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Creator Studio mit holprigem Start, Pro-App-Bundle für Studenten nur noch eingeschränkt verfügbar

Das am 28. Januar veröffentlichte Apple Creator Studio war keine Überraschung: Cupertino kündigte das neue Abo-Modell bereits im Vorfeld an und lud ausgewählte Influencer zu einer Veranstaltung ein, um die neue Suite zu testen. Der eigentliche Rollout verlief allerdings wenig elegant – vor allem im Mac App Store: So standen dort mäßig sinnvolle Updates für die alten iWork-Apps sowie neue Versionen derselben bereit und stifteten bei vielen Nutzern Verwirrung. Jason Snell von Six Colors warf einen genaueren Blick auf Apples Vorgehen. Eine weitere Neuerung betrifft das App-Bundle von fünf Pro-Apps aus dem Bildungsstore: Dieses ist weitgehend verschwunden.


Verwirrender Rollout des Creator Studio
Dass Apples Backend-Systeme mit einigen Einschränkungen für Entwickler einhergehen, ist keine Neuheit, so Snell. Es habe ihn jedoch erstaunt, wie sehr Apple selbst an die Restriktionen gebunden sei. So habe das Unternehmen dazu entschieden, Mac-Anwendungen von Apps wie Numbers, Keynote und Pages mit den iPad-Pendants zu vereinen. Das führte jedoch zu der seltsamen Situation, dass sich etwa die bestehenden iWork-Applikationen auf Version 14.5 aktualisieren ließen, um nach dem Öffnen auf eine neuere Version hinzuweisen (siehe hier). Apple habe den neuen App-Versionen zudem längere Titel spendiert, weil das Design des App Store diese Praxis salonfähig machte. So wurde etwa aus „Pages“ nun „Pages: Erstelle Dokumente“.

Zwei App-Versionen, Werbung auf dem Startbildschirm
Kurios sei zudem die Tatsache, dass nun von mehreren Applikationen zwei Versionen im Mac App Store zu sehen sind:

Oben: die traditionelle Variante von Final Cut Pro, unten: die App für das Creator Studio – mit längerem Titel

Zu den App-Icons ist Snell geteilter Meinung: Viele würden ihm nicht gefallen, allerdings sei aufgrund der eindeutigen Farben oft auf den ersten Blick erkennbar, um welche Software es sich handelt. Weit ärgerlicher sei die Werbung für das Creator Studio auf dem Startbildschirm vieler Apps:


Pro-App-Bundle nur noch bei Bestellung eines neuen Macs verfügbar
Studenten stand bislang ein Bundle aus Final Cut Pro, Logic Pro, Motion, Compressor sowie MainStage für den reduzierten Preis von 229,99 Euro zur Verfügung. Das tut es auch weiterhin, allerdings lediglich beim Kauf eines neuen Macs über den Bildungsstore. Der nachträgliche Erwerb ist somit nicht länger möglich. Es handelte sich um eine vergleichsweise preiswerte Option, die Pro-Apps günstig zu kaufen, zumal in einigen Ländern wie den USA und Österreich kein Nachweis über den Studentenstatus erbracht werden musste. Über das Creator Studio lässt sich die Software für Studenten ebenfalls zum ermäßigten Preis (2,99 Euro monatlich oder 29 Euro jährlich) beziehen.

Kommentare

esc
esc30.01.26 11:04
Schade das man in Zukunft wenn man den vollen Funktionsumfang in iWork haben möchte, ein Abo abschliessen muss und weitere professionelle Software erhält die man nicht benötigt.
+2
bergdoktor30.01.26 11:12
Der Start ist mehr als holprig und am Kunden komplett vorbei gedacht. Da wird ein Bildungsrabatt angeboten, den z.B. Schulen aber gar nicht wahrnehmen können. Allein technisch ist es derzeit nicht möglich. Stattdessen müssen Nutzer der Datenanalyse aktiv widersprechen, anstatt dem zuzustimmen. Die kostenpflichtigen KI-Tools sind zwar farblich hervorgehoben, drängen sich aber doch ständig in den Vordergrund. Bei den Vorlagen kommen die KI-Vorlagen immer zuerst und muss man ewig scrollen, bis die "normalen" Vorlagen angezeigt werden. So begeistert man keine Kunden.
Ich wünsche mir, dass man in den neuen Versionen auf dem iPad die KI-Tools ausblenden kann.
+4
wi36830.01.26 11:42
esc
Schade das man in Zukunft wenn man den vollen Funktionsumfang in iWork haben möchte, ein Abo abschliessen muss und weitere professionelle Software erhält die man nicht benötigt.
Jetzt habe ich einige Nächte darüber geschlafen. Ich sehe es inzwischen nicht mehr so kritisch bei den drei iWorks-Apps (Pages, Number, Keynote). Im Grunde ist es so ähnlich wie bei der Apple Musik-App oder der Foto-App: Bei beiden Apps gibt es ein Abo-Angebot für zusätzliche Cloud-Dienste: Bei der Musik-App ist es Apple Music und in der Foto-App ist es der iCloud-Foto-Speicher, aber der Funktionsumfang ist im Grunde ob mit oder ohne Cloud-Dienste grundsätzlich gleich und unterscheidet sich nur für die Funktionen die wirklich Cloud-spezifisch sind. Bei den iWork-Apps es genauso mit den Cloud-Diensten wie zum Beispiel Cloud-Fotovorlagen oder Cloud-KI-Services (die derzeit nicht offline lokal am Gerät möglich sind).

Wenn Apple es wirklich ernst meinen würde mit iWork, dann würde Apple zum Beispiel auch Funktionen in Pages ergänzen, so dass es sich unmittelbar gut für wissenschaftliche Arbeiten eignet, ohne dass dazu Tricks erforderlich sind.

Das ist nicht passiert. Daher meine persönliche Prognose: Die Ergänzung der iWork-Programme um Abo-Cloud-Services ist nur ein Workarround bis Apple es technisch hinbekommen hat, dass es lokal auch offline im Gerät funktioniert. Das werden noch einige Jahre werden und ich finde es aus Umweltschutzgründen auch richtig dass KI-Cloud-Services auch ein Preisschild haben und nicht scheinbar kostenlos auf Dauer erbracht werden können, wenn der Datenschutz ohne Werbung gewährleistet werden soll.

Sobald lokale KI gut funktioniert auf allen Apple-Geräten, dann werden auch die Cloud-iWork-Dienste wie Vorlagenbilder oder Vorlagendokumente als technisch obsolet gelten, weil warum soll ein Benutzer in einen Cloud-Angebot stöbern, wenn eine lokale KI in ruckzuck ein passgenaues Vorlagenfoto lokal erzeugen kann?

Derzeit besitzen die meisten Apple-Geräte zu wenig RAM für lokale KI. Ein iPad Pro wird derzeit mit 12 GB RAM verkauft und mit Aufpreis für 16 GB; mehr wäre besser.

Mit der Zeit wird es besser werden. Die Algortihmen für lokale KI werden immer besser und inzwischen ist auch verteiltes KI rechnen mit zwei oder mehr Apple-Geräten möglich – allerdings wird dies derzeit von Apple noch nicht selber genutzt und findet sich nur in Apps von Drittherstellern.
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