Der Kampf gegen iPhone-Diebstahl – Apple und englische Polizei kooperieren, erste Erfolge


Die Londoner Metropolitan Police arbeitet seit einiger Zeit enger mit Apple zusammen, um iPhone-Diebstähle unattraktiver zu machen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die klassische Strafverfolgung, sondern die Frage, ob gestohlene Geräte anschließend noch reaktiviert und weiterverkauft werden können. Genau hier setzt die Kooperation an, denn die Polizei will fortan konsequent Informationen zu gestohlenen Geräten mit Apple teilen – während Apple umgekehrt besser nachvollziehen kann, ob bestehende Schutzmechanismen in der Praxis greifen. Zwar gelang es mit den Maßnahmen, die Attraktivität als Diebesgut zu senken, doch weiterhin gibt es viele Beschwerden von Polizeiseite, einen beträchtlichen Teil ihrer Arbeitszeit nur mit geklauten Smartphones zu verbringen.
Lukrativer Markt: iPhone-DiebstahlTrotz Aktivierungssperre und "Wo ist?"-Ortung sind gestohlene iPhones für Kriminelle weiterhin nicht völlig wertlos. Lässt sich ein Gerät nicht entsperren oder reaktivieren, bleibt immer noch der Verkauf als Ersatzteilspender – etwa für Display, Gehäuse, Kameramodule oder andere Komponenten. Außerdem landen viele Geräte auf Auslandsmärkten, wo Käufer nicht immer erkennen können, ob ein iPhone gesperrt, manipuliert oder nur eingeschränkt nutzbar ist. Genau das ist allerdings der Hauptumschlag und viel attraktiver, als die einzelnen Komponenten zu veräußern.
Englische Polizei (und andere) fordern besseren SchutzMet-Commissioner Sir Mark Rowley
formulierte das Ziel folgendermaßen: Wenn gestohlene Telefone überhaupt nicht mehr reaktiviert werden können, breche ihr Wert zusammen – und damit auch der Anreiz, sie überhaupt zu stehlen. Ein besonderes Problem waren laut Polizei illegale Werkzeuge, mit denen Diebe gestohlene iPhones per "Factory Reset" wieder verkaufsfähig machen konnten. Rowley zufolge zeigen erste Daten inzwischen, dass die große Mehrheit der in den vergangenen Wochen in London gestohlenen iPhones nicht erfolgreich zurückgesetzt wurde.
Apple bewegt sich nach DruckErst kürzlich hatten wir darüber
berichtet, wie Apple den Diebstahlschutz weiter ausbaut und verbessert. Das geschieht jedoch nicht ganz freiwillig, sondern auch auf rechtlichen Druck hin – nicht nur in Großbritannien steht Apple nämlich vor neuen Gesetzen, die Herstellern genaue Schritte vorschreiben wollen, sofern die herstellerseitigen Maßnahmen nicht genug greifen.