Push-Nachrichten von MacTechNews.de
Würden Sie gerne aktuelle Nachrichten aus der Apple-Welt direkt über Push-Nachrichten erhalten?

TechTicker – Vienna Calling (1): Nubert Neuheiten, großes eversolo-Release, DCA ÆON CORE, WiiM Soundbar und mehr

Es ist natürlich nur ein kleiner Auszug dessen, was momentan gerade in Wien auf der High End präsentiert wird. Sie finden hier einige der interessantesten Neuheiten der diesjährigen Leitmesse für HiFi und High End Audio. Mit ein paar echten Perlen darunter, die Appetit machen.


DAS GROSSE EVERSOLO-REALEASE: ACHT NEUHEITEN AUF DER HIGH END VORGESTELLT
Nun ist die Katze also aus dem Sack. Zum Start der High End in Wien (noch bis zum morgigen Sonntag) hat eversolo (Vertrieb audioNEXT), wie kürzlich schon angedeutet, nicht wie die Meisten ein oder zwei große Neuheiten mitgebracht, sondern gleich acht. Die dazugehörige Pressemeldung ist viel zu umfangreich, um ihren Inhalt hier ungekürzt wiederzugeben, also fasse ich das Wichtigste zusammen. Hier erst mal eine Liste der neuen Geräte:


  • T10 Streaming-Transport
  • DMP-A8 Gen 2
  • DMP-A8 Master Edition Gen 2
  • DAC-R8 R2R-DAC
  • AMP-F8 Class-AB-Endstufe
  • AMP-F6 Class-D-Endstufe
  • SA200 Integrierter Streaming-Verstärker
  • C10 Precision Master Clock

T10 Streaming-Transport
Bei zwei (eigentlich drei) Neuheiten handelt es sich um Weiterentwicklungen bestehender Modelle, der Rest ist am ehesten als Ausbau des Angebots für andere Teilbereiche der Wiedergabekette zu sehen. Als technologische Spielwiese dient vor allem der neue Streaming Transport T10, der den Aufwand zur Signaloptimierung beim Streaming auf die Spitze treibt. Gegenüber dem in diesem Punkt schon überragenden T8, der seit einigen Monaten bei mir als Referenz dient, legt der T10 noch mal eine Schippe oben drauf. Stärkere Prozessoren, 8,6-Zoll-Premium-Display, noch genauere und rauschärmere Signalverarbeitung, ein externer Clock-Anschluss (passend für C10) und noch ein paar Optimierungen runden die Streaming-Fähigkeiten nach oben ab. Ein wesentlicher Punkt ist auch die neu gestaltete Benutzeroberfläche. Was das genau bedeutet und ob diese auch per Firmware-Update für bestehende Geräte verfügbar wird, ist noch nicht bestätigt worden.


DMP-A8 Gen 2 und DMP-A8 Master Edition Gen 2
Die zweite Weiterentwicklung betrifft einen der (zur Recht) beliebtesten Streaming-Dac-Vorverstärker des Herstellers, nämlich den wirklich großartigen DMP-A8 (siehe Test der ersten Version). Der erscheint nun in zwei Version als Generation 2. Eine "normale" Version und eine Master Edition Gen 2 mit feineren Bauteilen und noch besseren Messwerten (sowie einem Zentimeter höherem Gehäuse) für Nutzer mit höherem Klanganspruch. Eine Besonderheit des DMP-A Master Edition, die sicher nicht nur besonders audiophile zu schätzen wissen, ist ein integriertes Top-Loader CD-Laufwerk. Beide Versionen verfügen über ein verbessertes 8,6-Zoll-HD-Display und ein brandneues UI.


Zu den Verbesserungen gehört u. a. auch eine verbesserte, diskrete Dual-Power-Architektur zur Stromversorgung, die digitale und analoge Stufen vollständig voneinander trennt. Dazu gehört ein dediziertes lineares Netzteil für die analogen Audioschaltungen für einen extrem niedrigen Rauschpegel von nur 20 μV. Auch ein neuer 64-Bit-Octa-Core-Hauptprozessor sowie 8 GB RAM und 64 GB internem Speicher gehören zum neuen Konzept des DMP-A8.


DAC-R8 R2R-DAC
Wie der Name schon verrät kommt in diesem eversolo-DAC erstmals kein Wandlerchip anderer Hersteller zum Einsatz, sondern die hauseigene 24-Bit-R2R-DAC-Architektur mit diskretem Widerstandsnetzwerk mit wählbaren NOS- und OS-Modi sowie einem vollständig symmetrischen Design der analogen Ausgangsstufe. R2R-DACs genießen bei manchen einen besonders guten Ruf. Ich persönlich habe inzwischen verschiedenste R2R-DACs gehört, darunter bessere und weniger überzeugende. Einen echten Klangvorteil zu den besten heute verfügbaren DAC-Chips konnte ich nicht pauschal ausmachen. Mal hören, was eversolo da zu bieten hat.


AMP-F8 Class-AB-Endstufe
Angetrieben von einem 800-W-Ringkerntransformator-Linearnetzteil nutzt der AMP-F8 drei Paare MOSFETs, um niedrige Verzerrung von nur 0,003 % zu erreichen. Im Brückenbetrieb liefert er bis zu 500 W an 8 Ω und bietet damit reichlich Leistung für anspruchsvolle Vollbereichslautsprecher.
Abmessungen: 388 mm × 248 mm × 199 mm (L × B × H).

AMP-F6 Class-D-Endstufe
Der AMP-F6 basiert auf GaN-Leistungsverstärkermodulen (Galliumnitrid, inzwischen auch aus Ladegeräten bekannt) und nutzt die ultraschnellen Schalteigenschaften der Halbleitertechnologie der dritten Generation, um eine außergewöhnliche Effizienz und Transientenleistung zu erzielen. Seine Ausgangsleistung beträgt 225 W pro Kanal an 8 Ω und 450 W pro Kanal an 4 Ω.
Abmessungen: 270 mm × 205 mm × 78 mm (L × B × H).

SA200 Integrierter Streaming-Verstärker
Der SA200 ist nach dem PLAY der zweite Streaming-Vollverstärker von eversolo und eine Klasse höher angesiedelt. Er arbeitet mit AK4497-DAC-Technologie und liefert bis zu 320 W pro Kanal an 4 Ω (Class-D-Schaltung). Abmessungen: 430 mm × 320 mm × 135 mm (L × B × H).

C10 Precision Master Clock
Als Timing-Referenz für das High-End-Audio-Ökosystem von eversolo liefert der C10 ein ultrapräzises Taktsignal, das exakte Synchronisation zwischen den angeschlossenen digitalen Komponenten gewährleistet. Durch die Schaffung einer äußerst stabilen Zeitbasis spielt er eine entscheidende Rolle bei der Vervollständigung der digitalen Hi-Fi-Architektur von eversolo.

Einschätzung
Nur sehr wenige Hersteller komplexer Streaming-Hardware bieten derart viele Neuheiten auf einen Schlag. Die Entwicklungsfrequenz bei eversolo ist wirklich beeindruckend. Aus audiophiler Sicht ist dabei besonders erfreulich, wie akribisch die Macher das Thema digitale Signalverarbeitung hier weiter entwickeln und zugleich eine immer größere Auswahl an Produkten in unterschiedlichen (aber stets noch bezahlbaren Preisklassen) anbieten, so dass für beinahe jeden Bedarf und Anspruch etwas dabei ist.

Nur eine Sache vermisse ich in der Ankündigung. Zwar wurde auch eine neue Prozessorgeneration mit erheblich höherer Systemleistung eingesetzt, aber es ist leider nirgendwo die Rede davon, ob eversolo damit auch das bisher größte Problem seiner Architektur beseitigt. Nämlich die zu geringe Auflösung der DSP-Filter für die automatische Raumkorrektur. Die konnte nämlich als einziges bei eversolo bisher nicht überzeugen. Aber vielleicht ist das ja auch eine Randnoriz, die es einfach nicht in die Pressemeldung geschafft hat. Ich bleibe dran.


+ + + + + + + + + +



DAN CLARK AUDIO ÆON CORE GESCHLOSSENER KOPFHÖRER
Dan Clark Audio (ebenfalls im Vertrieb bei audioNEXT) hat in Wien den ÆON CORE angekündigt, einen neuen geschlossenen planar-magnetischen Kopfhörer und direkten Nachfolger des ÆON 2. Mit einem Preis von 999 Euro (erhältlich ab Juni) führt der ÆON CORE einen vollständig neu entwickelten Treiber ein, der auf hohe Effizienz und Serienkonstanz ausgelegt ist. Zudem ist er der erste Kopfhörer von DCA, der auf eine überarbeitete Harman-Over-Ear-Zielkurve abgestimmt wurde, die in Zusammenarbeit mit Dr. Sean Olive entwickelt wurde.


Die ÆON-Serie bildet seit 2017 das Fundament des Produktportfolios von Dan Clark Audio und steht für referenzwürdige magnetostatische Performance zu einem zugänglichen Preis. Der ÆON CORE führt diese Ausrichtung fort und bringt substanzielle Verbesserungen in den Bereichen Treibertechnologie, Klangabstimmung und den zugrunde liegenden messtechnischen Methoden.

Mit einer Empfindlichkeit von 97 dB/mW lässt sich der ÆON CORE problemlos mit tragbaren DAC/Verstärkern, Dongles sowie Desktop-Systemen betreiben. Verstärker mit mindestens 125 mW an 16 Ohm sind ausreichend; zusätzliche Leistung ist willkommen, aber nicht zwingend erforderlich.

Die Abstimmung des ÆON CORE basiert auf einer korrigierten Version der Harman-Over-Ear-Zielkurve, die Dan Clark gemeinsam mit Dr. Sean Olive im Jahr 2025 entwickelt hat. Die ursprüngliche Harman-Kurve wurde mithilfe einer speziellen Mess-Ohrmuschel und eines früher bewährten Mikrofonsystems erstellt. Bei Messungen desselben Kopfhörers auf modernen GRAS-Pinnen mit dem heute üblichen RA0402-Mikrofon zeigt sich jedoch eine systematische Abweichung. Auf Basis der ursprünglichen Hardware als Referenz entwickelten Clark und Olive eine aktualisierte Zielkurve, die präzise auf aktuelle Messsysteme übertragbar ist.

In der Praxis bedeutet das ein leicht reduzierter Oberbass, ein sanft angehobener unterer Mitteltonbereich und ein etwas zurückgenommener oberer Mittelton. Stimmen treten dadurch präsenter hervor, aber ohne Härte – so die Zielsetzung. Akustische Instrumente behalten Körper und Gewicht. Der Bass ist straff und präsent, ohne überbetont zu wirken.


+ + + + + + + + + +


NUBERT PRÄSENTIERT AUF DER HIGH END DIE NEUE AMBIENT LINIE – STRREAMER UND VERSTÄRKER
Nubert erweitert sein Elektronik-Portfolio und zeigt aktuell auf der High End Vienna 2026 vier neue Komponenten: die Streaming-Vorstufe nuControl X-2, die passende Endstufe nuPower A-2 sowie die kompakten Geschwister nuControl X-c und nuPower D-c. Unter dem Namen Ambient Line soll die neue Elektronik-Generation leistungsfähiges Klangmanagement, flexible Konfiguration von Stereo bis Mehrkanal und ein hochwertiges Design kombinieren.


Tatsächlich ist der Look der neuen Nubert-Ambient Serie unerwartet. Zumindest bei Betrachtung der bisherigen Designsprache Nuberts. Mich erinnert es spontan ein wenig an Telefunken, die ebenfalls oft Silber mit Schwarz in ansonsten recht klarem Design kombinierten. Nubert beschreibt es wie folgt:

Die Gerätefronten aus schwarzem Glas und gebürstetem, silber-eloxiertem Aluminium setzen einen hochwertigen Akzent, ohne die bewusst reduzierte Formensprache der Nubert-Klangmanager aufzugeben. Klare Linien, intuitive Bedienung und eine auf das Wesentliche konzentrierte Gestaltung bleiben erhalten und werden durch einen hochwertigen Materialmix sichtbarer inszeniert. Ein prägendes Gestaltungselement ist die Stufe in der gebürsteten Aluminium-Sockelzone in Verbindung mit dem matt-aluminiumfarbenen Drehregler. Zusammen mit dem gebürsteten schwarz-eloxierten Gehäuse entsteht ein Materialmix, der klassische HiFi-Elemente aufgreift und zugleich klar in die Gegenwart übersetzt. Die neue Ambient Line tritt damit nicht nur akustisch, sondern auch visuell als hochwertige Elektronik-Lösung im Wohnraum auf.

Die Komponenten der Ambient-Serie im Detail:
Der nuControl X-2 ist eine fast schon als klassisch zu bezeichnende Kombination aus Streamer, DAC und Vorverstärker, die laut Nubert als rechenstarke Klangsteuerungseinheit konzipiert ist. Die Signalverarbeitung unterstützt Datenraten bis DSD512 beziehungsweise 768 kHz/32-Bit. Für Feintuning stehen ein 7-bändiger vollparametrischer Equalizer sowie Delay-Anpassungen zur Verfügung. Damit lässt sich die Wiedergabe an Raum, Lautsprecher und persönliche Hörvorlieben anpassen. Integrierte Streamingdienste, WLAN und Bluetooth aptX HD/LL ergänzen die Anschlussmöglichkeiten. Neu ist neben dem Design auch die überarbeitete Bedienoberfläche, die nun in deutscher Sprache verfügbar ist. Die Steuerung erfolgt wahlweise über ein Touchdisplay, die Fernbedienung oder die App.


Die nuPower A-2 ist als passende Endstufe zur nuControl X-2 konzipiert und setzt auf einen Hybrid-Aufbau aus Schaltnetzteil und Class-AB-Endstufe. Der diskrete Aufbau mit MOSFET-Transistoren soll hohe Leistungsreserven, dynamisches Handling und präzise Impulsverarbeitung verbinden. Die energieeffiziente Schaltung mit passendem Thermomanagement sorgen bei der nuPower A-2 in allen Betriebssituationen für präzise Klangabbildung – sowohl im Stereo- als auch im Monobetrieb. Damit eignet sie sich für klassische Stereo-Setups ebenso wie für größere Konfigurationen, bei denen ein Verstärker gezielt einem Lautsprecher zugeordnet wird.
Nicht fehlen dürfen offenbar heutzutage VU-Meter in irgend einer Form. Sei es als virtuelle Anzeige in einem Display, oder wie hier als echte Zeigerinstrumente. Sie greifen die Ästhetik traditioneller Stereo-Komponenten auf.


Später in diesem Jahr folgen noch kleinere Varianten namens nuControl X-c und nuPower D-c. Beide kompakten Ambient-Line-Komponenten werden auf der Messe (und unten im Bild) als Vorgeschmack gezeigt und sollen im Herbst erhältlich sein.



+ + + + + + + + + +


CAYIN SINGLE-ENDED CLASS-A VERSTÄRKER HA-300 MK3 MIT RÖHRENGESTEUERTEM NETZTEIL
Dem Charme großer, glimmender Elektronenröhren in HiFi-Geräten kann man sich nur schwer entziehen. Weder optisch noch klanglich. Wer einmal ein richtig gutes Verstärkergespann insbesondere mit der legendären Single-Ended Triode 300B (am besten direkt geheizt) über eine richtig gute Anlage gehört hat, wird seine Zweifel an der vermeintlichen Perfektion so mancher Digitalkomponente nicht mehr los. Darum, und weil große, schwere Röhrenverstärker einfach mit ihrer puren Erscheinung faszinieren, stirbt die Technik auch nicht aus. Im Gegenteil. In Kombination mit moderner Material- und Fertigungstechnik plus verbesserten Erkenntnissen über Signalverarbeitung und deren Tücken, leben Röhren gerade wieder mächtig auf. Einfach weil sie klanglich sehr überzeugen.


Der auf Röhren-Amps spezialisierte chinesische hersteller Cayin hat sich weltweit mit seinen Kreationen einen großartigen Ruf erworben. Auch deswegen, weil diese im Vergleich mit ähnlich aufwenigen Konkurrenten vergleichsweise preiswert sind, ohne dabei den leisesten Anschein zu erwecken, es handele sich um Fließbandprodukte.

Ein Nachteil der Röhrentechnik bleibt aber: Ihre schlechte Energieefiizienz und der große erforderliche Materialaufwand insbesondere bei den Netzteilen, was die Geräte schwer und teuer macht. Aber das trägt ja auch irgendwie zur Faszination bei.

Im neuen Cayin Single-Ended Class-A Verstärker HA-300 Mk3 übernimmt pro Kanal jeweils eine dieser Endröhren mit dem charakteristisch zulaufenden Glaskolben die gesamte Endverstärkung. Dieser Single-Ended-Class-A-Betrieb lässt die Röhren im klanglich optimalen Mittelbereich ihrer Kennlinie arbeiten, so dass sie ohne weiteren Korrekturbedarf besonders linear verstärken, bei vollständiger Vermeidung von Übernahmeverzerrungen. Der Cayin HA-300 Mk3 erreicht mit unter 1% harmonischer Verzerrung bei Aussteuerung von 1,5 Watt Leistung Bestwerte – für Röhren.


Als Endröhre kommen Genalex Gold Lion PX300B zum Einsatz, die im Werk paarweise selektiert und 48 Stunden eingespielt werden. Es können an dieser Stelle aber alle kompatiblen Röhrentypen zum Einsatz kommen, wenn Nutzer den HA-300 Mk3 klanglich an ihre eigenen Vorstellungen anpassen wollen.

Mit den neu entwickelten Ausgangsübertragern stehen für Kopfhörer in einem weiten Impedanzspektrum Leistungen bis zu zweimal 6,5 Watt zur Verfügung. Als Treiberröhren zur Spannungsverstärkung dient ein Pärchen JJ 6SN7, die im Doppel-Mono-Betrieb zur bestmöglichen Kanaltrennung die Grundlage für eine signalreine Verstärkung durch die 300B bereitstellen.

Die Hochvolt-Stromversorung wird im HA-300 Mk3 ebenfalls von Röhren übernommen. Ein Paar GZ34 bzw. 5AR4 des renommierten Herstellers JJ in verbesserter Schaltung sorgt für bestmögliche Gleichrichtung ohne Transistoren oder Dioden im Stromweg. Die gesamte Spannungsversorgung mit störungsarmem Ringkerntransformator ist in einem abgesetzten, galvanisch und mechanisch getrennten Gehäuse untergebracht. So wird eine bestmögliche Isolation und ein für Triodenschaltungen unglaublich guter Störabstand von 100dB (A-gewichtet) erreicht.


Der Cayin HA-300 Mk3 lässt sich in Ausgangsspannung und Ausgangsimpedanz optimal auf verschiedene Nutzungsszenarien anpassen. In drei Stufen kann seine Übertragerschaltung auf die Impedanz des angeschlossenen Kopfhörers zwischen 8 und 600 Ohm angepasst werden. Am symmetrischen 4-Pin-Canon-Anschlss liefert er bei symmetrischer Nutzung bis zu 6,5 Watt pro Kanal, und treibt auch Kopfhörer mit geringem Wirkungsgrad zu dynamischen Höchstleistungen. Der 4,4 mm Pentaconn-Ausgang wiederum ist, bei optimiertem Störabstand, in der Leistung verringert, womit der HA-300 Mk3 auch an Kopfhörern und In-Ear-Monitoren mit extrem hohem Kennschalldruck bestmöglich arbeitet.

Der HA-300 Mk3 fungiert wahlweise als Kopfhörerverstärker oder Vollverstärker für Lautsprecher. Boxen mit ausreichend hohem Wirkungsgrad versorgt er mit bis zu 2x8 Watt Leistung und feinsten Triodenklängen. Alle vier Ausgangsbuchsen können mit Kopfhörern und Lautsprechern dauerhaft belegt bleiben, der jeweils aktive Ausgang wird per Schalter ausgewählt. Analoge Quellen werden asymmetrisch per Cinch-/RCA-, oder auch symmetrisch per XLR-Eingang zugespielt. VU-Meter auf der Frontseite zeigen die aktuelle Aussteuerung der beiden Kanäle an und geben dem HA-300 Mk3 einen zeitlos-technischen Look.


Ganz billig ist der Spaß natürlich trotz seiner Herkunft aus einem Billiglohnland nicht. Der Cayin HA-300 Mk3 ist ab sofort wahlweise mit silberner oder mattschwarzer Front erhältlich und kostet 5.480 Euro.


+ + + + + + + + + +


WIIM BAR: ERSTE SOUNDBAR MIT DOLBY ATMOS, TOUCH-DISPLAY UND WIIM-MULTIROOM
Die Streaming-Spezialisten von WiiM erweitern ihr Portfolio um die WiiM Bar. Die erste Soundbar des Technologieunternehmens bietet Dolby Atmos mit diskreten Höhenkanälen sowie einen Farb-Touchscreen, und ist per App in das Multiroom-Ökosystem eingebunden.


Bei Filmwiedergabe und Dolby-Atmos-Streaming ermöglichen die eingebauten Höhenlautsprechern 3.0.2 Wiedergabe, und damit ein Raumklanggefühl, das die Zuhörenden mitten ins Geschehen versetzen soll. So lautet das Herstellerversprechen. Durch die Kopplung weiterer kompatibler WiiM-Komponenten für Effektwiedergabe und Tiefton, lässt sich die WiiM Bar drahtlos zu einem 5.1.2-Surroundset erweitern.

Über HDMI eARC werden Audioformate wie LPCM, Dolby Atmos/TrueHD/DD+, AC3, DTS und DTS:X unterstützt. Insgesamt acht aktive Lautsprechertreiber, darunter drei nach vorn spielende Hochtöner, sollen auch bei Stereowiedergabe für eine ausgewogene und transparente Wiedergabequalität sorgen. Vier Passivradiatoren und fünf Tiefmitteltöner erzeugen ein für das Volumen der Bar beeindruckend sattes Bassfundament.


Der „Clear Voice“-Modus nutzt KI-gestützte Dialogverbesserung, um Sprache in Echtzeit vom Hintergrundgeräusch zu trennen und so klarere, natürlichere Gespräche zu ermöglichen. Der Nachtmodus dämpft laute Effekte, ohne die Klarheit der Dialoge zu beeinträchtigen Da jeder Raum anders ist, lässt sich die WiiM Bar mit der RoomFit-Autokorrektur an die Umgebung und die Aufstellung perfekt anpassen.

Wie alle WiiM-Produkte lässt sich die WiiM Bar nahtlos in die WiiM Home App integrieren. Das Streamen von verschiedenen Diensten ist ebenso möglich, wie die Verwaltung der individuellen Klangeinstellungen sowie die Gruppierung von Lautsprechern und Verstärkern für echtes Multiroom.

Die Wiim Bar bietet neben der Einbindung in die Streamingwelt von WiiM zahlreiche lokale Anschlüsse und Zuspielvarianten. Neben dem HDMI-eARC ist das Zuspielen von Musik per optischem Eingang, analogen Cinch-Buchsen oder USB-C sowie Bluetooth 5.3 möglich. Die Netzwerkverbindung unterstützt mehr als 20 Dienste und Protokolle, darunter Qobuz Connect, Spotify Connect, Tidal Connect, Amazon Music Cast, Google Cast, Roon und UPnP.


Ein frontseitiger Touchscreen und Touch-Flächen mit Annäherungssensor stehen als Bedienelemente am Gerät zur Verfügung für die wichtigsten Wiedergabefunktionen bereit.

Die WiiM Bar kann ab sofort vorbestellt werden und wird ab August 2026 für 499 Euro in schwarz oder weiß über den offiziellen Shop wiim-audio.de und im Fachhandel erhältlich sein.

Kommentare

globalls
globalls06.06.26 08:30
Schön hammas hier in Wien, gell?

Mich haben solche Messen noch nie gereizt, aber interessant, was es so alles gibt.
Muss ich denn alles selber machen?
0
Kuziflu
Kuziflu06.06.26 10:18
globalls

Machen dir Sonormans Beiträge nicht Gusto einen Blick zu riskieren?
Ich bin gerade am Weg dort hin. Freu mich sehr, dass die Veranstaltung mal in Wien ist.
+2
Hans G06.06.26 11:09
07.09.25, 08:10·Rewind·son
TechTicker: eversolo T8 …
Kaum gab‘s / gibt’s den viel gepriesenen Eversolo T8 zu kaufen, ist er schon wieder alt. Pech, für diejenigen, die ihn kauften.
Also diese digitale Welt ist schon etwas frustrierend für mich.
Lese trotzdem gerne die Artikel ☺️
Schönes Wochenende
Werde, der du bist!
-2
sonorman
sonorman06.06.26 11:30
Hans G
07.09.25, 08:10·Rewind·son
TechTicker: eversolo T8 …
Kaum gab‘s / gibt’s den viel gepriesenen Eversolo T8 zu kaufen, ist er schon wieder alt. …
Der T10 bedient einfach eine höhere Klasse.
Nur weil nach einem neuen BMW 3er ein neuer BMW 5er vorgestellt wird, ist der 3er ja auch nicht veraltet.

Für diejenigen, die sich den T8 zusammen mit dem DAC Z10 gekauft haben, die etwa zeitgleich rauskamen, aber schon von den Gehäusemaßen her nicht zusammenpassen, könnte das jetzt natürlich ärgerlich sein. Aber es war damals schon abzusehen, dass noch ein T10 passend zum Z10 kommen würde. Hat ja auch nicht soo lange gedauert.
+1
Hans G06.06.26 12:28
sonorman
Hans G
07.09.25, 08:10·Rewind·son
TechTicker: eversolo T8 …
Kaum gab‘s / gibt’s den viel gepriesenen Eversolo T8 zu kaufen, ist er schon wieder alt. …
Der T10 bedient einfach eine höhere Klasse.
Nur weil nach einem neuen BMW 3er ein neuer BMW 5er vorgestellt wird, ist der 3er ja auch nicht veraltet.

… dieser Argumentation kann ich was abgewinnen, wenn das einfach eine höhere Klasse ist, ok.
Vielleicht hab ich da ein falsches Beispiel gewählt.
Insgesamt finde ich jetzt die Auswahl bei Eversolo schon etwas unübersichtlich.
Werde, der du bist!
+1
ahs06.06.26 13:03
Hier eine kurze Anmerkung zur Masterclock im Allgemeinen:

die Integration einer Masterclock in die Wiedergabekette ist (wahrscheinlich aber nur aus dem Blickwinkel eines „Hidhenders“) mit einer zumindest nachvollziehbaren Änderung des Klangbildes verbunden, so die anderen Komponenten „mitspielen“. Ich formuliere mal vorsichtig: scheinbar etwas (und jetzt die so beliebten und bekannten Floskeln) „richtiger“ und „natürlicher“ und „aufgelöster“.
So zumindest meine rein subjektive Beurteilung in folgenden „Umgebungen“:
1. MacPro2013, Audirvana, per USB direkt an den DAC RME Adi2, SPL Phonitor, AKG K812
2. MacPro 2013, Audirvana, per USB an SMSL CD-Transport, der seinen Takt von der SMSL Masterclock bekommt, per SPDIF an den Adi2 (der den gleichen Takt übernimmt), Rest gleich
Samplingrate in Audirvana in beiden Szenarien gleich. Der CD-Transport fungiert hier nur als „digital interface“. Ausgangslautstärke am DAC gleich.

Führt in dieser Konstellation zu den eingangs erwähnten Unterschieden (normaler User: minimal, Highender: relevant).

Gleiche Klangunterschiede sind ebenfalls bei „geclockter“ CD-Wiedergabe hörbar.

Somit kann die Integration einer Masterclock das Klangbild durchaus etwas „highendiger“ gestalten, wobei die Unterschiede sicher nur für eine Minderheit (bei einem Preis der o.g. Masterclock von ca. 500€) relevant sein dürften. Wobei es Masterclocks auch für tausende an € zu geben scheint…
+1
h.ml06.06.26 14:03
Der Dan Clark AEON wäre eigentlich interessant weil er der erste seiner Art wäre der sich auch mit mobilen Geräten verstehen würde. Umso unverständlicher ist deshalb die Entscheidung auf den Klappemechanismus der anderen Modelle aus Kostengründen zu verzichten. So viel teuerer könnte das ja auch nicht werden.
0
DasFaultier06.06.26 21:41
Die WIIM Bar ist spannend, aber wie so immer ohne AP2 kein Kauf bei mir. Ne Samsung Soundbar mit wireless Sub und Rears gibts ab 500€ da lohnt sich der Aufpreis absolut und sogar mit AP2.
0
Hans G07.06.26 19:09
DasFaultier
Die WIIM Bar ist spannend, aber wie so immer ohne AP2 kein Kauf bei mir. Ne Samsung Soundbar mit wireless Sub und Rears gibts ab 500€ da lohnt sich der Aufpreis absolut und sogar mit AP2.

darf ich fragen was ap2 ist?
Werde, der du bist!
+1
sonorman
sonorman07.06.26 19:25
Hans G
DasFaultier
Die WIIM Bar ist spannend, aber wie so immer ohne AP2 kein Kauf bei mir. Ne Samsung Soundbar mit wireless Sub und Rears gibts ab 500€ da lohnt sich der Aufpreis absolut und sogar mit AP2.
darf ich fragen was ap2 ist?
Er meint AirPlay 2.
0
Hans G07.06.26 20:08
sonorman

Vielen Dank! Bei dieser Anschlussvielfalt würde mir das AirPlay 2 nicht abgehen. Entweder Anschluss per Kabel oder Connect. Diese Streamerei vom iPhone aus interessiert mich nicht.
Werde, der du bist!
+1
Frost07.06.26 20:12
ahs
Wobei es Masterclocks auch für tausende an € zu geben scheint…

Wenn man eine Masterclock einsetzt, dann sollte es schon etwas Sinvolles sein ansonsten kann man sich das Ganze auch gleich sparen.
Zunaechts der Name Clock ist hier eigentliche irrefuehrend, da es sich bei einer Masterclock nicht um eine Uhr handelt, sondern genauer ist es eigentlich ein Frequenznormal, welches als Taktgenerator fuer alle Digitalen Komponenten dient.
Sinn der Sache ist, entweder alle Bausteine welche Digitale Daten im ganzen System verarbeiten miteinander zu syncronisieren und/oder eine sehr genaue Frequenzreferenz fuer die D/A Wandler zur Verfuegung zu stellen.

Ersteres ist immer dann wichtig, wenn Daten ohne Buffer und Reclocking von einer Komponente zur anderen weitergereicht werden.
Also so wie z.B. bei einer CD-Transport und D/A Wandler Kombination, jedoch nicht bei einem klassichen Streamer, da in diesem Fall ohnehin immer mit einem Buffer gearbeitet wird da die Datenrate der IP Welt um ein vielfaches hoeher liegt als bei der Audio Welt. Wichtig wird die Syncronisation ueber eine Masterclock aber, wenn man den Streamer wieder in Transporter und D/A Wandler zerlegen moechte und der D/A Wandler ohne Reclocking arbeitet, hier muessen beide Komponenten zueinander syncronisiert werden um den Jitter zu eleminieren.

Immer dann wenn ein Buffer und/oder Recklocker im Einsatz ist, ist die Syncronisation einzelner Komponenten untereinander nicht mehr noetig.
In diesem Fall ist aber eine Masterclock dennoch nuetzlich, naemlich um einen extrem Frequenzstabilen Takt fuer den D/A Wandler zu erzeugen.

Problem ist nur, die meisten D/A Wandler verwenden bereits extrem frequenzstabile Quarze, bei den besseren Wandlern kommen da mindestens Ofenquarze (OCXO) zum Einsatz.
Bei einem Ofenquarz wird das Innere des Quarzes auf einer sehr konstanten Temperatur gehalten, dies verhindert Drifts ueber die standard Freuenz des Quarzes.
Dies ist die billigste Art ein Frequenznormal umzusetzen und daher in vielen hoeherwertigen D/A Wandlern bereits Standard, also so eine Mastercklock kann man sich dann hier auch sparen.

Besser ist da schon eine Rubidium Masterclock, hier ist ein Rubidium-Oszillator verbaut, welcher als Frequenznormal dient, das ist so die Klasse an Frequenznormalen bei dem es anfaengt Sinn zu ergeben, wenn man die Taktgenauigkeit seiner Komponenten steigern moechte.

Das beste zur Zeit >erreichbare< (ohne das einem die Kosten komplett aus dem Ruder laufen) Frequenznormal ist dann ein extern gefuehrter Rubidium-Oszillator, bei diesem wird die noch vorhandene Driftneigung eines normalen Rubidium-Oszillators durch ein externes Taktsignal eingefangen, hierzu verwendet man Masterclocks die ueber einen Eingang fuer ein externes 1PPS Signal verfuegen,
daher spricht man hier auch von einem ueber GPS disziplinierten Rubidium-Oszillator.

Dieses Signal wird von einem GPS Empfaenger zur Verfuegung gestellt und aus diesem ausgekoppelt. Der Ursprung dieses Signals sind die Atomuhren in den GPS Satelliten, auch dies sind keine Uhren im herkoemmlichen Sinn sondern auch Frequenznormale und zwar bei den aelteren Satelitten Caesium-Atomuhren, bei den ganz Aktuellen kommen Wasserstoff-Maser-Uhren zum Einsatz.
Vorteil bei dem System ist, der GPS Empfang als zusaetzliche Komponente reicht bereits aus um in verbindung mit einem relativ preisguenstigen Rubidium-Oszillator ein extrem genaues lokales Frequenznormal zu erhalten.

Alternativ dazu koennte man sich auch direkt einen Caesium Frequenzstandard, wie z.B. den 5071B von Microchip, zuhause hinstellen, manche machen dies und damit kann man sich alles Andere dann sparen, einen genaueren Frequenzstandard bekommt man eigentlich ohne Laborbedingungen nicht mehr hin. Microchip verkauft zwar auch Hydrogen Maser Frequenznormale, diese sind fuer den Heimgebrauch aber verglichen mit einem Caesium Frequenzstandard als Masteclock eher unpraktisch und auch unhandlich
+2

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.