximaler Prozessorlast laufen soll. Für solche Zwecke ist der iMac Pro nicht gebaut. Darum bringt es auch nichts, sich den Kopf darüber zu zerbrechen, was mit dem iMac Pro nicht geht. Beim iMac Pro dreht sich alles um eine Balance aus hoher Performance einerseits und kompakter Bauweise mit leisem Betrieb andererseits.



Fast exakt vier Jahre ist es nun her, als ich Ende Januar 2014 den „neuen“ Mac Pro (nMP) erhielt. – Einen der wohl meist gehassten Macs aller Zeiten. Apple wollte mit der „Urne“ (oder welche abwertenden Spitznamen ihm sonst noch verliehen wurden) einen Paradigmenwechsel in der Konstruktion leistungsstarker Macs einläuten. – Was ihnen auch gelungen ist. Nur hat sich Apple damit dummerweise selbst in eine Sackgasse manövriert, indem sie den Bedarf einer nicht unerheblichen Gruppe von Anwendern komplett ignoriert hatten und keine dafür passende Alternative anboten. Wer auf ein System mit auswechselbaren Komponenten angewiesen ist, war fortan komplett außen vor – oder musste die Plattform wechseln. Außerdem wurde der nMP nicht mit regelmäßigen Updates gepflegt, was vermutlich dem Umstand geschuldet ist, dass Apple sich relativ frühzeitig zu einer Abkehr von der Zylinder-Bauweise entschloss und stattdessen gleich das Projekt iMac Pro in Angriff nahm.

Eine Alternative zum klassischen Towerkonzept wurde seit Vorstellung des nMP nicht angeboten. Heute sieht die Situation etwas anders aus, indem Apple schon lange vor einer Veröffentlichung einen „modularen“ Mac Pro (plus ein neues Display!) für die nahe Zukunft in Aussicht gestellt hat.

Nichtsdestotrotz hat der nMP für diejenigen, denen sein Konzept gut in den Kram passt, seine Sache ganz ausgezeichnet gemacht. Mit Ausnahme einer Rückrufaktion aufgrund fehlerhafter Bauteile in einer bestimmten Produktionscharge, von der ich zum Glück nicht betroffen war, hat man kaum etwas von ernsthaften Problemen mit dem nMP gelesen. Polemisch wurde das von den nMP-Kritikern damit begründet, dass wohl kaum jemand den nMP gekauft hat, aber tatsächlich hat sich der schwarze Zylinder-Mac schlicht als sehr zuverlässiges Arbeitstier bewährt. In den vier Jahren auf meinem Desktop hat der nMP nicht ein einziges mal gezickt. Sein Gehäuse wurde in dieser Zeit nur einmal geöffnet, nämlich am Tag der Lieferung, um ein paar Fotos vom Innenleben zu machen. Ansonsten hat er genau das getan, wofür er angeschafft wurde: zu funktionieren! Statt Zeit mit Hardware-Auf- oder -Umrüstungen zu verbringen, hat der nMP, wie bei seiner Anschaffung geplant, bis zum Tag seiner Ablösung zuverlässig, flott und leise seinen Dienst verrichtet.

Die mit dem iMac Pro einhergehende Leistungssteigerung ist daher für mich auch nicht der einzig ausschlaggebende Punkt für einen Wechsel. Neben den bereits genannten Argumenten zum AIO-Konzept sind es auch die moderneren Schnittstellen, die in meinem Alltag von Bedeutung sind. Vier mal Thunderbolt 3 mit USB-C (USB 3.1) sorgt mit den unterstützten Protokollen und einheitlichen Buchsen und Steckern für deutlich mehr Flexibilität bei der Verwendung externer Komponenten, als die „Mini DisplayPort“-Buchsen von Thunderbolt 2.

Als nicht wirklich notwendigen aber willkommenen Bonus betrachte ich die integrierte iSight-HD-Kamera samt vier Mikrofonen, sowie den Ethernet-Port, der im iMP max. 10 Gbit statt bisher nur 1 Gbit Bandbreite bietet. Unmittelbar nützlicher ist für mich der integrierte SD-Kartenleser mit UHS-II-Unterstützung. Der iMac 5K bietet demgegenüber laut technischer Daten auf der Produktseite noch keine UHS-II-Unterstützung für schnellere SD-Karten wie diese.

Die Konfiguration:

  • 3 GHz Intel Xeon W, 10-Core
  • 32 GB 2666 MHz DDR4
  • 1 TB SSD
  • Radeon Pro Vega 56, 8 GB



Kommentare

tk69
tk6913.01.18 09:18
Wie vereinbart sich der Schwenkarm mit der angeschlossenen Peripherie und den Kabeln? So siehts super aus... aber ist der Schwenkarm beim Betätigen nicht hinderlich für die Kabel?

Danke für den Bericht.
+2
gorgont
gorgont13.01.18 09:36
Super Bericht, ich bin auch am überlegen meinen iMac 2009 durch den iMac pro zu tauschen um wieder was für die nächsten 7-10 Jahre zu haben.
Preis/Leistung stehen wohl in einem gerechten Verhältnis (mit dem üblichen Apple Aufschlag).
touch eyeballs to screen for cheap laser surgery
+2
OpDraht
OpDraht13.01.18 09:36
Danke für den ehrlichen Bericht inkl. Erwähnung ungelöster Probleme.

Stundenlanger Kontakt zum Apple Support bei einem teuren Gerät, dass durch sein einziges, zum normalen iMac abhebendes Merkmal "höhere Geschwindigkeit" eigentlich Zeit sparen helfen soll, ist ziemlich irritierend.
-4
Buginithi
Buginithi13.01.18 10:09
Das Problem 2 hat wohl eher was mit dem "Secure Kernel Extension Loading" zu tun.
Damit werden seit High Sierra erstmal alle Kernel Extension von Dritt-Entwickler blockiert.
Durch den Migrationsassistent wird diese Sperre wohl nicht aufgehoben.
Nur wenn die Extension vor der Installation von High Sierra schon installiert war, wird diese übernommen.

Siehe auch https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/macOS-High-Sierra-blo ckiert-Kernel-Extensions-von-Dritt-Anbietern-3753481.html
+6
sonorman
sonorman13.01.18 10:25
tk69
Wie vereinbart sich der Schwenkarm mit der angeschlossenen Peripherie und den Kabeln? So siehts super aus... aber ist der Schwenkarm beim Betätigen nicht hinderlich für die Kabel?

Danke für den Bericht.
Die Kabel werden am oberen Teil des Arms durch eine Klemmhalterung geführt, dann seitlich vorbeigeführt und im unteren Teil durch einen verschließbaren Kanal verlegt. Wenn man sie mit ausreichend lose verlegt, gibt es keinerlei Behinderungen. Ich kann den Monitor komplett nach links oder rechts drehen, hoch und runter verstellen und den kompletten Arm samt Mac schwenken, soweit der Platz es zulässt. Funktioniert super.

Buginithi
Danke für die Hinweise! Ich war mir nicht sicher, ob es zusätzlich etwas mit dem T2-Chip zu tun haben könnte. Einige der Extensions waren nämlich lange schon vor High Sierra installiert. Seltsam ist auch, dass die Olympus-Extension nach Aktivierung den iMac Pro komplett lahmgelegt hat, obwohl sie auf dem nMP unter Sierra und High Sierra keine Probleme gemacht hat.
0
Hannes Gnad
Hannes Gnad13.01.18 10:33
MTN
Wer auf den iMac Pro wechselt und Programme mit Systemerweiterungen wie z.B. Little Snitch nutzt, sollte daher auf Probleme, wie hier beschrieben, vorbereitet sein!
Ihr Völker, hört Ihr die Signale!

Apple möchte, daß solche kernel extensions, die nicht von Apple selbst als wichtig erachtet werden, verschwinden.
+5
zacwinter13.01.18 10:40
Vielen Dank für diesen ausführlichen Test und Praxistipps bei auftretenden Problemen. So stelle ich mir ein ein Praxistest vor. Top. 👍
+5
Sahneschnitte13.01.18 10:46
Ich hätte hier auch so meine Probleme. Da arbeitet man 4 Jahre völlig problemlos mit einem Rechner. Wechselt, vermutlich ohne große Not, auf was schnelleres, in der Hoffnung, dass der neue Rechner in allen Belangen an den Alten anknüpft. Und dann DAS. Ich hätte vermutlich einen dicken Hals und würde mich ständig Fragen, warum hast du hier auch noch 7500,-€ für bezahlt?
Ich wüsste jetzt nicht, ob ich nach diesen Erfahrungsbericht mir das Teil aktuell auf dem Schreibtisch stellen würde. Da würde ich wohl erst abwarten wie andere Berichte dazu ausfallen und ob sich Apple sich diesem Problem annimmt und Lösungen aufzeigt.
-5
nacho
nacho13.01.18 10:54
Warum hast du dich eigentlich für den iMac pro entschieden, welche Anwendungen verwendest du die ein iMac nicht kann?
+6
wein4tler13.01.18 11:09
Also ich kann mit (m)einem iMac viel verbinden, aber sexy?????
-3
UWS13.01.18 11:20
nacho
Warum hast du dich eigentlich für den iMac pro entschieden, welche Anwendungen verwendest du die ein iMac nicht kann?
Interessante Frage, der ich mich anschließen würde. Ich ringe selbst mit mir, aktueller Stand: Ich warte mal, was sich beim Mac Pro und beim "normalen" iMac so tut in diesem Jahr.

Ich sehe beim iMac Pro tatsächlich, das ist ja im Bericht auch gut beschrieben, einen Riesenvorteil in der Geräuschentwicklung. Die Frage ist nur, ob mir das diesen exorbitanten Aufpreis wert ist. Rechenmodell dazu:

iMac mit 64 GB, 4,2 GHz i7 und 2 TB SSD - 6.199 EUR (bei Apple)
iMac Pro mit 64 GB, 8-Core Xeon und 2 TB SSD - 7.419 EUR (bei Apple)
... das sieht nun auf den ersten Blick gar nicht sooo dramatisch aus ...

Nun kann man aber allein durch die Tatsache, dass man beim normalen iMac den Speicher selber aufrüsten kann, einen satten Betrag sparen. Beispiel: der oben genannte iMac kostet mit der Speicheraufrüstung auf 64 GB z.B. bei Cancom rund 5.380 EUR also satte 800 EUR weniger ....

Im Prinzip reduziert sich das aus meiner Sicht also auf drei Fragen:

- die Lautstärkethematik ist einem EXTREM wichtig
- man hat das Geld grad so rumliegen
- oder man hat wirklich Apps, die bei mehr als 4 Kernen noch einmal ordentlich zulegen. Ich tippe mal im Normalbetrieb ohne die Mehr-Kerne-Nutzung ist ein maximaler iMac mindestens gleich, schnell aufgrund des höheren Basistaktes tendenziell sogar etwas schneller.

Ich möchte damit hier nicht wieder die grundsätzliche Sinnhaftigkeit es AiO-Konzepts diskutieren, mir geht's nur um die Abgrenzung iMac/iMac Pro.
+7
torgem13.01.18 11:20
Ich verstehe immer noch nicht, dass es für eine Arbeitsumgebung sinnvoll sein soll den kompletten Rechner hinter das Display zu kleben.

Für E-Mail User im Wohnzimmer ja. Aber im Büro? Nonsense!
AAPL: halten - reflect-ion.de
-2
Deppomat13.01.18 11:35
„Über-Alles“? Deutschland, Deutschland?

Schreib doch Rundumperformance oder Gesamtperformance oder allgemeine Performance.
-10
Krypton13.01.18 11:36
Ich habe hier beide Verhaltensweisen auch an einem iMac late 2014. Die Systemerweiterungen (bei mir HandsOff) möchten seit HighSierra eine extra Bestätigung, wenn man sie frisch installiert.

Das Anlaufen von externen Festplatten kommt auch bei mir vor. Ich hatte eine Zeit lang AppNap aktiviert, da war es normal (aber für mein Gefühl zu häufig und daher lästig). Aber selbst nach deaktivieren von AppNap laufen die noch hin und wieder (viel seltener) an und es liegt Strom auf den USB-Ports (bei mir duch ein Licht am Grafiktablet sichtbar). Die HDDs sind bei mir am Thunderbolt-Port angeklemmt, das Grafiktablet am USB. Aus den Log-Files konnte ich noch nichts herauslesen.

Eine Lösung dafür hab’ ich auch noch nicht, es dürfte aber eher an MacOS allgemein und nicht am T2-Chip liegen.
+2
barabas13.01.18 11:44
torgem
Ich verstehe immer noch nicht, dass es für eine Arbeitsumgebung sinnvoll sein soll den kompletten Rechner hinter das Display zu kleben.

Für E-Mail User im Wohnzimmer ja. Aber im Büro? Nonsense!

Na nur fürs Wohnzimmer ?, - also es gibt genügend Arbeitsumgebungen wo auch iMacs zu finden sind.

Dennoch, wenn ich Interesse oder Bedarf an so einem leistungsstarken Gerät hätte, müsste ich zunächst einmal abwägen ob ich mit diesem "All in one" Konzept glücklich werden könnte. Wenn dann noch hinzukäme, das schon ein hochwertigen Monitor vorhanden ist und mir Nachrüstoptionen offen halten will, würde ich wohl eher noch warten in der Hoffnung das Apple sein Versprechen endlich Einlöst und Fakten zu einem neuen MacPro veröffentlicht.
+8
Krypton13.01.18 11:52
torgem
Ich verstehe immer noch nicht, dass es für eine Arbeitsumgebung sinnvoll sein soll den kompletten Rechner hinter das Display zu kleben.

Für E-Mail User im Wohnzimmer ja. Aber im Büro? Nonsense!

Vor ein paar Jahren gab’s vielleicht noch gute Gründe dagegen, heute sehe ich weder für Normalanwender noch für Büros ein Problem sondern im Wesentlichen nur Vorteile:

Weniger Platzbedarf
Die Rechner sind heute so klein, dass man keine extra Box dafür braucht

Viel weniger Kabel
Kein Kabel zum Display, kein extra USB, oft keine Lautsprecherverkabelung, keine externe Webcam…

Features funktionieren einfach
Bestimmte Programme wie Facetime, Facetime Audio, Skype, FotoBooth, iTunes Gutscheinkartenscan, Videowiedergabe, … funktionieren einfach, weil standardmäßig Lautsprecher, ein Mikro und eine Webcam eingebaut sind. In den meisten normalen Monitoren ist das nicht dabei und man muss entweder viel selbst installieren (Kabel, Treiber, Geraffel) oder kann die Programme nicht nutzen.

Innovation & Komfort
Viele Innovationen gibt es früher und problemloser als bei getrennter Hardware. Etwa Retina Displays. Das geht, weil der Rechner mit Spezialkabeln und Spezialcontroller hinterm Bildschirm hängt. Bis das auf dem freien Markt mit passenden Grafikkarten, Grafiktreibern, Monitoren und Dual-Displayport-Kabeln überhaupt verfügbar war, vergingen fast 1,5 Jahre. Bei einem All-in-one kein Problem.

Dasselbe gilt für Features wie der Bildschirmblitz bei Photo Booth, hier muss der Rechner die Helligkeit kurz hochwuppen können.

Dasselbe bei Noise-Cancelling Mikrofonen. Hier können in einen All-in-one problemlos 2 oder 3 Mikros eingebaut werden, die für einen guten Klang sorgen. Bei externen Monitoren mit zufällig positionierten externen Mikros praktisch nicht möglich.

Ebenso Night-Shift oder True-Tone Displays. Hier können bei All-in-ones die passenden Sensoren problemlos eingebaut und der Monitor passend angesteuert werden. Bei verschiedenen Komponenten von externen Herstellern (Monitor, Sensor, Kamera, Grafikkarte, Betriebssystem) wird das zum undendlichen Gefrickel.


Das alles gilt auch fürs Büro. Die Rechner sind heute so schnell, dass es für den Großteil der Anwender einfach keine Rolle mehr spielt ob der Rechner hinterm Display oder in einer externen Box sitzt. Beim Handy, Tablet oder Laptop beklagt sich ja auch keiner, dass der Rechner hinter dem Display oder unter der Tastatur (wie beim C=64) residiert
+7
penumbra13.01.18 12:01
Wie sieht es mit Vmware Fusion aus? Das benötigt ja auch eine Kernel-Extension. Gibt es Probleme damit?
enjoy life in full trains
+1
sonorman
sonorman13.01.18 12:04
penumbra
Wie sieht es mit Vmware Fusion aus? Das benötigt ja auch eine Kernel-Extension. Gibt es Probleme damit?
Also grundsätzlich sollte es keine Probleme mit Kernel-Extensions bekannter Programme geben, wenn man die nachträglich manuell aktiviert, wie im Text beschrieben. Ich denke, das mit der Olympus-Extension (siehe Bericht) war eine unglückliche Ausnahme. Little Snitch läuft beispielsweise nach Aktivierung der Extension wieder einwandfrei.
+2
macmuckel
macmuckel13.01.18 12:06
Der Rechner ist sexuell anregend? 😮
Na dann viel Spaß...! 🤣
-2
gritsch13.01.18 12:11
Hm, was ist denn das für eine Olympus-Software dass sie eine Kernel-Extension braucht? Bei LittleSnitch welches ja direkt in den Netzwerktransfer eingreifet ist das klar, aber bei Olympus? Was machen die so Systemnahes?
+2
Philantrop
Philantrop13.01.18 12:32
Folgende Fragen habe ich nach lesen des Berichts:

1. Was macht den iMP zu einem Pro Gerät?
Die Leistung ist es nicht - die ist auf dem Consumer-Markt längst gegeben.

2. Worin liegen die Unterscheidungsmerkmale zum iMac?
Bis auf den Xeon und den T2 ist es quasi nur ein Refresh in einer anderen Farbe.

3. Was soll jetzt genau der Einsatzzweck sein?
"Wer sich um nichts kümmern will und nicht selbst Aufrüsten will" ist für mich eher einer Argumentation für einen iMac - als für einen iMP.

Der iMP wird seine Käufer finden - da bin ich mir sicher, aber noch nie war das Gegen-Mac-Lager so nah an der Wahrheit, wenn es sagt, dass das P/L-Verhältnis bei Apple Produkten nicht stimmt.

Ich könnte wetten, dass hier wirklich ein "Haben-Will" gegenüber dem Verstand obsiegt, denn jedes mal wenn ich darüber nachdenke, einen iMP zu kaufen, ist es nur ein Gefühl den besten Mac in der schlanksten Bauform zu besitzen. Es gibt eigentlich keinen Grund für einen iMP - außer eine künstliche Beschränkung für den nächsten iMac - was ich super schade fände.

Die aktuellen Intel-Chips mit Vega Grafik wären perfekt für den nächsten iMac, aber da würde die Distanz zum iMP schrumpfen - also wird man es lassen. Ebenso der Einsatz von Coffee-Lake CPUs welche es mittlerweile auch mit 16 Kernen gibt - zu wesentlich günstigeren Preisen als die XEONs. An AMD mit ihrem ZEN2 dieses Jahr darf ich überhaupt nicht denken.

Leider ist der iMP, für mich persönlich, ein voller Griff ins Klo.
Sehr schade.
Was du nicht willst, dass man dir tut zzz
-9
gritsch13.01.18 12:53
Philantrop
1. Was macht den iMP zu einem Pro Gerät?
Die Leistung ist es nicht - die ist auf dem Consumer-Markt längst gegeben.

Doch, genau die Leistung ist es!
Philantrop
3. Was soll jetzt genau der Einsatzzweck sein?

Videobearbeitung z. B.
Philantrop
Noch nie war das Gegen-Mac-Lager so nah an der Wahrheit, wenn es sagt, dass das P/L-Verhältnis bei Apple Produkten nicht stimmt.

Vor allem beim Basismodell stimmt das P/L-Verhältnis sehr wohl weil es am Markt keine solchen Geräte gibt, und wenn du dir sowas selbst zusammenbaust, dann ca auf den gleichen Preis kommst (gleichwertige CPU, gleichwertige RAM, gleichwertiges Display etc).
Philantrop
Die aktuellen Intel-Chips mit Vega Grafik wären perfekt für den nächsten iMac

Nö, die sind jetzt auch nicht so der Bringer. Dann doch lieber eine dedizierte GPU von AMD.
+9
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck13.01.18 12:59
Philantrop
...aber noch nie war das Gegen-Mac-Lager so nah an der Wahrheit, wenn es sagt, dass das P/L-Verhältnis bei Apple Produkten nicht stimmt.

Das stimmt doch einfach komplett nicht. Schau dir mal den Zustand vor dem Intel-Switch an: PowerBook G4, miese Leistung, veralteter Chip und Preise wie heute.

Ich sage nicht, dass Apple das perfekte Preis-Leistungs-Verhältnis bietet - ich sage nur, dass es in der Vergangenheit oftmals deutlich schlechter war als heute.
+10
Sahneschnitte13.01.18 13:10
Mendel Kucharzeck
Philantrop
...aber noch nie war das Gegen-Mac-Lager so nah an der Wahrheit, wenn es sagt, dass das P/L-Verhältnis bei Apple Produkten nicht stimmt.

Das stimmt doch einfach komplett nicht. Schau dir mal den Zustand vor dem Intel-Switch an: PowerBook Titanium G4, miese Leistung, veralteter Chip und Preise wie heute.

Ich sage nicht, dass Apple das perfekte Preis-Leistungs-Verhältnis bietet - ich sage nur, dass es in der Vergangenheit oftmals deutlich schlechter war als heute.

Ich weiß nicht, ob man das wirklich vergleichen kann. Seinerzeit wurden ganz andere Stückzahlen gefertigt. Allein die Kosten für Entwicklung der G4 Prozessoren dürften sich schon hier im Preis niedergeschlagen haben. Denn die wurden ausschliesslich für Apple gefertigt. Dazu die kompliziertere Fertigung. Schau dir das PowerBook G4 im Vergleich zum aktuellen MacBookPro an. Das sind schon Welten. Heute ist alles auf maschinelle Fertigung ausgelegt. Kein optisches Laufwerk. Anschlüsse nur auf das nötigste beschränkt. Eigentlich verwunderlich, dass sich preislich gar nicht so viel getan hat. Auch in Bezug auf die aktuell verkauften Stückzahlen.
Von daher habe ich auch so meine Schwierigkeiten mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis einiger Rechner.
+5
tomtom00700
tomtom0070013.01.18 14:35
Na schaut doch einfach mal bei Alternate usw... Die Preise der Chips sind halt hoch... Warum sollte Apple die unter Preis verkaufen? Apple kauft die Chips zu guten Preisen, bauen ein Gehäuse drum und verkaufen es so teuer wie die anderen auch.

Jetzt nicht mit den lauten Plastik Rechnern vergleichen.
0
YellowBean13.01.18 14:55
Danke für den feinen Bericht. Da geht der neue AURALIC VEGA G2 fast unter. Neuerwerb?
+1
penumbra13.01.18 16:14
habe hier gerade vom iMac auf den iMacPro migriert. Nach Aktivierung der Kernel-Erweiterungen (Vmware und Logitech) kommt bein Neustart der Apfel mit dem Ladebalken, der Balken füllt sich langsam (ca. 2-3 Minuten), danach passiert nichts mehr. Ist das das von Dir beschriebene Verhalten / Aufhängen?
Ich habe schon mal einen Hard Reset gemacht und dann mit dem Sicherheitsprogramm die Startsicherheit auf "Medium" eingestellt, aber momentan sitze ich immer noch vor dem Apfel mit dem Ladebalken :'(
enjoy life in full trains
0
Weia13.01.18 16:22
sonorman

Das mit dem regelmäßigen Hochlaufen der Festplatten verstehe ich nicht ganz. Das ist doch das macOS-Standardverhalten seit (wenn ich mich recht entsinne) Lion. Ist ein Feature, kein Bug, und nennt sich Sleep Proxy.

War das bei Dir bislang nicht so? Dann wäre – sofern Du keine Anstrengungen unternommen hast, das auszuschalten – eigentlich das bisherige Verhalten bei Dir das erklärungsbedürftige.

Du kannst dieses Verhalten ausschalten, indem Du eine Systekonfigurationsdatei wie folgt änderst:

/System/Library/LaunchDaemons/com.apple.mDNSResponder.plist:
<key>ProgramArguments</key>
<array>
<string>/usr/sbin/mDNSResponder</string>
<string>-DisableSleepProxyClient</string>
</array>

Das geht allerdings nur bei deaktivierter System Integrity Protection.
+4
sonorman
sonorman13.01.18 16:44
penumbra
habe hier gerade vom iMac auf den iMacPro migriert. Nach Aktivierung der Kernel-Erweiterungen (Vmware und Logitech) kommt bein Neustart der Apfel mit dem Ladebalken, der Balken füllt sich langsam (ca. 2-3 Minuten), danach passiert nichts mehr. Ist das das von Dir beschriebene Verhalten / Aufhängen?
Ich habe schon mal einen Hard Reset gemacht und dann mit dem Sicherheitsprogramm die Startsicherheit auf "Medium" eingestellt, aber momentan sitze ich immer noch vor dem Apfel mit dem Ladebalken :'(
Ja, das war mit der Olympus-Extension genau so.
Versuch mal im abgesicherten Modus zu starten (Shift gedrückt halten).
0
sonorman
sonorman13.01.18 17:11
Weia

Nein, das war vorher nicht so. Am nMP blieben die externen Festplatten im Ruhezustand aus. Es sei denn, da war irgend eine Aktivität am USB-Hub, z.B. wenn man ein USB-Kabel steckt oder zieht, aber das ist hier, wie im Text angedeutet, nicht der Fall.

Die Sache ist echt kompliziert, weswegen ich damit schon seit knapp zwei Wochen mit dem Apple-Support in Verbindung stehe. Mein Fall wurde schon an Systemspezialisten weitergeleitet. Die Aussagen von denen sind bisher nicht ganz eindeutig. (Leider kann man nicht direkt mit denen sprechen, sondern es wird immer über den Telefon-Supporter weitergeleitet.) Nach deren Aussage hat der iMac Pro wegen geänderter Hardware ein „deutlich anderes“ Verhalten im Ruhezustand. Die Wake-Events meiner Platten sollen nach Analyse der Logs mit Time Machine zusammenhängen. Und das, obwohl Power Nap aus ist. Für einige der Events sollen aber auch Netzwerkaktivitäten verantwortlich sein, obwohl ich den Mac inzwischen vor Aktivierung des Ruhezustandes mittels einer Offline-Umgebung komplett vom Netz trenne.

Den mDNSResonder hatte ich allerdings auch schon in Verdacht, weil der regelmäßig im Power-Log mit DarkWake in Verbindung auftaucht.

Ich warte derzeit noch auf Lösungsvorschläge, die man mir zugesagt hat. Wenn das nichts bringt, und wenn auch mit dem bevorstehenden Update auf 10.13.3 keine Besserung kommt, werde ich Deinen Vorschlag aber noch mal aufgreifen. Wobei ich das vorher mit dem Apple-Support absprechen werde.

PS: Ist der Bonjour Sleep Proxy in High Sierra überhaupt noch enthalten? Ich finde dazu nichts im Zusammenhang mit einem aktuellen macOS.
-1
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