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MacBookPro & Apple Studio Displays lassen sich Hardware kalibrieren 😎

Cornelius Fischer
Cornelius Fischer11.06.2615:33
Apple hat quasi klammheimlich die Hardwarekalibrierung von XDR Displays freigegeben. Aktuell ist Calibrite mit dem neuen Display Plus HL Colorimeter der erste Hersteller mit einem von Apple zugelassenem Messgerät. Der ganze Prozess läuft ohne zusätzliche Software direkt aus den Systemeinstellungen Display

Ich hab das gestern entdeckt und das Colorimeter direkt bestellt. Erster Test heute, die Kalibrierung dauert ziemlich lange (rund 50min). Zieleinstellungen identisch zu meinem EIZO ColorEdge auf D55. Farben und Graukeil sind nach der Kalibrierung des MacBooks nahezu identisch.

Einziger Nachteil, wenn man eigene Kalibrierungsziele festlegt, muss man eine fixe Zielhelligkeit definieren und kann die Helligkeit des Displays am MacBook nicht mehr ändern. Ich hab entsprechend 3 Ziele definiert: 120cd, 200cd und 300cd und werd mir nun einfach angewöhnen während Bildbearbeitung am MacBook die jeweils passende Voreinstellung zu laden.

Auf den MacBookPros ist man an den P3 Farbraum gebunden. Beim Studio Display XDR sollte wohl auch AdobeRGB 1998 gehen.

Mehr Infos dazu gibts hier:
Calibrite Seite zum neuen Messgerät:
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Kommentare

Weia
Weia15.06.2613:00
Cornelius Fischer
Apple hat quasi klammheimlich die Hardwarekalibrierung von XDR Displays freigegeben.
Das ist so nicht ganz richtig. Diese Möglichkeit gab es, seit es XDR-Displays gab, allerdings waren bislang nur Spektralphotometer der >10k€-Klasse zugelassen. Im übrigen konnte man diese offizielle Einschränkung mit basICColor display (das mittlerweile freilich eingestellt wurde) umschiffen.
Aktuell ist Calibrite mit dem neuen Display Plus HL Colorimeter der erste Hersteller mit einem von Apple zugelassenem Messgerät.
Der erste mit einem zugelassenen Kolorimeter. Ob ein Kolorimeter Apples Werkskalibration qualitativ nicht eher verschlimmbessert, wird man sehen müssen. Ich habe da meine Zweifel, die aber dadurch gemildert werden, dass Apple (mit den von Dir erwähnten Einschränkungen bezüglich der Farbräume, die bei Spektralphotometern prinzipbedingt nicht bestehen) grünes Licht gegeben hat. Wünschenswert wäre eher eine Unterstützung des i1 Pro.
Ich hab das gestern entdeckt.
Ich hatte das schon vor einem Monat hier gepostet.
Mehr Infos dazu gibts hier:
Die sind auch nicht ganz richtig. Hardwarekalibration von Monitoren war ein wichtiger Vorteil, solange zwischen Grafikkarte und Display nur eine 8 bit/Farbe-Verbindung bestand. Bei den heute üblichen 10 oder gar 12 bit ist das aber völlig egal.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
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Cornelius Fischer
Cornelius Fischer15.06.2614:38
Danke für diese Inputs @@Weia.

Ich kann nur für mich sprechen. Das Einmessen vom MacBookPro auf Hardwareebene empfinde ich als wesentlich präziser als mittels Profilierung. Ich hab das mit dem Spektralphotometer schon x-fach gemacht und hatte nie so ein - für mein Auge - passendes Ergebnis zum EIZO wenn beides Screens nebeneinander sind. Selbst wenn ich den EIZO auf D65 eingemessen habe wie das MacBook nativ eingestellt ist.

Mit der Hardwarekalibrierung passen die Screen nun wirklich sehr gut.

Ich hab das MacBook noch an einem 32 Zoll Dell. Der ist mit dem Display Plus HL auf die exakt gleichen Zielwerte eingemessen und kommt trotzdem deutlich wärmer daher.

Das mag schon stimmen, dass der technische Beschnitt bei 10 und 12bit Screens egal ist. Ich kann nur von der visuellen Wahrnehmung sprechen. Die ist bei Hardwarekalibrierung sichtbar besser.


Bezüglich der Farbräume. Am MacBook stellt Apple schlicht kein AdobeRGB zur Verfügung. Lediglich P3, was ich durchaus schade finde, da P3 eigentlich auf Video/Film angepasst ist. Für Fotografie Workflows macht der Adobe Farbraum schlicht mehr sinn.

Würde Apple natürlich das i1 Pro zulassen, wäre das grossartig. Dann bräuchte ich auch nimmer 2 Messgeräte. 😅
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