Marktrückzug? Google dünnt Teams für Notebooks und Tablets erheblich aus

Erst vor wenigen Monaten hatte Google neue Produkte vorgestellt, deren Linien jetzt aber in absehbarer Zeit schon auslaufen könnten. Business Insider zufolge habe sich Google zu einer Strategieänderung entschlossen und fahre momentan die Roadmap zurück. Dutzende Fachkräfte aus der hauseigenen Notebook- und Tablet-Entwicklung wurden versetzt und mit Aufgaben in anderen Bereichen betraut. Damit ist ausgeschlossen, dass Google die Notebook- und Tablet-Ambitionen ausweiten will – viel eher kann man von einem Marktrückzug ausgehen, denn konkurrenzfähige Geräte bedürfen erheblichen Entwicklungsaufwands.


Die von Business Insider erwähnten Techniker und Projektmanager erhielten innerhalb der letzten beiden Wochen Informationen, dass ihre Projekte gestrichen sind. Einige davon wechseln in die Smartphone-Abteilung, andere arbeiten fortan an der Weiterentwicklung von Produkten wie Nest, Sicherheitskameras, Rauchsensoren, Chromecast, Router oder VR-Headsets. Wie es bislang aussieht, muss niemand das Unternehmen verlassen. Bei den stark ausgedünnten bzw. aufgelösten Teams handelt es sich um Gruppen, die am Pixel Slate sowie dem Pixelbook arbeiteten. Beide Gerätereihen wurden mit lauten Fanfaren angekündigt, erhielten aber bestenfalls durchwachsene Testergebnisse.


Ein Pixelbook

Ein vollständiger Ausstieg aus dem Notebook-Sektor gilt aber als unwahrscheinlich, denn die günstigen Chromebooks bleiben ein interessanter Markt. Zusammen mit den Fertigungspartnern gelang es Google innerhalb weniger Jahre, Apples Stellung im Bildungsmarkt zu brechen: Dominierten dort traditionell Apple-Geräte, so stellten viele Schulen und Hochschulen auf Chromebooks um. Die wesentlich teureren Apple-Notebooks sowie funktionell eingeschränktere iPads boten vielen Einkäufern zu wenig Gegenwert. Mit dem Pixelbook-Konzept, also Chrome OS auf einem hochwertigen Notebook, konnte Google hingegen kaum Zuspruch finden, denn bei Preisen von 1000 Dollar näherte sich Google zu stark Apple-ähnlichen Regionen an.

Kommentare

Tekl
Tekl14.03.19 10:15
Sicherheitskameras? Welch Euphemismus. Google baut Überwachungskameras.
+1
Fenvarien
Fenvarien14.03.19 10:18
Tekl Diesmal aber nicht Nutzerüberwachung, sondern Smart Home
Ey up me duck!
+2

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