Codex Micro: Erstes Hardware-Produkt von OpenAI ist eine Makrotastatur mit Mikrofon


Ein Vorteil Großer Sprachmodelle (LLMs) besteht in der Möglichkeit, in natürlicher Sprache mit ihnen zu kommunizieren. Viele Entwickler ersparen sich das Wälzen von API-Dokumentationen nebst anschließender Forenrecherche und interagieren stattdessen mit einem KI-Modell, um Fehler im Programmcode aufzuspüren. Diese Anwender sind die Zielgruppe des ersten Hardware-Produkts von OpenAI:
Codex Micro, eine „Kommandozentrale für agentisches Arbeiten“.
Das aus Aluminium und Polycarbonat bestehende Gerät mit quadratischer Grundfläche vereint dreizehn mechanische Schalter (leise oder klickend) mit teils bedruckten, teils transparenten Tastenkappen. In den oberen Ecken befinden sich zudem ein Drehregler sowie ein analoger Joystick. Ein Mikrofon ist ebenfalls an Bord. Das Gerät verbindet sich via Bluetooth oder USB-C mit einem Mac oder Windows-PC.
Agenten-DashboardIn der hauseigenen Entwicklungsumgebung Codex der
ChatGPT-App lässt sich die Makrotastatur flexibel einrichten. Jede Taste kann mit einem KI-Agenten gekoppelt werden. Die verbauten RGB-LEDs geben Feedback über den aktuellen Status, so können Anwender mehrere komplexe KI-Anfragen gleichzeitig im Blick behalten. Über das Mikrofon gibt man neue Aufträge. Dank eines umfangreichen Tastenkappen-Sets können Anwender ihr Gerät individuell gestalten; 32 weiße Kappen mit Icons und 11einfarbige Kappen liegen bei.
230 US-Dollar plus VersandJony Ive arbeitet bekanntermaßen für OpenAI an einer
revolutionären KI-Hardware. Am Codex Micro hat er höchstwahrscheinlich nicht mitgewirkt. Die Makrotastatur wurde in Zusammenarbeit mit dem Peripheriehersteller
Work Louder entwickelt. Sie kostet 230 US-Dollar und wird aus den USA versandt. Anwender aus Großbritannien zeigten sich verwundert über die Versandkosten von 71 britischen Pfund. Trotzdem war die erste Charge nach kurzer Zeit ausverkauft.
Beliebte Schreibtisch-AccessoiresEine zusätzliche Tastatur mit frei belegbaren Tasten wuchs in den vergangenen Jahren zu einem respektablen Nischensegment an. Weite Verbreitung finden etwa Elgatos
Stream Decks, bei denen jede Taste einen Miniatur-Bildschirm integriert. Die Tasten kabelloser Ziffernblöcke wie
Keychron V0 lassen sich ebenfalls ganz nach Geschmack mit gewünschten Funktionen belegen. Das
DOIO KB16 kombiniert sechzehn Tasten, drei Drehregler sowie ein Miniatur-Display zu einem konfigurierbaren USB-C-Eingabegerät. Wer die Skriptsprache Python beherrscht, kann sich einen Tastenblock wie den
Keybow 2040 zulegen und Funktionen sowie Lichteffekte der einzelnen Tasten frei bestimmen.