KI im Browser: Googles neues Auto-Browsing +++ Firefox mit KI-"Kill Switch"


Ob sinnvoll und vom Nutzer nachgefragt oder nicht, viele Hersteller implementieren derzeit eine Fülle an KI-Funktionen in ihren Produkten. Von Google gibt es als jüngste Erweiterung beispielsweise das "Auto Browse" in Chrome. Hierbei handelt es sich um einen KI-Agenten, der automatisierte Aufgaben übernehmen kann. Der Bot bedient Webseiten, öffnet Tabs, klickt, füllt Formulare aus, vergleicht Preise – bis hin zu Tasks wie "bitte buche mir eine Reise an meinen freien Tagen, die maximal 500 Euro kostet" oder "Such eine neue Wohnung: 2 Zimmer, unter 1000 Euro, max. 30 Minuten Pendelzeit zur Arbeit". Der letzte Schritt, also der Kaufabschluss oder die Kontaktaufnahme, obliegt allerdings weiterhin dem Nutzer. Eine KI mit Geldausgeben zu beauftragen und ihr vollständig zu vertrauen, dürfte dann doch für die meisten wenig überzeugend klingen.
Die beschriebenen Funktionen gibt es zunächst nur in den USA und lediglich für Abonnenten von Google AI Pro oder AI Ultra. Auto Browse nutzt Gemini 3 als Modell und überträgt die Inhalte der Seite zur Verarbeitung an Googles Server. Auch das sorgt für Bedenken, immerhin gelangen damit viele persönliche Informationen zu Google, die man normalerweise sonst nicht herausgeben möchte.
Firefox: Weniger KI, wenn der Nutzer es willMozilla geht hingegen auf diejenigen Anwender ein, die KI-Unterstützung gar nicht nutzen wollen. Ab Firefox 148 (geplant für 24. Februar 2026) soll es in den Einstellungen nämlich einen neuen Bereich "KI-Einstellungen" geben. Die schärfste Stufe "Blockiert" bedeutet dabei, dass keine aktuelle und auch keine zukünftige KI-Funktion mehr zu sehen ist – bereits heruntergeladene lokale Modelle werden dann sogar wieder gelöscht.
Damit positioniert sich Firefox ziemlich klar gegenüber konkurrierenden Browsern, in denen KI-Features standardmäßig aktiv sind und sich oft nur schwer oder gar nicht vollständig abschalten lassen. Dies sei eine Reaktion auf deutliche Nutzerablehnung von "KI überall" – und besagter Kill Switch daher die konsequente Lösung, wie es von offizieller Seite
heißt. Mozilla betont explizit: Alles soll optional sein, zudem bevorzuge man, wo möglich, lokale Modelle statt Cloud-KI.