Mac Pro: Apple entwickelte "Extreme-Chips", die nie kamen – und sogar neue Intel-Version


Die leistungsfähigste Ausführung von M-Chips trägt den Zusatz "Ultra" – bislang erschienen derlei Versionen für den M1, M2 und den M3. Ein M5 Ultra ist angeblich für Ende 2026 oder Anfang 2027 vorgesehen und dürfte in den nächsten Mac Studio wandern (siehe
Artikel). Vor wenigen Jahren kursierten zahlreiche Berichte, dass Apple außerdem noch eine Extreme-Variante plane, welche aus zwei Ultra-Chips und somit faktisch aus vier Max-Versionen bestehen sollte. Mark Gurman
zufolge hatte es sich dabei nicht nur um eine Idee, sondern um ein konkretes, fertiggestelltes Projekt gehandelt.
Preis zu hoch, Zielgruppe zu kleinSowohl ein M2 Extreme als auch ein M3 Extreme seien demnach weitgehend marktreif gewesen. Als Ziel galt der Einsatz im Mac Pro, um diesen ganz eindeutig als Top-Modell zu positionieren. Obwohl der Einführung rein technisch nichts mehr im Wege stand, entschied sich Apple aber dazu, die High-End-Chips nicht zu veröffentlichen. Gleich zwei Gründe ließen das Unternehmen zum Entschluss kommen, nicht mit den Extreme-Varianten anzutreten: hohe Produktionskosten und sehr geringe Nachfrage nach entsprechenden Konfigurationen. Wie man inzwischen weiß, war die Entscheidung jedoch noch weitreichender, denn Apple verzichtete gänzlich auf die Entwicklung eines neuen Mac Pro und stellte die Modellreihe stattdessen komplett ein.
...und ein weiterer Mac Pro mit Intel-ProzessorenNoch kurioser ist allerdings ein anderer Teil aus Gurmans Bericht. So wollte Apple demnach nicht nur einen Mac Pro mit M3 Ultra/Extreme vorstellen, sondern entwickelte gleichzeitig eine weitere Intel-basierende Version. Dieser hätte sich an solche Nutzer gerichtet, die weiterhin auf Hardware-/Software-Funktionen angewiesen sind, welche es auf ARM-Macs nicht gibt. Offensichtlich hielt man die Zielgruppe aber für ebenso überschaubar wie im Falle der Extreme-Chips – und brachte keinen weiteren Mac Pro mit Intel mehr auf den Markt. Die mit M3 ausgestattete Variante sah Apple ursprünglich für Anfang 2025 vor, also zusammen mit dem Mac Studio.