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Scharfe Kritik: Microsoft Office 2019 und der "Selbstzerstörung-Modus"

Irgendwann läuft Software einfach nicht mehr, was aber meistens damit zusammenhängt, dass zwischen Kauf und dem aktuellen Tag zahlreiche Systemupdates lagen. Würde man das Programm in der damaligen Umgebung ausführen, würde auch alles unverändert klappen. Im Falle von Microsoft Office 2019 geht Microsoft allerdings einen Weg, der in Kommentaren oft als "Selbstzerstörungsmodus" bezeichnet wird. Scheiterten frühere Versionen ebenfalls teils an Aktivierungs- und Zertifikatsproblemen, so soll Office 2019 für Mac bewusst in einen "Reduced Functionality Mode" wechseln.


Ab Mitte Juli: "Eingeschränkter Modus" ohne Neuanlegen
Office 2019 für Mac fällt ab dem 13. Juli 2026 in besagten eingeschränkten Funktionsmodus, weil ein Zertifikat abläuft. Danach sollen Word, Excel, PowerPoint & Co. weiterhin Dokumente öffnen können, aber keine Bearbeitung und keine Neuerstellung mehr erlauben. Betroffen ist Office 2019 für Mac, dessen letzte unterstützte Version 16.78 war – die nötige Zertifikatserneuerung steckt erst in Version 16.83, die Office 2019 nicht mehr erhält. Ein Kritikpunkt daran: Microsoft hat das Zertifikat offenbar erneuert, aber eben nur über ein Update, das Office 2019 nicht mehr bekommt. Microsoft 365 und Office 2021/2024 sind damit aus dem Schneider, Office 2019 bleibt außen vor. Eine Neuinstallation hilft daher nicht, Microsoft verweist stattdessen auf Microsoft 365, Office 2024 oder Web-Apps.

Supportseite sprach früher davon, dass Apps weiter funktionieren
Unglücklich erscheint Microsofts eigene Kommunikation. Die Supportseite zu Office 2019 für Mac wurde kürzlich aktualisiert. Dort steht zwar weiterhin, der Support sei bereits am 10. Oktober 2023 ausgelaufen und Nutzer erhielten keine Updates mehr – doch die Aussage, besagte Apps funktionieren dennoch weiter, fehlt nun. Stattdessen heißt es, Daten gingen nicht verloren und könnten in einem unterstützten Microsoft-365- oder Office-Produkt geöffnet werden.

Scharfe Kritik an de-facto-Deaktivierung von Kaufsoftware
Support-Ende für Software ist ganz alltäglich, denn kein Hersteller kann sämtliche historische Versionen unverändert lauffähig halten. Keine Sicherheitsupdates oder Fehlerbehebungen sowie kein Anspruch auf technischen Support mehr sind bei alter Software irgendwann erwartbar. Nicht so normal wirkt aber, dass eine Kaufsoftware wegen eines ablaufenden Zertifikats aktiv Bearbeitungsfunktionen verliert, obwohl sie technisch auf vielen Macs noch problemlos laufen würde. Genau deshalb fällt die Kritik so scharf aus. Der Ausfall ist eben nicht Folge einer macOS-Inkompatibilität, sondern einer Lizenz-/Zertifikatskette, für die Microsoft zwar eine Lösung hat, diese aber nicht an Office-2019-Nutzer ausliefert. Wohlgemerkt bei Kaufsoftware eines Unternehmens mit enormen Kapazitäten, nicht solcher, die man per Abo bezogen hat und nicht mehr bezahlen möchte.

Kommentare

Fucko03.06.26 13:32
Sind die so stumpf und tun jetzt ganz überrascht, dass das so schlechte Kritik gibt, oder ist es denen einfach egal? Wenn ich potentieller Kunde wäre, würde ich jetzt auch zweimal nachdenken, ob ich da noch was kaufen würde.
Bin ich natürlich nicht. Ich kotze schon genug, wenn ich das beruflich nutzen muss. Word-Dokumente, die ab mehr als 10 Seiten im Änderungsmodus ständig abschmieren und Excel, das aus beliebigen Zahlen ein Datum macht, ohne dass man es zwingend merkt, sind nur zwei Dinge, wieso ich niemals dafür zahlen würde.
Ich hoffe, das wir in Zukunft europäische Alternativen haben und damit endlich abschließ0en können. Sorry, ich rege mich jeden Tag über die Unzulänglichkeiten der Softwarfe auf, dass ich das loswerden musste.
+6
STB
STB03.06.26 13:34
Wir haben reichlich Alternativen. Open Office, libre Office, Numbers, Pages.
Nutzen leider nur wenige.
Selbst schuld…
+8
Legoman
Legoman03.06.26 13:38
Und zwar wohl ausschließlich für Apple-Technik!
+1
Sindbad03.06.26 13:42
Und dazu ziemlich kurzfristig!
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CJuser03.06.26 13:49
Ein Glück benutze ich noch Office 2016. Bekommt zwar keine Updates mehr, aber läuft dafür. Beim nächsten Wechsel dann halt kein Microsoft-Produkt mehr. So sehr stört es mich jetzt auch nicht (mehr).
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MrJava03.06.26 13:51
Beruflich muss ich noch bis spätestens 2029 damit arbeiten. Mein AG (sehr groß) will schon früher anfangen umzusteigen. Privat habe ich es tatsächlich schon von allen Rechnern von der SSD getilgt.
Hör auf Dich selbst, sonst hört Dich keiner!
+1
dam_j
dam_j03.06.26 13:52
Microsoft Activation Scripts



Einfach neueste Office Version runterladen und dauerhaft aktivieren.
*hosted by Microsoft

Wenn MS jedem doch selber die Möglichkeit bietet Windows und Office dauerhaft gratis zu nutzen regt man sich auf sehr viel weniger über solche Sachen auf
Das Leben ist Scheiße aber die Grafik ist geil !
+2
Kehrblech03.06.26 14:04
Jetzt wüsste ich doch zu gerne mal, was da eigentlich im ursprünglichen Kaufvertrag stand (kann leider nicht selbst nachschauen, da ich das spätere 2021 nutze)!
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