Microsoft fordert universelle Zwischenablage zwischen Windows und iPhone – Apple reagiert


Inhalte zwischen Mac und iPhone synchronisieren und geräteübergreifend nahtlos arbeiten funktioniert hervorragend, dem ausgeklügelten Apple-Ökosystem sei Dank. Da ist es nur verständlich, wenn andere Anbieter sich einen Zugang wünschen, ihre Geräte und Dienste ebenfalls mit dem Apfel-Kosmos zu verbinden. Der Digital Markets Act (DMA) der EU gibt ihnen grundsätzlich die Möglichkeit, solche
Anfragen zu stellen. Microsoft hat jetzt davon
Gebrauch gemacht und Apple bereits im März aufgefordert, eine gemeinsame Zwischenablage in iOS und iPadOS zu implementieren, damit sich Inhalte nahtlos mit Windows-Computern austauschen lassen. Darauf hat Apple inzwischen reagiert und ergänzend einen Zeitplan vorgestellt.
Microsoft möchte eine einfachere Möglichkeit zum Austausch von InhaltenInhalte und Daten lassen sich schon heute zwischen iOS/iPadOS und Windows hin und her schieben. Dafür muss die jeweilige iPhone- oder iPad-App im Moment allerdings im Vordergrund laufen. Außerdem hat der Nutzer jedes Mal den Kopiervorgang eigens zu bestätigen. Microsoft fordert daher eine Integration, die diese Reibungspunkte beseitigt und die Funktion auf das Niveau des Datentransfers zwischen Apple-Geräten hebt. Vor allem soll eine Anwendung Daten auch dann austauschen können, wenn sie selbst im Hintergrund läuft, und zwar ohne lästige, sich wiederholende Rückfragen. Eine ähnliche Funktion für
Wearables ist seit iOS 26.5 bereits verfügbar.
Apple sieht hohe Hürden für UmsetzungGrundsätzlich muss Apple sich dem DMA fügen. Die Frage ist aber, wie lange das Unternehmen dafür Zeit hat. Den eigenen Aussagen nach sei die geforderte Integration ein
kompliziertes Unterfangen. Die technische Implementierung könnte mit Hilfe des "AccessorySetupKit" erfolgen. Mit einer Beta-Testphase rechnet man in Cupertino erst ab Herbst 2027, allgemein freigegeben werden soll das Feature ab Anfang 2028. Ebenso wenig ist damit zu rechnen, dass die Funktion außerhalb der EU zur Verfügung stehen wird. Ob und wie Microsoft auf diesen Zeitplan reagiert, ist bisher nicht bekannt.