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Weiterer Bericht: Zukünftige iPhone-Kamera mit 200 Megapixel

Schon seit vergangenem Jahr wird immer wieder darüber berichtet, dass Apple den nächsten großen Schritt bei der Kamera-Auflösung plant. Während aktuelle iPhones 48 Megapixel bieten, sollen es im nächsten oder spätestens übernächsten Jahr sogar 200 MP sein. Dem bekannten Leaker Digital Chat Station zufolge hat die Entwicklung Fahrt aufgenommen, sodass die Marktreife bereits 2027 erfolgen könnte. Neu ist zudem die Aussage hinsichtlich eines 200-MP-Sensors im 1/1,12"-Format für die Tele- und eben nicht für die Hauptkamera. Hier befinde sich Apple in einem fortgeschrittenen Stadium und wolle auf dieselbe Konfiguration wie Oppo im Find X9 Ultra setzen.


Viel mehr Megapixel für bessere Verarbeitung
200 Megapixel auf dem Sensor bedeuten allerdings nicht automatisch auch gewaltige 200 MP im gespeicherten Foto. Der Sensor liefert zunächst sehr viele Rohdaten, daraus kann das System kleinere, sauberere Bilder errechnen ("Computational Photography"), etwa mit weniger Rauschen und höherer Detaildichte. Genau darin liegt oft der eigentliche Nutzen solcher Sensoren. Generell gilt: Mehr Megapixel führen nicht automatisch zu besserer Bildqualität. Wenn man auf gleicher Sensorfläche immer mehr Pixel unterbringt, müssen zwangsläufig die einzelnen Pixel schrumpfen. Das kann vor allem bei schlechteren Lichtverhältnissen zusätzliches Rauschen herbeiführen und somit ungewollte Effekte verursachen.

Außerdem größerer Sensor?
Ein interessanter Punkt ist deshalb die angeblich größere Sensorfläche mit rund 93,2 mm², wohingegen es der Hauptsensor der aktuellen Pro-Modelle nur auf 71,5 mm² bringt. Ein größerer Sensor kann einen Teil des Nachteils der höheren Pixeldichte wieder ausgleichen, weil mehr Licht eingefangen wird. Es klingt durchaus schlüssig, dies für die Tele- statt die Hauptkamera umzusetzen. Gerade dort würden sich durch die sehr hohen Auflösungen Vorteile ergeben, weil sie zusätzlichen Spielraum für Crop-Zoom, digitale Zwischenstufen und feinere Detailerfassung bieten.

iPhone 18: Auflösung bleibt, aber variable Blende
Für die 2026er Generation des iPhones gab es ebenfalls bereits zahlreiche Meldungen. Apple setzt demnach im iPhone 18 Pro erstmals auf eine variable Blende, wie es aus übereinstimmenden Berichten der namhaften Leaker heißt.

Kommentare

CJuser27.03.26 09:00
Ich hätte jetzt eher vermutet, dass es sich hierbei um die Konstellation des Xiaomi 17 Ultra handelt.
Aber es ist auf jeden Fall erfreulich, dass man jetzt schneller auf die Technik der Mitbewerber aufschließen will. Mal schauen, auf welche Brennweite es bei der Telekamera hinausläuft. Trotzdem würde sich der Sensor auch für die Weitwinkelkamera gut machen. Da würde selbst bei einem 2x Crop eine Auflösung von 50 MP rauskommen.
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flyingangel27.03.26 09:15
Was bringen die vielen Pixel, wenn dafür die Lichtstärke - und damit die Gesamtqualität - runtergeht? Meine Nikon Spiegelreflex mit 12,3MP macht trotzdem noch immer bessere Bilder. Auflösung ist halt nicht alles - nur ein Eyecatcher!
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holk10027.03.26 09:21
Nach den bisherigen Erfahrungen mit Apple werden die hier nicht nur einfach wie andere Hersteller mit vielen Megapixel werben wollen, sondern das in einem Gesamtkonzept zu besseren Fotos führen. Besonders interessant könnte diese Technik mit mehr Megapixel für das iPhone Air sein, das wohl auch in Zukunft kein Teleobjektiv erhalten wird, dann aber den Zoom über Bildausschnitte erreichen kann, die dann immer noch scharf sind.
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globalls
globalls27.03.26 09:44
Aus meiner Sicht vollkommen aufgeblasen und eigentlich nur vom Markt getrieben. Ja, so bekommt man Speicher voll, da muss natürlich mehr iCloud Speicher her. Ich red da jetzt von den Millionen Normalos, die tausende Fotos rausballern und irgendwo eben speichern müssen.
Spiegelreflex Benutzer wie flyingangel schauen auf jedes einzelnes Bild und erkennen den Unterschied. Heute ist ja ein Foto schon mißlungen, wenn jemand irrtümlich den Porträt Modus eingeschaltet hat, kennt ja keiner mehr! So wie die wenigsten den Begriff Schärfentiefe kennen oder jemals kennenlernen werden...leider!
Muss ich denn alles selber machen?
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Creativer
Creativer27.03.26 09:49
Warum nur 200 Megapixel?

btw. meine Canon Ixus für schlappe 1.000 DM hatte 2,1 Megapixel.
Damals von meinem Ausbildunglohn gekauft… mir wurde damals an der Kasse kurz schwindelig von dem Betrag
+1
uni.solo27.03.26 10:05
flyingangel
Was bringen die vielen Pixel, wenn dafür die Lichtstärke - und damit die Gesamtqualität - runtergeht? Meine Nikon Spiegelreflex mit 12,3MP macht trotzdem noch immer bessere Bilder. Auflösung ist halt nicht alles - nur ein Eyecatcher!
Nun, wenn man viel Zeit und Ruhe für ein ruhendes Motiv hat mag das stimmen. Das finale Bild ist mit 12MP ausreichend gut, wenn man sein Handwerk versteht. Allerdings schätze ich es schon, dass ich 25MP zur Verfügung hab und mir nachträglich noch ein paar Optionen zur Bildgestaltung bleiben.

Dass mit erhöhter Pixelzahl die Bildqualität runter geht ist schon eine steile These. Moderne Sensoren haben eine viel höhere Quanteneffizienz auf dem Chip, bessere Signalverstärker, d.h. können mit weniger Licht auch Signale mit viel weniger Rauschen produzieren als frühere Generationen. Ganz zu Schweigen von Autofokus-Geschwindigkeiten und -steuerungen für schnelle Motive oder in kontrastarmen Situationen. Es gibt genügend Nutzer jenseits Deines Horizonts, die das zu schätzen wissen.

Ich stimme nur insofern zu, dass 200MP im Vergleich zu 48MP für die optische Abbildung keinen großen Mehrwert haben. Aber ein höher aufgelöstes Helligkeits- und Farbmapping werden bei computational fotography ein subtile aber wesentliche Rolle spielen, auch wenn das Ergebnis vermutlich ein 20 oder 48MP-Bild sein wird.
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