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Liquid-Glass-Leak: Prosser antwortet dem Gericht und beteuert seine Unschuld

Vor fast einem Jahr erhob Apple Anklage gegen den Betreiber des YouTube-Kanals „Front Page Tech“, Jon Prosser. Der Vorwurf: Er habe sich mit dem Mitbewohner eines Apple-Angestellten abgesprochen, damit dieser ihm das neue iPhone-Betriebssystem in einem FaceTime-Anruf vorführe. Die umfangreiche Klageschrift ließ Prosser monatelang unbeantwortet. Nachdem das kalifornische Gericht ihm eine allerletzte Gelegenheit zur Stellungnahme gab, reichte er über seinen Anwalt doch noch seine Erklärung ein. Während er darin Offensichtliches zugibt, beteuert er in den meisten Anklagepunkten Unschuld oder zumindest Ahnungslosigkeit.


Dass er mit dem Mitbewohner des Apple-Angestellten einen FaceTime-Anruf durchgeführt hat, gibt Prosser ebenso zu wie die Tatsache, dass er ihm später Geld überwiesen habe. Dies sei allerdings nicht im Voraus geplant oder abgesprochen gewesen, eine Verschwörung bestreitet das Dokument. Der überwiesene Betrag sei keine abgesprochene Belohnung gewesen, sondern lediglich eine nachträgliche Beteiligung an Werbeeinnahmen – zur „Quellenpflege“, also um ein gutes Verhältnis aufrechtzuerhalten. Auch dass es sich bei dem Gezeigten um eine unveröffentlichte Version von iOS gehandelt habe, sei Prosser nicht bewusst gewesen.

Prosser gibt sich ahnungslos
In vielen Punkten gibt der Angeklagte an, dass er dies alles nicht gewusst habe. Die Formulierung „Prosser verfügt nicht über ausreichende Informationen, um sich ein Urteil über die Richtigkeit oder Unrichtigkeit der in diesem Absatz enthaltenen Behauptungen zu bilden, und weist die Behauptungen daher zurück.“ taucht im Dokument 29-mal auf. Die Stellungnahme endet mit einer Forderung nach einer uneingeschränkten Zurückweisung der Klage, und dass der Konzern Prossers Gerichts- und Anwaltskosten übernehme. Sollte es doch zu einer Gerichtsverhandlung kommen, fordert das Schreiben einen Prozess vor Geschworenen.

YouTube-Kanal läuft weiter
Während sich Jon Prosser beinahe ein ganzes Jahr nicht zur Anzeige äußerte, behauptete Prosser, er stünde in aktiver Kommunikation mit Apple. Derweil lief sein YouTube-Kanal weiter. Alle zwei Wochen erscheint ein neues Video. Inhaltlich bleibt Prosser dem kalifornischen Konzern treu: Vorschaubilder seiner Videos zeigen überwiegend unveröffentlichte Hard- und Software von Apple.

Der YouTube-Kanal "Front Page Tech" widmet sich hauptsächlich unveröffentlichten Apple-Produkten. (Quelle: YouTube/FrontPageTech)

Kommentare

L-E06.07.26 15:02
"Auch dass es sich bei dem Gezeigten um eine unveröffentlichte Version von iOS gehandelt habe, sei Prosser nicht bewusst gewesen."

Faszinierend. Erkennt also die veröffentlichten iOS-Versionen nicht? Was macht der Mann beruflich – außer den Wichtigtuer zu spielen und damit Einnahmen zu generieren?
+8
Fenvarien
Fenvarien06.07.26 15:30
L-E Wir haben schon gewitzelt, dass er sicher auch nicht wusste, mit seinen Videos zum iPhone 18 über ein zukünftiges Gerät zu sprechen!
Up the Villa!
+2
itomaci
itomaci06.07.26 15:38
Liquid Glass kann die Realität leicht verschleiern
“An iPod. A phone. An internet communicator. And a camera”
0

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