VR-Prototyp bei Apple bereits seit Monaten in Betrieb

Nachdem Tim Cook anlässlich der Quartalszahlen bereits Interesse am Markt für Virtual-Reality-Lösungen bekundet hat und einer der führenden Interface-Forscher auf diesem Gebiet zu Apple gewechselt ist, gibt es nun weitere Details zu Apples Ambitionen. Einem neuen Bericht zufolge hat Apple bereits eine größere Abteilung für die Forschung rund um virtuelle Realitäten (VR) geschaffen. Prototypen von VR-Brillen sollen bereits seit einigen Monaten vorliegen.


Apples Fokus liegt jedoch momentan auf AR (Augmented Reality, erweiterte Realität), wozu der Konzern das Google-nahe Unternehmen Flyby Media übernommen hat. Im Gegensatz zur VR, bei der Nutzer durch die gezielte Täuschung der Sinnesorgane in eine virtuelle Welt versetzt werden, erweitert AR das bestehende Sichtfeld um zusätzliche Daten. Apple-Patenten zufolge wäre so beispielsweise eine Navigationsebene möglich, die Autofahrer bei der Sicht auf den Straßenverkehr unterstützt.

Da Apple bereits den Xbox-Kinect-Entwickler PrimeSense, den Volkwagen-nahen AR-Pionier Metaio sowie LinX und Faceshift übernommen hat, könnte Apple geschickt mehrere Technologien für eine elegante AR-Lösung kombinieren. Dadurch wäre es möglich, dem Autofahrer eine erweiterte Realität beim Blick aus dem Auto zu bieten, ohne dass eine Brille getragen werden muss. Die Lösung wäre passend für ein Apple-Auto, dass verschiedenen Berichten zufolge ebenfalls in Planung ist.


Momentan besteht die Abteilung aus mehreren Hundert Mitarbeitern, welche von verschiedenen übernommenen Unternehmen stammen. Einige Experten wie Interface-Experte Doug Bowman wurden aber auch direkt angeworben. Apples Chef-Designer Jonathan Ive zufolge sei das Gesicht jedoch nicht geeignet, um dort Technologie hinein zu platzieren. Apple verfolgt daher offenbar einen Ansatz, der ohne VR-Brille im Gesicht auskommt. Die bestehen VR-Brillen werden daher vermutlich nur für die interne Entwicklung zum Einsatz kommen und nicht in die Hand von Apple-Nutzern gelangen.

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Kommentare

Raziel101.02.16 09:17
Das Apple Lytro gekauft hat war mir neu, dachte die waren nur mal im Gespräch, haben sich aber am Ende mit nem anderen Hersteller zusammengetan der an ähnlichen Kameras/Linsen gearbeitet hat.
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sb01.02.16 09:31
Raziel1
Korrigiert. LinX war gemeint.
🎐 Sie werden häuslichen Frieden, finanzielle Sicherheit und gute Gesundheit genießen.
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Black Mac
Black Mac01.02.16 10:40
Zurzeit geht mir kein anderes Hype-Thema so eiskalt am Allerwertesten vorbei, wie VR. Zu viele vermurkste Konzepte haben nur vermurkste “Spiele” hervorgebracht:

  • Der Fuchtel-Controller der Wii
  • Das unterirdische Tablet der Wii U
  • Die total gefloppte Xbox Kinect
  • Sony Move, das nie aus den Startlöchern kam

Ich freue mich schon auf VR-Spiele, bei denen ich einen virtuellen Bürger mit Ketchup verzieren darf, während mich die Mitbewohner auslachen. Denn zu mehr reicht weder die Rechenleistung noch die Fantasie der Spielehersteller (siehe oben).

Das wird IMHO nichts, aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.
P.S.: Apple kann keine Dienste.
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QuickSilverEX
QuickSilverEX01.02.16 10:55
was haben denn deine aufgezählten Punkte mit VR gemein?

Sowohl VR als auf AR haben revolutionäres Potenzial.
Man muss nicht viel Fantasie haben,
um zu erkennen, welche Möglichkeiten sich damit eröffnen.
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Capone
Capone01.02.16 11:37
Black Mac
Zurzeit geht mir kein anderes Hype-Thema so eiskalt am Allerwertesten vorbei, wie VR. Zu viele vermurkste Konzepte haben nur vermurkste “Spiele” hervorgebracht:

  • Der Fuchtel-Controller der Wii
  • Das unterirdische Tablet der Wii U
  • [...]
[...]
Sowohl die Wii Remote (samt Nunchuk) als auch das Wii U GamePad haben nicht wirklich was mit VR zu tun. Ersteres war ein sehr gelungener Take bezüglich Motion Control, und zweiteres ist nur ein Game Controller samt Display mit integriertem Gyrosensor. Auch sehr gelungen (ich nutze es jedenfalls täglich).
Mit VR à la Oculus Rift hat das nix zu tun.
These are not three separate devices. This is one device. And we are calling it...
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someone01.02.16 12:04
Das duerfte schon Potential haben, Apple hatte ja genug Zeit sich zu ueberlegen ob sie doch noch auf diesen Zug aufspringen sollen...
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Black Mac
Black Mac01.02.16 12:49
QuickSilverEX
was haben denn deine aufgezählten Punkte mit VR gemein?

Sowohl VR als auf AR haben revolutionäres Potenzial.
Man muss nicht viel Fantasie haben,
um zu erkennen, welche Möglichkeiten sich damit eröffnen.
Sorry, ich habe meine Gedanken zu wenig ausformuliert. Crytek hat zum Beispiel “The Climb” gezeigt. In dieser Demo klettert man mit einer Oculus Rift auf imaginären Felsen herum. Das ist ein typisches Beispiel für eine Anwendung, die man einmal hervorkramt und dann nie wieder anfasst. Und auch wenn es nichts mit VR zu tun hat, erinnert mich das auf fatale Weise an Wii Sport, Kinect Sport und wie sie alle hiessen. Dass für VR bessere Spiele angeboten werden, muss erst bewiesen werden. Allein, mit fehlt der Glaube.
P.S.: Apple kann keine Dienste.
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4mac
4mac01.02.16 22:49
Ich sehe da einen ganz anderen Zusammenhang, was Apple mit der/den Technologie/n anstellen könnte.

Ich habe selbst schon mit der metaio Software gearbeitet und weiß, was die im Koffer hatten, als Apple sie gekauft hat.

Ich sehe da eher die Verbindung zum selbsfahrenden Auto, als das sich der Fahrer solche Infos in der frontscheibe oder auf ner Brille einblenden lassen ließe. Selbstverständlich könnte das aber auch so kommen.


Eigentlich geht das ganze (welches metaio im Gepäck hat) eher in Richtung KI - an Hand des Kamerabilds wird via Algorithmen vorausberechnet, wie Elemente positioniert werden müssen, um den Raum (der von der Kamera aufgefangen wird) nicht zu verlassen. Für Fahrerloses fahren also unabdingbar. Zusätzlich dazu könnten dann sogar noch die Verkehrsschilder mit ausgewertet werden, welche das Auto dann automatisch steuern könnten (Tempolimit, Stoppzeichen usw.). Es wären sogar Abstandswarner mit integriertem Tempomat, Toter Winkel Assestent usw. möglich - ohne Einsatz von Radar oder so - da die Software den Abstand zwischen den einzelnen Messpunkten messen kann.

Der Einsatz ist also sehr vielseitig... (Nicht nur für den Unterhaltungssektor oder für simples einblenden von Informationen)


Und was die Performance angeht:
Das funktionierte schon auf dem iPhone 3GS damals reibungslos - möchte nicht wissen, wie es dann auf neueren Generationen aussieht.


Just my 50cent
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