Stolze Leistung bei stolzen Preisen: Ein Kommentar zum neuen MacBook Pro

In den letzten Jahren waren Apples Produkt-Ankündigungen im Mac-Bereich meist recht treffsicher vorherzusagen, da Apple feste Zeitpunkte im Jahr verwendet. Hardware-Neuerungen erfolgen fast immer im März, Juni oder Oktober. Die Vorstellung des neuen MacBook Pro (Store: ) kam daher, zumindest vom Termin her, recht überraschend. Doch auch mit der Ausstattung hatten die meisten nicht gerechnet, denn die Verwendung eines Core i9 mit sechs Prozessorkernen galt zwar als möglich, keinesfalls jedoch als gesetzt. Während sich die Performance-Sprünge der letzten Hardware-Aktualisierungen eher in Grenzen hielten, kann Apple diesmal mit wesentlich mehr Leistung prahlen.

Wer also auch auf dem MacBook Pro maximale Performance benötigt, kann sich über die aktuelle Baureihe freuen. Mehr Rechenleistung gab es zumindest noch nicht im Notebook-Bereich – immer vorausgesetzt, die eingesetzte Software kann Gebrauch von den sechs Prozessorkernen machen. Hängt man zusätzlich noch eine eGPU an das MacBook Pro (z.B. ), so hat man sich wirklich eine portable Workstation für anspruchsvolle und rechenintensive Anwendungsbereiche gebaut. Zu begrüßen ist zwar, dass Apple eine überarbeitete Tastatur verbaut – Apple bewirbt aber lediglich, das Keyboard sei "leiser". Dass es auch "robuster" ist, will Apple aber auf Nachfrage nicht bestätigen.

Weiterhin kein günstigeres 15" Einsteigermodell
Natürlich hat dies auch seinen Preis, denn die verwendeten Prozessoren allein kosten im Einkauf bereits rund 900 Dollar (wenngleich Apple sicherlich weniger als auf dem freien Markt bezahlt). Dass man aber kein aktuelles MacBook Pro 15" für weniger als 2799 Euro erwerben kann, ist weiterhin eine stolze Ansage. Natürlich bietet bereits die Basisvariante Höchstleistung – aber die enorme Performance des Basis-Modells ist sicherlich nicht für alle Nutzer erforderlich, die ein Apple-Notebook mit größerem Display verwenden möchten. Was schon bei den beiden Generation zuvor kritisiert wurde, gilt unverändert. Seit Herbst 2016 veranschlagt Apple mindestens 2399 Dollar, 2015 waren es noch 1999 Dollar für das günstigste Modell. Für das erste MacBook Pro mit Retina-Display musste man übrigens mindestens 2199 Dollar auf den Tisch legen.


Wesentlich günstiger sieht es im 13"-Sektor aus, wo man bereits für 1299 Dollar bzw. 1499 Euro fündig wird. Für aktuelle Hardware, also Intels achte Prozessorgeneration, sind aber ebenfalls mindestens 1999 Euro zu berappen. Mit Touch Bar steigt der Preis auf 2249 Euro, dennoch ist wie bei allen 13"-Modellen üblich keine dedizierte Grafikkarte verbaut. Zum Vergleich: Das erste MacBook Pro 13" mit Retina-Display lag Ende 2012 bei 1699 Euro (mit 128 GB SSD). Die Baureihe ohne Touch Bar gar nicht zu aktualisieren macht das Sortiment allerdings nicht gerade übersichtlicher. Zumindest weist Apple aber deutlich darauf hin, dass nur die Varianten mit Touch Bar auch "Neu" sind.

Fazit: Die ewige Pro-Diskussion
Es gibt wohl nicht eine einzige Meldung aus dem Mac-Bereich, in der nicht immer wieder die Endlos-Diskussion aufkommt, was Apple hier biete sei überhaupt gar nicht "Pro" – was auch immer dieses "Pro" überhaupt bedeuten soll. Jede individuelle Nutzungsweise bis ins kleinste Detail deckt kein Mac ab – und kein Mac tat dies je. Apples Produktpolitik war seit jeher ein Albtraum für Gewohnheitstiere, die ihre Arbeitsabläufe am liebsten immerfort unverändert lassen möchten.


Viele Nutzer übersehen allerdings oft, dass ihre höchst individuellen Ansprüche nicht die Definition von "Pro" und schon gar nicht die Messlatte für die Allgemeinheit sind. Die vor allem in Foren zu findende pauschale Generalverurteilung auch des aktuellen MacBook Pro, nur weil Anschluss A, Zubehör B oder Austattungsfeature C nicht werkseitig vorhanden sind, disqualifiziert die Geräte keinesfalls als "professionell". Apple will und muss die Mehrheit der Anwender zufrieden stellen – und die gegen den allgemeinen Markttrend seit Jahren konstant hohen Verkaufszahlen zeigen, wie gut das gelingt. Dass nicht jeder Wunsch nach Anschluss X und Ausstattung Y zu erfüllen sein wird, geht damit einher. Kurzum: Ein Pro-Gerät für nicht jeden Pro.

Kommentare

OpDraht
OpDraht13.07.18 11:38
Ich glaube der Verkaufserfolg der MacBook Pro liegt auch in dem Umstand begründet, dass die Leute eher einen mobilen denn einem stationären Mac haben wollen. Und dann auch gerne mit einem möglichst großen Display. Und da treibt Apple die Kunden in die teure, im Apple-Kosmos alternativlose Ecke.
+13
Mia
Mia13.07.18 11:39
Richtige Einschätzung... so sehe ich es auch!
-1
aMacUser
aMacUser13.07.18 11:47
Ich muss sagen, dass ich Apples Produkte eigentlich sehr mag. Ich vermisse Windows zu Hause überhaupt nicht (arbeite auf der Arbeit jeden Tag auch noch mit Windows). Allerdings weiß ich nicht, ob ich mir aktuell ein neues MacBook (Pro) kaufen würde. Die Preise sind im Vergleich zu früher echt extrem hoch. Ich habe mir mein MacBook Pro 15'' damals Ende 2014 mit fast maximaler Ausstattung (außer SSD, "nur" 512GB) ohne Zubehör für um die 2.600€ gekauft. Für den Preis bekommt man heute noch nicht mal die Grundausstattung. Das ist meiner Meinung nach einfach viel zu extrem. Wobei ich zugebe, dass ich, wenn ich das Geld hätte und ein neues MacBook bräuchte, vermutlich trotzdem den Preis zahlen würde. Aber ich hoffe, dass die MacBooks in den kommenden Jahren wieder günstiger werden, mein MacBook sollte die nächsten Jahre hoffentlich noch überleben (wobei mir der Akku langsam Sorgen macht, aber ein Hoch auf iFixIt)
+7
wormstar
wormstar13.07.18 11:50
Für mich ist ein "Pro" jemand, der mit seinem Gerät Geld verdient. Und der muss für sich immer entscheiden, wieviel Leistung er benötigt und wieviel Geld er für sein Arbeitsgerät bereit ist auszugeben. Ein Handwerker (zumindest die, die ich kenne), kauft sein Werkzeug auch nicht bei Obi.

Gerade das 15 Zoll MacBookPro ist - für mich - ganz klar ein Gerät, dass sich an eben diese Leute richtet.

Für die, die ihr Gerät nicht beruflich (also fürs Hobby) nutzen, reicht das 13 Zoll MacBookPro wahrscheinlich mehr als aus. Vor allem mit der Option, dieses mit einem externen Monitor zu erweitern. Es mag individuelle Anwendungsfälle geben, in denen das nicht passt, aber Apple wird es nie jedem recht machen können. Aber auch hier gilt: Wenn ich mit der Produktpalette nicht zufrieden bin, muss ich mich unter Umständen woanders umschauen.
-1
matt.ludwig13.07.18 11:55
wormstar
Für mich ist ein "Pro" jemand, der mit seinem Gerät Geld verdient. Und der muss für sich immer entscheiden, wieviel Leistung er benötigt und wieviel Geld er für sein Arbeitsgerät bereit ist auszugeben. Ein Handwerker (zumindest die, die ich kenne), kauft sein Werkzeug auch nicht bei Obi.

Gerade das 15 Zoll MacBookPro ist - für mich - ganz klar ein Gerät, dass sich an eben diese Leute richtet.

Für die, die ihr Gerät nicht beruflich (also fürs Hobby) nutzen, reicht das 13 Zoll MacBookPro wahrscheinlich mehr als aus. Vor allem mit der Option, dieses mit einem externen Monitor zu erweitern. Es mag individuelle Anwendungsfälle geben, in denen das nicht passt, aber Apple wird es nie jedem recht machen können. Aber auch hier gilt: Wenn ich mit der Produktpalette nicht zufrieden bin, muss ich mich unter Umständen woanders umschauen.
Und das rechtfertigt den rapiden Preisanstieg?
+6
jlattke13.07.18 11:56
Die Einschätzung zum Thema Pro ist m.E. völlig daneben. Insbesondere der Satz „kein Mac tat dies je“. Und das MBP MIT eGPU immer noch als portable Workstation zu bezeichnen ist zumindest seltsam … Die Pro-Diskussion läuft am Ende zugespitzt immer auf einen Punkt raus: jemand der in einem spezifischen Bereich brutal viel Leistung benötigt und mit der Hardware sein Geld in einem professionellen Umfeld sein Geld verdient. (Ich habe zum Beispiel auch Anwendungsfälle – „professionell“, also zum Geldverdienen – da reicht mir auch ein iPad. Aber genau das ist mit Pro eben nie gemeint.

Aber abgesehen davon: tolle Hardware zum teils fragwürdigen Preis (der aber Cooks Linie, den Umsatz trotz mäßigem Wachstum deutlich zu steigern, treu bleibt). Mir gefällt das erstens was beim Mac passiert und zweitens das ganz überraschend kam … und ich bin sicher, bis auf die Schnittstellenarmut sind auch viele Pros die einen mobilen Rechner benötigen im Grundsatz zufrieden.
+1
nacho
nacho13.07.18 11:58
wormstar

Für mich bedeutet das Word „Pro“ schon eine Hardware die im oberen Leistungssegment ist.
Auch einer der beruflich „nur“ Texte schreibt und dementsprechend keine grossen Anforderungen an die Hardware hat ist ja ein Pro. Für diesen Nutzer genügt aber die Leistung eines Air.
+4
matt.ludwig13.07.18 12:00
jlattke
… und ich bin sicher, bis auf die Schnittstellenarmut sind auch viele Pros die einen mobilen Rechner benötigen im Grundsatz zufrieden.
Ich mag USB-C bzw. Thunderbolt 3 sehr, hab da kein Problem mit.
+5
wormstar
wormstar13.07.18 12:02
matt.ludwig
Und das rechtfertigt den rapiden Preisanstieg?

Darüber kann man streiten. Aber seit all den Jahren, die ich Apple-Geräte kaufe (seit 1994) kann ich mir über eins sicher sein: Ich bekomme ein extrem leistungsfähiges Gerät, das fast unkaputtbar ist (meine Erfahrung). Nach drei Jahren kann ich mein MacBook immer noch für einen anständigen Preis verkaufen (mache ich nicht nur mit Macbooks so, sondern auch mit iPhones und iPads).

Aber damit sind wir auch wieder an folgendem Punkt: Es kommt halt immer darauf an, was ich bereit bin auszugeben und wieviel Leistung ich benötige. Das muss jeder für sich entscheiden. Ich würde z.B. keinen i9 mit 32 GB Arbeitsspeicher benötigen, mit dem i7 und 16 GB Arbeitsspeicher meines 2016 MacBookPros komme ich bis nächstes Jahr noch super hin. Und auch danach könnte ich da locker noch zwei Jahre mit weiter arbeiten, aber da kommt dann doch lieber das "Was-neues-haben-wollen"
+3
sonorman
sonorman13.07.18 12:04
jlattke
Die Einschätzung zum Thema Pro ist m.E. völlig daneben. Insbesondere der Satz „kein Mac tat dies je“. …
Das ist aber aus dem Zusammenhang gerissen. Der ganze Satz lautet:
MTN
Jede individuelle Nutzungsweise bis ins kleinste Detail deckt kein Mac ab – und kein Mac tat dies je.
Und das ist absolut korrekt.

Ich teile die Pro-Einschätzung des Kollegen vollauf, auch wenn das nach Parteinahme in den eigenen Reihen aussieht.
+2
jlattke13.07.18 12:04
@matt.ludwig
Geniale Schnittstelle – keine Frage. Aber eben (noch) nicht unbedingt alleine.

Ich hatte mal meinen „Schnittstellenkulturbeutel“ gepostet … früher hat einfach ein Laptop gereicht und ich hatte alles. Heute sieht das so aus:

Schade das man eben fast überall noch einen Adapter braucht. Könnte man alles mit einem einzigen Kabel ansteuern wäre es genial.

@Sonorman
Ich gebe Dir recht. Im Gesamtartikel wirkt es aber mehr nach „der Mac ist eben nur ein grober Baustein, den man für jeden Kram entsprechend ergänzen/anpassen muss“. Es gab eine Zeit, da waren Macs universeller einsetzbar (auch das MBP).
+15
wormstar
wormstar13.07.18 12:05
nacho
wormstarFür mich bedeutet das Word „Pro“ schon eine Hardware die im oberen Leistungssegment ist.
Auch einer der beruflich „nur“ Texte schreibt und dementsprechend keine grossen Anforderungen an die Hardware hat ist ja ein Pro. Für diesen Nutzer genügt aber die Leistung eines Air.

Nein, sehe ich anders. Wie ich weiter oben schon geschrieben habe: Jeder muss für sich entscheiden, wie viel Leistung ich benötige. Und da gebe ich Dir vollkommen recht: Jemand, der nur Texte schreibt, kommt mit einem MacBookAir super hin. Wenn ich aber die Leistung für z.B. Videoschnitt oder 3D oder .... benötige, muss ich immer noch überlegen, ob mir die Leistung das Geld wert ist...
0
wicki
wicki13.07.18 12:08
Was Apple IMHO schlichtweg fehlt – und schon immer gefehlt hat – ist ein Laptop mit großem Bildschirm und Mittelklasse bei den sonstigen Komponenten. Mir fallen ganz spontan ganz viele Arbeiten ein, die sich auf einem großen Bildschirm besser erledigen lassen, als auf einem Kleinen und die trotzdem nur ganz mittelmässige Anforderungen an die Hardware haben: Tabellenkalkulation, Projektplanung, Zeichnen, Fotos sortieren, Filme ansehen. IMHO gäbe es auch für ein 15" MacBook (Pro?) mit Dual-Core i5, IRIS-Grafik und 8GB Ram einen großen Markt. Keine Ahnung, warum Apple den nicht bedienen will.
+10
Dom Juan
Dom Juan13.07.18 12:09
Leute, kommt runter von euren Preisen. Es hagelt gleich "nicht hilfreich" Kommentare, aber Apple hat sich in den letzten zehn Jahren preislich enorm nach unten korrigiert. Ich erinnere da an Macs die die 20.000 DM weit überschritten. Klar sind 5Kilo für ein anständiges MBP ein stolzer Preis, aber für Apple gar nicht so abgehoben, wie es klingt. Grade wenn man sich bei der Konkurrenz umguckt, und den späteren Support (Austauschgeräte zB, wenn der Mac mal zur Reparatur muss), Lebensdauer (im Pro Bereich natürlich mit der Idee, das Gerät auch nach 3 Jahren noch zu einem sehr guten Preis verkaufen zu können der den Nachfolger stark mitfinanziert), und die kleinen Details, die den Mac im Alltag angenehmer machen (einfaches Beispiel, die Schlepptops von Acer fahren gerne mal das DVD Laufwerk aus, wenn man den Rechner anhebt). Die Software läuft in den allermeisten Fällen äußerst stabil, gratis Sicherheitsupdates über aktuel 7 Jahre (womit wir wieder beim Preis eines Weiterverkaufes wären).
Mir ist kein anderes Gerät der Konkurrenz bekannt, das Mobilität und Power so gut vereinigt, und Desktop Rechner ohne Kabelsalat so gut ersetzt. Denn das darf man auch nicht vergessen: am Schreibtisch angekommen, 5K Bildschirm mit einem (!!) Kabel angeschlossen, das MacBook Pro wird geladen, die externen Monitore (Plural!) werden in voll Auflösung angesteuert, eventuell ist noch die externe eGPU auf/unter dem Tisch. Das ist Platz, den ich mir entweder beim Kauf des Schreibtisches sparen kann, oder wo ich zusätzliche Hardware unterbringen kann (Mixpult, Walcom, oder was weiß ich). Ich finde die Dinger einfach nur genial! Und wenn man all das betrachtet sind 4Kilo schon wieder fast raisonnable. imho 😉
Mais lorsqu'on en est maître une fois, il n'y a plus rien à dire ni rien à souhaiter.
+2
matt.ludwig13.07.18 12:10
jlattke
@matt.ludwig
Geniale Schnittstelle – keine Frage. Aber eben (noch) nicht unbedingt alleine.

Ich hatte mal meinen „Schnittstellenkulturbeutel“ gepostet … früher hat einfach ein Laptop gereicht und ich hatte alles. Heute sieht das so aus:

Schade das man eben fast überall noch einen Adapter braucht. Könnte man alles mit einem einzigen Kabel ansteuern wäre es genial.
Darauf hoffe ich diesmal auch! Thunderbolt 1/2 war irgendwie klar, dass es eine Totgeburt wird. Ok, ganz so viele Adapter und Kabel wie du schleppe ich nicht mit
0
OpDraht
OpDraht13.07.18 12:10
jlattke
Ich hatte mal meinen „Schnittstellenkulturbeutel“ gepostet … früher hat einfach ein Laptop gereicht und ich hatte alles. Heute sieht das so aus:
Krass und das Problem sehr eindrucksvoll darstellend. Was mag der Inhalt dieses "Kulturbeutels" an zusätzlichen Kosten verursacht haben? Dann noch Apple Care für einige hundert Euro hinzu ...

Leute, die einem vermitteln wollen "Apple wäre heute so günstig" benötigen auch wieder irre lange Absätze zu ihrer Argumentation, das sagt einiges.
+3
jlattke13.07.18 12:11
@wormstar
Du hast grundsätzlich Recht. Aber in dem Kontext meint Pro eben eher das: Leistung kann man NIE genug haben. (Fast) Egal zu welchem Preis.

Das meinte ich mit: ich verwende – auch professionell – für diverse Jobs mein iPad. Und komme gut klar. Würde mich da dann aber nicht als „Pro“ bezeichnen, sondern eher als typischen „Office-Anwender“. Und natürlich verdiene ich dann trotzdem mein Geld damit.
+2
matt.ludwig13.07.18 12:11
wormstar
matt.ludwig
Und das rechtfertigt den rapiden Preisanstieg?

Darüber kann man streiten. Aber seit all den Jahren, die ich Apple-Geräte kaufe (seit 1994) kann ich mir über eins sicher sein: Ich bekomme ein extrem leistungsfähiges Gerät, das fast unkaputtbar ist (meine Erfahrung). Nach drei Jahren kann ich mein MacBook immer noch für einen anständigen Preis verkaufen (mache ich nicht nur mit Macbooks so, sondern auch mit iPhones und iPads).

Aber damit sind wir auch wieder an folgendem Punkt: Es kommt halt immer darauf an, was ich bereit bin auszugeben und wieviel Leistung ich benötige. Das muss jeder für sich entscheiden. Ich würde z.B. keinen i9 mit 32 GB Arbeitsspeicher benötigen, mit dem i7 und 16 GB Arbeitsspeicher meines 2016 MacBookPros komme ich bis nächstes Jahr noch super hin. Und auch danach könnte ich da locker noch zwei Jahre mit weiter arbeiten, aber da kommt dann doch lieber das "Was-neues-haben-wollen"
Da stimme ich dir absolut zu. Ich kaufe die Geräte ja auch, weil sie toll sind. Aber man darf sich ja zumindest mal drüber "aufregen" wenn man sonst nix hat, außer dem sch**** Keyboard
+1
aMacUser
aMacUser13.07.18 12:11
OpDraht
jlattke
Ich hatte mal meinen „Schnittstellenkulturbeutel“ gepostet … früher hat einfach ein Laptop gereicht und ich hatte alles. Heute sieht das so aus:
Krass und das Problem sehr eindrucksvoll darstellend. Was mag der Inhalt dieses "Kulturbeutels" an zusätzlichen Kosten verursacht haben? Dann noch Apple Care für einige hundert Euro hinzu ...
Also ich hatte bei meinem MacBook Pro 15'' Mitte 2014 Zubehörkosten von 800€. Dabei waren ein zweites Netzteil und Adapter für VGA, DVI und LAN. Und dann noch ein bisschen Gerümpel mehr.
+4
jlattke13.07.18 12:14
@matt.ludwig
Die Anzahl würde sich schlagartig halbieren, hätten iOS Devices auch USB-C/TB3 … aber es ist halt ärgerlich. Zumal ich zB eine Ethernetschnittstelle nicht als Luxus empfinde.

Was der Kram gekostet hat, will ich lieber nicht wissen.
+2
sonorman
sonorman13.07.18 12:15
jlattke

Ich hatte mal meinen „Schnittstellenkulturbeutel“ gepostet … …
Das ist doch Augenwischerei.
Also würde man für PC-Notebooks nicht genau so viele Zubehöre mitschleppen, wenn man entsprechend viel Peripherie anschließen will. Ein paar Adapter machen bei großem Gepäck den Kohl doch nicht fett.

-7
matt.ludwig13.07.18 12:16
sonorman
jlattke

Ich hatte mal meinen „Schnittstellenkulturbeutel“ gepostet … …
Das ist doch Augenwischerei.
Man kann sich alles schönreden. Also jetzt hier noch irgendwie Apple ins gute Licht rücken zu wollen.
+3
Ythcal
Ythcal13.07.18 12:16
Artikel
Wesentlich günstiger sieht es im 13"-Sektor aus, wo man bereits für 1299 Dollar bzw. 1499 Euro fündig wird. Für aktuelle Hardware, also Intels achte Prozessorgeneration, sind aber ebenfalls mindestens 1999 Euro zu berappen. Mit Touch Bar steigt der Preis auf 2249 Euro

Häh? Das ist doch Quatsch! Auch der neue 13-Zöller für 1999 EUR hat (wieder) die Touchbar!
+1
SpaceBoy
SpaceBoy13.07.18 12:17
Preis und Schnittstellen hin oder her, was Apple dringend braucht ist eine Spendenhotline... denn offensichtlich fehlen Ressourcen um die komplette MBP Palette auf einen Schlag zu aktualisieren
0
NikNik13.07.18 12:17
Da es kein 15" "Non-Pro" gibt, erübrigt sich eigentlich die Debatte. 12 und 13 sind zwar vielleicht ganz nett als Facebook-Maschine bzw. Tablet-mit-Tastatur, aber meiner Meinung nach für einen Alltags-Allrounder einfach zu klein.

Man hat doch nur die Wahl zwischen Mini-Notebooks mit lahmen Dual Cores als "Non-Pro" oder eben hochpreisige "Pros" in Normalform. Die Frage nach "wie viel Leistung brauche ich" geht ja leider Hand in Hand mit dem Formfaktor. Das sollte einfach besser werden.
+1
sonorman
sonorman13.07.18 12:18
matt.ludwig
sonorman
jlattke

Ich hatte mal meinen „Schnittstellenkulturbeutel“ gepostet … …
Das ist doch Augenwischerei.
Man kann sich alles schönreden.
Oder schlechtreden.
Oder übertreiben.
-2
NikNik13.07.18 12:24
sonorman
Also würde man für PC-Notebooks nicht genau so viele Zubehöre mitschleppen, wenn man entsprechend viel Peripherie anschließen will.

Also von meinem Alltag so bei einem Nicht-Apple Notebook: Ich habe einen HDMI-Port, einen Mini-Display Port, einen LAN-Port und einen SD-Kartenleser. So ziemlich alles regelmäßig in Benutzung. Bei einem MacBook bräuchte ich hier schon 3 Adapter quasi alltäglich. Und da man weder ein RJ45 Kabel, noch ein HDMI Kabel und sicherlich niemals eine SD-Karte in einen Thunderbolt Port stecken kann, muss man diese einfach immer dabei haben. Und ich sehe auch nicht, dass sich das in nächster Zeit großartig ändern wird. Ansonsten hab ich keinerlei Adapter für das Gerät.
+3
Kaji13.07.18 12:25
Ein überraschendes und leistungstechnisch sehr gutes Update (mit Option auf i9 und 32GB DDR4 Ram), ABER wenn Apple die geringe Haltbarkeit der Tastatur nicht in den Griff bekommen hat (und so kann man die aktuelle Auskunft von Apple wohl verstehen), dann ist das Gerät eine absolute Fehlkonstruktion. Egal wie ihr hier Pro definieren wollt: Wenn ich mir einen Lastenesel für 4000 Euro kaufe, dann muss der mehr als 2 Jahre halten ohne dass man das halbe Gerät austauschen muss wenn eine Taste kaputt geht (was zumindest bei der 2. Generation der Tastatur mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit passiert ist). Hier muss Apple Klarheit schaffen und wenn sie das Problem nicht in den Griff bekommen haben, ist das Gerät absolut nicht empfehlenswert. Macht das Gerät nen Millimeter dicker wenn die Tastatur dafür vernünftig hält (habe schon beim iPhone nie verstanden warum man nicht einfach die Dicke des Kamerabuckels nutzt um mehr Akku unterzubringen und dann ein bündiges Gerät hat).
+10
Rosember13.07.18 12:26
wicki
Was Apple IMHO schlichtweg fehlt – und schon immer gefehlt hat – ist ein Laptop mit großem Bildschirm und Mittelklasse bei den sonstigen Komponenten. Mir fallen ganz spontan ganz viele Arbeiten ein, die sich auf einem großen Bildschirm besser erledigen lassen, als auf einem Kleinen und die trotzdem nur ganz mittelmässige Anforderungen an die Hardware haben: Tabellenkalkulation, Projektplanung, Zeichnen, Fotos sortieren, Filme ansehen. IMHO gäbe es auch für ein 15" MacBook (Pro?) mit Dual-Core i5, IRIS-Grafik und 8GB Ram einen großen Markt. Keine Ahnung, warum Apple den nicht bedienen will.
Das denke ich auch. Zum Thema "Pro" sei z.B. auf die durchaus zahlreiche Mit-dem-Gerät-Geld-verdiende-Journalisten(u.ä.) verwiesen. Vielen dürfte ein größerer Bildschirm durchaus willkommen sein, erst recht, wenn sie auch noch Fotos machen (nein, bei der Bearbeitung fallen in der Regel keine 73 1GB-Photoshop-Dateien an die mit wildesten Ebenenverarbeitungen ineinander geschmolzen werden müssen). Ich sitze, da zur gleichen Berufsgruppe gehörig, z.B. an einem 2012er MBA 13" in Standardausführung und kann nicht meckern. Die Tastatur ist auch nach 6 Jahren hervorragend, die Geschwindigkeit völlig ausreichend. Der Bildschirm allerdings war noch nie prickelnd und mit nachlassender Augenleistung beginnt er, mich zu nerven.
Ich werde jetzt demnächst mal probieren, wie ein iPad pro mit guter Bluetooth-Tastatur für mich funktioniert. Dem MacBook fehlt mindestens ein weiterer Anschluss. Bei den Einstiegs-13"ern mache ich mir doch einige Gedanken wegen der Tastatur (die ich mag - solange sie funktioniert, jedenfalls). Alles darüber ist preislich nicht zu rechtfertigen, weil ich die Leistung mobil einfach nicht brauche. Hingegen scheint mir der Pencil geradezu ein Versprechen zu sein ... Mal sehen.
+2
sockenpuppe_23413.07.18 12:27
wormstar
Für mich ist ein "Pro" jemand, der mit seinem Gerät Geld verdient.
Dann bin ich ein Pro, und mein Macbook 12" 1,1GHz Early 2015 ist mein Pro Gerät. Für Outlook, Excel-Tabellen mit 50–99 Zeilen, Word-Dokumente mit bis zu vier Seiten und ab und zu eine zeitraubende PowerPoint-Präsentation völlig ausreichend. Und ein USB-C Anschluss als Ladebuchse ist da auch ausreichend, der Akku hält den ganzen Arbeitstag.
+6
Weitere News-Kommentare anzeigen

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.

OK MacTechNews.de verwendet Cookies unter anderem für personalisierte Inhalte, Seitenanalyse und bei der Auslieferung von Google-Anzeigen. Dies war zwar schon immer so, auf Wunsch der EU muss nun jedoch explizit darauf hingewiesen werden. Durch Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen