Test Lautsprecher: Genelec 8330A Studio Monitore mit automatischer Einmessung – und ein (etwas) unfairer Vergleich

Wichtige Information vorweg: Die Genelec SAM Lautsprecher sind primär für den Studiobereich konzipiert und daher in bestimmten Punkten nicht optimal an die Erfordernisse von Heiminstallationen angepasst. Zwar ist fast alles für technisch versierte User einfach durchschaubar und nutzbar, aber man merkt dem System mit jeder Faser seine Abstammung aus dem Pro-Bereich an, der gewisse Hemdsärmligkeiten leichter verzeiht als der typische High End Audio Kunde. Ich schreibe diesen Bericht aus Sicht eines Heimanwenders. Bitte behalten Sie dies im Hinterkopf, weil es einige der im Text genannten Kritikpunkte relativiert.

Kompakt
Marke Genelec
Bezeichnung 8330A SAM
Art Kompaktlautsprecher
Empf. Preis (€) 2.140 (Set)
Verfügbarkeit sofort
Genelec ist eine echte Größe im Lautsprechermarkt. Ungefähr so wie einst Nokia erfreuen sich die in Finnland entwickelten und gebauten Lautsprecher einer großen Fangemeinde – allerdings hauptsächlich in kommerziellen Anwendungsbereichen. Also in Studios bei Tontechnikern und Musikern oder auch als Installationslautsprecher für Restaurants, öffentliche Einrichtungen etc. Bei HiFi-Fans ist Genelec hingegen längst nicht so bekannt, obwohl sich die Finnen dem Endverbrauchermarkt keineswegs verschließen.

Sehen wir den Tatsachen ins Auge: HiFi- und Studio-Wiedergabetechnik haben im Prinzip das gleiche Ziel: aufgezeichnete Klänge so naturgetreu wie möglich wiederzugeben. Darum gelten für beide Anwendungsbereiche prinzipiell auch die gleichen physikalischen Gesetze, die beim Bau guter Lautsprecher zu berücksichtigen sind. Wie beispielsweise resonanzarme Gehäuse mit geringen Kantenreflexionen, linear und verzerrungsfrei arbeitende Treiber, verfärbungsfreie Wiedergabe u.s.w.


Es sind ganz andere Dinge, die den Profi- und den Heim-User-Markt bei Lautsprechern voneinander unterscheiden. Zunächst einmal sind Studiolautsprecher in der Regel weniger von einem schicken Design abhängig und müssen stattdessen eher praktisch und robust sein. So haben die Genelec Lautsprecher für Studio- und Installationsanwendungen z.B. Gewinde an der Rückseite und im Boden, um sie einfach befestigen bzw. auf Stativen montieren zu können. Und es gibt sie nur in Anthrazit oder (gegen Aufpreis) in Weiß.

Genelec unterscheidet drei Kategorien: Heimlautsprecher, Studiolautsprecher und Installationslautsprecher. Dazu gibt es Extras wie Subwoofer und Sonderformen wie Wandeinbaulautsprecher. In jedem Fall handelt es sich um Aktivlautsprecher. Aus dem großen Sortiment habe ich mir bewusst ein Modell aus der Studio-Serie zum Test ausgesucht, weil es nur dort Modelle mit der automatischen Einmesstechnik SAM gibt. SAM steht bei Genelec für „Smart Active Monitor“. Überhaupt haben es die Finnen mit bedeutsam klingenden Abkürzungen. Der Einfachheit halber hier eine kleine Übersicht der wichtigsten Genelec Akronyme mit Links zu deren Erläuterung:

Bedeutungen der Kürzel:
  • GLM: Genelec Loudspeaker Manager (Software und Netzwerkadaptebox)
  • SAM: Smart Active Monitor (automatische Einmessung auf Hörplatz)
  • DCW: Directivity Control Waveguide (Schallführung zur Optimierung der Abstrahcharakteristik)
  • MDE: Minimum Diffraction Enclosure (akustisch optimiertes Gehäuse gegen Beugungseffekte)


Mich hat vor allem interessiert, wie einfach man die Lautsprecher mittels SAM auf den Hörplatz einmessen kann und wie viel das klanglich bringt. Aus dem SAM-Sortiment habe ich das Modell 8330A ausgesucht, einen sehr kompakten Monitor, der sich ideal für’s Nahfeld bzw. eine Desktop-Installation eignet. Es ist der zweitkleinste von vier unterschiedlich großen „Compact Studio Monitors“ von Genelec. Für Musiker mit kleinem Setup ist dieser Lautsprecher genauso passend wie für anspruchsvolle Computer-Audiophile. Der Preis für die 8330A im Paket mit GLM Netzwerkadapter und Messmikrofon liegt bei 2.150 Euro/Paar.

Den aus meiner Sicht interessantesten Genelec Lautsprecher überhaupt, nämlich das Modell 8351A, werde ich eventuell noch mal zu einem anderen Zeitpunkt testen. Es handelt sich dabei um eine höchst spannende Konstruktion mit Koaxialtreiber, der aber deutlich größer und kostspieliger ist als die hier getesteten 8330A.


Kommentare

TorstenW17.09.16 10:48
Ja, hier zeigt sich ein bisschen der unterschiedliche Anspruch den Studiotechnik und HiFi haben. Insbesondere bei den Anschlüssen.
Im Studio ist XLR einfach der absolute Standard. Zudem bringen die meisten Monitore noch irgendeinen Digital-Eingang mit. Dass Genelec hier auf AES/EBU setzt zeigt ein bisschen, dass sie hier wirklich die Profis als Zielgruppe sehen, weil das selbst im Homerecording-Markt nicht umbedingt ein üblicher Anschluss ist. (und damit erklärt sich auch ein wenig, wieso kein USB-Anschluss vorhanden ist)
Auch die Software für 30 Lautsprecher mutet im HiFi-Sektor natürlich skurril an, richtet sich aber halt einfach an Leute, die im Studio 5.1, 7.1, 9.1 o.ä. mischen wollen.
Dabei steht sicherlich immer Funktionalität und nicht hübsches Aussehen im Vordergrund.
Selbst das Gehäuse ist ja weniger als Design-Objekt gedacht, sondern durchaus eine akustisch geschickte Lösung, die halt zufällig als Nebeneffekt auch noch schick aussieht. (tun die meisten Monitore eher nicht..)

Aber sonst ein interessanter Text, wo ich durchaus an manchen Stellen schmunzeln musste (5 Kabel sind also hoher Verkabelungsaufwand.. gnihihihi).
Einziger kleiner Kritikpunkt, wo ich sagen würde "so ist es nicht gedacht" sind halt die Monitore direkt auf der Tischplatte und die Aussage, "wie gut die Einmessung auch Einflüsse von Reflexionen, wie von der Tischplatte, minimiert, indem die entsprechenden Frequenzbereiche harmonisiert werden."
Denn das Problem bei Reflexionen ist eigentlich nicht so sehr die Überbetonung (klar auch), sondern der zeitliche Versatz. Nehmen wir an, dass die Box grob 20cm hoch ist, dann ist der zeitliche Versatz von direkten Signal zum Signal, dass von der Tischlatte reflektiert wird ganz grob gerechnet 2ms, und die meisten Platten sind ja schallhart, d.h. da wird viel reflektiert. Da hilft dann auch das beste Einmessen nix.
Wer seine Boxen mal auf Ohrhöhe hochgestellt hat, weiß, was das für ein Gewinn an Klarheit ist (auch natürlich zu einem großen Teil durch das Abstrahlverhalten bedingt).
Kann ich also nur empfehlen

Aber sonst interessant zu lesen, auch wenn das hier vmtl an die falsche Zielgruppe geht, aber so bekommt man vllt mal mit, was abseits von Voodoo und Vermarktung passiert
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dogdoc17.09.16 11:02
Zuhause betreibe ich die bereits erwähnte Software Dirac mit Nuberts A20. Die Einmessung ist sehr schnell erledigt (ich messe nur einen Punkt), und das Ergebnis ist frappierend besser. Es lässt sich auch sehr einfach an den eigenen Geschmack anpassen. Der zusätzliche Aufwand an Kabeln besteht nur in einem USB-Mikro für die Messung, da man es ja wieder entfernt.
Auf das Testergebnis auf MacTechNews bin ich gespannt...
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sonorman
sonorman17.09.16 11:31
TorstenW

Über die Aufstellung auf Ohrhöhe habe ich ja geschrieben, und wegen der Anzahl der Kabel: es sind eher 9.

• 2 Stromkabel (je 1 pro Box)
• 2 Audiokabel (je 1 pro Box)
• 2 Netzwerkkabel (1 von GLM zum Master, 1 vom Master zum Slave)
• 1 USB-Kabel vom Mac zur GLM-Box
• 1 Mikrofonkabel
• 1 Kabel für den LS-Regler

Für ein Stereo-Setup ist das doch schon recht heftig. Und ich bin mir sicher, dass auch im Studio weniger Kabel kein Nachteil wären. Aber ich habe das ja ausführlich erläutert.
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sonorman
sonorman17.09.16 11:33
dogdoc

Bin derzeit noch fleißig damit beschäftigt, mich in Dirac einzuarbeiten. Ist auf jeden Fall noch anspruchsvoller als die Genelec-Einmessung.
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Pjotr17.09.16 11:54
Um die unnötige doppelte Wandlung zu umgehen und passend dazu:

oder
oder gar


Wenn der Mac als einzige Abspielquelle dient könnte man die Lautstärke mit Audirvana+ regeln (auch über die Tastatur). Dazu bietet die Software auch die Möglichkeit die Lautstärke im angesteuerten DAC selbst zu regulieren , - sofern dieser mit einem solchen Feature aufwarten kann. Kann er nicht, so besteht die Möglichkeit einer softwarebasierten Lautstärkeregelung.

Nachteil: Audirvana muss im Vordergrund laufen, das heißt wenn man Musik hört und beim gleichzeitigen surfen die Lautstärke verändern will muss man Audirvana erst nach vorne holen. Andere Programme mit Tonausgabe lassen sich auf diesem Wege leider auch nicht regeln.

Viel Spass, bei was auch immer

Peter
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Weia17.09.16 13:14
Ich verstehe Dein Problem mit den digitalen AES/EBU-Anschlüssen nicht. Das ist ja etwas vereinfacht gesagt nur die professionelle Stecker-/Kabelvariante von S/PDIF, das jeder Mac hat. Ein Umweg über USB ist völlig unnötig.

Du nimmst einfach ein AES/EBU-S/PDIF-Kabel (z.B. ) und, da die Macs leider nur die optische TOSLink-S/PDIF-Variante haben, noch einen TOSLink-auf-elektirsches-S/PDIF-Adapter dazu (z.B. ). Kein Warten auf teure Gerätschaften aus China, keine unnötiger Umweg über (in billigen Ausführungen klanglich ja alles andere als optimales) USB.

Generell ist die Idee, die Lautsprecher sollten USB-Audio-Anschlüsse haben, reichlich abwegig. Das ist ein Studiomonitor, und jedes Studio hat einen hochwertigen Mehrkanal-Audio-Adapter (manchmal USB, die besseren FireWire oder Thunderbolt), der natürlich auch AES/EBU-Anschlüsse hat (oder selbst in den billigsten Heimstudio-Varianten zumindest elektrisches S/PDIF). Und wie gesagt, wer einfach ein Stereo-Pärchen an seinen Mac anschließen will, nimmt halt den S/PDIF-Anschluss am Mac; dazu ist er da.
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kugelkopf17.09.16 13:39
Ich kann mich eigentlich auch nur meinen Vorrednern anschließen. Es handelt sich um ein Produkt für Profis. Meist, wer hätte es vermutet, stehen in Studios Mischpulte. Und siehe da, diese geben auch ein schönes analoges symetrisches Signal via XLR aus.
USB ist einfach eine Lösung für den consumer Markt. Auch diese GLM Geschichte sehe ich eher als einmalige Lösung zum einmessn. Die Lautsprecher werden einmal beim Kauf im Studio eingemssen und danach kann man diese ganze Geschichte abbauen und bräuchte sie nur wieder wenn sich baulich was verändert hat. Kein Toningenieur wird laufend den EQ des Systems verändern.
Ich glaube einfach das der Anwendungsbereich in diesem Test deplatziert ist. Das ist wie wenn man sich einen LKW kauft um kleine Einkäufe in der Innenstadt zu tätigen.
Trotzdem ein schöner Bericht der jegliche Kritikpunkte schon im ersten Absatz relativiert.
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sonorman
sonorman17.09.16 14:05
Weia

Das ist so leider nicht richtig.

USB ist keineswegs klanglich suboptimal, sondern im Gegenteil eine der besten und vor allem komfortabelsten Lösungen überhaupt, um digitale Musikdaten in jeglicher Form (Format, Auflösung, Samplingfrequenz) an Audio Devices mit digitalem Eingang zu übertragen. Voraussetzung dafür ist allerdings nach heutigem Stand, dass das Audio-Device über einen asynchronen USB-Eingang verfügt. (Thema für sich.)

Adapter von optisch auf elektrisch und weiter auf AES/EBU bedeuten stets Umwege und potentielle Verluste/Verschlechterungen, die mit USB vermieden werden können. (Zumal Toslink gar nicht die heute gängigen Samplingfrequenzen verarbeiten kann, sondern meist bei 96kHz oder 192 kHz Schluss ist.) Und wie ich schon im Text geschrieben habe: Nur weil XLR-Stecker im Studio Standard sind, heißt das nicht, dass USB für Studio gänzlich ungeeignet ist. Wer als Tontechniker mit einem Mac arbeitet und beispielsweise die Lautsprecher ohne irgend einen Adapter per USB anschließen kann, wird sich darüber sicher nicht beschweren.
Oder willst Du jetzt sagen, Adapter sind eigentlich 'ne tolle Sache, die jeder gerne nutzt (hallo, iPhone 7)?


kugelkopf
Ich kann mich eigentlich auch nur meinen Vorrednern anschließen. Es handelt sich um ein Produkt für Profis.
Eben nicht nur. Genelec verkauft auch an Privatkunden. Also warum sollten Sie nicht Lösungen verbauen, die für Endverbraucher UND im Studio zu gebrauchen sind? Nur darauf weise ich hin.
USB ist einfach eine Lösung für den consumer Markt.
Nein.
Auch diese GLM Geschichte sehe ich eher als einmalige Lösung zum einmessn. Die Lautsprecher werden einmal beim Kauf im Studio eingemssen und danach kann man diese ganze Geschichte abbauen und bräuchte sie nur wieder wenn sich baulich was verändert hat. Kein Toningenieur wird laufend den EQ des Systems verändern.
Bitte lies noch mal den Text. Es hat durchaus Vorteile, das GLM-Netzwerk dauerhaft verbunden zu lassen.

Und ich möchte noch mal darauf hinweisen, dass ich im Text explizit erläutert habe, dass diese Lautsprecher ursprünglich für Studiozwecke entwickelt wurden (erster Absatz!). Es bringt also nichts, das Offensichtliche zu wiederholen. Der Punkt ist nur, dass Genelec eben AUCH Endverbraucher damit anspricht. Daher halte ich es für angemessen, auf die damit einher gehenden Nachteile hinzuweisen.
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haschuk17.09.16 14:53
sonorman
Nur weil XLR-Stecker im Studio Standard sind, heißt das nicht, dass USB für Studio gänzlich ungeeignet ist. Wer als Tontechniker mit einem Mac arbeitet und beispielsweise die Lautsprecher ohne irgend einen Adapter per USB anschließen kann, wird sich darüber sicher nicht beschweren.

Kann es sein, dass Du schlichtweg keinerlei Ahnung hast, wie ein Tontechniker im Studio arbeitet und welche Technik dort Standard ist?
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AppleUser2013
AppleUser201317.09.16 14:56
Das sind nun mal Studio Monitore und dementsprechend sind auch die Anschlüsse ausgefallen.
XLR sym, AES EBU... sind völlig normal im Studioalltag.
Ich selber nutze Genelec Monitore an einen Avid Omni und bin sehr zufrieden.
Linearer Klang, kräftiger Bass, sehr gute Stereo Abbildung auch in tieferen Frequenzen...
Echt eine gute Abhöre um zu mixen. Man hört sofort jeglich Fehler im Frequenzbereich...

Auch sind highend Dacs eigentlich immer auch mit XLR ausgestattet....

was ist eigentlich adpative loudness...


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Weia17.09.16 15:00
sonorman
Das ist so leider nicht richtig.
Doch, ist es.
USB ist keineswegs klanglich suboptimal
Das habe ich auch nicht geschrieben. Ich schrieb: in billigen Ausführungen klanglich ja alles andere als optimales, und billige Ausführungen sind natürlich die synchronen.
sondern im Gegenteil eine der besten und vor allem komfortabelsten Lösungen überhaupt, um digitale Musikdaten in jeglicher Form (Format, Auflösung, Samplingfrequenz) an Audio Devices mit digitalem Eingang zu übertragen. Voraussetzung dafür ist allerdings nach heutigem Stand, dass das Audio-Device über einen asynchronen USB-Eingang verfügt. (Thema für sich.)
Richtig, asynchrones USB-Audio ist für gute Klangqualität erforderlich. Dass es ein Jahrzehnt gedauert hat, bis man das auf den USB-Standard aufpfropfen konnte, zeigt, wie wenig der USB-Standard von Haus aus für gute Audio-Qualität geeignet war; es ging nur mit zusätzlichen Klimmzügen.

Da kannst Du jetzt argumentative Pirouetten schlagen wie Du willst: USB gelang nur mit umständlichen Umwegen, deren Implementation viele Jahre in Anspruch nahm, was AES/EBU und S/PDIF, die für nichts anderes als digitale Audio-Daten konzipiert sind, von Haus aus unkompliziert und damit wenig fehleranfällig konnten.

Ja, wenn Du asynchrones USB-Audio verwendest, gibt es klanglich wohl so gut wie keinen Nachteil zu AES/EBU. Aber ein aufwendig implementierter und, wenn AES/EBU zur Verfügung steht, völlig unnötiger Umweg bleibt es, auch wenn der Endanwender (von seinem Geldbeutel abgesehen) davon nichts mitbekommt, falls alles klappt.

Was nicht speziell für Audio konzipierte Schnittstellen betrifft, so waren/sind FireWire und jetzt Thunderbolt USB konzeptionell in Bezug auf Audio deutlich überlegen. Die Behauptung, ausgerechnet USB sei eine der besten digitalen Audio-Schnittstellen, ist also reichlich steil. Und was daran komfortabler als an anderen Schnittstellen sein soll, bleibt auch Dein Geheimnis. USB ist (außerhalb von Studios) am verbreitetsten, das ist aber auch schon alles.

Asynchrones USB-Audio lassen sich die Chip-Hersteller, wie Du wissen dürftest, noch immer gut bezahlen. Ich hätte keine Lust, beim Kauf von Genelec-Monitoren zusätzliches Geld für so ein Feature zu berappen, das angesichts der AES/EBU-Eingänge komplett überflüssig ist.

Zumal sich dann sofort die Frage stellen würde: Sollen etwa beide Lautsprecher solch einen asynchronen USB-Audio-Adapter enthalten? Das würde die Kosten dafür nochmals unnötig verdoppeln. Oder nur einer der beiden Lautsprecher? Dann müsstest Du als Stereo-Paar aber immer zwei unterschiedliche Lautsprecher verwenden, und Genelec müsste doppelt so viele Produkte anbieten.

Das ergibt alles keinen Sinn.
Adapter von optisch auf elektrisch und weiter auf AES/EBU bedeuten stets Umwege und potentielle Verluste/Verschlechterungen, die mit USB vermieden werden können.
Was soll man zu so einem Satz sagen?

Eine Umsetzung von optisch auf elektrisch (unterscheiden sich lediglich im Trägermedium) bzw. von AES/EBU auf S/PDIF (unterscheiden sich nur in Impedanz und Symmetrie) ist kein Umweg, bei dem die Datenbits irgendwie beeinflusst würden, mithin keiner, bei dem Verluste/Verschlechterungen drohen könnten.

Asynchrones USB-Audio, für das u.a. ein eigener Taktgenerator zur Signalaufbereitung benötigt wird, ist hingegen ein erheblicher Eingriff in den Signalweg und damit natürlich ein klarer Umweg, was denn sonst?
Wer als Tontechniker mit einem Mac arbeitet und beispielsweise die Lautsprecher ohne irgend einen Adapter per USB anschließen kann, wird sich darüber sicher nicht beschweren.
Er wird sich aber noch weniger beschweren, wenn er das direkt mit einem Kabel an den S/PDIF-Ausgang des Macs kann. (Ein Kabel mit einem S/PDIF-Stecker und einem AES/EBU-Stecker ist ein völlig übliches Standardkabel.)

Dass er einen optisch/elektrisch-Adapter braucht, ist nicht Genelecs, sondern Apples Schuld, die die Cinch-Buchse eingespart haben. (S/PDIF anzubieten, aber die Cinch-Buchse wegzulassen, ist, naja, …)
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sonorman
sonorman17.09.16 15:04
AppleUser2013
Das sind nun mal Studio Monitore und dementsprechend sind auch die Anschlüsse ausgefallen.
Ich wiederhole erneut: Das steht ja auch so im Text. Trotztem ist es doch nicht illegitim, Endverbraucher auf die Nachteile hinzuweisen, oder? An der Wertung ändert das ja auch nichts.
Auch sind highend Dacs eigentlich immer auch mit XLR ausgestattet....
Stimmt. Aber nur selten mit AES/EBU Digitalausgang, den man hier idealerweise benötigt. Schließlich geht es darum, das Signal möglichst digital in die Lautsprecher zu bringen, und nicht analog von einem DAC, weil analoge Signale in der Box erst mal wieder digitalisiert werden. – Siehe Text.
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AppleUser2013
AppleUser201317.09.16 15:07
hmm also die meisten haben zumindest S/Pdif (Cinch oder toslink) und die ich kenne haben auch AES/EBU... und wie gesagt im Studiobereich ist AES/EBU völlig normal...aber natürlich auch eher im Highend Bereich...und dafür sind die Boxen doch gemacht...

Für Hifi würde ich die Monitore nicht empfehlen. Da gibt es bessere Alternativen, die für diesen Bereich zugeschnitten sind...
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macmuckel
macmuckel17.09.16 15:59
Recht gruselige Audioverkabelung. Von einen unsymmetrischen auf ein symmetrisches Signal geht man besser mit einer DI-Box und nicht einfach mit einem Adapterkabel. Dazu gab es neulich einen Artikel im Thomann Blog:

USB zur Audioverkabelung? Der Profi weiß da nicht ob er lachen oder weinen soll.
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Weia17.09.16 18:00
sonorman
Schließlich geht es darum, das Signal möglichst digital in die Lautsprecher zu bringen, und nicht analog von einem DAC, weil analoge Signale in der Box erst mal wieder digitalisiert werden. – Siehe Text.
Nochmal in aller Schlichtheit:
Artikel Seite 3
Wie auf der Seite zuvor beschrieben, ist die digitale Ansteuerung der 8330A nur über AES/EBU mit passendem XLR-Kabel möglich.
[…]
Also wie bekomme ich das Signal vom Mac digital in die Boxen? Wie sich zeigte, gar nicht. Ich hätte mir dazu erst einen Adapter USB-auf-AES/EBU kaufen müssen.
Diese Aussage ist eben rundum falsch.

Der Mac hat mehr oder weniger einen AES/EBU-Digitalausgang, halt in Form von S/PDIF-TOSLink, das ist, was das Digitalsignal betrifft, aber exakt dasselbe. Man braucht lediglich eine Adaption des Trägermediums (optisch auf symmetrisch elektrisch).

An dieser Stelle ohne jeden Grund USB ins Spiel zu bringen und zu behaupten, man müsse, um das Signal digital vom Mac zu den Lautsprechern zu bekommen, sich für über 100€ einen Adapter USB-auf-AES/EBU kaufen und dabei eine Wandlung Digitales Audio → USB-Audio und dann wieder USB-Audio → Digitales Audio in Kauf nehmen, ist Unsinn.
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sonorman
sonorman17.09.16 19:02
Weia
Der Mac hat mehr oder weniger einen AES/EBU-Digitalausgang, halt in Form von S/PDIF-TOSLink, das ist, was das Digitalsignal betrifft, aber exakt dasselbe. Man braucht lediglich eine Adaption des Trägermediums (optisch auf symmetrisch elektrisch).

An dieser Stelle ohne jeden Grund USB ins Spiel zu bringen und zu behaupten, man müsse, um das Signal digital vom Mac zu den Lautsprechern zu bekommen, sich für über 100€ einen Adapter USB-auf-AES/EBU kaufen und dabei eine Wandlung Digitales Audio → USB-Audio und dann wieder USB-Audio → Digitales Audio in Kauf nehmen, ist Unsinn.
Weia
Noch mal in aller Ruhe. Ich habe nicht behauptet, man MÜSSE so ein Interface kaufen, oder dass es gar keine anderen Möglichkeiten gibt. Aber so ein Interface ist technisch die bessere Lösung als Deine Adapterlösung. Noch einfacher und besser als Adapter von optisch auf AES/EBU wäre aber USB direkt, das nebenbei höhere Auflösungen und Samplingraten erlaubt als Toslink.

Dein verlinkter Vorschlag beinhaltet zwei Adapter: Von optisch auf elektrisch (was eine zusätzliche Stromquelle benötigt) und dann von Coax/RCA auf XLR. Hätten die Lautsprecher hingegen USB, würde ein einzelnes Kabel ohne Adapter und zusätzliche Stromquelle genügen UND es wäre technisch überlegen. Die Aussage war, dass die Verbindung mit dem Computer einfacher sein könnte, wenn sie (zusätzlich) USB hätten. Mehr nicht.

Und wie in meinem Test beschrieben, ging es zunächst darum, mit vorhandenen Mitteln eine Verbindung vom Mac zu den Lautsprechern herzustellen, was zu der beschriebenen Adapterorgieüber den Analogeingang führte. Da Genelec ihre Boxen auch für Endverbraucher anbietet (sie sind nicht umsonst auf allen wichtigen HiFi-Messen präsent) habe ich lediglich insistiert, dass es für diese Klientel unbequem sein könnte, wenn nur AES/EBU als Digitaleingang vorhanden ist.

Ich zitiere hier zur Klarstellung noch mal den ersten Absatz aus dem Bericht:
Wichtige Information vorweg: Die Genelec SAM Lautsprecher sind primär für den Studiobereich konzipiert und daher in bestimmten Punkten nicht optimal an die Erfordernisse von Heiminstallationen angepasst. Zwar ist fast alles für technisch versierte User einfach durchschaubar und nutzbar, aber man merkt dem System mit jeder Faser seine Abstammung aus dem Pro-Bereich an, der gewisse Hemdsärmligkeiten leichter verzeiht als der typische High End Audio Kunde. Ich schreibe diesen Bericht aus Sicht eines Heimanwenders. Bitte behalten Sie dies im Hinterkopf, weil es einige der im Text genannten Kritikpunkte relativiert.

Ich bringe USB also keineswegs grundlos ins Gespräch.

Und zuletzt: Dein Halbsatz
…und dabei eine Wandlung Digitales Audio → USB-Audio und dann wieder USB-Audio → Digitales Audio in Kauf nehmen, ist Unsinn.
ist selbst Unsinn, denn es gibt dort kein "Wandlung". USB Audio IST digital und kann die gespeicherten Audiodaten 1:1 zum DAC übertragen. Es ist lediglich ein anderes Protokoll als S/PDIF. Einige DAC funktionieren sogar so, dass sie sich ganze Tracks via USB von Festplatte oder anderen Datenträgern in einen eigenen Festspeicher/Buffer laden und von dort verarbeiten. Es wird dann also nicht gestreamt, sondern Daten werden kopiert. Digitaler und direkter geht es nicht.
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kugelkopf17.09.16 20:04
Hachja!

Irgendwie ja schön zu lesen wie dieser Artikel diskutiert wird.

Naja also abgesehen davon, dass ich glaube das die meisten "Highend consumer" den Unterscheid zwischen einem guten analogen Signal oder dem digitalen Signal eh nicht hören, verstehe ich diesen Hype um diese digitalisierung nicht so ganz. Zumindest nicht in diesem kleinen Setup.
Korrekt ist in jedem Falle das zum symmetrieren des Signals eine DI-Box genutzt werden sollte.

Ich bin selbst viel als Tontechniker unterwegs und es wird noch verdammt viel Ton sym. analog übertragen! Und diese "alte" einfache Technik hat auch immer noch ab und zu seine Vorteile. Gerade dann wenn wieder irgendeine Endstufe im digitalen Setup anfängt zu spinnen und im endeffekt doch wieder auf analog umgeswitcht wird weil sich keiner den Fehler erklären kann !
Keine Frage, ich finde das digitalisieren super! Gerade wenn dadurch dicke Multicorekabel gespart werden und stattdessen ein LWL Kabel oder ein Netzwerkkabel verlegt wird. Das spart auch unmengen an Platz auf dem LKW.

Ich glaube das man die Sache ziemlich tot diskutieren kann. Jeder hat da so seine Präferenzen. USB-Audio ist mir selbst noch nie untergekommen im Profi Bereich. Thunderbolt und Firewire hingegen schon. Ebenso wie AES/EBU, MADI, Dante...

Ich würde mir wünschen das im Bereich der Consumer Elektronik mehr auf symetrische Signalübertragung gesetzt werden würde. und diese furchtbaren RCA -Stecker verschwinden. Trotzdem haben diese natürlich auch ihre daseins Berechtigung. Aber gut!

Vermutlich hätte man damit rechnen müssen, dass bei so einem Bericht die vermeintlichen Tonaffen (so wie ich) anspringen und Laut aufschreien und sagen, dass es alles Murks ist mit der Verkabelung.

Im übrigen sollte sich keiner angegriffen fühlen!

Das sind nette Lautsprecher, ich kenne die größeren mit einem 7071 Bass dazu als 5.1 Setup.

Ach und als kleine Anmerkung nebenbei, den schönen analogen Klinke -Anschluss am iPhone werde ich sehr vermissen. Weil ich diesen verdammt oft brauche um nur mal eben ein gescheites Lied zum Soundcheck oder auch Hintergrundmusik über die PA laufen lassen zu können. Denn den Adapter von 3,5mm Klinke auf XLR oder 2x 6,3 Mono Klinke hat eigentlich jeder Tontechniker im Koffer... oder am Pult.
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Weia17.09.16 22:20
sonorman
Noch mal in aller Ruhe. Ich habe nicht behauptet, man MÜSSE so ein Interface kaufen
Also bitte! Du hast das nicht nur wörtlich so geschrieben, nein, ich hatte eben diesen Deinen Satz sogar gerade nochmals zitiert:
Ich hätte mir dazu erst einen Adapter USB-auf-AES/EBU kaufen müssen.
, oder dass es gar keine anderen Möglichkeiten gibt.
Doch, auch das waren exakt Deine Worte:
Also wie bekomme ich das Signal vom Mac digital in die Boxen? Wie sich zeigte, gar nicht.
Aber so ein Interface ist technisch die bessere Lösung als Deine Adapterlösung.
Ein entschiedenes Nein. Ein Eingriff in die Signalkette (wie bei USB) ist niemals besser als kein Eingriff in die Signalkette (wie bei S/PDIF, TOSLink und AES/EBU).
Noch einfacher und besser als Adapter von optisch auf AES/EBU wäre aber USB direkt,
Nein, noch einfacher (aber nicht besser) als ein Adapter von optisch auf elektrisch wäre ein elektrischer Digital-Audio-Ausgang am Mac.

USB ist ja gerade nicht direkt, sondern (für Audio) immer ein Umweg.
das nebenbei höhere Auflösungen und Samplingraten erlaubt als Toslink.
Falsch. TOSLink ist spezifiziert für 20 MBit/s, selbst für 192.000 Hz × 24 Bit × 2 Kanäle = 9,216 MBit/s reicht das locker. Falls Apples Treiber das nicht mitmachen, hau Apple.
Dein verlinkter Vorschlag beinhaltet zwei Adapter: Von optisch auf elektrisch (was eine zusätzliche Stromquelle benötigt) und dann von Coax/RCA auf XLR.
Mein Vorschlag beinhaltet einen Adapter, von optisch auf elektrisch. Und ja, das ist nervig beim Handling. Dass das nötig ist, liegt an Apple. Hau Apple.

Der vermeintliche zweite Adapter ist ein stinknormales Kabel. Oder bezeichnest Du normale USB-Kabel auch als Adapterkabel, weil sie auf der einen Seite einen USB-A-Stecker haben und auf der anderen einen USB-B-Stecker?
Hätten die Lautsprecher hingegen USB, würde ein einzelnes Kabel ohne Adapter und zusätzliche Stromquelle genügen UND es wäre technisch überlegen.
Wie kommst Du nur auf die Idee, das sei technisch überlegen? Woher diese Besessenheit mit USB?

USB ist das denkbar schlechteste Protokoll zur Übertragung von digitalen Audiodaten. Das liegt schlicht daran, dass USB von Haus aus einfach nicht für Echtzeitanwendungen konzipiert ist.

Anfangs waren USB-Audio-Interfaces deshalb wirklich miserabel, weil es nie einen kontinuierlichen Datenfluss gab. Daran hat man dann endlos rumgepfrimelt und kam schließlich zu der Einsicht, dass es alles nichts hilft, man auf Empfängerseite die Daten sammeln, buffern und dann mit einem eigenen, stabilen Takt neu aufbauen muss (eben das sogenannte asynchrone USB-Audio). Und auch das geht nur gut, solange genügend Daten den Buffer rechtzeitig erreichen; garantiert ist das aufgrund der Echtzeit-Unfähigkeit von USB aber nach wie vor nicht.

Sobald Du Audio über USB schickst, werden die digitalen Audiodaten in ein anderes digitales Format konvertiert, dann über USB geschickt, wobei ein Datenverlust auch bei asynchronem USB-Audio nicht ausgeschlossen werden kann, dann gebuffert, dann im ursprünglichen Format rekonstruiert und mit einem eigenen Taktsignal neu aufgebaut.

Und das soll AES/EBU bzw. S/PDIF überlegen sein, das von vornherein für Echtzeitübertragung ausgelegt ist und wo in das Signal absolut nicht eingegriffen wird? (Der Strom der Bits und Bytes wird in keiner Weise verändert, wenn aus optischen elektrische Impulse werden, genauso wenig, wie die Bits und Bytes einer Datei verändert werden, wenn man sie von einer optischen CD-ROM auf eine elektrische SSD kopiert.)

Dass USB-Audio AES/EBU technisch überlegen sei, ist eine absurde Behauptung.

Was für ein Knorx USB-Audio ist, sieht man ja jetzt wieder an USB-C, wo der Versuch, die Normen für digitales Audio über USB-C festzulegen, erneut hinterhinkt. Warum wohl? (War diese Defizienz von USB-C nicht sogar das Argument, mit dem Du Lightning-Audio bei den iPhones verteidigt hast?)
Die Aussage war, dass die Verbindung mit dem Computer einfacher sein könnte, wenn sie (zusätzlich) USB hätten. Mehr nicht.
Lies Deinen Text. Die Aussage war, dass ohne USB eine digitale Verbindung zum Mac unmöglich ist.

Man fragt sich ja schon, was für einen Zweck Deiner Ansicht nach dann der digitale Audio-Ausgang aller Macs haben sollte, wenn nicht den einer digitalen Audio-Verbindung …
Und wie in meinem Test beschrieben, ging es zunächst darum, mit vorhandenen Mitteln eine Verbindung vom Mac zu den Lautsprechern herzustellen, was zu der beschriebenen Adapterorgie über den Analogeingang führte.
Dass zu Deinen vorhandenen Mitteln als Tester von Audio-Equipment aber nicht mal ein S/PDIF-AES/EBU-Kabel und ein angesichts des TOSLink-Ausgangs aller Macs für Mac-Nutzer mit Interesse an Audio eigentlich völlig unentbehrlichen optisch→elektrisch-S/PDIF-Adapters zählen, dazu fällt mir nur wenig ein …
Ich bringe USB also keineswegs grundlos ins Gespräch.
Doch, als Verbindung zu Lautsprechern ist das ein völlig unsinniger Vorschlag. Erneut: Du bräuchtest dann zwei asynchrone USB-Audio-Adapter.

Der einzig sinnvolle Weg wäre ein asynchrones USB-Audio-Interface, von dem aus Du mit zwei digitalen Audio-Kabeln an die beiden Lautsprecher gehst. Und das kannst Du heute schon.
Und zuletzt: Dein Halbsatz
…und dabei eine Wandlung Digitales Audio → USB-Audio und dann wieder USB-Audio → Digitales Audio in Kauf nehmen, ist Unsinn.
ist selbst Unsinn, denn es gibt dort kein "Wandlung". USB Audio IST digital und kann die gespeicherten Audiodaten 1:1 zum DAC übertragen.
Nein, das ganze Problem mit USB-Audio ist, dass es das eben nicht kann. Dein Satz klingt, als hättest Du im Ansatz nicht verstanden, was asynchrones USB-Audio ist. Ich hab’s oben grob beschrieben. Das ist ein massiver Eingriff in den Datenfluss mit mehrfacher Wandlung (digitaler Format-Wandlung, natürlich nicht digital-analog-Wandlung) und ohne garantierte Datenintegrität.

Der Hinweis darauf, dass USB-Audio digital ist, ist wohlfeil. Alles ist jetzt digital. Na und? JPEGs sind auch digital, sind sie deshalb verlustfrei? Nö. Die entsprechende Krux bei USB ist die mangelnde Echtzeitfähigkeit des Protokolls, und die ist nun einmal Fakt.
Es ist lediglich ein anderes Protokoll als S/PDIF.
Und im Gegensatz zu S/PDIF kein echtzeitfähiges.
Einige DAC funktionieren sogar so, dass sie sich ganze Tracks via USB von Festplatte oder anderen Datenträgern in einen eigenen Festspeicher/Buffer laden und von dort verarbeiten.
Naja, das ist ja sozusagen einfach asynchrones USB-Audio im Extrem. Und klar, dadurch, dass der Buffer riesig ist, spielt Datenverlust aufgrund von zeitlichen Datenengpässen keine Rolle mehr. Dafür kannst Du dann Film mit synchronem Ton Gucken komplett vergessen …
Es wird dann also nicht gestreamt, sondern Daten werden kopiert.
Hä? Beim Streaming werden die Daten auch kopiert, halt in eine kleinen und zeitlich eng umgrenzten Buffer.
Digitaler und direkter geht es nicht.
Mir war nicht bekannt, dass man „digital“ steigern kann. Aber direkter als über solch einen riesigen Zwischenspeicher geht es ganz sicher – mit AES/EBU zum Beispiel.
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sonorman
sonorman17.09.16 22:57
Weia

Praktisch jeder Satz von Dir ist argumentativ fragwürdig, unterstellend, wortverdrehend, abwertend oder sonstwie auf Konfrontation gebürstet. Wie üblich. Ich werde das nicht weiter mit Dir diskutieren. Die Historie Deiner Kommentare zeigt, dass es zwecklos ist.
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Weia17.09.16 23:22
sonorman
Praktisch jeder Satz von Dir ist argumentativ fragwürdig, unterstellend, wortverdrehend, abwertend oder sonstwie auf Konfrontation gebürstet.
Klar, anstatt auch nur einmal zuzugeben, dass man einen Fehler gemacht hat, wirft man lieber seinem Gegenüber alle Untugenden der Welt vor, ohne Beleg, versteht sich.

Du hast ohne wirklich jeden Zweifel „kaufen müssen“ geschrieben und direkt darauf, Du hättest das nie behauptet. Das ist schon Trump-verdächtig. Was also ist besser, als auf all das gar nicht mehr einzugehen und stattdessen seinem Gegenüber einfach pauschal Unredlichkeit zu unterstellen?

Schreibe keine Fehlinformationen, dann muss sie auch niemand richtigstellen. Wenn Du das als konfrontativ empfindest, dann kann ich das nicht ändern; ich werde Informationen, von denen ich weiß, dass sie falsch sind, nicht um des lieben Friedens willen unkorrigiert stehen lassen zum eventuellen Nachteil von Lesern, die sich darauf verlassen.

Um ehrlich zu sein: Dein Verhalten erweckt zunehmend den Eindruck, dass Du schlicht nicht wusstest, dass Du den AES/EBU-Eingang der getesteten Lautsprecher einfach mit dem S/PDIF-Ausgang des Macs hättest verbinden können, und jetzt einen riesen Aufriss machst, um das nicht zugeben zu müssen.
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AppleUser2013
AppleUser201318.09.16 07:35
Mit USB Audio habe ich die schlimmsten Erfahrungen gemacht, auch bei teuren Interfaces.
Low Latency Audio funktionierte da schon mal gar nicht. Echtzeitanwendungen waren so fast unmöglich. Ich erinnere mich noch gut, daß die Hersteller für solche Fälle einen Pseudomodus einbauten, wo das analoge Eingangssignal direkt zu den Monitor Outputs und durchgeschliffen wurde... Und auch so ist USB ein Graus...Ich wiederhole, niedrige Latenzen sind kaum möglich..
Auch ist so eine Verbindung anfällig für Störgeräusche aller Art...
Das wäre bei Boxen nicht anders, da in den Boxen selbst halt ein USB Audio Interface eingebaut ist. Eine direkt Verbindung über AES EBU oder S/PDif ist der einzige Weg um das Signal ohne Latenz zum Lautsprecher zu bringen und wie gesagt Highend Wandler haben auch AES/EBU oder mindestens ein Coax S/PDif.

Ansonsten war Firewire damals immer die wesnetlich bessere Wahl, als USB zur Audioübertragung. Und heute hat sich Thunderbolt eigentlich gut durchgesetzt.
Nicht zu vergessen ist auch die Audioübertragung via AVB (Audio Video Bridging)...
Und dann gibts natürlich Firmen (Avid mit DigiLink), die ihren eigenen Anschluss und Protokoll haben...

Ich würde auf jeden Fall eine Verbindung über AES/EBU oder sym.XLR den USB Krampf vorziehen.... Und wie gesagt empfehlen kann ich die Genelec für den Hifi Heimgebrauch nicht.
Viele wollen erstens mal gar keinen neutralen Klang. Zweitens gibt es in dem Preisbereich Lautsprecher die halt auf Studio Schnittstellen verzichten, aber dafür alle Schnittstellen (auch Bluetooth oder eben USB) besitzen, die so ein High End Verstärker hat....
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sonorman
sonorman18.09.16 09:38
Weia

Ein allerletzter Kommentar von mir zu Deinen Anmerkungen:
Ich bedaure, dass ich den Satz "Ich hätte mir dazu erst einen Adapter USB-auf-AES/EBU kaufen müssen." nicht ein wenig allgemeiner gefasst habe, um andere Adapterlösungen nicht auszuschließen.

Ansonsten bleibe ich, speziell in Bezug auf USB, uneingeschränkt bei meinen im Artikel getätigten Aussagen.

Was ich hingegen zutiefst bereue, ist, dass ich überhaupt wieder auf Dich reagiert habe. Das war ein schwerer Fehler, der einem den ganzen Tag versauen kann.
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dogdoc18.09.16 10:32
Ich muss da sonorman mal zustimmen:
Ich als Amateur und lediglich MusikHÖRER würde mir von solchen Boxen wie die Genelec auch eine einfache Lösung wünschen. Ich habe sie in einem HiFi!!! Studio schon mal unter die Lupe genommen, da ich gute aktive für den iMac suchte. Um den Markt des anspruchsvollen HiFi zu bedienen, wäre eben ein durchaus nicht so teuer zu implementierender asynchroner USB Anschluß gut geeignet, ebenso wie ein einfacher SPDIF. (FireWire oder Thunderbolt wären wohl leider unangemessen teuer...)
Ich weiß allerdings nicht, ob der Markt für anspruchsvolle Amateure zu klein ist, um sich mit solchen Dingen zu beschäftigen, aber sooo viele Tonstudios gibt es wohl auch nicht, dass da große Stüchzahlen generiert werden, zumal es auch dort ja Konkurrenzprodukte gibt, und selbst Nubert hat dort angeblich einige Kunden...
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dogdoc18.09.16 10:33
dogdoc
Ich muss da sonorman mal zustimmen:
Ich als Amateur und lediglich MusikHÖRER würde mir von solchen Boxen wie die Genelec auch eine einfache Lösung wünschen. Ich habe sie in einem HiFi!!! Studio schon mal unter die Lupe genommen, da ich gute aktive für den iMac suchte. Um den Markt des anspruchsvollen HiFi zu bedienen, wäre eben ein durchaus nicht so teuer zu implementierender asynchroner USB Anschluß gut geeignet, ebenso wie ein einfacher SPDIF. (FireWire oder Thunderbolt wären wohl leider unangemessen teuer...)
Ich weiß allerdings nicht, ob der Markt für anspruchsvolle Amateure zu klein ist, um sich mit solchen Dingen zu beschäftigen, aber sooo viele Tonstudios gibt es wohl auch nicht, dass da große Stückzahlen generiert werden, zumal es auch dort ja Konkurrenzprodukte gibt, und selbst Nubert hat dort angeblich einige Kunden...
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dogdoc18.09.16 10:35
Und nochmal zu Dirac: Man kann doch eigentlich recht schnell loslegen, wenn man die Software (auch als Testversion) auf dem Rechner hat. Vorrausgesetzt, man hat ein passendes, möglichst kalibriertes USB-Mikro. Au weia, schon wieder USB
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X-Jo18.09.16 10:41
@Weia: Hast du mir bitte mal ’nen Link für ein TOSLINK - AES/EBU Kabel?

Habe nur einen Adapter von Hosa (der aber nicht mehr hergestellt wird) gefunden, ca. 100 $.

Meines Wissens braucht’s da schon etwas Elektronik, da TOSLINK digital asymmetrisch, aber AES/EBU via XLR digital symmetrisch ist.

Grazie mille.
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sonorman
sonorman18.09.16 10:47
dogdoc
Und nochmal zu Dirac: Man kann doch eigentlich recht schnell loslegen, wenn man die Software (auch als Testversion) auf dem Rechner hat. Vorrausgesetzt, man hat ein passendes, möglichst kalibriertes USB-Mikro. Au weia, schon wieder USB
Bin schon fleißig dabei und stehe in Kontakt mit den Entwicklern. Muss dazu auch erst mal einiges lernen. Aber es läuft schon.

Habe dazu das miniDSP UMIK-1 USB-Mikrofon. Das ist auch sonst ein klasse Tool zur Nutzung am Mac für unterschiedlichste Aufgaben.
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AppleUser2013
AppleUser201318.09.16 11:01
Hmm das Hosa The ODL-312 Interface...Optical Spdif to Aes Ebu wird immer noch hergestellt und ist auch erhältlich...

In Deutschland bekommt man es bei Hyperactive Audiotechnik GmbH

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AppleUser2013
AppleUser201318.09.16 11:25
Und als Highend Wandler fällt mir auf die Schnelle das Lynx Hilo ein...welches über das gesamte Spektrum an digitalen und analogen Schnittstellen verfügt...
Es gibt auch noch andere Konverter z.b das RDL FP-DFC2 Digital Konverter - SPDIF in AES/EBU
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sonorman
sonorman18.09.16 11:40
AppleUser2013
Hmm das Hosa The ODL-312 Interface...Optical Spdif to Aes Ebu wird immer noch hergestellt und ist auch erhältlich...
Das Gerät kostet ca. 100 Dollar und benötigt ein externes Netzteil Da kann man genauso gut das von mir im Artikel beschriebene Interface nehmen, dass über ein internes Netzteil verfügt und mit USB höhere Auflösungen und Samplingraten ermöglicht, als Toslink.

Passive Kabeladapter von Toslink auf AES/EBU gibt es nicht, weil die Umsetzung von optisch auf elektrisch immer Strom braucht.

AppleUser2013
Und als Highend Wandler fällt mir auf die Schnelle das Lynx Hilo ein...welches über das gesamte Spektrum an digitalen und analogen Schnittstellen verfügt...
Danach hast Du aber wahrscheinlich eine Weile suchen müssen. Die meisten High End DACs haben zwar vielleicht einen AES/EBU Eingang, aber nur wenige haben einen solchen Ausgang. Was schlicht daran liegt, dass DAC für den Heimgebrauch vor allem dazu gedacht sind analoge Signale auszugeben und nur selten, um das Signal Digital durchzuschleifen. Und wenn doch (so wie der Auralic Altair, den ich demnächst im Test habe), dann ist der Ausgang nur selten AES/EBU. Beim Altair wird Digital per USB ausgegeben.

Beispiel eines High End DAC (für Privatanwender gedacht): Der Moon Audio 780D (). Der bietet AES/EBU IN, aber nicht OUT. Was er aber bietet: "native DSD up to DSD256 (USB only) and PCM up to 384kHz (32-bit on USB only)"
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