
Installation von macOS 27: Erste Erkenntnisse und Hürden


Der Auftakt von Apples Entwicklerkonferenz geht seit vielen Jahren mit der Veröffentlichung von Testversionen aller überarbeiteten Systeme einher. Diese beschränkt sich zunächst auf diejenigen Nutzer, welche bei Apple als Entwickler registriert sind, denn meist bergen die ersten Beta-Fassungen das Risiko folgenschwerer Programmierfehler. Die Entwickler-Beta von macOS erfreut sich großer Nachfrage, da diese auch ohne Zweitgerät
ausprobiert werden kann – etwa auf einer externen SSD, einem separaten APFS-Volume oder in einer Virtuellen Maschine (VM). Bei macOS 27 (Golden Gate) haben testwillige Entwickler etwas größere Herausforderungen zu meistern.
Der Testlauf mittels VM ist beliebt für einen ersten Blick: Die Beta startet in einem separaten Fenster parallel zum stabilen System und bremst den Mac nur geringfügig aus. Gerade diese Variante scheint jedoch bei der ersten Entwickler-Beta von macOS 27.0 nicht aus dem Stand installierbar zu sein: Die im Download-Bereich von Apples
Developer-Portal bereitstehende IPSW-Datei lässt sich nicht erfolgreich als Basis für eine Virtuelle Maschine einsetzen. Auch der separate Download „Device Support for macOS 27 beta“, welcher beim Host-System entsprechende Berechtigungen nachrüsten soll, hilft in vielen Fällen nicht weiter.
Der "Device Support" soll bei der Installation der Golden-Gate-Beta helfen. (Quelle:
Apple Developer)
Erst Tahoe, dann aktualisierenDerzeit scheint nur der Umweg über das Upgrade einer Tahoe-Installation zum Erfolg zu führen. Dazu müssen sich registrierte Entwickler mit ihrem Apple-Account in einer Tahoe-VM anmelden, um dann in der Einstellungen-App unter „Allgemein/Softwareupdate“ im Reiter „Beta-Updates“ auf „macOS Golden Gate 27 Developer Beta“ umzuschalten. Daraufhin erscheint die Aktualisierung. Gelegentlich scheitert die Installation mit der Warnung „konnte nicht personalisiert werden“ – hier hilft nur ein zweiter (oder dritter) Versuch weiter. Wer gehofft hat, der Download des neuen Systems falle schmaler aus als frühere Systeme, wird enttäuscht: Eine Aktualisierung von 26 auf 27 umfasst gut 17 GByte, das IPSW-Image ist über 22 GByte groß.
Erst über den Umweg einer Tahoe-Installation gelingt derzeit das Aufsetzen einer Golden-Gate-VM.
Verschlüsseltes HFS+ abgekündigt, neues Log-FormatHoward Oakley hat Golden Gate und die
Release Notes unter die Lupe genommen und einige interessante Details
entdeckt. So kündigt Apple an, dass ein Zugriff auf verschlüsselte HFS+-Volumes via CoreStorage in zukünftigen Versionen von macOS nicht mehr möglich ist – ein nach knapp zehn Jahren APFS wenig überraschender Schritt. Das
kürzlich eingeführte Image-Format ASIF erhält nun eine Swift-API. Zudem ändert der systemweite Protokolldienst das Format für Archivdateien. Es kann von macOS 26.2 und neuer gelesen werden.
Drei Jahre Support für Intel-MacsRosetta, mit der macOS die Nutzung von für die x86-Architektur kompilierte Software auf Apple Silicon ermöglicht, bleibt noch ein Jahr lang (optionaler) Bestandteil von macOS; mit macOS 28 ist dann Schluss. Wer noch einen Intel-Rechner mit macOS Tahoe nutzt, muss auf macOS 27 (Golden Gate) verzichten. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Tahoe-Macs mit Intel-Chip bekommen noch
drei Jahre lang Sicherheitsaktualisierungen.