SSD-Krise: Apple erhöht Preise für externe Speichermedien dramatisch


Apple überraschte zuletzt mit der Speicherausstattung von einigen Geräten: Im MacBook Pro mit M5 Pro oder M5 Max ist eine mindestens 1 Terabyte große SSD verbaut, im MacBook Air kommen wiederum wenigstens 512 Gigabyte zum Einsatz. Beim MacBook Neo möchte Cupertino lediglich 100 Euro Aufpreis für den doppelten Speicher, und das iPhone 17e verfügt bereits in der Minimalkonfiguration über eine Speicherkapazität von 256 Gigabyte. Bei Produkten anderer Hersteller scheint Apple nunmehr jedoch eine andere Preispolitik zu verfolgen.
SSD: Apple erhöht Preise dramatischBei Apple lassen sich bekanntlich nicht bloß hauseigene Produkte kaufen: Der Konzern bietet auch anderen Anbietern eine Plattform, wenn es sich etwa um passendes Zubehör handelt. Das trifft etwa auf externe Festplatten zu. Cupertino nahm allerdings Änderungen vor: So kostet etwa die SanDisk Professional PRO-G40 mit 4 Terabyte SSD-Speicher ab sofort nicht mehr rund 500 US-Dollar, sondern knapp 1.200 Dollar – eine Erhöhung um 140 Prozent. Hierzulande sieht es nicht besser aus: Apple ruft für das Modell 1.249,95 Euro auf. Aktuell ist die SSD nicht einmal lieferbar.
Amazon möchte für die SanDisk-SSD übrigens rund 844 Euro. Für
zwei Terabyte werden rund 439 Euro fällig – bei Apple schlägt diese Variante mit 799,95 ebenfalls ungleich teurer zu Buche. Andere Speicherprodukte sind ebenfalls von drastischen Erhöhungen betroffen, sofern diese überhaupt vorrätig sind.
KI-Rechenzentren verschlingen SpeicherAndere Händler haben die Preise für SSD ebenfalls bereits erhöht, wenngleich zumeist nicht in einem so großen Ausmaß wie Apple. Der KI-Boom führt dazu, dass Tech-Giganten wie Google, Amazon und Microsoft große Mengen an Speicher für Rechenzentren kaufen, und die Hersteller können mit der Produktion von NAND-Flash-Speicher nicht Schritt halten. Ferner stellen die Hersteller bevorzugt den Speicher her, der für die Rechenzentren nachgefragt wird – zulasten von Speicher für Produkte aus der Unterhaltungselektronik. Ein Preisvergleich lohnt sich aber selbstverständlich immer: Die externen Festplatten bei Apple sind zumeist auch bei anderen Anbietern zu finden und kosten dort in aller Regel weniger, wie das oben genannte Beispiel zeigt.