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Sauerstoffmessung mit Apple Watch: Apple wendet erneutes Verkaufsverbot ab

Zum Jahresende 2023 schlug die Patentklage des Wettbewerbers Masimo erhebliche Wellen: Apple musste den Verkauf der Smartwatch kurz nach Weihnachten einstellen. Zwar wurde das Vertriebsverbot nach drei Wochen aufgehoben, allerdings durfte eine neu erworbene Apple Watch fortan in den Vereinigten Staaten keine Messungen des Blutsauerstoffs mehr durchführen. Apple überarbeitete die Funktion und veröffentlichte sie erneut im August 2025. Masimo klagte erneut – doch dieses Mal entschied das Gericht anders: Die überarbeitete Version verletzt laut Richterin Bhattacharyya keine Patente des Konkurrenten.


Zwar bestätigte das Gericht eine vorherige Entscheidung, dass die ursprünglich in watchOS integrierte Methode die Patente des klagenden Unternehmens verletzt hätte. Die aktuell von Apple in den USA zur Anwendung kommende Software-Version sei jedoch davon unberührt. Bezüglich der letzteren Beurteilung dankte der Konzern der Richterin für ihre „sorgfältige Begutachtung“ und zeigte sich zufrieden. Diese stellt allerdings lediglich eine Empfehlung für die International Trade Commission (ITC) dar, welche die endgültige Entscheidung fällt. Stimmt die ITC der richterlichen Empfehlung zu, bleibt die vorläufige Genehmigung in Kraft, und der Konzern darf die Apple Watch weiterhin in den USA verkaufen; ebenso können US-Nutzer, welche bereits eine solche Smartwatch besitzen, weiterhin die Sauerstoffsättigung im Blut messen.

In den USA verboten: Messergebnisse direkt auf der Apple Watch.

Transfer aufs iPhone
Apple erkaufte sich diese Möglichkeit durch einen gewissen Komfortverlust für die Nutzer: In den USA müssen Anwender auf ihrem Smartphone nachsehen, was eine Messung ergab. Die Software-Entwickler verlagerten die Berechnung der Sauerstoffkonzentration und die Darstellung des Resultats auf das iPhone. Auf diese Weise umgeht Apple das Masimo-Patent. Der Sensor bleibt derselbe; Apple musste keine Veränderungen an der Hardware vornehmen. Die Patentrechtsverletzungen voriger Implementationen soll Apple 643 Mio. US-Dollar kosten, entschied ein Geschworenengericht im Herbst. Apple gab an, dass man dieser Entscheidung nicht zustimme und weitere rechtliche Schritte erwäge.

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