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Pressekonferenz: Apple äußert sich zum Abschneiden – die wichtigsten Aussagen

Nach der Verkündung des Abschneidens im abgelaufenen Quartal gibt es wie immer auch eine Pressekonferenz, in der das Unternehmen die Zahlen diskutiert und oft noch weitergehende Einblicke ermöglicht. Außerdem haben zugeschaltete Marktbeobachter die Möglichkeit, Fragen an CEO Tim Cook und CFO Luca Maestri zu richten. Wir fassen in dieser ständig aktualisierten Meldung zusammen, welche Themen zur Sprache kommen, wie Apple das letzte Quartal bewertet und in welcher Weise man die aktuelle Marktlage sowie zukünftige Entwicklungen einschätzt.


  • Wie üblich leiten Apple-CEO Tim Cook wie auch CFO Luca Maestri durch den heutigen Conference Call bezüglich der heutigen Quartalszahlen des wichtige Weihnachtsquartals
  • Am Anfang des Calls gibt es direkt eine technische Panne: Die Einleitung samt rechtlicher Absicherung übernimmt der Leiter der Investors-Relations-Abteilung – doch offenbar klappt die Zuschaltung nicht, weswegen die heutige Conference später als üblich beginnt. Apple schaltete nun zurück zur Wartemusik
  • Beim dritten Versuch klappte nun endlich die Zuschaltung
  • Das Weihnachtsquartal Ende 2023 ist 13 Wochen lang im Vergleich zum Vergleichsquartal 2022, welches 14 Wochen umfasste. Apple verwendet immer volle Wochen – und muss von Zeit zu Zeit "Schaltwochen" einführen, so dass die Wochenrechnung wieder besser zu den Kalenderquartalen passt
  • Cook betont direkt am Anfang, dass diese Quartalskonferenz am Tag vor einem historischen Ereignis stattfindet – nämlich die Markteinführung der neuen "Vision Pro"-Brille, welche am morgigen Freitag in den Verkauf geht

  • Insgesamt werden aktuell 2,2 Milliarden Apple-Geräte aktiv von Anwendern verwendet – wieder einmal ein absoluter Rekord
  • Cook ist stolz auf das iPhone-Ergebnis, denn Apple erzielte mit dem iPhone 15 und 15 Pro 6 Prozent mehr Umsatz als mit dem iPhone 14 und 14 Pro im Vergleichszeitraum
  • Auch bezüglich des Macs ist Cook zufrieden: Obwohl das Quartal eine Woche kürzer war, steigerte der Konzern den Umsatz in der Computer-Sparte. Dies liegt hauptsächlich an den guten Verkaufszahlen der neuen M3-Macs.
  • Noch einmal gratuliert Cook dem Mac zum 40. Geburtstag
  • Beim iPad musste Apple einen Umsatzrückgang um 25 Prozent verkraften. Dies liegt aber hauptsächlich daran, dass Apple im gesamten Jahr 2023 kein neues Modell auf den Markt brachte. Leider nennt Cook hier keinen Grund, warum Apple sich ein ganzes Jahr nicht um die iPad-Modelllinie kümmerte.

  • Auch bei Wearables, Home und Accessoires musste Apple einen Umsatzrückgang um 11 Prozent hinnehmen. Zu diesem Bereich gehört die Apple Watch, der HomePod, die AirPods wie auch AirTags und Hüllen.
  • Bezüglich des Patentrechtsstreit rund um den Sauerstoff-Sensor der Apple Watch macht Cook keinerlei Angabe. Dieser Rechtsstreit sorgte nämlich dafür, dass Apple die Watch kurzzeitig von US-Markt nehmen musste.
  • Mit der Dienste-Sparte, welche den App Store, Apple Music, Apple TV+ und iCloud umfasst, zeigt sich der Apple-CEO zufrieden: Um 11 Prozent konnte das Unternehmen den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr steigern
  • Apple würde für solche Tage wie den morgigen leben: Cook sei sehr stolz auf die Leistung der Apple-Teams, welche ein solches Produkt wie die Vision Pro erst möglich machen.


  • Im Vergleichsquartal vor einem Jahr hatte Apple Lieferschwierigkeiten aufgrund von Produktionsproblemen – und daher sei der Vergleich mit dem Vorjahresquartal etwas verzerrt.
  • Mit dem iPhone 15 und 15 Pro konnte Apple besonders bei iPhone-Besitzern punkten: Noch nie haben so viele Kunden von einem älteren Modell umgestiegen, so Maestri
  • Über alle Produkte und Dienste hinweg erzielte Apple eine Marge von 45,9 Prozent. Bezüglich Produkte lag die Marge bei 39,4%, für Services bei 72,8%.
  • Bei vier von fünf der meistverkauften Smartphones in Nordamerika und Japan handele es sich um iPhones, so Maestri.
  • Über die Hälfte der Mac-Käufer im Weihnachtsquartal besaßen noch nie zuvor einen Mac
  • Rechnet man die Schulden (108 Milliarden Dollar) und die Kapitalreserve (173 Milliarden Dollar) gegen, verfügt Apple über 65 Milliarden Dollar an Barvermögen – strebt aber noch immer an, weiterhin Aktien zurückzukaufen und so die Barreserven aufzubrauchen
  • Am 25. Februar 2024 schüttet Apple eine Dividende von 24 Dollar-Cent pro Aktie aus

  • Bezüglich der Dienste-Sparte betont Maestri, dass das Wachstum um 11 Prozent durchaus beachtlich sei, wenn man das um eine Woche kürzere Weihnachtsquartal 2023 mit in der Überlegung einbezieht.
  • Auf die Frage nach der Resonanz bezüglich der Vision Pro in der Entwicklergemeinde weicht Cook etwas aus: Er und Maestri haben einige sehr interessante Produkt-Demos gesehen – und er sieht auch eine Chance im Unternehmensmarkt für die VR-/AR-Brille
  • Apple wird bezüglich der Vision Pro keine Verkaufszahlen nennen: Die Vision Pro wird zusammen mit der Apple Watch und den AirPods in der "Wearables"-Kategorie gefügt. Daher dürfte es sehr schwer werden, den Verkaufserfolg der Vision Pro genau zu bestimmen.
  • Woran Apple den Erfolg der Vision Pro messen wird? Cook sagt, dass jedes Produkt anders ist und man deswegen keine Vergleiche zieht.
  • Cook kündigt an, dass er morgen persönlich in einem Apple Retail Store zum Verkaufsstart der Vision Pro anwesend sein wird

  • Apple kann laut Cook noch nicht absehen, wie die neue Gesetzgebung der Europäischen Union bezüglich der Apple-Dienste die Umsätze beeinträchtigt. Man wisse schlichtweg nicht, wie sich Entwickler entscheiden werden, so der Apple-CEO.
  • Im nächsten Satz beruhigt Cook aber: Der App Store in der Europäischen Union macht nur etwa 7 Prozent des gesamten, weltweiten App-Store-Umsatz aus – daher ist das Risiko wohl überschaubar.
  • Für die kommenden Quartale strebt Apple eine Marge über alle Produkte und Dienste hinweg von 46 bis 47 Prozent an. Dies könnte möglich werden, da sich diverse Komponenteneinkaufspreise reduzierten – Apple muss also weniger im Einkauf ausgeben
  • Cook findet besonders den Vergleich des aktuellen Quartals mit den Weihnachtsquartalen vor der Corona-Pandemie sehr zufriedenstellend: Der Markt normalisiert sich – aber Apple übertrifft die Zeit vor Corona deutlich.
  • Apple sieht in Künstlicher Intelligenz große Chancen – Cook möchte keine Details preisgeben, aber noch im Laufe des Jahres Details nennen.

Der Conference Call ist nun beendet.

Kommentare

MikeMuc02.02.24 08:13
Wenn man weniger im Einkauf zahlt, könnte man das ja auch etwas an die Käufer weitergeben und die Preise etwas senken
Ohne uns Lemminge würde Apple schließlich ein Nichts sein wenn der riesige Haufen Barvermögen aufgezehrt ist
+4
Wauzeschnuff02.02.24 08:18
MikeMuc
Wenn man weniger im Einkauf zahlt, könnte man das ja auch etwas an die Käufer weitergeben und die Preise etwas senken

So funktioniert Marktwirtschaft nicht. Der Anbieter kann verlangen, was die Nachfrager zu zahlen bereit sind. Mit den Einkaufs-/Produktionskosten hat das zunächst nur sekundär zu tun.
+7
MikeMuc02.02.24 13:49
Eben drum, wenn wir alle in eine konzertierten Aktion keine neuen Applegeräte mehr kaufen, fallen die Preise ins bodenlose Wer Ironie findet, darf sie behalten und weiterverwenden. haben die 3 Downvoter von oben wohl dringend nötig
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