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Kuo: Apples Notebook-Verkäufe werden 2022 zunächst deutlich sinken

In den vergangenen eineinhalb Jahren konnte sich Apple über hohe Verkaufszahlen freuen, denn die Corona-Pandemie und verändertes Nutzungsverhalten hatten zu noch höherer Nachfrage geführt. Davon profitierte unter anderem das iPad, vor allem aber die verschiedenen Notebook-Serien. Einer aktuellen Marktanalyse von Ming-Chi Kuo zufolge steht Apple allerdings vor einem schwierigen Halbjahr, welches mit deutlich geringerem Absatz einhergehe. Die Stückzahlen in der ersten Jahreshälfte 2022 sinken demnach um 15 Prozent, was fast einer Million Geräte pro Quartal weniger entspricht. Dafür gebe es gleich mehrere Gründe.


1. Komponentenmangel
Zwar konnte sich Apple bislang relativ erfolgreich den branchenweiten Problemen entziehen, dennoch sieht es Kuo als gesichert an, dass auch Cupertino nicht unbeschadet aus der Chip-Krise hervorgeht. Schon im Falle des MacBook Pro 16" gehen die meisten Marktbeobachter davon aus, Apple habe den Launch um fast ein halbes Jahr aufgrund fehlender Komponenten verschieben müssen. Für H1/2022 prognostiziert Kuo Engpässe an mehreren Fronten, welche sich direkt auf die Produktion auswirken dürften. Lange Lieferzeiten seien wahrscheinlich, was normalerweise nicht wenige Kunden abschreckt.

2. Verändertes Kaufverhalten
Als im Frühjahr Schulen und Firmen ihre Räumlichkeiten vor Ort zugunsten von Tätigkeit bzw. Lernen aus der Ferne schlossen, statteten sich viele mit neuer Hardware aus. Apple profitierte davon recht stark, wenngleich es von Anfang an klar war, dass die vorgezogenen Käufe zu einem späteren Zeitpunkt in eine Art Nachfrage-Kater münden würden. Laut Kuo sei der Zeitpunkt Anfang 2022 gekommen – denn die "Post Covid"-Ära bedeute erneut verändertes Kaufverhalten.

3. Apples Hardware im ersten Halbjahr 2022
Ein weiterer Grund ist in Apples Produkt-Portfolio zu suchen. Zwar kommt im Spätherbst wohl das neue MacBook Pro 14" und 16" mit M1X-Chip auf den Markt, das verkaufsstärkste Modell im Sortiment sei aber nicht mehr ganz taufrisch. Erst im dritten Quartal 2022 werde wohl die Produktion des runderneuerten MacBook Air beginnen, in den Monaten davor müsse man jedoch von sinkender Nachfrage ausgehen.

Kommentare

zactech27.09.21 12:18
Da wäre ich mir nicht so sicher. In unserer Firma werden momentan nur noch M1-Macs gekauft, wir kaufen daher gleich mal einen Schub MacBookPros, die als Anschaffung alle in der Warteschleife hängen. Damit die Leute arbeiten können wurden Airs angeschafft, die werden dann weitergereicht.
Privat warte ich auch schon lange auf den richtigen Zeitpunkt das Pro von 2012 zu ersetzen. Wenn das neue 16"er gut wird, sehe ich nur den ersten Punkt als mögliche Bremse.
+8
MrWombat
MrWombat27.09.21 12:26
zactech
Privat warte ich auch schon lange auf den richtigen Zeitpunkt das Pro von 2012 zu ersetzen.

Geht mir auch so 👍
+1
Hitman27.09.21 12:58
Ich glaube auch das viele auf ein neues MBP gewartet haben und das die Verkaufszahlen deshalb nicht einbrechen werden , vorausgesetzt Apple kann genug liefern.
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NeoMac666
NeoMac66627.09.21 13:28
Apple soll sich mal beim redesign des Air beeilen
Könnte ein etwas größeres für's Home Office gebrauchen
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Markim
Markim27.09.21 14:47
Ich warte seit Monaten auf das MacBook Pro 16" mit M1X-Chip. Meiner Meinung nach liegt das Risiko vor allem bei der Verfügbarkeit der Komponenten. Wenn ich mir vorstelle, wie sich zum Beispiel die Webcams beim ersten Lockdown im Frühling 2020 innert kürzester Zeit um 30 bis 60 % verteuert haben. - Aber Apple wird das nicht tun. Einmal ein Preis festgesetzt, dann bleibt dieser für ein Jahr oder bis zur nächsten Version.
+2
Lailaps
Lailaps27.09.21 15:12
Na ja, wenn Ming-Chi Kuo das sagt wird’s wohl stimmen.
Her mit der Pizza-Mix
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Tai27.09.21 18:06
NeoMac666
Apple soll sich mal beim redesign des Air beeilen
Könnte ein etwas größeres für's Home Office gebrauchen

Monitor dran und gut is. Auch 16" sind unterirdisch zum Arbeiten. Verstand nie, warum ich mir das antun sollte.
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