Offiziell: Canon EOS R5 und R6 Vollformatkameras und neue RF-Mount-Objektive vorgestellt – Die letzten Einhörner?

Nein, eine Überraschung oder ein gut gehütetes Geheimnis war diese von Enthusiasten und Profis heiß ersehnte Kamera definitiv nicht. Seit Monaten sind die wichtigsten Eigenschaften des neuen Mirrorless-Topmodells von Canon mit Vollformat-Sensor bestens bekannt. Ebenso wie das Gehäusedesign. Schon im Februar hatte ich in diesem Artikel über zahlreiche Details berichten können.


Es war wohl weniger schlechte Geheimhaltung, als vielmehr wohl kalkuliertes "Leaking" gefolgt von einer recht frühzeitigen Ankündigung, um das Interesse am Köcheln zu halten und anderslautenden Gerüchten entgegen zu wirken. Wäre nämlich gar nichts durchgesickert, wären vermutlich Spekulationen ins Kraut geschossen, die den baldigen Untergang Canons kolportiert hätten. Denn vielen ist klar, dass der Zenith für hochwertige Systemkameras inzwischen überschritten ist und wenn ein wichtiger Hersteller lange gar nichts Wesentliches von sich hören lässt, nährt das üble Spekulationen.

Überall ist von dramatisch sinkenden Verkaufszahlen in der dieser Sparte zu lesen und tatsächlich hat das abnehmende Interesse an zudem immer teurer werdenden Wechselobjektivsystemen schon erste "Opfer" gefordert. Olympus zog die Notbremse und verkaufte seine Kamerasparte an einen Investor. (Siehe Meldung im TechTicker.) Sicher hat der angekündigte Oly-Verkauf vielfältigere Gründe, doch der finanzielle Druck entstand nun mal durch sinkende Absatzzahlen.


Mit der EOS R5 will Canon ein Zeichen setzen und zu den alten Tugenden des Unternehmens zurück kehren: Nämlich stets an vorderster Front der technischen Entwicklung im Markt für Fotokameras zu stehen. Die Marktführerschaft hat Canon zwar nie abgegeben, aber "Emporkömmlinge" wie Sony haben Canon mehr als einmal mit besserer Technik im Detail die Butter vom Brot genommen und sind damit ins Triumvirat aufgestiegen. Teilweise mangelnde Innovationskraft und ein sehr spätes Bekenntnis für die Mirrorless-Technik im High-End-Segment, gepaart mit allgemein abnehmendem Interesse an Systemkameras hätten Canon das Genick brechen können.


Ob die EOS R5 den alten Ruhm wieder herstellen kann, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass die neue Kamera einige wirklich beeindruckende Fähigkeiten hat und eine sehr konsequente Weiterentwicklung der bisherigen R-Modelle zu sein scheint. Zusammen mit dem bislang durchweg sehr überzeugenden RF-Objektivangebot (das auch weiter ausgebaut wurde) ergibt das ein für Enthusiasten und Profis gleichermaßen attraktives Angebot.


Kurz die wichtigsten Fakten noch mal zusammengefasst.
Die EOS R5 bietet:


  • 45 MP Sensor mit Dual Pixel AF (100% Sensorabdeckung)
  • Automatische Fokussierung bis -6 EV
  • IBIS mit bis zu 8 Blendenstufen Ausgleich (in Kombi mit Lens-IS)
  • 12 fps mechanischer Verschluss, 20 fps elektronisch
  • 5,76 M-dot OLED EVF mit 60 oder 120fps
  • 3,2" Touch-LC-Display mit 2,1 M-dot, Klapp- und Schwenkbar
  • Rückkehr des Scrollrades an der Rückseite
  • Wegfall der wenig geliebten Touch Bar der EOS R
  • Akku mit größerer Kapazität, aber kompatibel zu EOS 5D Mark IV
  • 10-bit HDR-Fotos im HEIF format
  • 8K@30 fps RAW (ohne Crop, RAW, 10-bit 4:2:2 C-log or HDR PQ, interne Aufzeichnung)
  • 4K bis 120 fps
  • Eingebautes 2,4 und 5 GHz WiFi
  • zwei Speicherkartenslots (1x CFexpress, 1x SD-Card UHS-II)
  • automatische Übertragung von Daten auf image.canon Cloud

Vor allem die Speicher-fressenden 8K-Video-Features sind – zumindest für diejenigen, die primär fotografieren, aber auch für viele Videografen – nahezu Overkill. Wirklich wichtig sind eher solche Features, wie der (auf dem Papier) beeindruckende Sensor-Stabilisator, der auch in Kombination mit IS-Objektiven arbeitet und so bis zu acht Blendenstufen Wackelausgleich bieten soll. Das wäre mehr, als beim bislang besten System dieser Art bei Olympus, das auf den deutlich kleineren FT-Sensoren basiert. Kombiniert mit den besseren Low-Light-Eigenschaften eines Vollformatsensors könnte dieses Feature faszinierende Möglichkeiten eröffnen. Zumindest ist es der Konkurrenz einen Schritt voraus.

Für Videofilmer ist die R5 so etwas, wie der wahre Erbe der EOS 5D, die seinerzeit Furore mit ihren Video-Fähigkeiten für eine "Fotokamera" machte.


45 Megapixel Auflösung sind heute kein Totschlagargument mehr. Sollten sich die technischen Eigenschaften des neuen Sensors in der R5 jedoch bestätigen, hat Canon auch in diesem Punkt mindestens wieder zum bisherigen Sensorkönig Sony aufgeschlossen.

Die R5 ist ab Ende Juli zum Preis von rund 4.385 Euro erhältlich.

Alle Preisangaben basieren auf dem vorübergehend verminderten MwSt.-Satz von 16%.



Canon EOS R6 – Die abgespeckte R5 zum deutlich erträglicheren Preis
Wer den Overkill-Gedanken bei der R5 nicht aus dem Kopf bekommt, für den hat Canon mit der EOS R6 gleich noch ein neues "Vernunftmodell" im Angebot. Die R6 ist eine in manchen Aspekten abgespeckte R5. Sie bietet "nur" 20 Megapixel (aber basierend auf dem selben neuen Sensordesign wie bei der R5), muss auf diverse Hardware-Details verzichten (z. B. das Statusdisplay, geringere Display- und Sucher-Auflösung…) und 8K-Video. 4K/60p müssen ihr reichen. Ansonsten ist die R6 keineswegs ein Kind von Traurigkeit. Sie verfügt ebenfalls über den IBIS mit bis zu 8 Stops, ist bei Serienaufnahmen nicht langsamer als die R5, nutzt den selben Akku (LP-E6NH), hat zwei UHS-II SD-Card-Slots u.s.w. Wegen der geringeren Sensorauflösuung sind die High-ISO-Reserven der R6 um eine Stufe höher und sie Fokussiert bei schlechtem Licht sogar mit noch etwas weniger Licht automatisch (-6,5 EV).


Die R6 soll Ende August in den Handel kommen und rund 2.631 Euro kosten. (2.981 Euro im Bundle mit dem RF 24-105 mm F4-7.1 IS STM.)


Kommentare

Borbarad11.07.20 08:52
Die R5 ist schon toll 👏.. das24-105 F4 ist auch das passende Objektiv. Das 600 und 800 ist nen schlechter Scherz. 500 F5.6 wäre super da das auch noch gut zum 1.4 Konverter passen würde

Das 100-500 ist gut aber m.M. Deutlich überteuert.

Was allerdings nen bummer ist das overheating.. grade in 4K ist das Mist.

B
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Raziel111.07.20 09:02
Ja da hat canon einfach mal die derzeit beste Kamera auf den Markt geworfen. Geniales Teil. Aber natürlich auch nicht billig.

Die Teles find ich super. F11 ist kein Problem. Man muss halt die Mobilität und den Preis betrachten, dann sind die beiden fast schon ein ein Pflichtkauf. Wie bei allen RF Objektiven gehe ich jetzt mal wieder von äußerst guter Abbildungsleistung aus.

Aber ich bleibe erstmal bei meiner RP und investiere lieber in ein paar RF Objektive vor allem 50 f1.2 oder das 28-70 f2
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Wurzenberger
Wurzenberger11.07.20 09:16
Borbarad
500 F5.6 wäre super
Gibts bestimmt irgendwann, aber dann nicht leichter als 1 kg und nicht günstiger als 1.000 EUR.
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becreart
becreart11.07.20 09:37
Canon hab auch ich lange verlassen.
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alephnull
alephnull11.07.20 09:38
Borbarad

Was allerdings nen bummer ist das overheating.. grade in 4K ist das Mist.

Soweit ich weiß, betrifft das 8k und auch nur bei Aufnahmen von 30min am Stück. Dürfte also für 99,9% aller Nutzer irrelevant sein. Wer vor hat, 1h am Stück 8k zu filmen, sollte vielleicht doch zu was anderem greifen.
+4
Borbarad11.07.20 09:41
Wurzenberger
Borbarad
500 F5.6 wäre super
Gibts bestimmt irgendwann, aber dann nicht leichter als 1 kg und nicht günstiger als 1.000 EUR.

Ok, wenn es nur um preis geht... aber nicht Preisleistung... hier hat m.M nach Sony mit dem 200-600, Nikon mit dem 200-500 und 500 F5,6 die passenden Lösungen. F11 ist ja nicht nur DOF, sondern auch für ISO und vor allem AF

Olympus hat da noch das 150-400 im petto aber da ist preislich nicht klar wo es endet.. 4000-7000 ist möglich.

B
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Borbarad11.07.20 09:42
alephnull
Borbarad

Was allerdings nen bummer ist das overheating.. grade in 4K ist das Mist.
Soweit ich weiß, betrifft das 8k und auch nur bei Aufnahmen von 30min am Stück. Dürfte also für 99,9% aller Nutzer irrelevant sein. Wer vor hat, 1h am Stück 8k zu filmen, sollte vielleicht doch zu was anderem greifen.

Nein, ist schlimmer !

https://youtu.be/E-g800lZMPo

B
-1
becreart
becreart11.07.20 09:55
Wurzenberger
Borbarad
500 F5.6 wäre super
Gibts bestimmt irgendwann, aber dann nicht leichter als 1 kg und nicht günstiger als 1.000 EUR.

das kosten sehr wenig gute Objektive unter 1000€
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locoFlo
locoFlo11.07.20 10:00
Zu groß, zu schwer, zu teuer (für mich). Aber schön, dass Canon das Spiel vorantreibt. Das 100-500 Zoom würde ich mir aber für Fuji X wünschen.
Nobody dies as a virgin, life fucks us all. KC
+3
Borbarad11.07.20 10:00
becreart
Wurzenberger
Borbarad
500 F5.6 wäre super
Gibts bestimmt irgendwann, aber dann nicht leichter als 1 kg und nicht günstiger als 1.000 EUR.

das kosten sehr wenig gute Objektive unter 1000€

Die Faustregel ist doch eher um die 1000,- fängt es erst an, egal welcher Hersteller.

B
+1
fuffzichMark11.07.20 10:00
Für Privatpersonen sind diese Kameras inzwischen völlig verzichtbar. Ich habe mich von meinem Canon Equipment nach jahrelanger Nichtnutzung getrennt. Ja, sie machen gute Fotos, aber in den Alltagssituationen ist das iPhone mit seiner überragender Kamera doch immer verfügbar. Nachträgliche Bildbearbeitung inkkusive. Wer damit sein Geld verdient, ist darauf natürlich angewiesen. Aber es ist ein Tod auf Raten...
+2
becreart
becreart11.07.20 10:03
fuffzichMark
Für Privatpersonen sind diese Kameras inzwischen völlig verzichtbar. Ich habe mich von meinem Canon Equipment nach jahrelanger Nichtnutzung getrennt. Ja, sie machen gute Fotos, aber in den Alltagssituationen ist das iPhone mit seiner überragender Kamera doch immer verfügbar. Nachträgliche Bildbearbeitung inkkusive. Wer damit sein Geld verdient, ist darauf natürlich angewiesen.

Das würde ich jetzt so nicht sagen
Finde genau das Gegenteil, wie schlecht ein iPhone Foto doch ist. Schau dir mal ein solches Bild auf einem iPad oder Mac an. Aber ist ja nicht anders zu erwarten bei der physischen Limitierung
Aber es ist ein Tod auf Raten...
was meinst du damit?
+8
uni.solo11.07.20 10:12
Wurzenberger
Borbarad
500 F5.6 wäre super
Gibts bestimmt irgendwann, aber dann nicht leichter als 1 kg und nicht günstiger als 1.000 EUR.

Die Sensorgröße und Optik setzt einfach Randbedingungen. Ich kann mir schlecht vorstellen wer die Zielgruppe ist, die einfach „nur“ viel Brennweite kauft. Die die es brauchen (wildlife, sports) sind für ihr Hobby, ihren Beruf häufig kompromisslos unterwegs. Die machen auch keine Abstriche am Equipment. Wer FF hat nimmt halt sein 5 kg Rohr mit oder hat MFT um kompakter zu sein. Aber FF und F11? Ich kraxele doch nicht ins Gebirge zum shooting und drehe um wenn Wolken aufziehen! Ich bin jedenfalls gespannt auf Tieraufnahmen mit 1/1000 s bei F11

Ich würde mir wünschen, dass die MFT Sensoren weiterentwickelt werden damit sich aus kompaktem Glas noch mehr herausholen lässt. Großes Glas für Große Sensoren kann nur mit Abstrichen an der Lichtstärke kompakter werden.
+4
Raziel111.07.20 10:14
becreart

Wenn man mal wieder mit ner richtigen Kamera unterwegs ist sind die Bilder halt überhaupt nicht vergleichbar. Nicht das ich Handy Kameras schlechtreden will. Als reine Kompaktknipse absolut tauglich. Aber das war es dann auch schon. Betrachtet man die Bilder dann mal auf nem größeren Bildschirm ist der Unterschied sehr groß.

Derzeit finde ich das Canon absolut alles richtig macht. Die RF Objektive alleine sind schon ein Grund warum ich sehr happy bin immer bei canon geblieben zu sein. Alleine sowas wie das RF 50 f1.2 , oder das RF 28-70 f2 sind halt extrem in ihrer Abbildungsleistung
+7
becreart
becreart11.07.20 10:17
Raziel1
becreartWenn man mal wieder mit ner richtigen Kamera unterwegs ist sind die Bilder halt überhaupt nicht vergleichbar. Nicht das ich Handy Kameras schlechtreden will. Als reine Kompaktknipse absolut tauglich. Aber das war es dann auch schon. Betrachtet man die Bilder dann mal auf nem größeren Bildschirm ist der Unterschied sehr groß.

Derzeit finde ich das Canon absolut alles richtig macht. Die RF Objektive alleine sind schon ein Grund warum ich sehr happy bin immer bei canon geblieben zu sein. Alleine sowas wie das RF 50 f1.2 , oder das RF 28-70 f2 sind halt extrem in ihrer Abbildungsleistung

das habe ich ja gesagt
+1
becreart
becreart11.07.20 10:18
locoFlo
Das 100-500 Zoom würde ich mir aber für Fuji X wünschen.

Mit dem 50-140 und dem 2x Converter bist du genau da
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Raziel111.07.20 10:19
uni.solo

Also so schlimm ist es ja mit f11 bei weiten nicht und Ziel war es eine mobiles Objektiv zu schaffen das faltbar ist und dazu noch deutlich unter dem üblichen Preis liegt. Etwas das vermutlich wieder nur durch den RF Mount so machbar war. Wenn man höhere ansprüche hat kann man ja alle bisherigen EF verwenden die dann auch dementsprechende Preise haben.

Finde ich aber interessant. In den Foren sind sie vor Freude über die neuen Objektive im Kreis gehüpft und hier finden sich interessante Meinungen. So geht das halt auseinander.
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sonorman
sonorman11.07.20 10:29
Borbarad

Ok, wenn es nur um preis geht... aber nicht Preisleistung... hier hat m.M nach Sony mit dem 200-600, Nikon mit dem 200-500 und 500 F5,6 die passenden Lösungen. F11 ist ja nicht nur DOF, sondern auch für ISO und vor allem AF
Es geht nicht nur um den Preis. Hab‘s im Artikel ja geschrieben.

Ein 500 mm f/5.6 ist nichts besonderes, aber eben seeehr teuer und extrem groß. Diejenigen, die nur gelegentlich mal ein Supertele benötigen (ich zum Beispiel), würden nie so viel dafür ausgeben und dann noch so ein Monsterequipment schleppen wollen. Dafür sind die neuen Tele-Objektive eine echte Alternative. Fokussieren bei f/11 geht. Sogar bei f/22 (also mit2x Converter) funktioniert der Dual-Pixel-AF noch.

Für Action-Fotografie mit extrem kurzen Verschlusszeiten ist das sicher nicht ideal, aber bei Landschaft/Natur/Tierfotografie, auf Reisen, Segelsport etc. ist das völlig in Ordnung.

Ich werd‘s auf jeden Fall mal testen.
+2
CJuser11.07.20 10:32
Beides bestimmt gute bis sehr gute Kameras, auch wenn diese beide mein Budget überschreiten. Jedoch halte ich 20 MP bei der R6 für einen schlechten Witz und hoffe eher auf einen Nachfolger der R bzw. RP. Zudem soll Ende des Jahres angeblich auch noch eine R7 kommen - fraglich ob diese der Nachfolger der R/RP sein wird oder eine neue im APS-C Format. Also abwarten.

P.s.: Es sollen sowohl s-Versionen bei Nikon erscheinen, mit 4K60fps und zwei SD-Schächten, als auch eine Z5 als Basic-VF
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uni.solo11.07.20 10:32
Raziel1
.

Finde ich aber interessant. In den Foren sind sie vor Freude über die neuen Objektive im Kreis gehüpft und hier finden sich interessante Meinungen. So geht das halt auseinander.

Ich bin nicht viel in Foren unterwegs, aber bei bei dpreview hielt sich die Freude in Grenzen. Ich kann mir gut vorstellen, dass Consumer eher erfreut sind weil kauffreudiger, die die ernsthafter unterwegs sind eher kritischer. Auch weil ein Kaufzwang bei ihnen nicht so ausgeprägt ist
+1
stargator11.07.20 10:45
Auch wenn Canon hier aufgeschlossen hat und wieder Spitzenleistungen bringt, zeigt uns die Preisgestaltung deutlich, dass die Entwicklungskosten bei den geringeren Stückzahlen nur über den Verkaufspreis zurückzuholen sind. Wir werden 50% bis 100% höhere Preise bei den Spitzenmodellen erwarten müssen. Klar werden die initial aufgerufenen Preise noch etwas sinken.

Canon sollte jedoch die letzten Mankos der vorgestellten Produkte noch ausmerzen wenn sie können (8K ist nicht für längere Sequenzen geeignet, Batterieleistung ist nur halb so hoch wie bei Sony).

Warten wir also die ersten Praxistests der finalen Versionen ab und die ersten Firmware updates (auch Kameras reifen beim Kunden...). Ich gratuliere Canon für die gelungene Implementierung. Finde aber die R6 für mich optimal zusammen mit dem 85/2.0 eine handliche lichtstarke Kombination für Portraits und Macros.
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uni.solo11.07.20 10:50
sonorman
Für Action-Fotografie mit extrem kurzen Verschlusszeiten ist das sicher nicht ideal, aber bei Landschaft/Natur/Tierfotografie, auf Reisen, Segelsport etc. ist das völlig in Ordnung.

Einspruch: Für Tierfotografie ist es eingeschränkt in Ordnung. Wer dem Grizzly als Tourist in der Mittagssone nicht zu Nahe kommen möchte, von mir aus. Aber im Morgengrauen oder Dämmerung wo es (meiner Meinung nach) am Interessantesten ist... hmm. Und für Birding bist Du komplett auf schönes Wetter angewiesen und kannst die Pirsch im Wald oder in der Baumkrone vergessen.
+3
alephnull
alephnull11.07.20 11:13
Borbarad
alephnull
Borbarad

Was allerdings nen bummer ist das overheating.. grade in 4K ist das Mist.
Soweit ich weiß, betrifft das 8k und auch nur bei Aufnahmen von 30min am Stück. Dürfte also für 99,9% aller Nutzer irrelevant sein. Wer vor hat, 1h am Stück 8k zu filmen, sollte vielleicht doch zu was anderem greifen.

Nein, ist schlimmer !



Danke für den Link, kann ihn aber gerade nicht öffnen. Hast Recht, 4K ist auch betroffen. Habe Infos von hier .

Es ändert sich aber im Grunde nichts. Auch über eine halbe Stunde 4K am Stück werden die aller wenigstens benötigen bzw. real filmen, schon weil nach 29:59min eh Schluss ist und ein neuer Clip angefangen werden muss.
Zumindest für mich persönlich absolut nichts, was mich vom Kauf der R5 abhalten würde (falls ich mich dazu entscheide ).
+2
sonorman
sonorman11.07.20 11:14
uni.solo
sonorman
Für Action-Fotografie mit extrem kurzen Verschlusszeiten ist das sicher nicht ideal, aber bei Landschaft/Natur/Tierfotografie, auf Reisen, Segelsport etc. ist das völlig in Ordnung.

Einspruch: Für Tierfotografie ist es eingeschränkt in Ordnung. Wer dem Grizzly als Tourist in der Mittagssone nicht zu Nahe kommen möchte, von mir aus. Aber im Morgengrauen oder Dämmerung wo es (meiner Meinung nach) am Interessantesten ist... hmm. Und für Birding bist Du komplett auf schönes Wetter angewiesen und kannst die Pirsch im Wald oder in der Baumkrone vergessen.
Gerade für sie „Pirsch“ ist so ein kleines und leichtes Tele mit IS viel besser. Bei dem Monsterobjektiv musst Du immer auch ein Stativ oder zumindest Einbein mitschleppen.

Warte es erst mal ab. Ich bin mir sicher, dass man mit den Dingern ganz ausgezeichnete Fotos machen kann. Und die sprechen auch eine viel größere Zielgruppe an. Wer WIRKLICH ein lichtstarkes Supertele benötigt, hat das vermutlich schon in Form eines EF-Objektivs, und die können problemlos an der R benutzt werden. Später werden sicher auch noch Monster-Objektive speziell für RF-Mount dazu kommen.

Es ist letztendlich auch keine Frage von Entweder/Oder! Sondern einfach eine zusätzliche Wahlmöglichkeit, die andere Systeme in der Form nicht bieten. Ist doch klasse!
+1
Wellenbrett11.07.20 11:17
Borbarad
alephnull
Borbarad

Was allerdings nen bummer ist das overheating.. grade in 4K ist das Mist.
Soweit ich weiß, betrifft das 8k und auch nur bei Aufnahmen von 30min am Stück. Dürfte also für 99,9% aller Nutzer irrelevant sein. Wer vor hat, 1h am Stück 8k zu filmen, sollte vielleicht doch zu was anderem greifen.

Nein, ist schlimmer !

https://youtu.be/E-g800lZMPo

B
Ich habe mit das Video angesehen, höre aber nur einen Typen, der permanent dramatisiert und mit keinem Wort erwähnt (zumindest bis etwa drei Viertel der Länge des Videos ( länger habe ich den Quatsch nicht ertragen), daß man bei gemäßigten Außentemperaturen und kurzen Video-Clips überhaupt keine Probleme mit der Kamera bekommen wird! Mir kommt es so vor - auch aufgrund der Art wie er rechtssicher die öffentlich verfügbaren Informationen von Canon anspricht, daß er von der Konkurrenz bezahlt wird.
+2
mk27ja95
mk27ja9511.07.20 11:39
Ich finde es sehr befremdlich das nun alle Hersteller wieder zu grossen unförmigen Gehäuse übergehen. Als die Systemkameras die Spiegelreflex abgelöst hat, freute alle Welt sich über die "Leichtigkeit" trotz gleicher Leistung oder sogar im vielen punkten echte Pluspunkte. "digitaler Sucher ", nur halb so grosse und schwere Objektive um nur einige zu nennen. Ich sehe jeden Tag Menschen mit Tausend Euro schweren Equipment rumlaufen. Weil die Industrie das so will. Dabei sollten sich die Besitzer mehr auf das Fotografieren konzentrieren. Warum soll eine günstige Camera mit einem guten Objektiv schlechtere Bilder machen als eine Kamera mit teurem Body und mega Ofenrohr !!.
-1
nane
nane11.07.20 11:39
sonorman
Toller Artikel! Vielen Dank!

Knüller! Die R6 wäre ideal für mich, wirkt alles sehr Vertraut im Hinblick auf meine gute "alte" 450d. Das 1:2, 85mm gefällt mir auch und im Bundle mit einem 24-105mm hmmmmm... Das erzeugt schon einen "habenwollen" Effekt.
Das Leben ist ein langer Traum an dessen Ende kein Wecker klingelt.
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Borbarad11.07.20 11:43
sonorman
uni.solo
sonorman
Für Action-Fotografie mit extrem kurzen Verschlusszeiten ist das sicher nicht ideal, aber bei Landschaft/Natur/Tierfotografie, auf Reisen, Segelsport etc. ist das völlig in Ordnung.

Einspruch: Für Tierfotografie ist es eingeschränkt in Ordnung. Wer dem Grizzly als Tourist in der Mittagssone nicht zu Nahe kommen möchte, von mir aus. Aber im Morgengrauen oder Dämmerung wo es (meiner Meinung nach) am Interessantesten ist... hmm. Und für Birding bist Du komplett auf schönes Wetter angewiesen und kannst die Pirsch im Wald oder in der Baumkrone vergessen.
Gerade für sie „Pirsch“ ist so ein kleines und leichtes Tele mit IS viel besser. Bei dem Monsterobjektiv musst Du immer auch ein Stativ oder zumindest Einbein mitschleppen.

Warte es erst mal ab. Ich bin mir sicher, dass man mit den Dingern ganz ausgezeichnete Fotos machen kann. Und die sprechen auch eine viel größere Zielgruppe an. Wer WIRKLICH ein lichtstarkes Supertele benötigt, hat das vermutlich schon in Form eines EF-Objektivs, und die können problemlos an der R benutzt werden. Später werden sicher auch noch Monster-Objektive speziell für RF-Mount dazu kommen.

Es ist letztendlich auch keine Frage von Entweder/Oder! Sondern einfach eine zusätzliche Wahlmöglichkeit, die andere Systeme in der Form nicht bieten. Ist doch klasse!

Ach... warum ich wohl Olympus m4/3 nutze 300mm f4 mit dem mc14 gibt 840mm KB mit DOF ff 11.2 und ISO / AF wie bei F5.6...

Horses for Courses...

Die R5 gefällt mir aber! Aber sich die Nikon Z... es steht und fällt für mich aber mit den Kompakten Pro-Objektiven, z.B. Oly 7-14, 12-100, 40-150 & 300...

Für DOF hab ich meine Leica M

B
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strellson11.07.20 12:04
becreart
Canon hab auch ich lange verlassen.

zurecht, diese enorm breite unüberschaubare produktpalette und jedes jahr minimalste produkpflege während die anderen hersteller langsam an denen vorbeigezogen sind
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Dante Anita11.07.20 12:13
Alleine wenn ich das fette Batterieteil sehe bedauere ich schon, dass Olymus seine Kamerasparte verkauft hat. 😞

Und dann noch die Teles: was wurde MFT kritisiert von wegen geringes Freistellungspotential. Jetzt bringt Canon Teles mit 11er Anfangsblende und sie werden dafür bejubelt?? 🤦‍♂️
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