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REWIND Themenausflug: Die deutschen Autobauer kommen langsam wieder in die Spur – Beispiel VW und BMW

Vorab zur Klarstellung: Nein, ich werde nicht plötzlich zum Autoblogger und dieses Thema bleibt eine Ausnahme. Aber als technikinteressierter Mensch und Autofahrer – wozu ich auch einen Großteil der REWIND-Leserschaft zähle – gestatte ich mir mal wieder einen Blick über den Tellerrand und stelle dieses "Off-topic"-Thema zur Diskussion.

Das Ende der Automisere?
Nach Lesart in der Presse und der allgemeinen Stimmung im Netz scheint es beschlossene Sache zu sein: Die deutsche Autoindustrie hat ihr Mojo verloren und quasi auch schon den Kampf gegen den Tsunami an Elektroautos aus China. Und zwar, weil sie gepennt haben. Viel zu lange! Vor allem der zu zögerliche Schwenk auf die Elektromobilität und das angeblich zu krampfhafte Festhalten am Verbrenner wird als Grund für den Abstieg unserer einst so stolzen Autoindustrie sein.


Tatsächlich sprechen die starken Gewinneinbrüche bei fast allen deutschen Marken eine ziemlich deutliche Sprache. Ich betrachte das mal aus meiner eigenen kleinen Perspektive. Dazu muss man wissen, dass ich seit meinem 18 Lebensjahr immer ein überzeugter und begeisterter Autofan, und auch immer beruflich wie privat auf einen PKW angewiesen war. Angefangen mit dem Golf I bis zu meinem letzten Auto, einem BMW Z4 M40i stellte sich für mich nie ernsthaft die Frage, mir ein ausländisches Modell zuzulegen. Ich habe fast sämtliche deutschen Automarken gefahren. Alles Verbrenner – bis dato. Aber es hat sich einiges geändert. Sowohl in meinem Leben, als auch in der Attraktivität der Fahrzeugangebote.


Zunächst einmal fahre ich heute längst nicht mehr so viel Langstrecke mit dem Auto. Als selbstständiger Online-Worker muss ich weder täglich zur Arbeitsstätte pendeln, noch habe ich ständig lange Wege zurückzulegen – außer gelegentliche Messebesuche, die ich im Laufe der Zeit aber auch immer weiter reduziert habe.

Hinzu kommt, dass Anfang der 2020er-Jahre plötzlich die Leasingkosten der deutschen Autobauer explodierten. So sollte ich plötzlich, wenn ich das selbe Fahrzeug wie zuvor hätte leasen wollen, monatlich mehrere hundert Euro mehr zahlen sollen. Bei meiner jährlichen Fahrleistung stand das in keinem gesunden Verhältnis mehr. Auch nicht, wenn ich mir das als reinen Luxus hätte leisten wollen, erschien mir das nicht mehr passend. Da ich noch Zugriff auf ein kleines Familienauto habe, mit dem ich alles nötige erledigen kann, habe ich das erste Mal seit meinem 18. Lebensjahr ganz auf ein eigenes Auto verzichtet.

Es gab aber noch weitere Gründe. Und zwar in erster Linie, weil ich eigentlich auf ein Elektroauto umsteigen wollte, doch vor zwei, drei Jahren gab absolut NICHTS was mich auch nur ansatzweise überzeugt hätte. Die Technologie schien mir in vielen Bereichen noch nicht ausgereift genug, die Preise zu hoch und die Autos einfach nur grässlich. – Verspielt, überkandidelt, mit unnötigem Tinnef ausgestattet, der nicht richtig funktioniert (wie etwa Spurhalteassistenten, die das Fahrzeug ständig zwischen den Begrenzungslinien pendeln ließen). Alles nur glattgelutschte, charakterlose Hüllen, die krampfhaft auf Zukunft machen wollen, aber keinerlei Stil haben und einfach null Haben-Wollen-Reiz bei einem Autofan wie mir erzeugen.

Bis heute.

In diesem Jahr kommen gleich zwei sehr unterschiedlich positionierte Modelle von deutschen Autobauern auf den Markt, die einen Wendepunkt in der Misere bedeuten könnten. Es muss sich natürlich noch herausstellen, ob es so kommt, oder nicht. Aber hier fängt es für mich wieder an interessant zu werden.

Kommentare

froyo5209.05.26 08:27
Der ID.Polo ist ein interessantes Auto, der BMW i3 viel zu teuer. Ich selbst fahre seit Jahren einen VW ID.3 (derzeit die aktuelle Version) und bereue das nicht. Der kommende VW ID.3 Neo geht dann die Richtung des ID.Polo. Werde demnächst dennoch auf den VW ID.Cross (kommt ab dem Juli) umsteigen, in welchem man etwas höher sitzt und somit auch das Einsteigen leichter fällt. Ich habe den Umstieg vom Verbrenner auf Elektro nie bereut, im Gegenteil, es gibt nichts Schöneres.
+3
Quickmix
Quickmix09.05.26 08:43
Ganz genau auch bei mir. Ich fahre seit Anfang 2023 nur noch elektrische Antriebe. Der Fun Faktor ist einfach unschlagbar für mich.
froyo52
Der ID.Polo ist ein interessantes Auto, der BMW i3 viel zu teuer. Ich selbst fahre seit Jahren einen VW ID.3 (derzeit die aktuelle Version) und bereue das nicht. Der kommende VW ID.3 Neo geht dann die Richtung des ID.Polo. Werde demnächst dennoch auf den VW ID.Cross (kommt ab dem Juli) umsteigen, in welchem man etwas höher sitzt und somit auch das Einsteigen leichter fällt. Ich habe den Umstieg vom Verbrenner auf Elektro nie bereut, im Gegenteil, es gibt nichts Schöneres.
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Bluebox3409.05.26 08:55
Als ich diesen Artikel anfing zu lesen, dachte ich mir so: also wenn er Beispiele bringt dann vermutlich den ID.Polo und den i3 Neue Klasse. Und siehe da…..:) P.s.: Ich fahre einen Cupra Born und das Einzige was nervt, ist der Spurhalteassistent der Pong spielt und vor jeder Fahrt ausgeschaltet wird. Ansonsten ist dieses Fahrzeug klasse und ich bereue keinen einzigen Tag. Stromern gehört die Zukunft, allein schon wegen dem Wirkungsgrad.
+1
molly7809.05.26 09:04
Sind seit 2021 umgestiegen den i3s hat meine Frau immer noch und pendelt damit täglich. Ein ein geiles Fahrgefühl.
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PeKaEm
PeKaEm09.05.26 09:11
Sehr gutes Plädoyer für den elektrischen Abtrieb! Es gibt dazu in fast allen Belangen keine bessere Alternative.
Nur leider sind gerade die E-Modelle von BMW so unfassbar hässlich! Mein 530xd (F10) war dagegen wunderschön.😏
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