Kurz: Google Fotos bekommt virtuelle Anprobier-Funktion +++ Google Maps erlaubt anonyme Bewertungen


Outfits zu testen kann aufwendig geraten: Klamotten heraussuchen, anziehen, vor dem Spiegel betrachten – was zunächst einfach klingt, wird in vielfacher Wiederholung zur Tortur. Um derlei zu erleichtern, kündigte Google eine neue Funktion namens
Wardrobe an. Sie besteht aus einer zusätzlichen Sammlung in der Medienverwaltung "Google Fotos".
Nutzer können hier Bilder ihrer Kleidungsstücke anlegen und direkt in der App zu Outfits zusammenstellen. Mittels einer KI-Funktion entsteht dann eine Vorschau dieser Kombination aus Kleidungsstücken, Tasche und Schmuck – dafür nutzt Google Fotos des Anwenders und eine (nicht näher definierte) Künstliche Intelligenz.
KI hilft dabei, Outfits direkt am Smartphone auszuprobieren. (Quelle:
Google Blog)
Zuerst AndroidDie Wardrobe-Funktion soll diesen Sommer ihr Debüt in der Android-Version der App geben; die iOS-Version folgt später. Spannend wird sein, inwieweit die KI-gestützte Anprobe im Alltag Erleichterung verschafft. Wo sich die einzelnen Teile eines Outfits aktuell aufhalten und ob sie tatsächlich passen, kann auch eine KI nicht beantworten.
Änderungen bei Google-Maps-BewertungenDie in Google Maps angezeigten Nutzerbewertungen sind für viele Unternehmen essenziell, weshalb viele Geschäfte versuchen, negative Eindrücke loszuwerden. In Deutschland ist Google dazu verpflichtet, Bewertungen zu löschen, wenn sie üble Nachrede oder Falschbehauptungen enthalten. Die Schwelle dafür ist offenbar recht niedrig. Deshalb blendet Google zukünftig an, wie viele Rezensionen eines Unternehmens
entfernt wurden. Dabei werden nur Löschungen gezählt, welche in den vergangenen zwölf Monaten auf Basis von Diffamierungsbeschwerden entfernt wurden. Deren Inhalt bleibt verborgen.
Pseudonymisierte BewertungMit einer zweiten Maßnahme will Google verhindern, dass schlecht bewertete Unternehmen direkt Druck auf enttäuschte Kunden ausüben können. Fortan können Anwender einen
Spitznamen für Google-Bewertungen vergeben. Damit wird verhindert, dass das bewertete Unternehmen den Klarnamen des Anwenders erfährt. Der pseudonymisierte Account bleibt allerdings mit dem Nutzer verknüpft, sodass man bei rechtlichen Auseinandersetzungen weiterhin haftbar bleibt.