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Test Satechi ChargeView 140W Desktop Charger: Der richtige Energiemix macht’s

Satechi 140-W-Charger: Praxis und Fazit

Im täglichen Einsatz hat sich der neue Satechi-Charger erwartungsgemäß keine echte Blöße gegeben. Schon mechanisch überzeugt das Produkt mit einem schönen, soliden Gehäuse, in dem nichts klappert oder knarzt.

Etwas umständlich und nicht so schön wie beim Vorgänger: In der Packung finden sich vier kleine Klebefüßchen zur Anbringung an der Unterseite des Charger-Gehäuses. Der 100-W-Lader hatte sehr dezente Füßchen werksseitig an den vier Ecken montiert. Beim neuen Charger müssen die Klebefüße genau nach Anleitung an exakt definierten Stellen aufgeklebt werden, damit diese nicht mit dem mitgelieferten Standfuß in Konflikt kommen. Da zeigt sich, dass der Standfuß offenbar ein „Afterthought“ war. Also ein Zubehör, dass ursprünglich bei der Entwicklung nicht eingeplant war und erst nachträglich ersonnen wurde. Die Befestigungspositionen genau auszumessen und zu treffen ist ziemlich fummelig, zumal es auch keine Markierungen auf dem Gehäuse gibt.


Der Standfuß selbst ist ein einfaches Podest aus Kunststoff mit anti-Rutsch-Gummierung an den Kontaktflächen, und einer gabelförmigen Halterung an der Rückseite. Die Form wurde so gewählt, um den Lader wahlweise liegend oder im Hochformat mit dem Halter benutzen zu können. Hier ergibt sich in der Praxis ein weiterer Hinweis, dass der Standfuß nachträglich und vielleicht etwas hastig entwickelt wurde:


Legt man das Gerät horizontal auf den Halter, sorgt eine leichte Schräge für einen günstigeren Betrachtungswinkel mit leicht nach oben geneigtem Display. So weit, so gut! Schiebt man das Gehäuse jedoch bis nach hinten an die Gabelhalterung, wird die Auflagefläche instabil und das Gerät kippelt bei der leichtesten Berührung, oder auch schon, wenn etwas steife Kabel in Benutzung sind.


Liegt der Lader flach auf dem Fuß, können USB-Kabel auch unter dem Gerät hindurch von hinten durch die Gabel des Standfußes geführt werden.

Von der teils etwas wackeligen Natur des Standfußes abgesehen, ist die Nutzung des Chargers durchweg positiv. Sobald ein Device angeschlossen wird, erwacht das Display zum Leben. Zuerst wird zwei, drei Sekunden das Satechi-Logo angezeigt, dann erscheint die Anzeige für die Gesamt-Leistungsabgabe:


Ein Druck auf die kleine Taste an der Oberseite des Gehäuses schaltet das Display um auf die Anzeige für jeden Port einzeln:


Ein weiterer Druck wechselt zur Temperaturanzeige:


Durch Drücken der Taste für drei Sekunden wird das Display in den Hochkant-Modus umgeschaltet.

Anzeige im Hochformat

In meiner Praxis benötige ich Ladegeräte hauptsächlich für meine Apple-Devices. iPhone, iPad und MacBook müssen regelmäßig nachgetankt werden. Meine Apple Watch zwar auch, aber die lade ich auf einem kleinen Magnet-Standfuß am Nachttisch. Doch es kommen natürlich auch weitere Geräte zum Einsatz, die in mehr oder weniger häufiger Regelmäßigkeit nachgeladen werden müssen. Etwa diverse LED-Lampen, Tastaturen, meine Logi Maus, die Systemkamera (bzw. deren Akku) und noch einige weitere Gerätschaften.

Der Satechi ChargeView 140W sorgt nicht nur vollautomatisch für stets die richtige Ladeleistung, sondern er informiert auch noch über den Ladevorgang. Zwar kann das Display am Satechi nicht anzeigen, wie voll der Akku des oder der angeschlossenen Geräte bereits ist, aber spätestens, wenn die Leistungsanzeige auf 1 W absinkt, weiß man, dass nur noch eine Erhaltungsladung anliegt und der Akku voll sein müsste.

Übrigens: Das Display schaltet sich nach ca. einer Minute ab, was ich sehr begrüße, denn dauerhaft muss das nicht die ganze Zeit leuchten. In einem Schlafzimmer könnte das massiv stören. Ebenso unter dem Fernseher. Ist ein Kontrollblick erforderlich, muss lediglich die Taste an der Oberseite gedrückt und zwei, drei Sekunden gewartet werden.

Alle Ladestationen besetzt
E-Autofahrer kennen das womöglich: es muss nachgeladen werden und alle Säulen an der nächsten Ladestation sind besetzt. Das kann zusätzlich Wartezeit bedeuten. Im Falle einer Ladestation wie dem Satechi dürfte das – ohne das großartig organisieren zu müssen – in den seltensten Fällen passieren, es sei denn, man hat wirklich ungewöhnlich viele Akkugeräte im Einsatz. In meiner Praxis reichten mir die zwei USB-C-Ports plus ein Port USB-A am Vorgängermodell bislang immer aus.

Um zu testen, welche Ladeleistungen in der Praxis bei voller Belegung abgegeben werden, und ob es mir gelingt, die Maximalleistung des Satechi ausreizen, habe ich vier Komponenten gleichzeitig angeschlossen: iPhone 17 Pro (mit Original USB-C-Kabel), iPad Pro M4 (mit einem Thunderbolt-3-Kabel, MacBook Pro M4 (mit einem Thunderbolt-4-Kabel) und die Logitech-Maus (mit Standard USB-C-Strippe).

Kurz und bündig: In dieser Konfiguration gab das Satechi nie mehr als 70 W gleichzeitig ab und blieb dabei auch weitgehend kühl. Das MacBook kann theoretisch mit bis zu 140 W geladen werden. Dazu sind jedoch ein paar Voraussetzungen erforderlich:

  • Ein 140‑W USB‑C/PD Ladegerät (Check!)
  • Ein Kabel, das 140 W unterstützt: entweder das 140‑W USB‑C‑auf‑MagSafe‑Kabel von Apple (bei Nutzung von MagSafe) oder ein USB‑C‑auf‑USB‑C‑Kabel, das für 140 W / PD 3.1 spezifiziert ist.(Nope! Meine vorhandenen Thunderbolt- und USB-C-Kabel schaffen das nicht.) Kunden sollten auf das E-Marker-Label (oder kurz E-Mark) achten, die mehr als 60 W Ladeleistung unterstützen. Das E-Marker-Branding ist nicht immer sichtbar, aber die meisten Kabel, die mehr als 60 W unterstützen, sind ideal für die Nutzung des Ladegeräts, wie Satechi auf Nachfrage bestätigte.
  • Firmware/Hardware‑Kompatibilität: das Gerät selbst muss PD 3.1/140 W unterstützen (ist beim 14" M4 gegeben).


Dass in meinen ersten Versuchen insgesamt keine hohe Gesamtleistung abgegeben wurde, lag auch am Ladestand der angeschlossenen Geräte. Wenn alle vier Geräte bei 0 % gestartet wären, sollte die maximale Leistung von 140 W verfügbar sein. Mit höherem Akkustand sinkt die Ladeleistung zum Schutz der Akkus.

Folgende Geräte unterstützen derzeit das Laden mit 140 W (ohne Anspruch auf Vollständigkeit, natürlich): MacBook Pro 16" (2021 und neuer), Lenovo Legion 7i Gen 9 und Gen 10, Legion Pro 7i Gen 10 sowie Legion Pro 7 Gen 10 (2025).

Es ist wohl viel mehr die Möglichkeit, mehrere Geräte gleichzeitig mit höherer Leistung laden zu können, was den Vorteil des 140-W-Chargers ausmacht. Ich werde das Verhalten des Satechi ChargeView 140W Desktop Charger in dieser Hinsicht noch über einen längeren Zeitraum beobachten. Sollten sich dabei besondere Erkenntnisse ergeben, werde ich diese hier mit Ihnen teilen.

Nachtrag: Der Eigenverbrauch des ChargeView 140W ohne angeschlossenen Verbraucher, aber mit aktivem Display, liegt bei 0,9-1 W. Sobald sich das Display abgeschaltet hat, sinkt der Verbrauch auf 0,1-0,2 W.


Fazit: Schnell, zuverlässig und informativ
Das fasst die Eigenschaften des Satechi ChargeView 140W wohl am besten zusammen. Mit insgesamt vier USB-C-Ports und dem zusätzlichen Display wurde sowohl der Komfort, als auch der Praxisnutzen gegenüber dem im Test genannten Vorgänger noch mal deutlich verbessert. Auch der zugehörige Standfuß ist ein nettes Feature, wenngleich sich damit die im Test genannten Kritikpunkte ergeben. Der hätte noch etwas sorgfältiger durchdacht sein können. Trotzdem danke an Satechi, dass überhaupt ein Standfuß dabei ist.

Die möglichen 140 W Ladeleistung sind von diversen Voraussetzungen abhängig und werden in der Praxis wohl nur selten bis nie auf dem Display zu sehen sein. Doch auch hier gilt: Besser haben und nicht (oder nur selten) nutzen, als brauchen und nicht haben.

Unter dem Strich eine klare Empfehlung der Redaktion!


Plus/Minus Satechi ChargeView 140W
+ Zuverlässiges und schnelles Aufladen von bis zu vier Devices über USB-C
+ praktische Anzeigefunktionen
+ mitgelieferter Standfuß für zwei Aufstellungsarten
+ hohe Leistung im kompakten Format
+ gute Verarbeitungsqualität

– Standfuß teils etwas wackelig

Kommentare

Sumsolin
Sumsolin16.05.26 11:20
Für das Geld würde ich mir eher ein Anker Prime 250W USB C Ladegerät kaufen. Hat auch an der Seite noch USB-A Anschlüsse. Gut auf diesen Ständer muss man verzichten, bekommt aber ansonsten deutlich mehr für's Geld, inkl. App-Steuerung zur Konfiguration der einzelnen USB-C Ports.

Ohnehin hat man den Eindruck, dieses Gerät würde von Anker für Satechi produziert.
0
sonorman
sonorman16.05.26 11:36
Wir geben hier immer den vom Hersteller genannten Listenpreis (UVP: unverbindlicher Verkaufspreis) an. Du vergleichst ein größeres, schwereres Produkt mit bereits rabattiertem Preis (160 Euro UVP, ca. 120 Euro bei 25% Rabatt). – Äpfel mit Birnen, wie man so schön sagt.

Ist der Satechi erst mal ein paar Tage im Handel, wird er vermutlich für 80€ oder weniger zu haben sein. Dann ist das schon wieder ein erheblicher Preisunterschied. Und der Anker kann übrigens auch nur maximal 140 W an einem Port liefern.

Wie Du darauf kommst, dass der Satechi von Anker produziert wurde, erschließt sich mir nicht. Woran machst Du das fest? OEM-Ware ist zwar nichts ungewöhnliches und kommt oft vor, aber ich sehe hier keinen konkreten Anhaltspunkt für Deine These.
+2
ssb
ssb16.05.26 12:17
Interessant wäre auch der Stromverbrauch, wenn nichts angeschlossen ist. Auch da soll GaN ja vorteilhaft sein.
Gerade mit dem externen Netzteil-Klotz wäre der Punkt spannend, weil man die meiste Zeit über kein Gerät lädt. Das bekommt man ja nur nicht mit.

Vielleicht könntest du das mal messen…
+1
sonorman
sonorman16.05.26 12:26
ssb


Vielleicht könntest du das mal messen…
Geht klar. Reiche ich gleich nach.
+2
sonorman
sonorman16.05.26 12:35
ssb
Ich habe das Ergebnis für den Eigenverbrauch nachgetragen. Das lässt sich ja schnell ermitteln. Siehe letzter Ansatz vor dem Fazit.

Danke für den Hinweis!
+6
Hans G16.05.26 13:29
Ich finde wieder mal ein toller Testbericht von son, auch wenn man‘s gerade nicht braucht, zeigt welche vernünftigen Gadgets es gibt und man kann ja dann vergleichen und weiter recherchieren, wenn man mag.
Danke und schönes Wochenende allseits 👋
Werde, der du bist!
+4
nova.b16.05.26 13:47
Bei mir ist dieses hier seit einem Jahr bei mir im Einsatz. Lädt auch Geräte mit niedrigstem Ladestrom wie z.b. eine Amazfit-Uhr. Anzeige aller 6 Kanäle. Es fehlt nur noch oben ein Induktionsladefeld. Hat 30€ gekostet.

https://www.amazon.de/gp/product/B0DQ84VRCZ/ref=ox_sc_saved_image_8?smid=A2IG2JL2KWH3R8&psc=1
0
kofel16.05.26 13:57
Ich habe mir gerade das Anker mit 100W und "Doppel"-GAN für 2 USB C Ports verbilligt um 50,- geleistet.

Das Satechi ist sicher auch ein Super Gerät. Für mich reichen die 100W aber vollkommen.
+2
ssb
ssb16.05.26 14:46
sonorman
ssb


Vielleicht könntest du das mal messen…
Geht klar. Reiche ich gleich nach.
Vielen Dank - es könnte also durchaus Sinn machen, damit ältere Geräte zu ersetzen.
+1
adiga
adiga16.05.26 19:13
Ich bin sehr zufrieden mit den Teilen von ChargeAsap , einer Firma aus Australien. Das Zeus habe ich zwar nicht, aber den Rest. Allerdings habe ich sie aus den Kickstarterkampagnen, d. h. nicht zu den auf der Website aufgerufenen Preisen. Öfters gibt es aber auch Aktionen.
+1
Lorikeet
Lorikeet17.05.26 07:56
Vielen Dank für den sehr spannenden Testbericht!

Frage: Wo hast du das Teil bestellt? Amazon liefert nicht nach Deutschland oder die Schweiz.
0
FlyingSloth
FlyingSloth17.05.26 08:08
ChargeAsap Produkte sind absolut top. Super zuverlässig und halten ewig.
adiga
Ich bin sehr zufrieden mit den Teilen von ChargeAsap , einer Firma aus Australien. Das Zeus habe ich zwar nicht, aber den Rest. Allerdings habe ich sie aus den Kickstarterkampagnen, d. h. nicht zu den auf der Website aufgerufenen Preisen. Öfters gibt es aber auch Aktionen.
Fly it like you stole it...
+1
sonorman
sonorman17.05.26 09:36
Lorikeet
Vielen Dank für den sehr spannenden Testbericht!

Frage: Wo hast du das Teil bestellt? Amazon liefert nicht nach Deutschland oder die Schweiz.
Ich habe das direkt vom Hersteller vorab für den Test bekommen. Eigentlich sollte das jetzt jeden Tag bei Amazon.de und vielen anderen in der EU auftauchen. Auf Satechi.com könnte man schon bestellen, aber da ist er ausverkauft.

Ich frage morgen mal nach, wann das Gerät hierzulande tatsächlich verfügbar ist. (Die Angabe zur Verfügbarkeit im Kompakt-Kasten ändere ich von "sofort" auf "in Kürze".)
+1
Huba17.05.26 11:45
Das ist doch kein ordentlicher Lader mit so wenigen Ports.

DAS ist ein Lader 😈


Aber Scherz beiseite: Die 150 Watt Ladestrom werden gleichmässig auf die 30 Ports verteilt. Wird z.B. in der Gastronomie zum Aufladen von Tischlampen benötigt.
+2
j_st18.05.26 18:26
nova.b
Bei mir ist dieses hier seit einem Jahr bei mir im Einsatz. Lädt auch Geräte mit niedrigstem Ladestrom wie z.b. eine Amazfit-Uhr. Anzeige aller 6 Kanäle. Es fehlt nur noch oben ein Induktionsladefeld. Hat 30€ gekostet.

https://www.amazon.de/gp/product/B0DQ84VRCZ/ref=ox_sc_saved_image_8?smid=A2IG2JL2KWH3R8&psc=1

Das schaut ja gut aus, aber lese ich das richtig, das beim gleichzeitigen Laden von 3 Geräten dann nur 65/20/20 W geliefert werden? Damit wäre die Angabe das es für ein 16er MBP reicht ja nicht korrekt, meins braucht unter Last ehr 90W. Wie sind da deine Erfahrungen?
0
Meddog25.05.26 01:27
Ganz ehrlich, die Marke ist mir bei so einem Teil schnurz egal, Hauptsache es lädt vernünftig und der Preis passt. Das vorgestellte Gerät hat zwar nette Gimmicks (Display und Halter) ist aber m.E.n. viel zu teuer und der Preis ist nicht gerechtfertigt. Ich verwende jetzt schon seit längerer Zeit das 140W vom Action für regulär knapp 20€ im Angebot sogar nur knapp 15€.
-1

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