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Vor 5 Jahren: Apple stellt den iMac Pro ein

Mitte der 10er Jahre wurde die Kritik an Apple immer lauter, Pro-Nutzer aus dem Auge verloren zu haben – genauer gesagt solche Anwender, die sehr hohe Anforderungen an die Performance haben. Der 2013 vorgestellte Mac Pro hatte sich als Sackgasse erwiesen, denn dieser war selbst für Apple nicht erweiterbar. Damit gemeint ist das Ausbleiben einer zweiten Generation, denn die Bauweise verhinderte, aktuellere CPU- und GPU-Hardware einzusetzen – die Kühlung hätte nicht mehr ausgereicht. Als das Unternehmen im Frühjahr 2017 dann eine grundlegend neuentwickelte Version des Mac Pro ankündigte, gab es noch eine lange Wartezeit zu überstehen. Dieser erschien nämlich erst Ende 2019. Dafür präsentierte Apple im Dezember 2017 ein anderes Gerät mit hoher Rechenleistung.


Außen ein (dunkler) iMac, innen High-End
Der iMac Pro mochte von außen zwar fast wie ein normaler iMac 27" aussehen, im Inneren fand aber gänzlich andere Hardware Platz. Apple setzte hier 8-, 10-, 12-, 14- oder gar 18-Kern-Xeon-Prozessoren von Intel wie auch AMD-Vega-Grafikkarten ein. Der Grundpreis lag bei 5.499 Euro, konnte in Maximalausstattung jedoch auf über 15.000 Euro ansteigen. Das Gerät war eindeutig als Lückenfüller gedacht, eine Neuauflage sollte es nie geben. Das Gespann aus Mac Pro und Pro Display XDR galt Apple eher als Kombination für den High-End-Sektor.

März 2021: Das Ende des iMac Pro
Vor fünf Jahren erfolgte dann die Ankündigung, dass der iMac Pro vor dem Aus steht. Restposten wollte man noch abverkaufen, aber keine neuen Geräte mehr produzieren lassen. Ein Blick auf das damalige Sortiment zeigt, warum die Rolle des iMac Pro so schwierig geworden war. M1-basierte Macs, die es inzwischen seit wenigen Monaten gab, überholten in CPU-Benchmarks selbst die Version mit acht Xeon-Kernen. Bei der Grafikleistung sah es noch anders aus, an der CPU-Front begann das Gerät hingegen merklich zu schwächeln.


Viel Leistung im dunklen Alu-Gehäuse

Keine Neuauflage, stattdessen Mac Studio – aber Comeback möglich?
Apple musste zwar erneut die Wartezeit überbrücken, bis ein neuer und diesmal ARM-basierter Mac Pro erscheinen konnte, doch diesmal entstand daraus eben kein neuer iMac Pro, sondern der Mac Studio. Die Ära der 27"-iMacs ging übrigens nicht mit dem iMac Pro, sondern mit dem regulären Modell zu Ende. Dieses ließ man ein Jahr länger im Sortiment und entfernte die Baureihe erst im März 2022. Eine Forderung verstummte seitdem nie: Apple möge doch bitte wieder einen iMac mit größerem Display anbieten! Möglicherweise könnte das in den kommenden Monaten sogar Realität werden, denn es ließen sich Spuren im Code finden, die ein Comeback andeuten.

Kommentare

trashcantrasher05.03.26 16:32
ich tippe gerade an einem iMac Pro und warte auf eine Ankündigung eines adäquaten Ersatzes. In welcher Form auch immer.
+3
mazun
mazun05.03.26 16:43
Ich stolpere gerade über 5.499€-15.000€, weil ich ganz vergessen hatte, dass der damals dermaßen teuer war. Wie teuer soll so ein Gerät denn heute sein, wenn man bedenkt was Apple allein für ein XDR-Display heute verlangt (und unter dem brauchen sie so einen iMac ja eigentlich nicht anbieten, oder?).
+1
gfhfkgfhfk05.03.26 17:01
trashcantrasher
ich tippe gerade an einem iMac Pro und warte auf eine Ankündigung eines adäquaten Ersatzes. In welcher Form auch immer.
Das sehe ich nicht.

Auch der MacStudio hat schon eine recht hohe Leistungsaufnahme (M4Max bis zu 336W). Bei den Workstation und Server CPUs gehen die Leistungsaufnahmen wegen des KI Booms durch die Decke. Aktuell sind 500W bei AMD und Intel sowie 425W Ampere die Obergrenze, dazu kommen ca. 15W TDP pro RDIMM. Die neusten GPUs ziehen 600W. Wie will man das in ein iMac stopfen? Das bekommt man nicht mehr sinnvoll in so einem Gehäuse gekühlt. Was gehen könnte wäre ein auf dem M5Pro basierender iMac mit 27″ Display. Da läge man sicher unter 150W.
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Troubadixderdritte05.03.26 17:16
War ein cooles Teil, aber tatsächlich läuft mein MacBook Pro M3 Max zusammen mit einem Highend 32 Zoll Monitor wesentlich besser, reibungsloser und stressfreier als der hyperteure iMac Pro (10Core, 64GB RAM) damals 😜
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dam_j
dam_j05.03.26 17:30
Ist ein M4 Mac Mini + das günstige Studio-Display nicht schon um Welten besser als jede iMac Pro Konfiguration es je war?

Würde da gar nicht mit dem Mac Studio / XDR Vergleichen.
Der Mac Studio ist ja quasi ein MacPro (ohne PCIe) und sollte daher eher als solcher gesehen werden.

Für die 5000€ des iMac Pro bekomme ich zu Apple UVP´s das neue Studio Display + einen sehr gut ausgestatteten Mac Studio und bin sehr viel flexibler.
Sehe da tatsächlich den "Sinn" eines solchen Produktes nicht mehr.

Damals gab es in der iMac Pro Leistungsklasse ja sonst nur noch den MacPro, da hatte ein iMac Pro noch "Sinn" gemacht.

Das Leben ist Scheiße aber die Grafik ist geil !
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