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In-App-Käufe: Gerichtsdokumente belegen, wie Steve Jobs den Wechsel von iOS zu Android erschweren wollte

Die Entscheidung glich einem Paukenschlag: Vergangene Woche passierte ein überaus bemerkenswerter Gesetzesentwurf das Repräsentantenhaus des US-Bundesstaats Arizona: Der Entwurf sieht vor, dass Betreiber von App-Plattformen wie Apple und Google Entwickler nicht dazu verpflichten dürfen, das Zahlungssystem der jeweiligen Stores zu benutzen. Auch Anwender sollen die Möglichkeit erhalten, von alternativen Bezahlmethoden Gebrauch zu machen. Sofern der Gesetzesentwurf nicht im Senat abgeschmettert wird, stehen harte Zeiten für Apple bevor: Das Unternehmen fürchtet entsprechende Lockerungen auch in anderen Teilen der Welt. Nun zeigen neue Gerichtsdokumente, dass Cupertino bereits sehr früh auf die Bindung an das hauseigene Zahlungssystems pochte.


Provokation von Amazon
Im Jahr 2014 musste Apple bis zu 400 Millionen US-Dollar an Kunden zahlen, die von einer Preisabsprache des Konzerns betroffen waren: Cupertino und die fünf größten Buchverlage der Vereinigten Staaten wurden eines Kartells bezichtigt. Nun wurden Dokumente öffentlich, die in dem Verfahren eingebracht wurden: Sie zeigen unter anderem den Schriftwechsel zwischen dem damaligen Apple-CEO Steve Jobs und Phil Schiller, der bis 2020 für das Marketing des Konzerns verantwortlich war. Die E-Mails der beiden Manager geben einen tiefen Einblick in das Geschäftsgebaren Apples: Schiller wies Jobs auf einen Werbespot von Amazon Kindle hin. Dieser zeigte, wie einfach der Service auf unterschiedlichen Plattformen benutzt werden konnte – sehr zum Missfallen Schillers. Eine der Botschaften sei der einfache Wechsel von einem iPhone zu einem Android-Gerät, so Schiller.


Jobs pflichtet Schiller bei
Jobs gab dem Marketingchef recht: Amazon müsse dazu gezwungen werden, Apples In-App-Zahlungssystem in Anspruch zu nehmen. Dieses sei der Android-Konkurrenz weit überlegen, so Jobs. Amazon habe diese Vorschriften zu akzeptieren oder müsse sich zurückziehen. Jobs' rigoroses Machtwort mutet etwas merkwürdig an: Wie The 8-Bit anmerkt, zeigte sich der Apple-Mitbegründer in einem Interview in Triumph of the Nerds gegenüber derlei harschen Maßnahmen eher ablehnend: Die Innovationskraft großer Unternehmen leide unter dem Vorrang des Marketings und Vertriebs. Wie die nun veröffentlichten Dokumente zeigen, schreckte Jobs aber nicht davor zurück, wettbewerbsrechtlich fragwürdige Maßnahmen verhängen zu wollen. Nun könnte Apples In-App-Zahlungssystem tatsächlich erstmals untergraben werden: Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass Arizonas Senat den neuen Gesetzesentwurf billigt.

Kommentare

teorema67
teorema6709.03.21 12:59
Die Gier steht also doch über allem. Auch bei Apple, leider
Ich möchte nicht, dass jemand vor mir Katzenbilder ins Internet stellt (Glenn Quagmire)
+4
becreart
becreart09.03.21 13:09
Nichts unnormales
-2
AppleUser2013
AppleUser201309.03.21 13:41
Dann wäre der Epic Apple Streit vom Tisch...oder?
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Mecki
Mecki09.03.21 13:48
Erstens geht es hier nicht um App Käufe oder in-App Käufe, sondern um den Erwerb digitaler Güter aus einer App heraus; konkret um den Erwerb von Büchern in E-Book Reader Apps.

Zweitens wurde diese Policy nie so umgesetzt. Es war schon immer und ist auch noch aktuell erlaubt digitale Güter nicht über Apple zu bezahlen und dann trotzdem in der iOS App zu nutzen. Sie dürfen den alternativen Kaufweg lediglich nicht bewerben und müssen in der App entweder einen Kaufweg über Apple anbieten oder gar keinen:
Richtlinien
3.1.3 Other Purchase Methods: The following apps may use purchase methods other than in-app purchase. [...]

3.1.3(a) “Reader” Apps: Apps may allow a user to access previously purchased content or content subscriptions (specifically: magazines, newspapers, books, audio, music, and video).

Drittens bestätigt die letzte Mail, das was hier schon oft als Argument ins Feld geführt wurde, von den Kritikern aber nehmend abgestritten wird:
Steve Jobs
They want to use our payment system, which we have invested a TON of money into creating and maintaining, for free [...]

Apple kassiert unter anderem bei jedem Kauf mit, da es sie sehr viel Geld gekostet hat ein sicheres Bezahlsystem aufzubauen und auch dieses dauerhaft zu betreiben (und funktional und sicher zu halten).

Und wenn Apples Zahlungssystem nicht mehr verpflichtend sein wird, wird das nicht nur Missbrauch Tür und Tor öffnen (siehe ), es wird auch dazu führen, dass sich Apple das Geld anderweitig holt und das wird dann unabhängig vom Umsatz sein. D.h. dann wird irgendwo/irgendwie kassiert, egal ob man Umsatz erwirtschaftet und egal wie viel, was bedeutet, dass viele gegenüber jetzt massiv drauf zahlen könnten und am Ende gar nichts bei der ganzen Sache gewonnen haben. Denn aktuell zahlt halt nur, wer auch was verdient und immer im Verhältnis zu dem, wie viel er verdient, was ich ein sehr faires Angebot finde, da es keinerlei unkalkulierbare Unternehmensrisiko mit sich bringt. Wer aktuell nichts verdient muss nicht trotzdem hohe Kosten decken, die ihn in den Ruin treiben könnten; er hat nur kein Einkommen, aber auch praktisch keinerlei Ausgaben bis auf 99 € pro Jahr für den Account. Hier kann also aktuell jeder mal sein Glück versuchen als Freiberufler, man hat praktisch nichts zu verlieren.
+15
Mecki
Mecki09.03.21 13:53
AppleUser2013
Dann wäre der Epic Apple Streit vom Tisch...oder?
Wäre er nicht, denn Epic will nicht einfach nur alternative Bezahlverfahren, sie wollen ihren eigenen App Store für iOS anbieten. Alternative Bezahlverfahren bedeuten nicht, dass die Apps nicht mehr aus dem App Store von Apple kommen, nur dass sie hinterher nicht Apples Bezahldienst nutzen müssen, wenn sie etwas verkaufen wollen, was aktuell nur dann geht, wenn das, was sie verkaufen, nichts direkt mit der App zu tun hat (also physische Güter oder Dienstleistungen, die nicht über die App genutzt werden).
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Weia
Weia09.03.21 14:34
Irgendwie verstehe ich das Ganze noch nicht. Das, was Phil Schiller primär ärgert, ist doch, dass die Werbung von Amazon nebenbei suggeriert, ein Wechsel zwischen iOS und Android sei unproblematisch. Was hat das denn mit der Bezahlungsmethode von Büchern zu tun? Selbst wenn ich Kindle-Bücher in iOS über Apples Bezahlsystem bezahle, so kann ich sie doch später noch immer auf einem Kindle lesen, der auf Android läuft. Das sind in meinem Verständnis zwei voneinander komplett unabhängige Gesichtspunkte.
Mecki
Zweitens wurde diese Policy nie so umgesetzt. Es war schon immer und ist auch noch aktuell erlaubt digitale Güter nicht über Apple zu bezahlen und dann trotzdem in der iOS App zu nutzen. Sie dürfen den alternativen Kaufweg lediglich nicht bewerben und müssen in der App entweder einen Kaufweg über Apple anbieten oder gar keinen:
Stimmt.
Apple kassiert unter anderem bei jedem Kauf mit, da es sie sehr viel Geld gekostet hat ein sicheres Bezahlsystem aufzubauen und auch dieses dauerhaft zu betreiben (und funktional und sicher zu halten).
Es ist ja auch völlig okay, dass Apple bei jedem Kauf, der über ihr teuer aufgebautes Bezahlsystem abgewickelt wird, einen Anteil erhält. Nicht okay ist hingegen, alle dazu zu zwingen, ihr teuer aufgebautes Bezahlsystem zu benutzen. Rewe kann schließlich auch nicht sagen, Wääh, wir haben so viel Geld in unseren neuen Supermarkt gesteckt, da darf es doch nicht sein, dass die Leute bei Lidl kaufen und wir daran gar nichts verdienen. Für Leistungen kassiert man dann und genau dann, wenn sie auch in Anspruch genommen werden, dazu darf man aber niemanden zwingen.
Und wenn Apples Zahlungssystem nicht mehr verpflichtend sein wird, wird das nicht nur Missbrauch Tür und Tor öffnen (siehe )
Dieses Argument finde ich vollkommen inakzeptabel. Freiheit ist nun einmal mit Risiko verbunden. Wir sind alles erwachsene Menschen und das Letzte, was ich will, ist, dass sich Apple als meine Nanny aufführt und vor bösen, bösen Dieben behütet, die am Ende so schlimme Dinge tun wollen wie mir Apps zu verkaufen, in denen man nackte Menschen sieht. Wer Angst vor der großen weiten Welt da draußen hat, kann doch auch in Zukunft strikt nur bei Apple kaufen; das bleibt ihm doch unbenommen.
es wird auch dazu führen, dass sich Apple das Geld anderweitig holt
Hä, welches Geld? Wenn sein Store gar nicht benutzt wird, entstehen Apple doch auch keine Kosten? Oder meinst Du, Apple will und muss seine bekanntlich viel zu billig abgegebene Hardware quersubventionieren?
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
+6
eastmac
eastmac09.03.21 14:49
Da gibt es dann eine regelrechte Fragmentierung an Stores?
0
Weia
Weia09.03.21 15:00
eastmac
Da gibt es dann eine regelrechte Fragmentierung an Stores?
So, wie es auch eine regelrechte Fragmentierung an Supermärkten gibt … Am Ende kaufst Du bisweilen gar preiswert direkt beim Hersteller – nicht auszudenken! (Obwohl, da gibt es doch dieses Ding namens Internet, wo man das angeblich ganz oft machen kann …)
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
+3
Gedankenschweif09.03.21 15:08
Weia
Es ist ja auch völlig okay, dass Apple bei jedem Kauf, der über ihr teuer aufgebautes Bezahlsystem abgewickelt wird, einen Anteil erhält. Nicht okay ist hingegen, alle dazu zu zwingen, ihr teuer aufgebautes Bezahlsystem zu benutzen. Rewe kann schließlich auch nicht sagen, Wääh, wir haben so viel Geld in unseren neuen Supermarkt gesteckt, da darf es doch nicht sein, dass die Leute bei Lidl kaufen und wir daran gar nichts verdienen. Für Leistungen kassiert man dann und genau dann, wenn sie auch in Anspruch genommen werden, dazu darf man aber niemanden zwingen.
Häh, Apples Konzept ist doch genau das, was man in jedem Rewe vorfindet.

Du gehst im Rewe einkaufen und musst dort selbstverständlich alle Produkte auch an der Rewe-Kasse bezahlen.
Es gibt im Rewe keine Sonderbereiche mit eigenen Kassen, an denen du an Rewe vorbei bezahlen kannst und im Kassenbereich kannst du auch nicht zwischen der Rewe oder Nestlé-Kasse wählen, die einen Sonderrabatt für die eigenen Produkte gewährt.
Das gleiche, einfache Konzept wie im AppleStore. Du gehst in einen Store mit einer Kasse, fertig.
-2
uwe_aus_messel09.03.21 15:14
Gedankenschweif
Häh, Apples Konzept ist doch genau das, was man in jedem Rewe vorfindet.

Du gehst im Rewe einkaufen und musst dort selbstverständlich alle Produkte auch an der Rewe-Kasse bezahlen.
Es gibt im Rewe keine Sonderbereiche mit eigenen Kassen, an denen du an Rewe vorbei bezahlen kannst und im Kassenbereich kannst du auch nicht zwischen der Rewe oder Nestlé-Kasse wählen, die einen Sonderrabatt für die eigenen Produkte gewährt.
Das gleiche, einfache Konzept wie im AppleStore. Du gehst in einen Store mit einer Kasse, fertig.

Mit dem kleinen Unterschied, dass in geringer Entfernung vom Rewe noch ein Aldi, Edeka, Netto usw. zu finden ist, in dem du deine Sachen kaufen kannst. Im AppStore hast du nur einen Laden mit einer Kasse, aber keinen weiteren Laden zur Auswahl.
+4
Gedankenschweif09.03.21 15:19
uwe_aus_messel
Mit dem kleinen Unterschied, dass in geringer Entfernung vom Rewe noch ein Aldi, Edeka, Netto usw. zu finden ist, in dem du deine Sachen kaufen kannst. Im AppStore hast du nur einen Laden mit einer Kasse, aber keinen weiteren Laden zur Auswahl.
Die immer zahlreicher werdenden Handelsmarken wie zB. JA! bekomme ich auch nur in Geschäften der jeweiligen Kette.
Aldi (war) ein gutes Beispiel. Vor ihrem aktuellen Schwenk gab es im Aldi überhaupt nur Produkte, die man ausschliesslich nur bei Aldi bekam.
Die reale Welt ist somit kaum anders als die virtuelle.
Und die "Sachen" im AppStore sind doch zum großen Teil die gleichen "Sachen" wie im PlayStore, also kann man auch virtuell in verschiedenen Läden einkaufen. Apples Apps sind dann vergleichbar mit den Handelsmarken in den Supermärkten
-3
Dunkelbier09.03.21 15:21
Weia
eastmac
Da gibt es dann eine regelrechte Fragmentierung an Stores?
So, wie es auch eine regelrechte Fragmentierung an Supermärkten gibt … Am Ende kaufst Du bisweilen gar preiswert direkt beim Hersteller – nicht auszudenken! (Obwohl, da gibt es doch dieses Ding namens Internet, wo man das angeblich ganz oft machen kann …)
Es gibt jedoch einen gewaltigen Unterschied: was passiert mit meinen Daten? Und denke nicht, daß auch nur eine App je günstiger werden wird.
-3
Weia
Weia09.03.21 16:24
Gedankenschweif
Häh, Apples Konzept ist doch genau das, was man in jedem Rewe vorfindet.
Nö, absolut nicht.
Du gehst im Rewe einkaufen und musst dort selbstverständlich alle Produkte auch an der Rewe-Kasse bezahlen.
Logisch. Niemand bestreitet, dass man im App Store zahlen muss, wenn man im App Store kauft.

Der Unterschied ist an anderer Stelle: An dem Ort, in dem ich in der realen Welt lebe, kann ich wählen, ob ich bei Rewe oder Lidl oder … kaufe. An dem Ort, in dem ich in der virtuellen Welt lebe – iOS –, muss ich im App Store kaufen und habe keine Alternative. Das ist das Problem.

Gedankenschweif
Die immer zahlreicher werdenden Handelsmarken wie zB. JA! bekomme ich auch nur in Geschäften der jeweiligen Kette.
Du kannst in der realen Welt aber problemlos andere als JA!-Produkte für denselben Zweck verwenden.
Und die "Sachen" im AppStore sind doch zum großen Teil die gleichen "Sachen" wie im PlayStore,
Das stimmt absolut nicht. Im PlayStore gekaufte Sachen sind völlig unbenutzbar, wenn man virtuell in iOS lebt.

Deine Analogie ist falsch. Korrekt wäre:

Wohnortentscheidung:
Hauskauf – Smartphone-Kauf
Läden am Ort:
Rewe – App Store
Aldi
Lidl
real
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
+1
Weia
Weia09.03.21 16:41
Dunkelbier
Weia
eastmac
Da gibt es dann eine regelrechte Fragmentierung an Stores?
So, wie es auch eine regelrechte Fragmentierung an Supermärkten gibt … Am Ende kaufst Du bisweilen gar preiswert direkt beim Hersteller – nicht auszudenken! (Obwohl, da gibt es doch dieses Ding namens Internet, wo man das angeblich ganz oft machen kann …)
Es gibt jedoch einen gewaltigen Unterschied: was passiert mit meinen Daten?
Was meinst Du damit? Dass der Software-Hersteller dann Deinen Namen kennt? Wenn das Dein Problem ist, dann kauf halt weiter Software nur bei Apple, hindert Dich doch niemand, dann weiß halt nur Apple (aber dafür dann) alles über Deine Softwarenutzung. Es gibt aber andere Menschen, denen könnte nichts egaler (oder es ihnen sogar lieb) sein, als dass der Software-Hersteller ihre Namen (und wegen der Rechnungsstellung vielleicht sogar ihre Anschrift) kennt. Dann lass denen doch die Möglichkeit, woanders zu kaufen.

Niemand will Euch, die Ihr ihn toll findet, den App Store nehmen. Aber warum wollt Ihr denen, die gerne Alternativen hätten, die nehmen, bloß weil Ihr sie nicht nutzen würdet?
Und denke nicht, daß auch nur eine App je günstiger werden wird.
Das ist (auf macOS, wo man schon heute vergleichen kann) längst der Fall, allein schon dadurch, dass es bei Direktkauf oft vergünstigte Upgrades gibt, die Apple im (Mac) App Store ja nicht zulässt. Und selbst, wenn für mich der Preis gleich bleibt, so habe ich hundertmal lieber, dass mein Geld zu 100% dem Entwickler zugute kommt als teilweise schon wieder dem reichsten Konzern der Welt, der sich auf schamlose Weise an wirklich allem und jedem bereichert (Stichwort RAM-Preise …)
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
+3
Hotzenplotz2
Hotzenplotz209.03.21 17:26
Weia
Dunkelbier
Weia
eastmac
Da gibt es dann eine regelrechte Fragmentierung an Stores?
So, wie es auch eine regelrechte Fragmentierung an Supermärkten gibt … Am Ende kaufst Du bisweilen gar preiswert direkt beim Hersteller – nicht auszudenken! (Obwohl, da gibt es doch dieses Ding namens Internet, wo man das angeblich ganz oft machen kann …)
Es gibt jedoch einen gewaltigen Unterschied: was passiert mit meinen Daten?
Was meinst Du damit? Dass der Software-Hersteller dann Deinen Namen kennt? Wenn das Dein Problem ist, dann kauf halt weiter Software nur bei Apple, hindert Dich doch niemand, dann weiß halt nur Apple (aber dafür dann) alles über Deine Softwarenutzung. Es gibt aber andere Menschen, denen könnte nichts egaler (oder es ihnen sogar lieb) sein, als dass der Software-Hersteller ihre Namen (und wegen der Rechnungsstellung vielleicht sogar ihre Anschrift) kennt. Dann lass denen doch die Möglichkeit, woanders zu kaufen.

Niemand will Euch, die Ihr ihn toll findet, den App Store nehmen. Aber warum wollt Ihr denen, die gerne Alternativen hätten, die nehmen, bloß weil Ihr sie nicht nutzen würdet?
Und denke nicht, daß auch nur eine App je günstiger werden wird.
Das ist (auf macOS, wo man schon heute vergleichen kann) längst der Fall, allein schon dadurch, dass es bei Direktkauf oft vergünstigte Upgrades gibt, die Apple im (Mac) App Store ja nicht zulässt. Und selbst, wenn für mich der Preis gleich bleibt, so habe ich hundertmal lieber, dass mein Geld zu 100% dem Entwickler zugute kommt als teilweise schon wieder dem reichsten Konzern der Welt, der sich auf schamlose Weise an wirklich allem und jedem bereichert (Stichwort RAM-Preise …)
Ich geh' jetzt schnell zu REWE, kaufe mir da ne Wurscht von ALDI, bezahle nicht bei REWE sondern überweise dem Schwarzwaldbauern 100% direkt.
Auweia, ich glaube das geht ja gar nicht.
-6
Weia
Weia09.03.21 17:37
Hotzenplotz2
Ich geh' jetzt schnell zu REWE, kaufe mir da ne Wurscht von ALDI, bezahle nicht bei REWE sondern überweise dem Schwarzwaldbauern 100% direkt.
Auweia, ich glaube das geht ja gar nicht.
Nochmal: Niemand behauptet, dass das ginge oder gehen sollte. Man bezahlt dort, wo man kauft.

Es geht nur darum, dass Du an Deinem realweltlichen Wohnort eben die Wahl hast, wo Du kaufst – bei Rewe, Aldi oder direkt beim Bauern. In iOS, Deinem virtuellen Wohnort, hast Du diese Wahl nicht, da musst Du bei Apple kaufen. Nur darum geht es.

Kann doch eigentlich nicht so schwer zu verstehen sein.
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
+4
Hotzenplotz2
Hotzenplotz209.03.21 18:00
Weia
Hotzenplotz2
Ich geh' jetzt schnell zu REWE, kaufe mir da ne Wurscht von ALDI, bezahle nicht bei REWE sondern überweise dem Schwarzwaldbauern 100% direkt.
Auweia, ich glaube das geht ja gar nicht.
Nochmal: Niemand behauptet, dass das ginge oder gehen sollte. Man bezahlt dort, wo man kauft.

Es geht nur darum, dass Du an Deinem realweltlichen Wohnort eben die Wahl hast, wo Du kaufst – bei Rewe, Aldi oder direkt beim Bauern. In iOS, Deinem virtuellen Wohnort, hast Du diese Wahl nicht, da musst Du bei Apple kaufen. Nur darum geht es.

Kann doch eigentlich nicht so schwer zu verstehen sein.
Weia, lach doch auch mal drüber, das Einzige was schwer zu verstehen ist, warum habe ich 1989, als ich vom NortonCommander zum Desktop gewechselt bin, nicht mein gesamtes Geld in Apple Aktien angelegt? 😞
+1
iBert10.03.21 01:06
Wie wollte Apple denn jetzt nun den umstieg zu Android erschweren? Dadurch dass Anbieter in iOS In-App-Käufe nur über Apples System anbieten dürfen? Jeder Anbieter darf doch seine digitale Ware über Apple verkaufen und diese dann ebenfalls für Android freigeben. Bei Steam klappt das doch auch über 3 -4 Plattformen hinweg.....
Über welche Hürde handelt denn nun dieser Bericht mit dem Apple einen Wechsel erschwert???
Objektiv ist relativ, subjektiv gesehen.
+1
FoneBone
FoneBone10.03.21 06:08
Hotzenplotz2
Ich geh' jetzt schnell zu REWE, kaufe mir da ne Wurscht von ALDI, bezahle nicht bei REWE sondern überweise dem Schwarzwaldbauern 100% direkt.
Auweia, ich glaube das geht ja gar nicht.

Wenn ein Vergleich mit dem stationären Detailhandel, dann doch eher dieser:

Du hast einen Kühlschrank von Siemens gekauft und willst diesen nun mit Milchprodukten, Gemüse und Getränken füllen. Du kannst aber nicht zu Rewe, Aldi oder Lidl gehen um einzukaufen, sondern musst alles über den Siemens-Shop beziehen.
0
Dunkelbier10.03.21 10:14
Weia

Was meinst Du damit? Dass der Software-Hersteller dann Deinen Namen kennt? Wenn das Dein Problem ist, dann kauf halt weiter Software nur bei Apple, hindert Dich doch niemand, dann weiß halt nur Apple (aber dafür dann) alles über Deine Softwarenutzung. Es gibt aber andere Menschen, denen könnte nichts egaler (oder es ihnen sogar lieb) sein, als dass der Software-Hersteller ihre Namen (und wegen der Rechnungsstellung vielleicht sogar ihre Anschrift) kennt. Dann lass denen doch die Möglichkeit, woanders zu kaufen.
Sorry. Ich will doch nicht jeder noch so kleinen Softwarklitsche meine Zahlungsdaten anvertrauen. Und ich habe unter Umständen keine Wahl mehr. Denn ich kann das Produkt, daß ich gerne hätte vielleicht nicht kaufen, weil mir das zu suspekt ist, der Hersteller es aber nur in seinem System anbietet. Der riesengroße Vorteil des App-Stores ist für mich: sorgenfreies Einkaufen. Kein Spam, keine Belästigung. Kein Missbrauch meiner Daten. Und ich muß nur an einer Stelle suchen.
Niemand will Euch, die Ihr ihn toll findet, den App Store nehmen. Aber warum wollt Ihr denen, die gerne Alternativen hätten, die nehmen, bloß weil Ihr sie nicht nutzen würdet?
Weil es in Wahrheit keine Alternativen sind. Alternativ wäre es nur dann, wenn trotzdem zusätzlich alles im Appstore angeboten werden müsste. Inkl. der Abrechnung über Apple, versteht sich.
Das ist (auf macOS, wo man schon heute vergleichen kann) längst der Fall, allein schon dadurch, dass es bei Direktkauf oft vergünstigte Upgrades gibt, die Apple im (Mac) App Store ja nicht zulässt. Und selbst, wenn für mich der Preis gleich bleibt, so habe ich hundertmal lieber, dass mein Geld zu 100% dem Entwickler zugute kommt als teilweise schon wieder dem reichsten Konzern der Welt, der sich auf schamlose Weise an wirklich allem und jedem bereichert (Stichwort RAM-Preise …)
Wo denn, z.B.? Und glaubst Du ernsthaft, es bleiben mehr als 70% übrig, wenn ich den Vertrieb, die Abrechnungs- und Reklamationsverwaltung, Kundendatenverwaltung etc. alles selbst stemmen muß? Nur bei den ganz großen vielleicht. Btw. könnte es deswegen günstiger sein, um Dir deine ganzen Daten zu entlocken…

Sollte wirklich dieses Szenario eintreten, daß Apple nur einer von vielen ist, wird sich wohl mein Softwareportfolio sehr viel weniger erweitern. Schade für die Entwickler.
0
TorstenW10.03.21 14:14
Ich sehe das tatsächlich auch etwas anders als einige Mitschreiber hier.

Zu den Beispielen die genannt wurden und die ich prinzipiell auch anschaulich finde:

Supermarkt: Viele sagen man hat die einfache Wahl zwischen Rewe, Aldi etc.
Was ist, wenn die nicht in Reichweite sind? Nehmen wir an, ich wohne Auf dem Dorf und habe hier nur einen Aldi. Jetzt bin ich mehr oder minder gezwungen dort einzukaufen ODER ich nehme eine weitere Mühe auf mich, fahre in die Stadt und habe dort mehr Auswahl.
So sehe ich die Situation mit iOS und Android: Wenn ich im Apple-Dorf lebe, habe ich immer noch die Wahl in die Android-Stadt zu fahren und habe da sämtliche Vor- und Nachteile einer offenen Plattform.
Das ist letztlich auch die Frage die es da immer zu klären gibt: Was genau ist der Markt? Ist der Markt "iOS", dann hat Apple ein Monopol und sollte gezwungen werden dies aufzulösen. Ist der Markt "Betriebssysteme auf mobilen Endgeräten", dann ist Apple weit von einem Monopol entfernt und jeder hat die freie Wahl.

Es ist dasselbe mit dem Samsung Kühlschrank, der es nur erlaubt bei Samsung Lebensmittel zu kaufen: Ich habe vorab die Wahl ein Gerät einer anderen Firma (Android) zu kaufen, dass es mir erlaubt meine Lebensmittel überall zu beziehen. Diese Wahl habe ich vorher. Wenn ich mir dann dennoch einen Samsung Kühlschrank mit dieser Einschränkung kaufe, ist das eine bewusste Entscheidung und es ergibt für mich keinen Sinn dann Samsun zu verklagen, dass sie sich für andere Hersteller öffnen sollen. Der freie Markt sollte hier entscheiden: Entweder ist die Einschränkung durch Samsung so groß, dann kauft keiner mehr die Geräte oder es gibt eben auch Vorteile, die die Nachteile überwiegen. Aber ich habe die freie Entscheidung mir ein anderes gerät zu kaufen.

Der nächste Punkt, den @Weia hier mehrmals anspricht:
Es ist nicht klar, ob alle Apps dann Apples Bezahldienst UND einen anderen anbieten können/müssen oder ob sie nicht auch Apples Bezahldienst links liegen lassen können. Diese Frage sehe ich nicht geklärt. Weia geht hier davon aus, dass man immer auch über Apple bezahlen kann. Ich sehe das nicht zwangsläufig so..
Ich sehe dann nämlich eher die Entwicklung, dass viele Anbieter auf alternative Dienste wechseln und Apples Dienst gar nicht mehr anbieten.
Warum sollte jemand seine App für 10€ über Apple verkaufen, wo er 30/15% abgeben muss, wenn er sie auch einfach über $Bezahldienst verkaufen kann, wo er deutlich weniger Gebühren bezahlt?
Oder es endet dann so:
Tolle App: 10€ mit $Bezahldienst, 13€ mit Apple Pay..

Ich bin auch eher skeptisch und sehe tatsächlich auch die Vorzüge eines App Stores, wo ich nur einem Anbieter meine Kartendaten geben muss und mich zumindest auf eine gewisse Kulanz im Problemfall verlassen kann.
Was passiert, wenn ich eine App im App Store kaufe aber nicht über Apple bezahle und irgendetwas klappt nicht? Renn ich zu Apple und Apple schickt mich dann zu $Bezahldienst, weil sie sagen "Hast du ja gar nicht bei uns gekauft, klär das mit denen"?
Für mich hängen da wirklich noch eine ganze Reihe an Problemen dran, die einfach umgangen werden, dadurch, dass alles einheitlich über ein System abgewickelt wird.
Wer Freiheit und multiple App Stores etc pp haben möchte, soll doch wirklich einfach zu Android gehen..
+2
caba
caba10.03.21 14:15
Weia
Nochmal: Niemand behauptet, dass das ginge oder gehen sollte. Man bezahlt dort, wo man kauft.

Eben nicht. Epic, Spotify und Co. wollen das weltweite Distributionsnetz aka AppStore nutzen, aber dort ihre eigene Kasse aufstellen. Also fremde Infrastruktur nutzen, aber nicht zum Unterhalt beitragen. Nennt man Schmarotzer.

Die DB verlangt auch Gebühren von fremden Eisenbahnunternehmen, wenn die auf den DB-eigenen Schienen fahren. Denn die DB kümmert sich um Erhalt und Wartung der Schienen.
Weia
Kann doch eigentlich nicht so schwer zu verstehen sein.
Genau. 😉
Meinungen sind keine Ideen, Meinungen sind nicht so wichtig wie Ideen, Meinungen sind nur Meinungen. (J. Ive)
+2
teorema67
teorema6710.03.21 16:58
caba
... Denn die DB kümmert sich um Erhalt und Wartung der Schienen.

Das ist eine recht kühne Behauptung
OK, überwiegend kümmert sich die DB, zumindest dort, wo ICEs fahren.

Das Beispiel ist dennoch gut, denn tatsächlich stellen die Unternehmen, die die Infrastruktur der DB nutzen, selbstverständlich ihre eigenen Kassen auf. Sie zahlen der DB Netz die Streckennutzung, aber nicht 30 % oder sonst eine Pauschale auf die Bruttoeinnahmen.
Ich möchte nicht, dass jemand vor mir Katzenbilder ins Internet stellt (Glenn Quagmire)
0
Weia
Weia10.03.21 17:10
Dunkelbier
Sorry. Ich will doch nicht jeder noch so kleinen Softwarklitsche meine Zahlungsdaten anvertrauen.
Und das müsstest Du warum? Schon mal was von PayPal gehört? Von den renommierten und über jeden Zweifel erhabenen großen Zahlungsabwicklern wie Paddle oder Faststspring, die Drittanbieter außerhalb des App Stores gerne benutzen?

Nochmal zum Mitschreiben: Du willst also unbedingt Software von einem Hersteller auf Deinem Rechner ausführen können, dem Du andererseits derart wenig Vertrauen entgegenbringst, dass Du ihn als „Klitsche“ diffamierst und Deine Zahlungsdaten nicht anvertrauen willst?
Und ich habe unter Umständen keine Wahl mehr. Denn ich kann das Produkt, daß ich gerne hätte vielleicht nicht kaufen, weil mir das zu suspekt ist, der Hersteller es aber nur in seinem System anbietet.
Ja, dann hast Du halt in einigen Fällen keine Wahl mehr. (Dafür haben sie dann endlich andere überhaupt mal.) Entweder vertraust Du dem Hersteller und kaufst seine Software ggf. auch bei ihm, oder Du vertraust ihm nicht, dann solltest Du seine Software auch nicht auf Deinem Mac laufen lassen.

Außerdem halte ich das für ein Strohmann-Argument. Die wenigsten Anbieter, deren Software überhaupt im App Store vertrieben werden darf, werden sich diesen zusätzlichen Distributionskanal und damit Käufer wie Dich entgehen lassen.
Der riesengroße Vorteil des App-Stores ist für mich: sorgenfreies Einkaufen. Kein Spam, keine Belästigung. Kein Missbrauch meiner Daten. Und ich muß nur an einer Stelle suchen.
Findest aber leider prinzipiell keine Programme, die Dinge können, die der App Store verbietet, und bringst Dich so künstlich um viele Möglichkeiten – z.B. das hervorragende macOS-Adminstrationsprogramm TinkerTool System des auch hier im Forum hochgeschätzten Marcel Bresink, das aufgrund seiner Fähigkeiten nicht im App Store vertrieben werden darf und das Du daher bei ihm direkt kaufen müsstest, in seiner „Klitsche“, wie Du es formulierst (was für eine unsäglich diffamierende Wortwahl …).

Dieses Problem würde mit alternativen App Stores sicherlich besser: Du müsstest zwar an zwei oder drei Stellen suchen, fändest dafür aber auch Programme, die Dir jetzt prinzipiell entgehen.
Niemand will Euch, die Ihr ihn toll findet, den App Store nehmen. Aber warum wollt Ihr denen, die gerne Alternativen hätten, die nehmen, bloß weil Ihr sie nicht nutzen würdet?
Weil es in Wahrheit keine Alternativen sind. Alternativ wäre es nur dann, wenn trotzdem zusätzlich alles im Appstore angeboten werden müsste. Inkl. der Abrechnung über Apple, versteht sich.
Du willst also allen Ernstes Anbieter in einer freien Welt zwingen, ihre Programme auch via App Store anzubieten, nur damit Dir nicht die geringsten Einschränkungen in der Auswahl von Programmen entstehen? Was hast Du denn bitte für ein Verständnis von Freiheit und Alternativen? Was machst Du denn mit Hardware-Zubehör für Macs, das nicht im Apple Store angeboten wird? Würdest Du deren Hersteller (und Apple) am liebsten auch zwingen, all diese Produkte im Apple Store anzubieten?

Die ganze Welt muss nach Deiner Façon selig werden, alle Menschen auf der ganzen Welt, die Deine Datenschutzphobie nicht teilen, müssen auf jegliche Alternativen verzichten, damit Du garantiert alles, was es gibt, ohne jedwede numinose Bedrohung (außer Apples goldenem Käfig) im App Store kaufen kannst und dennoch ja nicht auch nur ein Programm nicht mehr bekommst (von einem Hersteller, dem Du aber gar nicht traust …)? Alternative heißt für Dich, dass Du nicht die allergeringsten Einschränkungen hast und alle anderen dafür massive? Mir graust vor Deinem Verständnis von Gesellschaft.

Die Welt ist groß, unübersichtlich und voller Gefahren. Man nennt das auch Vielfalt oder Leben. Werd’ mal erwachsen und lerne, damit umzugehen.
Das ist (auf macOS, wo man schon heute vergleichen kann) längst der Fall, allein schon dadurch, dass es bei Direktkauf oft vergünstigte Upgrades gibt, die Apple im (Mac) App Store ja nicht zulässt. […]
Wo denn, z.B.?
Überall außerhalb des App Stores? Verbilligte Upgrade-Preise sind absolute gängige Praxis beim Handel mit Software überall auf der Welt – außer eben im App Store. Auf welchem Planeten lebst Du, dass Du das nicht weißt? Auf Appstoria im Gestirn Apple IV?
Und glaubst Du ernsthaft, es bleiben mehr als 70% übrig, wenn ich den Vertrieb, die Abrechnungs- und Reklamationsverwaltung, Kundendatenverwaltung etc. alles selbst stemmen muß?
Das hängt davon ab, wie effizient der Anbieter diese Prozesse selbst abwickeln kann bzw. welchen Dienstleister er sich für die Abwicklung sucht. Wie oben schon erwähnt, heißt doch der Verzicht auf Apple als Zahlungsdienstleister nicht, dass der Anbieter alles selbst machen muss, denn es gibt außer Apple eben noch zahlreiche andere Zahlungsdienstleister.

Das ist das Schöne an einer freien Gesellschaft: Jeder kann den für seine Situation optimalen Weg wählen: Eigenvertrieb, App Store, alternativer Zahlungsdienstleister … Aber woher sollst Du das wissen? Mit Freiheit (jedenfalls der der anderen) hast Du es ja offenbar nicht so …
Nur bei den ganz großen vielleicht. Btw. könnte es deswegen günstiger sein, um Dir deine ganzen Daten zu entlocken…
Meine ganzen Daten? Meinen Namen und meine Anschrift, die in jedem Telefonbuch stehen. Voll der Wahnsinn. 🙄

Und Apple, die mehr Daten als jeder andere von mir haben, entlockt mir natürlich keine Daten, nein, niemals, das sind immer die Guten …
Sollte wirklich dieses Szenario eintreten, daß Apple nur einer von vielen ist, wird sich wohl mein Softwareportfolio sehr viel weniger erweitern. Schade für die Entwickler.
Ich glaube, die können den Ausfall von Kunden wie Dir verschmerzen.
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
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Mecki
Mecki10.03.21 17:53
Weia
Es geht nur darum, dass Du an Deinem realweltlichen Wohnort eben die Wahl hast, wo Du kaufst
Und die hast du bei Apps auch. Du musst du nur das passende Endgerät besitzen. Auch realweltlich kannst du nicht bei Metro kaufen, wenn du keine Metrokarte besitzt. Auch realweltlich kannst nicht in einem Supermarkt kaufen, den man nur mit einem Auto erreichen kann, wenn du kein Auto besitzt. Es gibt also auch in der realen Welt Voraussetzungen, die man erfüllen muss, wenn man an bestimmten Orten kaufen möchte, sonst kann man da nicht kaufen. Wenn du also Whatsapp nicht von Apple kaufen willst, brauchst du nur ein Android SmartPhone und schon kannst du es nicht von Apple kaufen, das ist dein Auto bzw. deine Metrokarte. Und niemand hindert dich daran dir so ein Gerät zu besorgen, auch Apple nicht.

Es geht hier also nicht darum, dass du irgendwas nicht tun könntest, es geht hier nur darum, dass du Wunschkonzert möchtest. Du könntest es schon tun, aber du möchtest es anders tun als du aktuell könntest. Du möchtest einfordern, dass jeder bei Metro kaufen darf und dass jeder Supermarkt verpflichtet ist Waren zu dir nach Haus zu schicken, wenn man den nicht per ÖPNV erreichen kann. Das ist aber was ganz anderes. Hier geht es nicht um "kann nicht", hier geht es um "ich wünsche mir".

Und wünschen kann sich viel. Ich würde mir auch wünschen, dass mein Auto über den Stau fliegen kann. Aber deswegen habe ich kein Recht das einzufordern und der Hersteller meines Autos wird dann zu Recht sagen "Tja, da hätten sie sich eben ein Flugzeug kaufen müssen". Mein Auto kann nicht fliegen und dein iPhone kann nicht Apps bei Google kaufen. Aber ich kann mir ein Flugzeug kaufen, wenn ich fliege will und du kannst dir ein Android SmartPhone kaufen, wenn du Apps bei Google kaufen möchtest.

Kann doch eigentlich nicht so schwer zu verstehen sein.
+1
Mecki
Mecki10.03.21 17:58
FoneBone
Du hast einen Kühlschrank von Siemens gekauft und willst diesen nun mit Milchprodukten, Gemüse und Getränken füllen. Du kannst aber nicht zu Rewe, Aldi oder Lidl gehen um einzukaufen, sondern musst alles über den Siemens-Shop beziehen.
Aber wenn du das nicht willst, dann kaufst du dir halt einfach keinen Kühlschrank von Siemens, sondern einen wo du Waren von Rewe, Aldi oder Lidl reinlegen kannst. Wo ist jetzt das Problem? Wo sind denn die Kunden, die nicht vorab wussten, dass man Apps nur bei Apple bekommt, wenn man ein iPhone kauft und die das erst in der Benutzung erfahren haben und die sich aber massiv daran stören? Zeig mir doch mal so einen Kunden? Ich habe noch nie einen getroffen, nicht mal online. Und was genau hindert diesen Kunden jetzt daran, sein iPhone zu verkaufen und sich vom Erlös ein Android SmartPhone zu kaufen und damit glücklich zu werden? Erkläre mir das bitte mal?
+1
Weia
Weia10.03.21 18:02
TorstenW
So sehe ich die Situation mit iOS und Android: Wenn ich im Apple-Dorf lebe, habe ich immer noch die Wahl in die Android-Stadt zu fahren und habe da sämtliche Vor- und Nachteile einer offenen Plattform.
Nö, so funktioniert die Analogie nicht. Du müsstest in die Android-Stadt umziehen. Das macht man aber nicht mal eben so.
Das ist letztlich auch die Frage die es da immer zu klären gibt: Was genau ist der Markt?
Ja, das ist eine entscheidende Frage, die zum Kern der Diskussion führt: Der Markt ist eine technische Plattform, auf der eine gesamte, universelle Infrastruktur aufbaut. Das ist jedenfalls für den Endverbraucher-Markt eine neue Situation, die es vor Computern mit ihrer universalen Erweiterbarkeit so nicht gab, weswegen viele der üblichen Vergleiche einfach hinken.
Es ist dasselbe mit dem Samsung Kühlschrank, der es nur erlaubt bei Samsung Lebensmittel zu kaufen:
Aber das ist eine offenkundig absurde Vorstellung. Ein solcher Kühlschrank würde niemals akzeptiert, weder vom Markt noch von den Wettbewerbshütern. Genau das zeigt, wie widersinnig Apples App-Store-Monopol ist (wo die Absurdität offenbar nicht so offensichtlich ist).
Ich habe vorab die Wahl ein Gerät einer anderen Firma (Android) zu kaufen, dass es mir erlaubt meine Lebensmittel überall zu beziehen. Diese Wahl habe ich vorher. Wenn ich mir dann dennoch einen Samsung Kühlschrank mit dieser Einschränkung kaufe, ist das eine bewusste Entscheidung und es ergibt für mich keinen Sinn dann Samsun zu verklagen, dass sie sich für andere Hersteller öffnen sollen.
Unrechtmäßige Handlungen werden nicht dadurch rechtmäßig, dass Du von der Unrechtmäßigkeit von Anfang an Kenntnis hattest.
Der freie Markt sollte hier entscheiden: Entweder ist die Einschränkung durch Samsung so groß, dann kauft keiner mehr die Geräte oder es gibt eben auch Vorteile, die die Nachteile überwiegen. Aber ich habe die freie Entscheidung mir ein anderes gerät zu kaufen.
Und genau das stimmt für Plattformen mit ihrer komplexen Infrastruktur und entsprechenden Abhängigkeiten eben nicht. Jemand, der seit Jahren (lange, bevor es Smartphones überhaupt gab) in die Mac-Infrastruktur investiert hat, kann nicht ohne erhebliche Nachteile ein Android-Smartphone kaufen. Das ist ein völlig wohlfeiles und praxisfernes Argument, weswegen es für Plattformen eben eigener rechtlicher Leitlinien bedarf.

Deshalb beharre ich so auf dem Aspekt mit dem Hauskauf im Wohnort seiner Wahl: Denn wie eine IT-Plattform wechselt man auch eine Immobilie nicht mal eben einfach so. Weswegen z.B. auch keine Wettbewerbsbehörde der Welt Preisabsprachen aller Anbieter an einem Ort aufgrund des Hinweises dulden würde, dass es im Nachbarort diese Absprachen nicht gäbe.
Warum sollte jemand seine App für 10€ über Apple verkaufen, wo er 30/15% abgeben muss, wenn er sie auch einfach über $Bezahldienst verkaufen kann, wo er deutlich weniger Gebühren bezahlt?
Weil ihm sonst die Kunden entgehen, die ausschließlich im App Store kaufen wollen?
Tolle App: 10€ mit $Bezahldienst, 13€ mit Apple Pay..
Ist doch wunderbar: Wem der der Kauf via App Store so wichtig ist, der zahlt gerne den entsprechenden Aufpreis, die anderen gehen zum „Discounter“. So ist jedem geholfen. Wo ist das Problem?
Ich bin auch eher skeptisch und sehe tatsächlich auch die Vorzüge eines App Stores, wo ich nur einem Anbieter meine Kartendaten geben muss
Nutze PayPal oder ApplePay und Du musst keinem Anbieter Deine Kartendaten geben …
und mich zumindest auf eine gewisse Kulanz im Problemfall verlassen kann.
Apple kulanter als andere Händler? Da würde ich aber mal vom genauen Gegenteil ausgehen.
Was passiert, wenn ich eine App im App Store kaufe aber nicht über Apple bezahle
Herrje, wenn Du eine App im App Store kaufst, dann bezahlst Du sie natürlich auch im App Store. Nur wenn Du sie woanders kaufst, bezahlst Du sie auch dort. Das ist wie mit jeder anderen Ware auf der Welt auch.
Wer Freiheit und multiple App Stores etc pp haben möchte, soll doch wirklich einfach zu Android gehen..
Das ist eben nicht einfach. Freiheit der Stores ist ein einzelner von zahlreichen Aspekten, die die beiden Plattform unterscheiden. Es ist oftmals einfach nicht möglich oder inakzeptabel aufwändig, wegen diesem einen Aspekt die ganze Plattform zu wechseln.

Geh doch nach drüben ist ein Totschlagsargument. Kritik an einzelnen Vorgehensweisen von Apple muss möglich sein.
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
-1
Weia
Weia10.03.21 18:14
Mecki
Weia
Es geht nur darum, dass Du an Deinem realweltlichen Wohnort eben die Wahl hast, wo Du kaufst
Und die hast du bei Apps auch. Du musst du nur das passende Endgerät besitzen.
Das passende Endgerät ist in dieser Analogie der Wohnort. Und den kann man eben nicht mal einfach wechseln, nur weil es am Wohnort einen einzelnen Missstand gibt. Stattdessen wird man darauf hinarbeiten, diesen spezifischen Missstand abzustellen.
Es geht hier also nicht darum, dass du irgendwas nicht tun könntest, es geht hier nur darum, dass du Wunschkonzert möchtest.
Was Du Wunschkonzert nennst, nenne ich elementare Verbraucherrechte. Und ja, ich will in einer Welt leben, wo es die gibt, und nicht in einer Wildwestwelt, wo jemand wie Apple alles darf, nur weil es das kann.
Und wünschen kann sich viel.
Richtig. Manches davon ist in einer freien Gesellschaft gerechtfertigt, anderes nicht (oder es ist schlicht physikalisch unmöglich). Der Hinweis darauf, dass manche Wünsche unsinnig sind, heißt nicht, dass alle Wünsche unsinnig sind. Was ist das denn für Logik?
Kann doch eigentlich nicht so schwer zu verstehen sein.
Sollte man meinen.
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
-1
bjtr
bjtr10.03.21 19:44
Jobs wollte auch mal den nuklearen Krieg gegen Android ...
Soon there will be 2 kinds of people. Those who use computers, and those who use Apples.
+1
Dunkelbier10.03.21 19:54
Weia
Und das müsstest Du warum? Schon mal was von PayPal gehört? Von den renommierten und über jeden Zweifel erhabenen großen Zahlungsabwicklern wie Paddle oder Faststspring, die Drittanbieter außerhalb des App Stores gerne benutzen?
Ich will keinen beschissenen Paypal-Account. Das ist es ja gerade. Der eine macht so, der andere so. Ich hab da keinen Bock drauf. Es geht hier um ein Handy.
Nochmal zum Mitschreiben: Du willst also unbedingt Software von einem Hersteller auf Deinem Rechner ausführen können, dem Du andererseits derart wenig Vertrauen entgegenbringst, dass Du ihn als „Klitsche“ diffamierst und Deine Zahlungsdaten nicht anvertrauen willst?
Ja, das ist so. Erst recht auf meinem Telefon. Die Apps werden dort immerhin geprüft. Auch wenn das nicht wasserdicht ist. Und auch auf dem Mac kaufe nur noch im Appstore.
Ja, dann hast Du halt in einigen Fällen keine Wahl mehr. (Dafür haben sie dann endlich andere überhaupt mal.) Entweder vertraust Du dem Hersteller und kaufst seine Software ggf. auch bei ihm, oder Du vertraust ihm nicht, dann solltest Du seine Software auch nicht auf Deinem Mac laufen lassen.
Es geht hier nicht um den Mac. Es geht hier um iOS.
Findest aber leider prinzipiell keine Programme, die Dinge können, die der App Store verbietet, und bringst Dich so künstlich um viele Möglichkeiten – z.B. das hervorragende macOS-Adminstrationsprogramm TinkerTool System des auch hier im Forum hochgeschätzten Marcel Bresink, das aufgrund seiner Fähigkeiten nicht im App Store vertrieben werden darf und das Du daher bei ihm direkt kaufen müsstest, in seiner „Klitsche“, wie Du es formulierst (was für eine unsäglich diffamierende Wortwahl …).
Ich hatte noch nie Bedarf an solcher Software. Das geht ohnehin fast alles mit Boradmitteln. Und auch hier wieder ist das für iOS irrelevant. Und wäre dort sowieso nutzlos.
Dieses Problem würde mit alternativen App Stores sicherlich besser: Du müsstest zwar an zwei oder drei Stellen suchen, fändest dafür aber auch Programme, die Dir jetzt prinzipiell entgehen.
Also alles verkompliziert.
Du willst also allen Ernstes Anbieter in einer freien Welt zwingen, ihre Programme auch via App Store anzubieten, nur damit Dir nicht die geringsten Einschränkungen in der Auswahl von Programmen entstehen? Was hast Du denn bitte für ein Verständnis von Freiheit und Alternativen? Was machst Du denn mit Hardware-Zubehör für Macs, das nicht im Apple Store angeboten wird? Würdest Du deren Hersteller (und Apple) am liebsten auch zwingen, all diese Produkte im Apple Store anzubieten?
Alternative heißt für mich andere Plattform kaufen. Ich habe das iPhone u.A. bewusst deswegen gekauft. Ein Store, ein Abieter. Alle verfügbare Software aus halbwegs sicherer Quelle gibt es dort.

Ich habe hier noch ein so Fire-Schrott-Tablet. Weißt Du was da passiert, wenn Du den Haken "Alternative Stores zulassen" anhakst? Du verliert jegliche Garantie. Jeden Support. Einfach ausgedrückt: Du hast da nur eine vorgetäuschte keine Wahl. Ich konnte deswegen nicht mal den Chrome laden.
Die ganze Welt muss nach Deiner Façon selig werden, alle Menschen auf der ganzen Welt, die Deine Datenschutzphobie nicht teilen, müssen auf jegliche Alternativen verzichten, damit Du garantiert alles, was es gibt, ohne jedwede numinose Bedrohung (außer Apples goldenem Käfig) im App Store kaufen kannst und dennoch ja nicht auch nur ein Programm nicht mehr bekommst (von einem Hersteller, dem Du aber gar nicht traust …)? Alternative heißt für Dich, dass Du nicht die allergeringsten Einschränkungen hast und alle anderen dafür massive? Mir graust vor Deinem Verständnis von Gesellschaft.
Es geht hier um ein Handy. Um nichts anderes. Ich will, daß dort nicht gezwungen werde, nutzloses Schlagenöl zu installieren, weil viele Software dann versuchen wird, mit allen Mitteln an Daten heranzukommen.
Die Welt ist groß, unübersichtlich und voller Gefahren. Man nennt das auch Vielfalt oder Leben. Werd’ mal erwachsen und lerne, damit umzugehen.
Habe ich. Indem ich eine halbwegs sichere Handyplattform kaufe.

Überall außerhalb des App Stores? Verbilligte Upgrade-Preise sind absolute gängige Praxis beim Handel mit Software überall auf der Welt – außer eben im App Store. Auf welchem Planeten lebst Du, dass Du das nicht weißt? Auf Appstoria im Gestirn Apple IV?
Nenne mal ein paar Beispiele. Ich benutze einfach Gutscheinkarten mit Rabatt. Da habe ich die Prozente auf allen Apps. Bei iOS irrelevant.
Das hängt davon ab, wie effizient der Anbieter diese Prozesse selbst abwickeln kann bzw. welchen Dienstleister er sich für die Abwicklung sucht. Wie oben schon erwähnt, heißt doch der Verzicht auf Apple als Zahlungsdienstleister nicht, dass der Anbieter alles selbst machen muss, denn es gibt außer Apple eben noch zahlreiche andere Zahlungsdienstleister.
Zahlen bitte. Soweit ich weiß blieben früher beim Softwareverkauf sehr viel weniger hängen als 70%
Das ist das Schöne an einer freien Gesellschaft: Jeder kann den für seine Situation optimalen Weg wählen: Eigenvertrieb, App Store, alternativer Zahlungsdienstleister … Aber woher sollst Du das wissen? Mit Freiheit (jedenfalls der der anderen) hast Du es ja offenbar nicht so …
Doch, aber nicht, wenn alles sinnlos überreguliert wird. Wenn Du das alles willst: Android oder Konsortien kaufen.
Meine ganzen Daten? Meinen Namen und meine Anschrift, die in jedem Telefonbuch stehen. Voll der Wahnsinn. 🙄
Ich stehe in keinem Telefonbuch. Und will ich auch nicht. Die Diskussion ist sinnlos, wenn Du jedem dahergelaufenen offenbar Deine Daten hinterherschmeißt.
Und Apple, die mehr Daten als jeder andere von mir haben, entlockt mir natürlich keine Daten, nein, niemals, das sind immer die Guten …
Die haben sie bei mit bereits seit Jahrzehnten. Und ja, ich vertraue denen mehr als so ziemlich vielen anderen.
Ich glaube, die können den Ausfall von Kunden wie Dir verschmerzen.
Das werden wir sehen, ob ich der einzige sein werde.
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