LG stellt drei UltraWide Monitore für Business-Anwender vor – Flat oder Curved

Ob Bildbearbeitung, Audio- und Videoschnitt, umfangreiche Tabellen, Texte oder Präsentationen: in gewissen Situationen kann man einfach kaum genug Bildschirmfläche haben. Aber zu groß sollte der Monitor auch nicht sein, weil das u.a. der Ergonomie abträglich ist. Bildschirmdiagonalen zwischen ca. 27 und 34 Zoll bieten einen guten Kompromiss aus genügend Arbeitsfläche und Arbeitsplatz-Ergonomie und sind daher weit verbreitet.

LG bringt jetzt drei neue Displays speziell für berufliche Nutzer in den Handel, die sich nur in wenigen Details voneinander unterscheiden. Anhand der Modellbezeichnungen, die mal wieder völlig kryptisch sind, kann man leider nicht erkennen, worin die Unterschiede bestehen. Und selbst nach dem Studium der Pressemeldung war nicht völlig eindeutig, was die Drei voneinander unterscheidet – außer dem Preis. Also musste ich noch etwas nachbohren. Hier die simple Zusammenfassung:

Unterschiede nach Modell:

  • LG 34UB88-B – Flaches Display, 2x Thunderbolt 2, 749 Euro
  • LG 34CB88-B – Curved Display, kein Thunderbolt, 849 Euro
  • LG 34CB98-B – Curved Display, 2x Thunderbolt 2, 1.049 Euro


Hier sind – kurz zusammengefasst – die wichtigsten Eigenschaften der drei LG-Displays:
Die Bilddiagonale beträgt 34" (86,36 cm) bei einem Seitenverhältnis von 21:9. Das bedeutet, der Bildschirm ist breiter als üblich, hat aber ungefähr nur dieselbe Höhe, wie ein 27-Zöller mit 16:9-Bildschirm. Das spiegelt sich auch in der Auflösung wider. Diese beträgt bei allen drei neuen LG-Modellen 3.440 x 1.440 Pixel, was einer Pixeldichte von 109,7 ppi entspricht. Von der Auflösung eines 4K- oder gar 5K-Displays mit ähnlicher Größe sind die breiten LGs damit weit entfernt. Zum Vergleich: der hier getestete Dell UP2715K Monitor mit 5K-Auflösung hat eine rund doppelt so hohe Pixeldichte von 217,6 ppi bei 27" und 16:9. Für normale Büroanwendungen und auch viele Aufgaben in der Bild- und Videobearbeitung reicht die Auflösung der LGs aber völlig aus. – Bei Apples verflossenem 30" Cinema Display hat sich auch niemand über eine zu geringe Auflösung beschwert, mit der man seine Arbeit nicht machen könne. Die Ansprüche sind lediglich im Zeitalter von 4K (und mehr) etwas gestiegen.


Als Panel kommen bei den LG-Neuheiten AH-IPS-Typen zum Einsatz. Diese versprechen eine hohe Blickwinkelstabilität und ein helles, farbtreues Bild. Die Farbwiedergabe deckt 99% des sRGB-Farbraums ab, was deutlich weniger ist, als die kürzlich vorgestellten Philips-Monitore (siehe "Ergänzende Artikel" unter dieser Meldung.


Statt am Displayrahmen lassen sich alle Einstellungen mit der Maus in der OnScreen Control Software vornehmen (auch für Mac). Ist das Bild einmal für die jeweilige Aufgabe angepasst, können die Einstellungen mit MyDisplay Presets abgespeichert werden. So lassen sich für verschiedene Aufgaben unterschiedliche Monitor-Einstellungen sichern und mit wenigen Mausklicken bei Bedarf wechseln. Mittels Screen Split, Dual Link up und Dual Controller lässt sich die Bildfläche durch 14 voreingestellte Modi aufteilen, oder es lassen sich zwei PCs, Notebooks oder ein Windows-PC und ein Mac parallel an einem Monitor nutzen. Dank Dual Controller Funktion können die Geräte mit einer einzigen Maus und Tastatur bedient werden. Das Feature erlaubt es zudem, Daten direkt von einem System auf ein anderes zu kopieren – ohne Zwischenspeichern, einfach per Hotkeys.

Die Monitore verfügen über eingebaute Stereo-Lautsprecher, die mittels "MaxxAudio Surround" und einen Equalizer besonders guten Klang bieten sollen.


Die neuen LGs bieten zur Schonung der Augen einen "Reader Mode" und "Flicker Safe". Durch eine sanfte Farbanpassung gibt der Monitor auf Wunsch weniger Licht im blauen Spektrum ab und schont dadurch die Augen. Zusätzlich reduziert die Flicker Safe Technologie von LG das Bildschirmflimmern auf Null. Zu den weiteren ergonomischen Eigenschaften gehört eine Höhenverstellung und flexible vertikale Neigung. Zusätzlich sind die Bildschirme für Monitorarme und Wandhalterungen nach VESA FDMITM 100mm vorbereitet.

Alle drei neuen UltraWide Modelle verfügen über zwei HDMI- und einen DisplayPort 1.2-Anschluss. Smartphones und Tablets können über den USB-3.0-Port des Monitors und die Quick Charge Funktion geladen werden. Zusätzlich verfügen die Modelle 34UB88-B und 34CB98-B über zwei Thunderbolt Schnittstellen für kompatible Mac-Hardware.

Der 34UB88-B (der mit dem flachen Display und Thunderbolt) ist zum UVP von 749 Euro erhältlich. (Via Amazon bei Redaktionsschluss für rund 725 Euro* gelistet.)

Der UVP des 34CB88-B (die gekrümmte Variante ohne Thunderbolt) beträgt 849 Euro. (Amazon: rund 834 Euro*)

Der 34CB98-B (gekrümmt, mit Thunderbolt) wird für einen UVP von 1.049 Euro angeboten. (Amazon: rund 905 Euro*)

*Die Amazon-Preise können minütlich schwanken. Die genannten Preise waren Stand bei Redaktionsschluss.
Aufgrund großer Nachfrage erwartet der Hersteller eine eingeschränkte Verfügbarkeit der neuen Geräte.

Kommentare

teorema67
teorema6709.04.17 10:43
Das liest sich, als ob "Business-Anwender" nur niedrige Auflösungen benötigen.
Verdammte Schotten! Die haben Schottland ruiniert! (Groundskeeper Willie)
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Lefteous09.04.17 10:58
Der geneigte Business-Anwender kauft die alten MBPs mit TB2
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johnnybpunktone09.04.17 11:24
Ich kann’s kaum erwarten, LG hat sich ja in letzter Zeit besonders durch Qualität hervorgetan
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Stereotype
Stereotype09.04.17 12:12
Lefteous
Der geneigte Business-Anwender kauft die alten MBPs mit TB2

Business-User sind wohl schlauer als du für möglich hälst.
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teorema67
teorema6709.04.17 12:34
Lefteous
Der geneigte Business-Anwender kauft die alten MBPs mit TB2
Ich habe gerade keine Specs zur Hand: Ist denn bei TB2 mit 3440x1440 Schluss?
Verdammte Schotten! Die haben Schottland ruiniert! (Groundskeeper Willie)
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Sideshow Bob
Sideshow Bob09.04.17 15:20
Nein, 3840 x 2160 geht an meinem alten MBP 2013 über Displayport/T2
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