Apples Pressekonferenz zu den Quartalszahlen – wichtige Aussagen


Nach der Pressemitteilung mit den genauen Daten zum Abschneiden im abgelaufenen Quartal gibt es wie immer auch eine Pressekonferenz, in der Tim Cook und Finanzchef Kevan Parekh die Zahlen eingehender diskutieren. Wer sich telefonisch zugeschaltet hat, kann zudem Fragen an die beiden Apple-Vertreter richten.
Für Tim Cook ist es die vorletzte Veranstaltung dieser Art. Im kommenden Juli steht noch eine weitere Quartals-Pressekonferenz an, die Zahlen für Oktober fallen dann jedoch bereits in die Amtszeit des neuen CEO John Ternus. Ob dieser allerdings genauso durch die Veranstaltung führt, wie es Tim Cook stets tat, muss sich erst zeigen – Steve Jobs hatte damals beispielsweise meist nicht an den Pressekonferenzen teilgenommen, sondern dies Cook überlassen.
- Die Conference Call hat nun begonnen – und wie üblich übernimmt Tim Cook die Einleitung
- Doch auch der im September antretende, neue Apple-CEO John Ternus richtet nach Cook einige Worte an die Investoren
- Als erstes spricht Cook in seiner 89. Quartalskonferenz über den neuen CEO: Der Zeitpunkt der Übergabe sei der richtige – die Zahlen sind stark, und man habe mit Ternus den perfekten Nachfolgekandidaten gefunden.
- Cook spricht auch den Aktionären an dieser Stelle seinen Dank aus – besonders denjenigen, die schon lange in Apple investiert sind und an den Konzern glauben
- Nun spricht Ternus: Cook sei einer der besten CEOs der Welt – und es sei eine Ehre in seine Fußstapfen zu treten und sein Vertrauen zu genießen
- Ternus und Cook betonten mehrfach, dass Apple über ein sehr vielversprechendes Produkt-Roadmap verfügt
- Apples Umsatz wuchs im Vergleich zum Vorjahresquartal um 17 Prozent – und das, obwohl Apple mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen hat
- Das Umsatzwachstum beim iPhone stammt von einer deutlich größer als erwarteten Kundennachfrage
- Cook preist das MacBook Neo als einen neuen Weg an, Kunden zum Mac zu führen
- Der Umsatz beim Mac wuchs um Vergleich zum Vorjahresquartal um 6 Prozent – doch das MacBook Neo kam erst in den letzten beiden Wochen des Quartals auf den Markt und dürfte sich erst im laufenden Quartal in den Umsatzzahlen niederschlagen
- Beim iPad konnte Apple ein Umsatzwachstum um 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal verzeichnen
- Mit Wearables (wie Apple Watch, AirPods), Home und Accessoires erzielte Apple einen Umsatz von 7,9 Milliarden Dollar – ein Wachstum von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal
- Cook scheint sich recht sicher zu sein, dass die auf Google Gemini basierende, neue Siri-Version in diesem Jahr auf den Markt kommt, denn der Noch-CEO kündigt die neue Generation für dieses Jahr an
- Mehrfach betont Cook die KI-Fähigkeiten der eigenen Plattformen, obwohl Apple Intelligence aktuell hinter den Lösungen anderer Konzernen hinterherhinkt
- Mit Services setzte Apple im abgelaufenen Quartal sage und schreibe 31 Milliarden Dollar um – ein absoluter Rekord
- Alle Apple-Produkte verzichten nun auf Plastik bei der Verpackung
- Auch bei den Apple Retail Stores kann Tim Cook einen neuen Rekord verkünden, denn noch nie erzielten die Apple-Läden mehr Umsatz
- Cook gibt bekannt, dass man Teile der Mac-mini-Produktion im laufenden Jahr in die USA holt – und zwar, indem man die bestehenden Produktionsstätten in Houston deutlich erweitert
- Insgesamt werden zum aktuellen Zeitpunkt 2,5 Milliarden Apple-Geräte aktiv genutzt – ebenfalls ein neuer Rekord
- Im aktuellen Quartal profitierte Apple von Schwankungen am Währungsmarkt. Apple CFO Kevan Parekh merkt jedoch an, dass die Lieferschwierigkeiten mehr ins Gewicht gefallen sind und man noch bessere Zahlen hätten verkünden können, wenn der Währungsmarkt sich nicht verändert hätte, dafür aber alle Produkte lieferbar gewesen wären
- Über alle Produkte und Dienste erzielte Apple eine Marge von 49,3 Prozent (gestiegen um 1,1 Prozentpunkte)
- Betrachtet man nur Hardware, lag die Marge bei 38,7 Prozent – und fiel im Jahresvergleich um 2 Prozentpunkte. Dies dürfte wohl auf steigende Komponentenpreise zurückzuführen sein
- Apple erwartet im laufenden Quartal mit einem Wachstum von 14 bis 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Diese Schätzung basiert jedoch auf der Annahme, dass sich die Weltwirtschaft nicht eintrübt.
- CFO Parekh gibt bekannt, dass Apple nicht länger anstrebt, das Barvermögen so gering wie möglich zu halten. Apple habe das Barvermögen seit 2018 bereits um 100 Milliarden Dollar reduziert. Aktuell verfügt Apple noch über 147 Milliarden Dollar an Barvermögen – und demgegenüber stehen Schulden von 85 Milliarden Dollar
- Im abgelaufenen Quartal kaufte Apple für 11 Milliarden Dollar eigene Aktien zurück – und schüttete 3,8 Milliarden Dollar als Dividende an Investoren aus
- Cook sagt, dass die Nachfrage nach dem neuen, günstigen MacBook Neo die internen Prognosen übertroffen habe
- Einige Modelle des Mac mini und Mac Studio sind aktuell nicht lieferbar – und Cook geht auf die Situation etwas ein: Komponenten, wie zum Beispiel die Prozessoren, seien schwer lieferbar – und da der Mac mini wie auch der Mac Studio oft für KI-Aufgaben eingesetzt werde, sei hier die Nachfrage unerwartet hoch. Es könne Monate dauern, bis sich die Liefersituation verbessere.
- Bezüglich der neuen Herangehensweise bezüglich des Barvermögens erläutert Cook, dass man nun das Barvermögen und Schulden getrennt voneinander betrachte – aber weiterhin Teile des überschüssigen Vermögens Aktionären zugute kommen lassen will, entweder per Dividende oder durch Aktienrückkäufe am Markt
- Seit Start des Aktienrückkaufprogramms hat Apple für über 850 Milliarden Dollar eigene Aktien am Markt erworben
- Bezüglich des MacBook Neo erläutert Cook: Man habe die enthusiastische Kundennachfrage des neuen Modells deutlich unterschätzt, obwohl man bereits mit einer hohen Nachfrage gerechnet habe
- Das MacBook Neo richte sich an zwei Kundenkreise: Käufer, welche zuvor noch nie einen Mac besessen haben – aber auch an Kunden, welche ihren Mac bereits seit langem benutzen, aber nicht auf ein neues Modell umgestiegen sind
- Im aktuellen Quartal rechnet Apple noch nicht damit, dass die Speicherpreise sich maßgelblich auf die Geschäftszahlen auswirken – doch in der zweiten Jahreshälfte könnten die gestiegenen Komponentenpreise die Marge maßgeblich beeinträchtigen
- Ein Analyst fragte, welchen Ratschlag Cook Ternus zum Übergang gibt: Cook antwortete, dass Ternus sich genau überlegen solle, womit er seine Zeit als CEO verbringt – denn hier sei das wichtigste, den Bereich zu wählen, bei welchem der Konzern und Kunden am meisten profitieren.
Diese Meldung wird fortlaufend aktualisiert