Weitreichendes Update für Google Maps angekündigt – "Immersive Navigation" und "Ask Maps"


Vom größten Update seit mehr als einem Jahrzehnt ist in Googles Ankündigung die Rede. Man kombiniere die Gemini-Modelle mit dem tiefgreifenden Wissen über die Welt, welches Google Maps bietet. Dadurch sei es möglich, komplett neue Möglichkeiten freizuschalten, wie die Software zur Strecken- und Zielfindung einzusetzen ist. Hierzulande muss man sich allerdings bis zur Freischaltung noch gedulden, den Anfang machen die USA und Indien.
Suchen mit natürlicher SpracheMit Ask Maps bekommt Google Maps eine konversationelle
Suche. Man kann komplexe, alltagsnahe Anfragen stellen — etwa nach einem ruhigen Café mit Steckdosen, einer Route mit bestimmten Zwischenstopps oder einem Restaurant an einem günstigen Treffpunkt, Gemini erstellt daraufhin konkrete Vorschläge. Google gibt an, die Antworten stützen sich auf Daten aus Google Maps, darunter Orte, Rezensionen, Fotos und frühere Interaktionen. Ask Maps ist als Mischung aus Suche und Empfehlungssystem zu verstehen, das direkt weitere Aktionen ausführen kann.
Die neue "Immersive Navigation"Die zweite große
Neuerung ist Immersive Navigation. Google Maps zeigt beim Navigieren künftig eine deutlich plastischere, realitätsnähere Ansicht der Umgebung mit 3D-Gebäuden, Überführungen, Gelände, Begrünung und transparenten Bauwerken, damit die eigentliche Fahrbahn sichtbar bleibt. Außerdem hebt Maps in kritischen Situationen gezielt Spuren, Zebrastreifen, Ampeln und Stoppschilder hervor. Google sagt, Gemini analysiere dafür aktuelle Street-View- und Luftbilddaten, um ein räumliches Verständnis der Route zu erzeugen. Zusätzlich soll Maps intelligenter erklären, warum eine Route empfohlen wird, inklusive Abwägungen wie kürzer, aber mautpflichtig versus länger, aber weniger Verkehr.
Richtung wurde bereits vor wenigen Monaten angekündigtGanz neu ist die Gemini-Richtung in Maps allerdings nicht. Google hat schon Ende 2025 erste dialogorientierte Funktionen in Maps angekündigt. Die wesentliche Verbesserung besteht darin, dass die KI-Suche mit Ask Maps wesentlich breiter ausgerollt wird und Google gleichzeitig die eigentliche Turn-by-Turn-Navigation komplett neu aufzieht. Mit der Veröffentlichung startet Google zunächst in den USA und Indien auf Android und iOS – eine Desktop-Version soll etwas später folgen.