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Die FireWire-Tragödie: Aufstieg und Fall einer Schnittstelle – und was Apple dazu beitrug

Die Technikgeschichte ist seit jeher geprägt vom Kampf des Besseren gegen das Gute – zuweilen aber auch von Auseinandersetzungen rivalisierender Erfinder und Entwickler. Legendär ist bis heute der "Stromkrieg" zwischen dem Gleichstrom-Verfechter Thomas Alva Edison und dem Wechselstrom-Anhänger George Westinghouse. Der in den 1970er und 1980er Jahren ausgetragene "Videokrieg" der zueinander inkompatiblen Systeme VHS, Betamax und Video 2000 dürfte noch so manchem Zeitgenossen in Erinnerung sein. Auch in der Historie der Computertechnik gab es immer wieder steile Aufstiege und tiefe Abstürze. Ein Beispiel dafür ist die Schnittstelle namens FireWire.


Tragödie mit namhaften Hauptdarstellern
Im einem lesenswerten Artikel, der jetzt bei Ars Technica veröffentlicht wurde, zeichnet Richard C. Moss die FireWire-Geschichte von den Anfängen in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre bis zum endgültigen Aus gut zwanzig Jahre später nach. Er sprach unter anderem mit einigen der seinerzeit an der Entwicklung beteiligten Ingenieure und Produktdesigner. Sein Bericht ist die Schilderung einer Tragödie, in der etliche große Tech-Konzerne mit bis heute klangvollen Namen die Hauptrollen spielten.


Der 2011er Mac mini hatte noch FireWire an Bord.

Die Suche nach einem schnellen Bus
"Alles begann im Jahr 1987", erinnert sich beispielsweise Michael Johas Teener, seinerzeit einer der Chefarchitekten von FireWire. Er arbeitete damals bei National Semiconductor, einem großen kalifornischen Halbleiterhersteller. Einige Computerhersteller waren zu der Zeit auf der Suche nach einem neuen seriellen Bussystem, da die bekannten Schnittstellen geschwindigkeitsmäßig an Grenzen stießen. Nachdem das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) von den Bemühungen erfahren hatte, regte die Standardisierungsorganisation eine Zusammenarbeit der Unternehmen an, welche auch zustande kam. 1988 schließlich, Teener war mittlerweile für Apple tätig, schloss sich auch der Mac-Konzern der Entwicklung an. In Cupertino war man nämlich auf der Suche nach einem Ersatz für den langsamen Apple Desktop Bus (ADB).

Apple war federführend in der Entwicklung
Nach jahrelanger Entwicklungsarbeit, in deren Verlauf Apple stets federführend tätig war und unter anderem die elektrischen Grundlagen und das Steckerdesign maßgeblich mitgestaltete, war es schließlich 1995 soweit: Der Standard IEEE 1394 wurde verabschiedet – FireWire war geboren. An der Spezifikation hatten in all den Jahren namhafte Konzerne wie IBM, Sony, Hewlett-Packard und STMicro mitgearbeitet. Eigentlich hätte also einem Siegeszug der zu Beginn 400 Megabit/Sekunde schnellen Technik nichts im Wege gestanden, zumal diese etliche weitere Vorteile bot wie etwa die Möglichkeit der Energieversorgung externer Geräte und die Unterstützung von 63 Devices auf einem Bus mithilfe des Daisy-Chain-Verfahrens. Als 1996 auch Intel einstieg, schien der Weg für FireWire endgültig frei zu sein.


Schwere Zeiten für Apple
Dass es dazu jedoch nicht kam, sondern USB statt IEEE 1394 zum Goldstandard wurde, hat mehrere Gründe. Eine der Hauptursachen ist in Cupertino zu finden. Apple durchlebte nämlich in den 1990er Jahren schwere Zeiten, die von internen Differenzen und finanziellen Problemen geprägt waren. Erst 1999 erschien daher der erste Mac mit FireWire-Ports. Darüber hinaus änderte Apple auf Anweisung von Steve Jobs das Lizenzmodell: Obwohl ursprünglich festgeschrieben worden war, dass FireWire gegen eine Einmalzahlung in Höhe von 50.000 US-Dollar genutzt werden durfte, verlangte der Mac-Konzern als wichtiger Patentinhaber plötzlich für jeden in ein beliebiges Gerät eingebauten FireWire-Port eine Gebühr in Höhe von einem Dollar. Die Lizenznehmer waren empört, Branchenschwergewicht Intel versuchte sogar, Steve Jobs in einem persönlichen Gespräch von dem Vorhaben abzubringen. Nachdem dies erfolglos blieb, ließ der Prozessorhersteller FireWire fallen und wandte sich USB zu. Damit war das Aus besiegelt, denn IEEE 1394 musste fortan ein Nischendasein fristen, in Windows-PCs war die Schnittstelle nur in Ausnahmefällen anzutreffen. Auch eine von Apple später vorgenommene Senkung der Lizenzgebühren auf 25 US-Cent pro Port konnte das Blatt nicht mehr wenden.

Letzter Mac mit FireWire erschien 2012
In Cupertino allerdings starb FireWire einen langsamen Tod auf Raten. Apple selbst stattete noch einige Jahre hindurch die hauseigenen Geräte mit FireWire aus, beispielsweise auch die ersten Generationen des iPod. Bereits 2008 jedoch erschien mit dem MacBook Air der erste Computer aus Cupertino ohne diese Schnittstelle. 2012 kam der letzte Mac mit FireWire-Ports auf den Markt. Begleitet wurde der Abschied damals von jahrelangen Nutzerprotesten in zahlreichen Foren, denn für manch einen schien die Welt deswegen zusammenzubrechen – zumindest konnte man diverse Postings so deuten. Mittlerweile ist IEEE 1394 fast in Vergessenheit geraten. Schnellere und vielseitigere Schnittstellen wie USB-C oder Thunderbolt haben längst die Nachfolge angetreten.

Kommentare

becreart15.04.20 14:47
Naja eine Tragödie ist es jetzt nicht.
+1
nane
nane15.04.20 14:54
Ich erinnere mich noch an die grossen Augen aller Menschen 2002, als ich in Sekunden eine komplette CD in höchster Qualität auf meinen iPod 1. Gen. mit 5GB Festplatte via iTunes kopieren konnte und ganz nebenbei der iPod auch noch geladen wurde. Damals hielt ich iTunes und FireWire für das Beste überhaupt. "rip-mix-burn"

PS: Immer noch geht es, den iPod via FireWire400 auf 800 Adapter und FireWire 800 auf TB Adapter an meinem aktuellen iMac 5k mit Musik zu füllen. Und flott geht es noch dazu Danke
Das Leben ist ein langer Traum, an dessen Ende kein Wecker klingelt.
+23
basisbild
basisbild15.04.20 14:59
nane
iPod via FireWire400 auf 800 Adapter und FireWire 800 auf TB Adapter

das ist geil!
+2
milk
milk15.04.20 15:03
nane
iPod via FireWire400 auf 800 Adapter und FireWire 800 auf TB Adapter
Und iTunes zeigt den iPod trotzdem noch mit dem richtigen Icon an. Läuft.
+9
milk
milk15.04.20 15:05
becreart
Naja eine Tragödie ist es jetzt nicht.
Ich finde schon. Damals war die Frage ja irgendwann: Externe HDs mit USB oder FireWire, und ich als ehemaliger Fanboy habe mich natürlich trotz beeindruckenden Aufpreises für FireWire entschieden. Diese Platten kann ich heute nur noch mit einem Adapterberg (s.o.) betreiben, USB-Platten kann ich einfach so anklemmen.

Das ist schon tragisch.
+6
gorgont
gorgont15.04.20 15:23
Hab auch noch diverse FW800 Platter hier, leider gehts wirklich nur noch mit Adapter.
touch eyeballs to screen for cheap laser surgery
+1
becreart15.04.20 15:23
milk
Ich finde schon. Damals war die Frage ja irgendwann: Externe HDs mit USB oder FireWire, und ich als ehemaliger Fanboy habe mich natürlich trotz beeindruckenden Aufpreises für FireWire entschieden. Diese Platten kann ich heute nur noch mit einem Adapterberg (s.o.) betreiben, USB-Platten kann ich einfach so anklemmen.

Das ist schon tragisch.

Ich habe damals auch aus Performancegründen auf FireWire Platten gesetzt, die jedoch schon länger durch Thunderbolt (und USB-B) Platten ersetzt wurden
milk
Ich erinnere mich noch an die grossen Augen aller Menschen 2002, als ich in Sekunden eine komplette CD in höchster Qualität auf meinen iPod 1. Gen. mit 5GB Festplatte via iTunes kopieren konnte

Ja das war schon cool damals, aber jetzt sendet man eben die ganzen 5GB und 50-60 Sekunden durchs Internet
+1
MacMichael15.04.20 15:33
Ich habe noch eine alte iSight. Die ist über Firewire 400 an einen Firewire 400 auf 800 Adapter, dann an einen Firewire 800 auf Thunderbold Adapter über einen weiteren Adapter an USB-C angeschlossen. Läuft.

Ist schon eine dolle Geschichte, war zu seiner Zeit aber auch wirklich etwas unglaublich schnelles und gut funktionierendes.
+5
gfhfkgfhfk15.04.20 15:38
Der Grund für das Scheitern von Firewire war ein anderer, es wurde zwischen SCSI und USB zerrieben. SCSI war immer schneller als Firewire und wurde dann später durch SAS ersetzt, und USB war immer billiger. Seit dem USB 3.0 mit UASP sich abzeichnete war der Tod von Firewire unabwendbar.
+5
chrisbilder
chrisbilder15.04.20 15:38
basisbild
nane
iPod via FireWire400 auf 800 Adapter und FireWire 800 auf TB Adapter

das ist geil!

Bei aktuellen Macs kommt da noch der TB2 auf TB3 Adapter hinzu. Läuft übrigens einwandfrei, so von FireWire400 auf Thunderbolt 3. Eine Zeitgeschichte als Adapterkette
+8
eastmac
eastmac15.04.20 15:40
MacMichael
Ich habe noch eine alte iSight. Die ist über Firewire 400 an einen Firewire 400 auf 800 Adapter, dann an einen Firewire 800 auf Thunderbold Adapter über einen weiteren Adapter an USB-C angeschlossen. Läuft.

Ist schon eine dolle Geschichte, war zu seiner Zeit aber auch wirklich etwas unglaublich schnelles und gut funktionierendes.

Die steckt hier noch am Cube.
+1
vasquesbc
vasquesbc15.04.20 15:46
Hier werkelt noch genau ein unersetzliches Firewire Gerät: Der gute, alte Nikon Coolscan 8000ED. Angebunden via TB-3 auf FW-Adapter und immer mal wieder hervorgeholt, um die alten Negative aus dem Familienfundus zu scannen.
Ansonsten Läuft alles via USB/TB.
Allwissend bin ich nicht; doch viel ist mir bewußt.
+1
verstaerker
verstaerker15.04.20 16:38
ich hab hier noch ein 29€ FW400 Audio Interface ... das läuft über 2 Adapter tadellos.
Obwohl damals in einer Generation Macs durch andere chips plötzlich einige Audiointerfaces nicht mehr richtig funktionierten
0
schuetz1015.04.20 17:30
Der Artikel von ArsTechnica ist auf Juni 2017 datiert?
0
spheric
spheric15.04.20 18:57
Ich weiß ja nicht. Firewire hat über Jahre Dinge möglich gemacht, die mit keiner anderen externen Schnittstelle gingen.

Der Standard hat viele Jahre gute Dienste geleistet.

Mein FW Audiointerface wurde letztes Jahr über ein Upgrade Ethernet- und USB3-fähig; die zwei Festplatten, die nur FW-Anschluss hatten, sind schon vor Jahren über den Jordan gegangen, das gut ein halbes Dutzend weitere Archivlaufwerke hat zusätzlich auch USB, und die Handvoll weiterer Laufwerke sind USB-only… ich vermute sehr stark, dass sich die Entwicklung über die letzten zwanzig Jahre bei anderen ähnlich vollzogen hat.

Dass ein Standard eine "Tragödie" sein soll, weil er durch billigere Nachfolgealternativen abgelöst wurde, ist unverständlich.
Früher war auch schon früher alles besser!
+1
don.redhorse15.04.20 20:19
Also FW 800 war immer noch schneller als USB 3, es hat lange Jahre gedauert bis man auf USB 3 Platten genau so schnell kopieren konnte. Ich bin damals eher von FW800 auf eSATA gewechselt, für externe 3,5“ Platten.

FW ist bis 3200 Spezifiziert worden, über 800 aber nie hinaus gekommen. 80 MB sec war für 2,5“ Geräte auf jeden Fall gut.

SCSI wurde nach FW doch eigentlich nur noch intern verwendet, externe SCSI Geräte gab es doch um die Jahrtausendwende nur noch in richtigen Nieschen.
-2
massi
massi15.04.20 21:48
Hier werkelt noch genau ein unersetzliches Firewire Gerät: Der gute, alte Nikon Coolscan 8000ED.
So ähnlich ist das bei mir auch, es ist aber ein Nikon Coolscan LS 2000 mit SCSI Interface, der via SCSI nach Firewire Adapter an meinem Hackintosh mit Firewirekarte hängt.
0
S12-valve15.04.20 22:49
milk
becreart
Naja eine Tragödie ist es jetzt nicht.
Ich finde schon. Damals war die Frage ja irgendwann: Externe HDs mit USB oder FireWire, und ich als ehemaliger Fanboy habe mich natürlich trotz beeindruckenden Aufpreises für FireWire entschieden. Diese Platten kann ich heute nur noch mit einem Adapterberg (s.o.) betreiben, USB-Platten kann ich einfach so anklemmen.

Das ist schon tragisch.

Ja, echter Mist, da viele drauf gesetzt hatten 😫
0
gfhfkgfhfk15.04.20 23:24
don.redhorse
Also FW 800 war immer noch schneller als USB 3, es hat lange Jahre gedauert bis man auf USB 3 Platten genau so schnell kopieren konnte.
USB 3.0 war von Anfang an schneller als Firewire, wenn UASP unterstützt wurde. Die billigen Geräte haben bloß kein UASP unterstützt, die Auswahl des passende Gehäuses war wichtig. Mit USB 3.1 wurde UASP verpflichtend vorgeschrieben.
don.redhorse
SCSI wurde nach FW doch eigentlich nur noch intern verwendet, externe SCSI Geräte gab es doch um die Jahrtausendwende nur noch in richtigen Nieschen.
SCSI wurde weiterhin massiv im Data Center eingesetzt. Hardware RAIDs gab's nur als SCSI oder später als SAS Peripherie. Die ganze Data Center Peripherie war SCSI (DTL und LTO Drives bzw. Libraries), Festplatten, Switches, LUN-Controller, Extender etc. gab es alles für Firewire nicht. Es gab kaum native Firewire Hardware. Firewire wurde meistens nur als Verbindung von einem Mac zu einer externen Peripherie genutzt in der ein Brückenchip steckte, und am dem dann die eigentliche Peripherie mit einer anderen Schnittstelle lief.
+1
Mecki
Mecki15.04.20 23:59
Hier fehlt ein ganz wichtiger Aspekt, nämlich dass FireWire für die Hersteller von einfacher und günstiger Peripherie nicht interessant war. Bei FireWire steckt die ganze Intelligenz im Bus selber, d.h. alle FW Chips müssen dazu beitragen den Bus zu managen. Bei USB hingegen ist der Bus dumm wie eine Scheibe Toastbrot, die ganze Intelligenz hat der Host-Controller ((Bus)Master) und das ist ein PC mit einer mächtigen CPU, d.h. der kann die ganze Busverwaltung in Software im USB Treiber erledigen, die Hardware muss bei USB kaum was können; selbst Hubs werden maßgeblich vom Host-Controller gesteuert.

Entsprechend spottbillig waren USB Chips. Und weil der Bus keine Kette ist, brauchen die Geräte auch keine zwei Ports und keinen Chip, der auch noch Daten durchleiten kann. Dazu kamen noch die Kosten für die viel teureren Kabeln bei FW, weil die dicker und besser geschirmt sein mussten, USB Kabel waren auch spottbillig. Auch ohne Lizenzkosten wäre FW für viele Hersteller preislich daher nicht interessant gewesen und sie hätten nach Alternativen gesucht. Und das ausgerechnet Intel maßgeblich an der Entwicklung des USB Busses beteiligt war, ein Bus, der von der Rechner CPU verwaltet und gesteuert wird, ist natürlich auch kein Zufall.

Überhaupt haben sich meistens die Bus Systeme durchgesetzt, die einfach und dumm waren. Ethernet z.B. ist auch so ein Fall; eigentlich basiert es auf Zufall und Chaos, weil eben ein zentrales Management fehlt. Auch bei WLAN hätte es besser Alternativen gegeben, die aber mehr Infrastrukturanforderungen gehabt hätten. Oder auch (S-)ATA, das SCSI deutlich unterlegen war. Seltsamer Weise wiederholt man jetzt die Fehler von FireWire mit Thunderbolt: Der Bus ist kompliziert, er ist eine Kette und die Chips und Kabel sind sehr teuer.
+4
zubito16.04.20 03:02
MacMichael
Ich habe noch eine alte iSight. Die ist über Firewire 400 an einen Firewire 400 auf 800 Adapter, dann an einen Firewire 800 auf Thunderbold Adapter über einen weiteren Adapter an USB-C angeschlossen. Läuft.

Hey cool, hätte nicht gedacht, dass das tatsächlich noch geht... dann hab ich wahrscheinlich den bzw. die falschen Adapter. Kannst du mir deine genauer benennen und wo du sie gekauft hast? Danke dir!
0
spheric
spheric16.04.20 03:08
zubito
MacMichael
Ich habe noch eine alte iSight. Die ist über Firewire 400 an einen Firewire 400 auf 800 Adapter, dann an einen Firewire 800 auf Thunderbold Adapter über einen weiteren Adapter an USB-C angeschlossen. Läuft.

Hey cool, hätte nicht gedacht, dass das tatsächlich noch geht... dann hab ich wahrscheinlich den bzw. die falschen Adapter. Kannst du mir deine genauer benennen und wo du sie gekauft hast? Danke dir!
Apple Thunderbolt 3 auf Thunderbolt 2 Adapter und Apple Thunderbolt auf FireWire 800 Adapter sind die zuverlässigste und definitive Kombi. FW800 auf FW400 Adapter ist mir keiner untergekommen, der nicht entweder mit allem funktioniert hat oder schlicht kaputt war.
Früher war auch schon früher alles besser!
+1
Noname081516.04.20 08:17
gorgont
Hab auch noch diverse FW800 Platter hier, leider gehts wirklich nur noch mit Adapter.
Ich habe ein Thunderbolt 2 Dock mit einem verbauten FireWire 800 Anschluss. Zwei meiner externen WD Festplatten funktionieren damit ohne Probleme. Ausserdem sind 4 USB3 zweit SATA und Zwei Audio Out und zwei Audio In Buchsen sowie Ethernet vorhanden. Zusätzlich ist ein BlueRay Brenner und eine Festplatte verbaut. Einziger Mangel ist der Geräuschpegel des Lüfters.
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sgmelin16.04.20 08:32
@gfhfkgfhfk

Firewire ist und war schon immer ein SCSI-3 Standard. Nur dadurch ist es möglich, eine DV Kamera vom Rechner aus zu steuern. Dies ist eigentlich "nur" ein SCSI Streamer mit Multimedia Befehlssätzen

Deshalb kann man auch FW mit Adaptern an TB zum laufen bringen. Es ist "nur" eine andere Anschlussart. TB spricht nämlich PCIe, was auch im SCSI Standard verankert ist.
+2
gfhfkgfhfk16.04.20 09:19
Mecki
Hier fehlt ein ganz wichtiger Aspekt, nämlich dass FireWire für die Hersteller von einfacher und günstiger Peripherie nicht interessant war.
Und es war zu schlecht fürs Data Center. Genau deshalb ist Firewire gescheitert, es steckte in einer Nische zwischen ganz billig und ganz teuer fest, und wurde von beiden Seiten bedrängt.
Mecki
Überhaupt haben sich meistens die Bus Systeme durchgesetzt, die einfach und dumm waren. Ethernet z.B. ist auch so ein Fall; eigentlich basiert es auf Zufall und Chaos, weil eben ein zentrales Management fehlt.
Das war einmal bei Ethernet der Fall. Seitdem Ethernet über Switche betrieben wird, gibt es keine Kollisionen mehr. Ich habe hier noch einen alten Asanté 10MBit Hub herumliegen, bei dem gab es das Problem noch.

sgmelin
@gfhfkgfhfk

Firewire ist und war schon immer ein SCSI-3 Standard. Nur dadurch ist es möglich, eine DV Kamera vom Rechner aus zu steuern. Dies ist eigentlich "nur" ein SCSI Streamer mit Multimedia Befehlssätzen

Deshalb kann man auch FW mit Adaptern an TB zum laufen bringen. Es ist "nur" eine andere Anschlussart. TB spricht nämlich PCIe, was auch im SCSI Standard verankert ist.
Nein, PCI bzw. PCIe hat nichts mit SCSI zu tun. Man kann über PCIe einen SCSI HBA betreiben, das ist richtig, aber es besteht darüber hinaus keine Gemeinsamkeit.

Nicht nur Firewire ist SCSI, auch SSA (schon lange Geschichte und wurde einmal von IBM als Festplattenschnittstelle anstatt SAS favorisiert), SAS, FibreChannel, iSCSI und USB mit UASP sprechen das SCSI Protokoll.
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Aruna16.04.20 12:06
vasquesbc
Hier werkelt noch genau ein unersetzliches Firewire Gerät: Der gute, alte Nikon Coolscan 8000ED. Angebunden via TB-3 auf FW-Adapter und immer mal wieder hervorgeholt, um die alten Negative aus dem Familienfundus zu scannen.
Ansonsten Läuft alles via USB/TB.

Ich habe einen Mac Pro Anfang 2008 mit Firewire 400 und 800 Anschluß. Mit dem Firewire 400 Anschluß betreibe ich einen Nikon Coolscan 8000. Jetzt möchte ich mir den neuen Mac Mini zulegen. Gibt es dafür einen Thunderbolt auf Firewire 400 Adapter?
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gfhfkgfhfk16.04.20 12:30
Aruna
Gibt es dafür einen Thunderbolt auf Firewire 400 Adapter?
Es gibt einen alten Thunderbolt2 auf Firewire Adapter, und dazu braucht man den Thunderbolt2 auf Thunderbolt3 Adapter.
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spheric
spheric16.04.20 12:51
gfhfkgfhfk
Aruna
Gibt es dafür einen Thunderbolt auf Firewire 400 Adapter?
Es gibt einen alten Thunderbolt2 auf Firewire Adapter, und dazu braucht man den Thunderbolt2 auf Thunderbolt3 Adapter.
Und dann noch ein FW800 auf FW400 Kabel. Hardwareseitig kein Problem.

Ist gesichert, dass der Coolscan mit Catalina betrieben werden kann?
Früher war auch schon früher alles besser!
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Mecki
Mecki16.04.20 22:43
gfhfkgfhfk
Das war einmal bei Ethernet der Fall. Seitdem Ethernet über Switche betrieben wird, gibt es keine Kollisionen mehr.
Aber auch Switches managen das Netz nicht, weil sie das ganze Netz auch gar nicht kennen (ihr Sichthorizont ist minimal) und ihnen sagt auch keine zentrale Steuereinheit wie sie sich zu verhalten haben. Auch Switches müssen ein Paket verwerfen wenn das an Port 4 gehen soll, Port 4 aber gerade durch ein anderes Paket blockiert wird und der Switch keinen Speicher mehr frei hat das Paket zwischenzuspeichern (was ja nur passiert, weil sich hier die zwei sendenden Systeme nicht abgesprochen haben bzw. keine Zentrale Einheit bestimmt hat, wer jetzt senden darf, also aufgrund fehlenden Managements). Und auch Switches teilen den Sender des Paketes nicht mit, dass sie das jetzt verworfen haben, der einfach annehmen muss, dass es angekommen ist, bis ein höher liegendes Protokoll was anderes feststellt. Alternativen zu Ethernet hingegen haben das teilweise getan bzw. verhindert, dass solche Situationen überhaupt jemals entstehen können. Nur dazu musste die Hardware eben viel smarter sein und aktiv mitarbeiten und daher konnten sie sich nicht durchsetzen.
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gfhfkgfhfk17.04.20 09:41
Mecki
Aber auch Switches managen das Netz nicht, weil sie das ganze Netz auch gar nicht kennen (ihr Sichthorizont ist minimal) und ihnen sagt auch keine zentrale Steuereinheit wie sie sich zu verhalten haben.
Auch das stimmt nicht mehr. Moderne Switche über einige Protokolle verwaltet: z.B. STP bzw. RSTP (Rapid Spanning Tree Protocol), LACP (Link Aggregation Control Protocol), … und dann gibt es da noch das IEEE 802.3x Flow Control Protocol.

Bei den billig Dinger für den Desktop ist das nicht implementiert, aber für ein paar Euro mehr gibt es bereits Desktop Switche mit RSTP, LACP, …
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