Offiziell: Canon EOS R5 und R6 Vollformatkameras und neue RF-Mount-Objektive vorgestellt – Die letzten Einhörner?

Neue "extra-lichtschwache" Objektive

Neben den Kamera-Neuheiten gibt es aber noch ganz andere höchst interessante Entwicklungen bei Canon zu beobachten. So haben die Japaner zusammen mit der R5 und R6 weitere RF-Mount-Objektive vorgestellt, für die man dem Hersteller noch vor ein, zwei Jahren glatt den Vogel gezeigt hätte. Die Neuheiten sind:

  • RF 100-500mm f/4-7.1L IS USM (rund 3.020 Euro, ab September)
  • RF 85mm f/2 IS STM Macro (rund 681 Euro, ab Oktober)
  • RF 600mm f/11 IS STM (rund 778 Euro, ab Ende Juli)
  • RF 800mm f/11 IS STM (rund 1.022 Euro, ab Ende Juli)
  • plus neue Telekonverter 1,4x (583€) und 2x (730€)

Alle Preisangaben basieren auf dem vorübergehend verminderten MwSt.-Satz von 16%.

Okay, das 100-500 mm und das 85er gehen ja noch als einigermaßen normal durch. Aber Superteleobjektive mit f/11? (!!111elf11!?) Und dazu auch noch mit einer Festblende?


Wer würde denn derart lichtschwache Objektive für so hochwertige Kameras wie die EOS R-Serie anbieten wollen? Aber gemach. Das ergibt sehr wohl Sinn. Besonders langbrennweitige Teleobjektive für Vollformat sind in aller Regel ultra-groß, ultra-schwer und ultra-teuer. Außerdem war bislang eine gewisse Mindest-Lichtstärke erforderlich, damit der Autofokus noch funktioniert.

Nun haben moderne Vollformat-Sensoren aber ungeheure High-ISO-Eigenschaften, die auch bei wenig Licht noch kurze Belichtungszeiten ermöglichen, ohne die Bilder in einem Rauschteppich zu ersticken. Und Canons Dual-Pixel-AF-System macht es möglich, auch noch bei weit geschlossener Blende automatisch scharf zu stellen – wenn vielleicht auch mit etwas verminderter Leistung. Mit dem in SLRs verbauten, separaten Phasen-AF-Sensoren war (meistens) bei f/8 Schluss.


Verzichtet man nun auf etwas Lichtstärke, können Objektive mit sehr langer Brennweite (in diesem Fall eben 600 und 800 mm) erheblich kompakter, leichter und billiger gebaut werden. Canon hat die Mobilität der neuen Tele-Festbrennweiten noch weiter verbessert, indem sich der Tubus für den Transport zusammenschieben lässt (Collapsable Design). Das ist also kein Zoom-Mechanismus, sondern dient nur dem Tragekomfort. Außerdem wurden sogenannte DO-Elemente (Diffractive Optics) eingebaut, die ähnlich wie Fresnel-Linsen wirken und die Baugröße weiter reduzieren. Auf diese Weise hat Canon echte Langreichweiten-Objektive erschaffen, die so kompakt sonst höchstens mit Four-Thirds-Sensoren möglich wären. Und das inklusive Bildstabilisator (IS). Wenn deren Abbildungsleistung stimmt, ist die Sache mit der festen (dafür 100% kreisrunden) Blende ein akzeptabler Kompromiss. Die beiden Supertele sind zudem mit den neuen Extendern kompatibel und ermöglich so bis zu 1.600 mm Brennweite.

Klar, es geht mit f/11 so oder so etwas an Reserven für ultra-kurze Belichtungszeiten zum Einfrieren von Bewegungen verloren. Auch das Bokeh-Potential ist im Vergleich zu den Monstertüten entsprechend geringer. Aber das ist immer noch besser, als gar kein Supertele zu haben, weil es schlicht zu groß und zu teuer ist. Darum sehe ich die neuen RF-Teleobjektive als geschickten und gelungenen Schachzug an. Ob sich diese aber auch gut verkaufen, steht noch auf einem anderen Blatt, denn man muss es "altgedienten" Fotografen auch erst mal plausibel machen, warum sie ein f/11-Objektiv für um die 1.000 Euro kaufen sollten. Die allgemeine Skepsis dürfte groß sein.


Auf jeden Fall ist es gut zu sehen, dass Canon eben nicht nur absolute Pro-Objektive zu horrenden Preisen für RF-Mount entwickelt, sondern auch wirklich praktische Consumer-Linsen. – Daumen hoch!


Die Hauptmerkmale der neuen RF-Objektive in der Übersicht:

RF 100-500mm F4.5-7.1L IS USM
  • Brennweitenbereich von 100-500mm
  • Eine Super-UD und sechs UD-Linsen
  • 5-Stufen-IS (CIPA Standard)
  • Dual Nano USM
  • Konfigurierbarer Objektiv-Steuerring
  • Witterungsschutz der L-Serie
  • Kompatibel mit EXTENDER RF 1,4x / EXTENDER RF 2x (nutzbare Brennweiten von 300 bis 500mm)

RF 600mm F11 IS STM und RF 800mm F11 IS STM:
  • 600mm (RF 600mm F11 IS STM) bzw. 800mm (RF 800mm F11 IS STM) Brennweite
  • Optischer Bildstabilisator (IS) bis zu (RF 600mm F11 IS STM: 5 Stufen, RF 800mm F11 IS STM: 4 Stufen)
  • STM AF-Technologie
  • Leicht (RF 600mm F11 IS STM: ca. 930 g bzw. RF 800mm F11 IS STM: ca. 1.260 g)
  • Kompakt – Kann für Lagerung/Transport eingezogen und für den Betrieb ausgefahren werden
  • Objektiv-Steuerring – Zur direkten Einstellung von u. a. Belichtung/ISO
  • F11 Objektiv mit IS und vollem AF mit einer Canon EOS R Kamera

RF 85mm F2 MACRO IS STM:
  • 85mm Festbrennweite
  • Hohe Lichtstärke von 1:2
  • Geringes Gewicht von nur ca. 500 g
  • STM AF-Technologie
  • Bis zu 5-Stufen-IS (CIPA Standard)
  • Makro-Abbildungsmaßstab 1:2

EXTENDER RF 1.4x und EXTENDER RF 2x:
  • Fortschrittliches hochbrechendes Glas mit niedriger Dispersion
  • Linsenvergütungen und eine dreischichtige Kombinationslinse zur Reduzierung von Geisterbildern
  • Hitzeabweisende Beschichtung



Fazit – Canon kann's noch
Geht doch! … möchte man fast ausrufen. Es hat zwar eine lange Durststrecke gegeben, aber mit den jetzt vorgestellten Kamera- und Objektivneuheiten meldet sich der (nach wie vor) Marktführer eindrucksvoll zurück.

Die EOS R5 und R6 sind gelungene Nachfolger bzw. Ergänzungen zu den bisherigen R-Modellen, denen es an einigen Ecken und Kanten noch ein wenig an letzter Konsequenz mangelte. Mehr noch: Die EOS R5 ist nahe an dem, was ich die "perfekte" Kamera nennen würde und auch die R6 ist ein echtes Sahnestück.

Mit dem Ausbau des RF-Objektivangebotes nicht nur im teuren High-End-Bereich macht es Canon zudem vielen Interessierten aber bislang noch unentschlossenen Interessenten leichter, sich für die R-Serie zu entscheiden. Auch der mit vielen Unsicherheiten verbundene Verkauf der Olympus Kamerasparte dürfte Canon in die Hände spielen. Nicht nur ich selbst denke über eine Rückkehr zu Vollformat und speziell zu Canon nach, die quasi zur richtigen Zeit das richtige Angebot vorzuweisen haben. Nur der anhaltende Abwärtstrend im Kameramarkt könnte den Japanern letztlich doch noch einen Strich durch die Rechnung machen.

Ein Testbericht der EOS R5 ist geplant.

PS: Nikon wird voraussichtlich gegen Ende des Jahres neue Modelle der Z-Serie (Z6s und Z7s) vorstellen. Und Sony schläft natürlich auch nicht. Das Rennen ist also keineswegs zu Ende.

Kommentare

Borbarad11.07.20 08:52
Die R5 ist schon toll 👏.. das24-105 F4 ist auch das passende Objektiv. Das 600 und 800 ist nen schlechter Scherz. 500 F5.6 wäre super da das auch noch gut zum 1.4 Konverter passen würde

Das 100-500 ist gut aber m.M. Deutlich überteuert.

Was allerdings nen bummer ist das overheating.. grade in 4K ist das Mist.

B
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Raziel111.07.20 09:02
Ja da hat canon einfach mal die derzeit beste Kamera auf den Markt geworfen. Geniales Teil. Aber natürlich auch nicht billig.

Die Teles find ich super. F11 ist kein Problem. Man muss halt die Mobilität und den Preis betrachten, dann sind die beiden fast schon ein ein Pflichtkauf. Wie bei allen RF Objektiven gehe ich jetzt mal wieder von äußerst guter Abbildungsleistung aus.

Aber ich bleibe erstmal bei meiner RP und investiere lieber in ein paar RF Objektive vor allem 50 f1.2 oder das 28-70 f2
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Wurzenberger
Wurzenberger11.07.20 09:16
Borbarad
500 F5.6 wäre super
Gibts bestimmt irgendwann, aber dann nicht leichter als 1 kg und nicht günstiger als 1.000 EUR.
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becreart
becreart11.07.20 09:37
Canon hab auch ich lange verlassen.
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alephnull
alephnull11.07.20 09:38
Borbarad

Was allerdings nen bummer ist das overheating.. grade in 4K ist das Mist.

Soweit ich weiß, betrifft das 8k und auch nur bei Aufnahmen von 30min am Stück. Dürfte also für 99,9% aller Nutzer irrelevant sein. Wer vor hat, 1h am Stück 8k zu filmen, sollte vielleicht doch zu was anderem greifen.
+4
Borbarad11.07.20 09:41
Wurzenberger
Borbarad
500 F5.6 wäre super
Gibts bestimmt irgendwann, aber dann nicht leichter als 1 kg und nicht günstiger als 1.000 EUR.

Ok, wenn es nur um preis geht... aber nicht Preisleistung... hier hat m.M nach Sony mit dem 200-600, Nikon mit dem 200-500 und 500 F5,6 die passenden Lösungen. F11 ist ja nicht nur DOF, sondern auch für ISO und vor allem AF

Olympus hat da noch das 150-400 im petto aber da ist preislich nicht klar wo es endet.. 4000-7000 ist möglich.

B
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Borbarad11.07.20 09:42
alephnull
Borbarad

Was allerdings nen bummer ist das overheating.. grade in 4K ist das Mist.
Soweit ich weiß, betrifft das 8k und auch nur bei Aufnahmen von 30min am Stück. Dürfte also für 99,9% aller Nutzer irrelevant sein. Wer vor hat, 1h am Stück 8k zu filmen, sollte vielleicht doch zu was anderem greifen.

Nein, ist schlimmer !

https://youtu.be/E-g800lZMPo

B
-1
becreart
becreart11.07.20 09:55
Wurzenberger
Borbarad
500 F5.6 wäre super
Gibts bestimmt irgendwann, aber dann nicht leichter als 1 kg und nicht günstiger als 1.000 EUR.

das kosten sehr wenig gute Objektive unter 1000€
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locoFlo
locoFlo11.07.20 10:00
Zu groß, zu schwer, zu teuer (für mich). Aber schön, dass Canon das Spiel vorantreibt. Das 100-500 Zoom würde ich mir aber für Fuji X wünschen.
Nobody dies as a virgin, life fucks us all. KC
+3
Borbarad11.07.20 10:00
becreart
Wurzenberger
Borbarad
500 F5.6 wäre super
Gibts bestimmt irgendwann, aber dann nicht leichter als 1 kg und nicht günstiger als 1.000 EUR.

das kosten sehr wenig gute Objektive unter 1000€

Die Faustregel ist doch eher um die 1000,- fängt es erst an, egal welcher Hersteller.

B
+1
fuffzichMark11.07.20 10:00
Für Privatpersonen sind diese Kameras inzwischen völlig verzichtbar. Ich habe mich von meinem Canon Equipment nach jahrelanger Nichtnutzung getrennt. Ja, sie machen gute Fotos, aber in den Alltagssituationen ist das iPhone mit seiner überragender Kamera doch immer verfügbar. Nachträgliche Bildbearbeitung inkkusive. Wer damit sein Geld verdient, ist darauf natürlich angewiesen. Aber es ist ein Tod auf Raten...
+2
becreart
becreart11.07.20 10:03
fuffzichMark
Für Privatpersonen sind diese Kameras inzwischen völlig verzichtbar. Ich habe mich von meinem Canon Equipment nach jahrelanger Nichtnutzung getrennt. Ja, sie machen gute Fotos, aber in den Alltagssituationen ist das iPhone mit seiner überragender Kamera doch immer verfügbar. Nachträgliche Bildbearbeitung inkkusive. Wer damit sein Geld verdient, ist darauf natürlich angewiesen.

Das würde ich jetzt so nicht sagen
Finde genau das Gegenteil, wie schlecht ein iPhone Foto doch ist. Schau dir mal ein solches Bild auf einem iPad oder Mac an. Aber ist ja nicht anders zu erwarten bei der physischen Limitierung
Aber es ist ein Tod auf Raten...
was meinst du damit?
+8
uni.solo11.07.20 10:12
Wurzenberger
Borbarad
500 F5.6 wäre super
Gibts bestimmt irgendwann, aber dann nicht leichter als 1 kg und nicht günstiger als 1.000 EUR.

Die Sensorgröße und Optik setzt einfach Randbedingungen. Ich kann mir schlecht vorstellen wer die Zielgruppe ist, die einfach „nur“ viel Brennweite kauft. Die die es brauchen (wildlife, sports) sind für ihr Hobby, ihren Beruf häufig kompromisslos unterwegs. Die machen auch keine Abstriche am Equipment. Wer FF hat nimmt halt sein 5 kg Rohr mit oder hat MFT um kompakter zu sein. Aber FF und F11? Ich kraxele doch nicht ins Gebirge zum shooting und drehe um wenn Wolken aufziehen! Ich bin jedenfalls gespannt auf Tieraufnahmen mit 1/1000 s bei F11

Ich würde mir wünschen, dass die MFT Sensoren weiterentwickelt werden damit sich aus kompaktem Glas noch mehr herausholen lässt. Großes Glas für Große Sensoren kann nur mit Abstrichen an der Lichtstärke kompakter werden.
+4
Raziel111.07.20 10:14
becreart

Wenn man mal wieder mit ner richtigen Kamera unterwegs ist sind die Bilder halt überhaupt nicht vergleichbar. Nicht das ich Handy Kameras schlechtreden will. Als reine Kompaktknipse absolut tauglich. Aber das war es dann auch schon. Betrachtet man die Bilder dann mal auf nem größeren Bildschirm ist der Unterschied sehr groß.

Derzeit finde ich das Canon absolut alles richtig macht. Die RF Objektive alleine sind schon ein Grund warum ich sehr happy bin immer bei canon geblieben zu sein. Alleine sowas wie das RF 50 f1.2 , oder das RF 28-70 f2 sind halt extrem in ihrer Abbildungsleistung
+7
becreart
becreart11.07.20 10:17
Raziel1
becreartWenn man mal wieder mit ner richtigen Kamera unterwegs ist sind die Bilder halt überhaupt nicht vergleichbar. Nicht das ich Handy Kameras schlechtreden will. Als reine Kompaktknipse absolut tauglich. Aber das war es dann auch schon. Betrachtet man die Bilder dann mal auf nem größeren Bildschirm ist der Unterschied sehr groß.

Derzeit finde ich das Canon absolut alles richtig macht. Die RF Objektive alleine sind schon ein Grund warum ich sehr happy bin immer bei canon geblieben zu sein. Alleine sowas wie das RF 50 f1.2 , oder das RF 28-70 f2 sind halt extrem in ihrer Abbildungsleistung

das habe ich ja gesagt
+1
becreart
becreart11.07.20 10:18
locoFlo
Das 100-500 Zoom würde ich mir aber für Fuji X wünschen.

Mit dem 50-140 und dem 2x Converter bist du genau da
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Raziel111.07.20 10:19
uni.solo

Also so schlimm ist es ja mit f11 bei weiten nicht und Ziel war es eine mobiles Objektiv zu schaffen das faltbar ist und dazu noch deutlich unter dem üblichen Preis liegt. Etwas das vermutlich wieder nur durch den RF Mount so machbar war. Wenn man höhere ansprüche hat kann man ja alle bisherigen EF verwenden die dann auch dementsprechende Preise haben.

Finde ich aber interessant. In den Foren sind sie vor Freude über die neuen Objektive im Kreis gehüpft und hier finden sich interessante Meinungen. So geht das halt auseinander.
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sonorman
sonorman11.07.20 10:29
Borbarad

Ok, wenn es nur um preis geht... aber nicht Preisleistung... hier hat m.M nach Sony mit dem 200-600, Nikon mit dem 200-500 und 500 F5,6 die passenden Lösungen. F11 ist ja nicht nur DOF, sondern auch für ISO und vor allem AF
Es geht nicht nur um den Preis. Hab‘s im Artikel ja geschrieben.

Ein 500 mm f/5.6 ist nichts besonderes, aber eben seeehr teuer und extrem groß. Diejenigen, die nur gelegentlich mal ein Supertele benötigen (ich zum Beispiel), würden nie so viel dafür ausgeben und dann noch so ein Monsterequipment schleppen wollen. Dafür sind die neuen Tele-Objektive eine echte Alternative. Fokussieren bei f/11 geht. Sogar bei f/22 (also mit2x Converter) funktioniert der Dual-Pixel-AF noch.

Für Action-Fotografie mit extrem kurzen Verschlusszeiten ist das sicher nicht ideal, aber bei Landschaft/Natur/Tierfotografie, auf Reisen, Segelsport etc. ist das völlig in Ordnung.

Ich werd‘s auf jeden Fall mal testen.
+2
CJuser11.07.20 10:32
Beides bestimmt gute bis sehr gute Kameras, auch wenn diese beide mein Budget überschreiten. Jedoch halte ich 20 MP bei der R6 für einen schlechten Witz und hoffe eher auf einen Nachfolger der R bzw. RP. Zudem soll Ende des Jahres angeblich auch noch eine R7 kommen - fraglich ob diese der Nachfolger der R/RP sein wird oder eine neue im APS-C Format. Also abwarten.

P.s.: Es sollen sowohl s-Versionen bei Nikon erscheinen, mit 4K60fps und zwei SD-Schächten, als auch eine Z5 als Basic-VF
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uni.solo11.07.20 10:32
Raziel1
.

Finde ich aber interessant. In den Foren sind sie vor Freude über die neuen Objektive im Kreis gehüpft und hier finden sich interessante Meinungen. So geht das halt auseinander.

Ich bin nicht viel in Foren unterwegs, aber bei bei dpreview hielt sich die Freude in Grenzen. Ich kann mir gut vorstellen, dass Consumer eher erfreut sind weil kauffreudiger, die die ernsthafter unterwegs sind eher kritischer. Auch weil ein Kaufzwang bei ihnen nicht so ausgeprägt ist
+1
stargator11.07.20 10:45
Auch wenn Canon hier aufgeschlossen hat und wieder Spitzenleistungen bringt, zeigt uns die Preisgestaltung deutlich, dass die Entwicklungskosten bei den geringeren Stückzahlen nur über den Verkaufspreis zurückzuholen sind. Wir werden 50% bis 100% höhere Preise bei den Spitzenmodellen erwarten müssen. Klar werden die initial aufgerufenen Preise noch etwas sinken.

Canon sollte jedoch die letzten Mankos der vorgestellten Produkte noch ausmerzen wenn sie können (8K ist nicht für längere Sequenzen geeignet, Batterieleistung ist nur halb so hoch wie bei Sony).

Warten wir also die ersten Praxistests der finalen Versionen ab und die ersten Firmware updates (auch Kameras reifen beim Kunden...). Ich gratuliere Canon für die gelungene Implementierung. Finde aber die R6 für mich optimal zusammen mit dem 85/2.0 eine handliche lichtstarke Kombination für Portraits und Macros.
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uni.solo11.07.20 10:50
sonorman
Für Action-Fotografie mit extrem kurzen Verschlusszeiten ist das sicher nicht ideal, aber bei Landschaft/Natur/Tierfotografie, auf Reisen, Segelsport etc. ist das völlig in Ordnung.

Einspruch: Für Tierfotografie ist es eingeschränkt in Ordnung. Wer dem Grizzly als Tourist in der Mittagssone nicht zu Nahe kommen möchte, von mir aus. Aber im Morgengrauen oder Dämmerung wo es (meiner Meinung nach) am Interessantesten ist... hmm. Und für Birding bist Du komplett auf schönes Wetter angewiesen und kannst die Pirsch im Wald oder in der Baumkrone vergessen.
+3
alephnull
alephnull11.07.20 11:13
Borbarad
alephnull
Borbarad

Was allerdings nen bummer ist das overheating.. grade in 4K ist das Mist.
Soweit ich weiß, betrifft das 8k und auch nur bei Aufnahmen von 30min am Stück. Dürfte also für 99,9% aller Nutzer irrelevant sein. Wer vor hat, 1h am Stück 8k zu filmen, sollte vielleicht doch zu was anderem greifen.

Nein, ist schlimmer !



Danke für den Link, kann ihn aber gerade nicht öffnen. Hast Recht, 4K ist auch betroffen. Habe Infos von hier .

Es ändert sich aber im Grunde nichts. Auch über eine halbe Stunde 4K am Stück werden die aller wenigstens benötigen bzw. real filmen, schon weil nach 29:59min eh Schluss ist und ein neuer Clip angefangen werden muss.
Zumindest für mich persönlich absolut nichts, was mich vom Kauf der R5 abhalten würde (falls ich mich dazu entscheide ).
+2
sonorman
sonorman11.07.20 11:14
uni.solo
sonorman
Für Action-Fotografie mit extrem kurzen Verschlusszeiten ist das sicher nicht ideal, aber bei Landschaft/Natur/Tierfotografie, auf Reisen, Segelsport etc. ist das völlig in Ordnung.

Einspruch: Für Tierfotografie ist es eingeschränkt in Ordnung. Wer dem Grizzly als Tourist in der Mittagssone nicht zu Nahe kommen möchte, von mir aus. Aber im Morgengrauen oder Dämmerung wo es (meiner Meinung nach) am Interessantesten ist... hmm. Und für Birding bist Du komplett auf schönes Wetter angewiesen und kannst die Pirsch im Wald oder in der Baumkrone vergessen.
Gerade für sie „Pirsch“ ist so ein kleines und leichtes Tele mit IS viel besser. Bei dem Monsterobjektiv musst Du immer auch ein Stativ oder zumindest Einbein mitschleppen.

Warte es erst mal ab. Ich bin mir sicher, dass man mit den Dingern ganz ausgezeichnete Fotos machen kann. Und die sprechen auch eine viel größere Zielgruppe an. Wer WIRKLICH ein lichtstarkes Supertele benötigt, hat das vermutlich schon in Form eines EF-Objektivs, und die können problemlos an der R benutzt werden. Später werden sicher auch noch Monster-Objektive speziell für RF-Mount dazu kommen.

Es ist letztendlich auch keine Frage von Entweder/Oder! Sondern einfach eine zusätzliche Wahlmöglichkeit, die andere Systeme in der Form nicht bieten. Ist doch klasse!
+1
Wellenbrett11.07.20 11:17
Borbarad
alephnull
Borbarad

Was allerdings nen bummer ist das overheating.. grade in 4K ist das Mist.
Soweit ich weiß, betrifft das 8k und auch nur bei Aufnahmen von 30min am Stück. Dürfte also für 99,9% aller Nutzer irrelevant sein. Wer vor hat, 1h am Stück 8k zu filmen, sollte vielleicht doch zu was anderem greifen.

Nein, ist schlimmer !

https://youtu.be/E-g800lZMPo

B
Ich habe mit das Video angesehen, höre aber nur einen Typen, der permanent dramatisiert und mit keinem Wort erwähnt (zumindest bis etwa drei Viertel der Länge des Videos ( länger habe ich den Quatsch nicht ertragen), daß man bei gemäßigten Außentemperaturen und kurzen Video-Clips überhaupt keine Probleme mit der Kamera bekommen wird! Mir kommt es so vor - auch aufgrund der Art wie er rechtssicher die öffentlich verfügbaren Informationen von Canon anspricht, daß er von der Konkurrenz bezahlt wird.
+2
mk27ja95
mk27ja9511.07.20 11:39
Ich finde es sehr befremdlich das nun alle Hersteller wieder zu grossen unförmigen Gehäuse übergehen. Als die Systemkameras die Spiegelreflex abgelöst hat, freute alle Welt sich über die "Leichtigkeit" trotz gleicher Leistung oder sogar im vielen punkten echte Pluspunkte. "digitaler Sucher ", nur halb so grosse und schwere Objektive um nur einige zu nennen. Ich sehe jeden Tag Menschen mit Tausend Euro schweren Equipment rumlaufen. Weil die Industrie das so will. Dabei sollten sich die Besitzer mehr auf das Fotografieren konzentrieren. Warum soll eine günstige Camera mit einem guten Objektiv schlechtere Bilder machen als eine Kamera mit teurem Body und mega Ofenrohr !!.
-1
nane
nane11.07.20 11:39
sonorman
Toller Artikel! Vielen Dank!

Knüller! Die R6 wäre ideal für mich, wirkt alles sehr Vertraut im Hinblick auf meine gute "alte" 450d. Das 1:2, 85mm gefällt mir auch und im Bundle mit einem 24-105mm hmmmmm... Das erzeugt schon einen "habenwollen" Effekt.
Das Leben ist ein langer Traum, an dessen Ende kein Wecker klingelt.
0
Borbarad11.07.20 11:43
sonorman
uni.solo
sonorman
Für Action-Fotografie mit extrem kurzen Verschlusszeiten ist das sicher nicht ideal, aber bei Landschaft/Natur/Tierfotografie, auf Reisen, Segelsport etc. ist das völlig in Ordnung.

Einspruch: Für Tierfotografie ist es eingeschränkt in Ordnung. Wer dem Grizzly als Tourist in der Mittagssone nicht zu Nahe kommen möchte, von mir aus. Aber im Morgengrauen oder Dämmerung wo es (meiner Meinung nach) am Interessantesten ist... hmm. Und für Birding bist Du komplett auf schönes Wetter angewiesen und kannst die Pirsch im Wald oder in der Baumkrone vergessen.
Gerade für sie „Pirsch“ ist so ein kleines und leichtes Tele mit IS viel besser. Bei dem Monsterobjektiv musst Du immer auch ein Stativ oder zumindest Einbein mitschleppen.

Warte es erst mal ab. Ich bin mir sicher, dass man mit den Dingern ganz ausgezeichnete Fotos machen kann. Und die sprechen auch eine viel größere Zielgruppe an. Wer WIRKLICH ein lichtstarkes Supertele benötigt, hat das vermutlich schon in Form eines EF-Objektivs, und die können problemlos an der R benutzt werden. Später werden sicher auch noch Monster-Objektive speziell für RF-Mount dazu kommen.

Es ist letztendlich auch keine Frage von Entweder/Oder! Sondern einfach eine zusätzliche Wahlmöglichkeit, die andere Systeme in der Form nicht bieten. Ist doch klasse!

Ach... warum ich wohl Olympus m4/3 nutze 300mm f4 mit dem mc14 gibt 840mm KB mit DOF ff 11.2 und ISO / AF wie bei F5.6...

Horses for Courses...

Die R5 gefällt mir aber! Aber sich die Nikon Z... es steht und fällt für mich aber mit den Kompakten Pro-Objektiven, z.B. Oly 7-14, 12-100, 40-150 & 300...

Für DOF hab ich meine Leica M

B
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strellson11.07.20 12:04
becreart
Canon hab auch ich lange verlassen.

zurecht, diese enorm breite unüberschaubare produktpalette und jedes jahr minimalste produkpflege während die anderen hersteller langsam an denen vorbeigezogen sind
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Dante Anita11.07.20 12:13
Alleine wenn ich das fette Batterieteil sehe bedauere ich schon, dass Olymus seine Kamerasparte verkauft hat. 😞

Und dann noch die Teles: was wurde MFT kritisiert von wegen geringes Freistellungspotential. Jetzt bringt Canon Teles mit 11er Anfangsblende und sie werden dafür bejubelt?? 🤦‍♂️
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